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August 12 2013

PirateBrowser: PirateBay-Gründer stellen Browser zum Umgehen von Zensur vor

The_Pirate_Bay_logo.svgVergangenen Samstag feierte The Pirate Bay ihren zehnten Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums veröffentliche die Filesharing-Plattform einen eigenes Browserbundle mit dem Titel PirateBrowser. Mit dem PirateBrowser soll es möglich sein, Zensur im Internet zu umgehen, ein Problem von dem The Pirate Bay in einigen Ländern dieser Erde auch selbst betroffen ist.

PirateBrowser besteht aus der portablen Version von Firefox 23, erweitert um einen TOR-Client sowie das Addon FoxyProxy. Zusammen mit weiteren nicht näher spezifizierten Einstellungen sollen so Zensurmaßnahmen im Internet umgangen werden können.

It’s a simple one-click browser that circumvents censorship and blockades and makes the site instantly available and accessible.


Der PirateBrowser hat bereits von Haus aus eine Reihe Lesezeichen gesetzt. Bei den gespeicherten Seiten handelt es sich um Filesharing-Seiten welche in einer Reihe von Ländern aktiv gesperrt werden, darunter The Pirate Bay selbst, sowie KickassTorrents, Bitsnoop und H33T. Die Macher legen großen Wert auf die Feststellung, dass der PirateBrowser nur dazu diene Zensur im Internet zu umgehen, er aber nicht dazu geeigenet sei dem Nutzer anonymes Surfen zu ermöglichen.

Ob der PrivateBrowser nun tatsächlich einen Mehrwert in der Welt der Browser darstellt, scheint fragwürdig. Schließlich wurde keineswegs ein eigenständiger Browser entwickelt, sondern es wurden lediglich frei verfügbare und bekannte Erweiterungen in Firefox 23 integriert, wie es auch jeder Nutzer für sich tun kann. Wer den Browser dennoch einmal ausprobieren möchte, kann sich das Bundle hier herunterladen. Zur Zeit steht der PirateBrowser nur für Windows zur Verfügung. Nach Informationen von Torrentfreak sollen jedoch bald auch Versionen für Mac und Linux folgen. Ebenso wurden dort bereits weitere Projekte angedeutet, unter anderem ein auf Bittorrent basierender Browser, mit dem sich The Pirate Bay und andere Webseite auch lokal speichern und verwalten lassen sollen.

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August 06 2013

USA: Internetprovider Comcast plant neue Anti-Piraterie Maßnahmen

Im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet haben sich die Internetprovider und Inhalteanbieter bereits eine Menge einfallen lassen. Vom Zusammenschluss der Werbewirtschaft um Filesharing Webseiten die Finanzierungsgrundlage zu nehmen über tief greifende Anti-Piraterietechniken der Provider bis zu der Forderung nach Computersperren bei Urheberrechtsverletzungen, war schon Einiges dabei. Der amerikanische Internetprovider Comcast hat sich nun ein neues System einfallen lassen: Beim illegalen Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten aus dem Internet, sollen den Nutzern automatisch Links zu legalen Beschaffungsquellen angezeigt werden.

Comcast ist der größte Kabelnetzbetreiber und zweitgrößte Internetanbieter der USA. Wie Variety berichtet, führt Comcast bereits erste Gespräche mit Film- und TV-Studios sowie mit anderen Internetanbietern, um ihr Modell zu bewerben. Das von Comcast erdachte System sieht es vor, einem Nutzer, der urheberrechtlich geschützte Inhalte herunterlädt, sofort mit verschiedenen Angeboten aus legalen Quellen zu konfrontiert.

As sources described the new system, a consumer illegally downloading a film or movie from a peer-to-peer system would be quickly pushed a pop-up message with links to purchase or rent the same content, whether the title in question exists on the VOD library of a participating distributor’s own broadband network or on a third-party seller like Amazon.


Damit könnte das System eine Alternative oder aber eine Ergänzung zum derzeitigen System der Provider, dem Copyright Alert System (CAS), sein, an dem sich AT&T, Cablevision, Time Warner, Verizon und Comcast beteiligen. Dieses System, auch als “Six-Strikes” bekannt, ist angelehnt an das französische “Three-Strikes”-Modell. Dabei werden Nutzern bei Urheberrechtsverstößen Warnungen geschickt. Nach sechs dieser Warnungen können die Internetprovider Strafen vornehmen, unter anderem ein Drosseln der Bandbreite. CAS ist seit Februar 2013 im Einsatz, weshalb bisher noch keine genauen Daten über ausgestellte Warnungen und Strafen sowie den Erfolg des Systems vorliegen.

Comcast verspricht sich von seinem neuen Mechanismus vor allem einen erzieherischen Gewinn, der mit CAS nicht zu verzeichnen sei:

Comcast is also hoping the new approach has a more educational impact than CAS, which sources indicate has provided Comcast with subscriber feedback suggesting it is ineffective in that respect. Encouraging legal transactions could also be a better tack to take with the segment of consumers unknowingly pirating from illegal websites with design interfaces so slick they confuse users into thinking they are legitimate sources for content.

Wie arstechnica hingegen bemerkt, spielen für Comcast auch wirtschaftliche Gründe einen enormen Faktor bei der Entwicklung des neuen Modells:

Comcast, unlike most of its other ISP competitors, also owns vast media holdings. The company’s assets include Universal Pictures, NBC, and other cable TV channels—so Comcast could stand to directly benefit from pushing its customers to buy its own products.

Zu technischen Einzelheiten des neuen Ansatzes ist zur Zeit nichts bekannt. Comcast weigerte sich auf Anfragen von Variety und arstechnica zu antworten.

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August 08 2012

Internet Archive setzt auf BitTorrent: Millionen Werke legal herunterladen

Die Seite “The Internet Archive” bietet seit heute über 1,3 Millionen Werke über das BitTorrent-Protokoll jedermann zum kostenlosen Download an. Das gemeinnützige Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein digitales Gedächtnis der Menschheit zu schaffen, kann so seine Inhalte zugleich verbreiten und redundant speichern. Dieses Unterfangen wäre wohl mir einer zentralen Infrastruktur wegen anfallender Serverkosten kaum zu stemmen.

Angeboten werden Werke, die inzwischen Gemeinfrei (“Public Domain”) geworden sind: Darunter fallen viele neben Klassikern der Weltliteratur auch viele Filme der Vorkriegszeit, aber auch Konzertmitschnitte oder Hörbuchfassungen bekannter Bücher.

Fürs Runterladen der Werke benötigt man lediglich einen BitTorrent-Client, so zum Beispiel:

Leider wird bei manchen Internet-Anbietern der Torrent-Datenverkehr willkürlich und ohne Begründung gedrosselt.

The Library of Alexandria – an ancient center of learning containing a copy of every book in the world – was eventually burned to the ground. Even now, at the turn of the 21st century, no comprehensive archives of television or radio programs exist.

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January 17 2012

Thorrents – Torrents ohne .torrent

Als Reaktion auf das Urteil zur Blockade von The Pirate Bay in der Niederlanden vom letzten Donnerstag wurde die Torrent-Suchmaschine Thorrents.com online gestellt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen wie The Pirate Bay, Mininova oder Torrentfinder bietet Thorennts keine Links zu .torrent-Dateien an. Dafür werden sogenannte Magnet-Links angezeigt, die nach einem Klick direkt von BitTorrent-Clients wie µTorrent oder Transmission geöffnet werden können.

Nach eigenen Angaben versteht sich Thorrent als neue Oberfläche (GUI) zu The Pirate Bay, im Hintergrund läuft also die gleiche Datenbank. Auch die Seite Torrindex.com bietet ausschließlich Magnet-Links an und behauptet das erste Portal dieser Art zu sein.

Sinn der neuen Website ist es offenbar, sich zukünftigen Klagen durch Rechteinhaberorganisationen wie der BREIN zu entziehen. Da Magnet-Links im Gegensatz zu .torrent-Dateien keine Informationen enthalten, wo genau eine Datei zu beziehen ist bzw. welche Tracker ihre Verteilung verwalten, zieht eine Veröffentlichung weniger rechtliche Konsequenzen nach sich. Magnet-Links enthalten lediglich den Hash (Fingerabdruck) einer herunterzuladenden Datei. Die Suche nach anderen Peers, die diese Datei anbieten, erfolgt bei dieser Technik dezentral über den BitTorrent-Client des Nutzers.

Der Name “Thorrents” bezieht sich auf den nordischen Gott Thor (siehe Bild). So behauptet auch die Webseite:

Smash old fashioned HTTP downloaders! Thor agrees!

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July 22 2011

GVU lässt sogar in Bielefeld Leute verhaften

Laut einer Pressemitteilung der Polizei NRW wurde in Bielelefeld der Betreiber eines geschlossenen Torrent-Trackers – für dessen Nutzung man Geld bezahlen musste – verhaftet.

Das passierte auf Initiative der GVU, die sich ja in letzter Zeit echt nicht lumpen lässt. Die GVU feierte kürzlich erst die Razzien zur Schließung von kino.to, kämpft gerade wohl gegen kinox.to und ist früher eher durch so geistreiche Aktionen wie dem Sperren von CC-lizensierten Videos aufgefallen. Gegen den Beschuldigten hatte die GVU im März Strafantrag gestellt. Ob daraufhin über 5 Monate lang Beweise gegen ihn gesammelt wurden, oder die Polizei erst jetzt Zeit gefunden hat, wird nicht berichtet.

Für den 46-jährigen Bielefelder sieht es wohl düster aus: Er hatte anscheindend hunderte gebrannter DVDs zu Hause rumliegen und die Polizei war auch in der Lage, die Tracker-Datenbank sicher zu stellen [und hey! Die reden in der PM "dem BitTorrent-Netz" und "dem unter Raubkopierern beliebten DViX-Format" - wenn die die Datenbank sicherstellen konnten, dann war das nicht schwer.]

Da der Beschuldigte für die Tracker-Nutzung Geld genommen haben soll, wird er wohl etwas kaum gegen den Vorwurf der gewerblichen Urheberrechtsverletzung vorbringen können. Interessant wird auch, ob die Polizei sich daran machen wird, die Zahlungs- und Nutzerdaten auszuwerten, die ja auch irgendwie aufgezeichnet worden sein müssen.

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November 09 2010

Neuer Rekord: Massenabmahnung von Filesharern

Innerhalb der letzten 2 Wochen hat eine Anwaltskanzlei aus West Virginia 16.700 Klagen gegen Filesharer von Filmen mit nackten Erwachsenen eingereicht. Damit wird die Kanzlei Tabellenführer der US-Copyright-Prozesse 2010.

Gegen 7.098 BitTorrent-Sharer des Films “Batman XXX: A Porn Parody” und 9.729 Sharer eines Films mit weniger amüsantem Titel wurde Beschwerde eingereicht. Die Adult Copyright Company wartet nun auf die Namen der Anschlussinhaber hinter den IP-Adressen, um diesen dann einen Vorschlag zur außergerichtlichen Einigung zukommen zu lassen. Andernfalls droht eine Klage “bis zum Äußersten” – der gesetzliche Rahmen sieht bis zu 150,000$ Strafe vor.

Mit dieser Drohung sollte die Kanzlei auf eine hohe Bereitschaft treffen, die zur außergerichtlichen Einigung verlangte Summe zu erhalten. Nicht zu Unrecht spricht man schon seit einiger Zeit von einem Geschäftsmodell. Beeindruckend ist aber die kurze Zeit, in der die Kanzlei die IP-Adressen gesammelt hat: Die US Copyright Group, die dieses Geschäftsmodell quasi “erfunden” hat, sammelte in 5 Jahren(!) gerade mal 18.000 Adressen.

Reposted bymondkroete mondkroete
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