Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

May 06 2010

Great Firewall of Taiwan?

Die Pressefreiheit in Taiwan hat laut verschiedenen Berichten abgenommen. Die Nachrichten von heute sind aber konkret beunruhigend. Wie Apple Daily berichtet ist offenbar ein Gesetz unterwegs, das erlaubt, unliebsame Inhalte zu sperren und so nach politischen Kriterien Informationen auszusperren: 蘋論:網路不自由:

中國聘用好幾萬名網路警察,封網站、查網民、駭網址,理由是維持和諧社會,保護公序良俗,禁止色情暴力……而真正的目的是捍衛共產黨永遠的威權領導。

Scheint als nimmt die regierende KMT die Annäherung an China viel zu ernst. Wenn da etwas dran wird die Aussage bitter, dass der Staat Taiwan (die Republik China auf Taiwan) eine Demokratie mit ganz normalen inneren Problemen ist. Leider habe ich gerade keine Zeit um eine sorgfältige Übersetzung zu erstellen. Anyone in the audience for a quick translation to English or German? Will be much appreciated. Please comment.

April 26 2010

Menschenrechtspavillon für Expo 2010 eröffnet

Reporter ohne Grenzen hat anlässlich der Expo 2010 in Shanghai einen Online-Menschenrechtspavillon eröffnet. Dort kann man sich über Netzzensur und verhaftete Blogger in China informieren. dpa berichtet über den Menschenrechtspavillon: Online-”Menschenrechtspavillon” für Expo eröffnet.

«Das Expo-Motto “Eine bessere Stadt, ein besseres Leben” ist bedeutungslos, wenn die Regierung die Meinungsfreiheit seiner Bürger so stark einschränkt», teilte die in Paris ansässige internationale Organisation mit. «”Stadt unter Bewachung – Leben unter Bewachung” wäre ein besserer Slogan.» Mehrere Dutzend Shanghaier Menschenrechtsaktivisten seien unter strenger Polizeiüberwachung, damit sie sich nicht mit ausländischen Journalisten treffen könnten.

Mehr Hintergrundinformationen bietet die englischsprachige Pressemitteilung: Reporters Without Borders inaugurates its “Garden of Freedoms”.

April 22 2010

“Empfindliche Wörter” bei Google Hongkong

“Empfindliche Wörter” sind diejenigen, die der volkschinesischen Regierung sauer aufstoßen würden. Die Selbstzensur der Medien wird durch eine explizite Liste erleichtert, eben die Liste der empfindlichen Wörter. Die FAZ hat nun im Zuge des Umzugs der Google-Suche nach Hongkong nach in Fleißarbeit überprüft, wie es sich jetzt verhält:
Chinesische Google-Zensur im Experiment. Im Reich der empfindlichen Wörter
:

Für unsere Suchanfragen wurden Wörter verwendet, deren „Empfindlichkeit“ naheliegt. Die meisten von ihnen sind im Westen gebräuchliche Reizwörter, doch auch eine spezifisch chinesische Frage nach den „Kindern von hohen Funktionären“ ist dabei. In einigen Fällen werden die chinesischsprachigen mit den englischsprachigen Ergebnissen verglichen. Man bekommt so einen Eindruck von den speziellen Schwerpunkten des Interesses in der chinesischen Welt, die sich von denen der englischsprachigen Welt oft sehr unterscheiden.

In der Wortliste fehlt mir persönlich “Taiwan”, aber sonst ist das mal eine ganz gute Übersicht. Auch darüber, dass Google ihre Einstellung tatsächlich zu ändern scheint – und man auf der ersten Ergebnisseite nützliches angezeigt bekommt, ohne sich weiterklicken zu müssen.

April 13 2010

Realitycheck: Censilia in der FAZ

Vor gut zwei Wochen durfte EU-Kommissarin Cecilia Malmström ihre Richtlinie zur Etablierung von Internetsperren in Europa exklusiv in der FAZ vorstellen. Ihr damaliger Gastbeitrag, so scheint es Sitte, blieb dabei von kritischen Fragen oder einer redaktionellen Einordnung unbehelligt. Einen Tag später bestätigte FAZ.net Politik-Redakteur Stefan Tomik die Notwendigkeit von Internetsperren in einem allenfalls oberflächlich kritisch angehauchten Artikel: “Schneller als die Strafverfolger”

Als weitgehend unkritisch muss man auch das im folgenden betrachtete Interview bezeichnen, das Tomik für die heutige FAZ mit Cecilia Malmström führte. Die Art und Weise, wie Tomik seiner Gesprächspartnerin eine Plattform bereitet – und gleichzeitig wesentliche Punkte der Debatte aussen vor lässt – erinnert im Ergebnis eher an ein Advertorial als ein journalistisch kritisches Interview.

Gleich in der ersten Frage (“Manche Kritiker sagen, Sie wollten ein Zensursystem installieren, wie es in China existiert.”) baut Tomik Malmström eine einladende Brücke zur Selbstdarstellung.

Tatsächlich kenne ich nur wenige ernsthafte Kritiker von Internetsperren, die konkret Verhältnisse wie in China befürchten. Tomik hingegen spielt offenbar gerne mit der Unglaublichkeit dieses Vergleichs und ihrer Negation. Zum Beispiel hier, in seinem Beitrag für das DLF:

Und man darf annehmen, dass diejenigen, die jetzt “chinesische Verhältnisse” beklagen, noch nie unter echter Zensur zu leiden hatten.

Das ist fraglos richtig, bleibt allerdings auch das denkbar lausigste Argument für eine technisch determinierte Infrastruktur. Den einmal installierten Systemen ist es schließlich vollkommen egal, welche Inhalte gesperrt werden. Computer führen bekanntlich auch nur Befehle aus.

Aber zurück zur FAZ. Malmström nimmt die Vorlage dankbar auf und antwortet:

Diese Anschuldigung ist unglaublich! Es geht darum, die schlimmsten Verbrechen an Kindern zu bekämpfen, und ich werde als chinesische Diktatorin verunglimpft. Das zeigt etwas über die Qualität solcher Kommentare. Es ist überhaupt nicht mein Ziel, irgendetwas anderes als Kinderpornographie zu sperren. Es gibt überhaupt keinen Grund für diesen Aufstand.

Nochmal, niemand, der ernsthaft in der Debatte argumentiert, hat die EU-Kommissarin als “chinesische Diktatorin” verunglimpft. Auf der rhetorischen Ebene dient die Empörung nun gleichzeitig dazu, legitime Kritik auszublenden und mögliche Gegenargumente pauschal zu entwerten: “Es gibt überhaupt keinen Grund für diesen Aufstand” – Doch, Frau Malmström, den gibt es. Und das wissen sie auch.

Wesentlich interessanter finde ich aber, dass Tomik Malmströms überhöhte Intention “schlimmste Verbrechen an Kindern zu bekämpfen” nicht aufgreift. Nicht hier, und auch nicht im weiteren Verlauf des Gesprächs. Dies ist insofern bemerkenswert, da Tomik aus Vorgesprächen mit Sperrgegnern aus dem Umfeld des AK Zensur um die Problematik des Täterschutzes bei DNS-basierten Sperren weiß.

Um es noch einmal deutlich zu machen: Die von Cecilia Malmström vorgeschlagenen Sperren sind im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornographie weitgehend wirkungslos und können zudem leicht umgegangen werden. Schlimmer noch, die manipulierten DNS-Server (“Telefonbücher des Internets”) lassen sich als Seiteneffekt von den Tätern als effizientes Frühwarnsystem benutzen.

Sobald ein Angebot auf einer DNS-Sperrliste geführt wird, kann ein Kinderpornographieanbieter durch einen direkten Vergleich zwischen manipuliertem “Telefonbuch” und einem unmanipulierten “Telefonbuch” den Status seines Angebotes abfragen und sich ggf. frühzeitig der Strafverfolgung entziehen. Der Aufwand für eine solche Abfrage ist überschaubar. 2 oder 3 Zeilen Shellscript reichen – und der Anbieter bekommt jeden Morgen einen aktuellen Statusreport per Mail. Viel leichter kann man es den Tätern nicht mehr machen.

Stefan Tomik war diese Problematik zum Zeitpunkt des Interviews bekannt. Statt nachzuhaken, spielt er Malmström lieber die nächste Frage zu: “Wo ist die Grenze zwischen Zensur und den Sperren, die Sie vorschlagen?” – Auch hier handelt es sich – ohne kritische Rückfrage – um einen Elfmeter ohne Torwart.

Malmström nutzt die Chance und erzielt sogar noch einen Extrapunkt:

Bei Zensur geht es um Meinungsäußerungen. Aber kein Blogger würde wohl behaupten, Kinderpornographie sei von der Meinungsfreiheit gedeckt. Im Übrigen ist ein Blogger jeder, der irgendwas ins Netz stellt. Es gibt eine kleine, sehr verärgerte Gruppe von Bloggern. Ich respektiere sie. Aber es sind nur einige von Millionen. Es sind Lobbyisten, die nicht für ganz Europa sprechen. Die meisten Leute, die mit Ihnen übereinstimmen, bombardieren Sie nicht mit E-Mails. Man sollte also nicht in die Falle tappen zu glauben, dass 500 Millionen Europäer dagegen sind, wenn sie 150 kritische E-Mails erhalten.

Ja, für diese Antwort braucht man starke Nerven. Während der Einstieg noch rhetorisches Blafasel ist, wird es ab der Mitte interessant. Frau Malmström respektiert die “verärgerten Blogger” also. Vermutlich etwa so, wie eine Mutter ein trotziges Kind respektiert, das rumquengelt, weil es keinen Lutscher bekommen hat. Bemerkenswert ist in diesem Absatz vor allem die Anmerkung, 150 kritischen Emails würden 500 Millionen Europäer gegenüberstehen, die ihre Idee mit den Internetsperren richtig dufte finden. Das ist Leyen-Rhetorik in Perfektion.

Ich muss nicht extra erwähnen, dass allein in Deutschland mehr als 135.000 Menschen anderer Meinung sein dürften, oder? Und das sind vor allem solche, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Es ist nämlich so, Frau Malmström, ich habe den für Fischerreirechte und Bananen-Bemaßung (man hört da ja abenteuerliche Dinge …) zuständigen Kommissaren bisher auch noch keine kritischen Mails geschrieben. Ich kenne mich da einfach nicht aus. Um ehrlich zu sein, kenne ich nicht einmal die zuständigen Kommissare.

Ein kleiner Sprung, ich habe gerade nämlich ein Hauch von Kritik in einer Frage entdeckt: “Einspruch! Der weitaus größte Teil kinderpornographischer Websites liegt auf amerikanischen Servern. Warum funktioniert die Zusammenarbeit hier nicht so gut wie etwa bei der Terrorismusbekämpfung?”

Das ist eine richtig gute Frage, sie könnte durchaus von einem ernsthaften Journalisten stammen. Die Antwort von Cecilia Malmström überrascht nicht weniger. Natürlich hat Malmström inzwischen erkannt, dass die Verweise auf kinderpornographische Schurkenstaaten, in den es weder Recht noch Sperrgesetze geben soll, nicht wirklich glaubhaft sind. Zum einen, weil es solche Länder de facto nicht gibt.

Vor allem aber, weil die technische Infrastruktur in den in Frage kommenden Ländern so erbarmungswürdig schlecht ist (Wie war das noch? Der CCC hatte auf seinem Weihnachtskongress 2005 mehr Bandbreite ins Netz, als der gesamte afrikanische Kontinent?), dass sie den Anforderungen kommerzieller Anbieter offenbar nicht gerecht werden (Zur Verschleierung der Angebote sind schnelle Netzanbindungen und HighEnd-Technik erforderlich).

Es muss also ein neues Feindbild ran. Bei Cecilia Malmström sind nun die Amerikaner an der Reihe. Und die INHOPE-Hotlines bekommen gleich auch noch eine Breitseite ab:

In der Tat haben mehrere Studien gezeigt, dass die Amerikaner nicht sehr effektiv sind beim Löschen. Im vergangenen Sommer hat eine deutsche Internet-Meldestelle 144 kinderpornographische Websites zurückverfolgt, 110 davon waren in Amerika. Man hat versucht, diese Seiten über das Providernetzwerk „Inhope“ zu löschen. Doch auch nach mehr als zwei Monaten waren noch mehr als die Hälfte dieser Seiten online abrufbar.

Die “Beliebtheit” der USA lässt sich durch relativ simple Faktoren erklären. Ich hatte sie vor ein paar Tagen schon einmal mit Verweis auf die irische INHOPE-Hotline angesprochen: Schnelle Netze, günstige Angebote, Möglichkeit der automatischen/anonymen Registrierung:

Most countries have shown a drop with the exception is the USA and Canada. These countries have concentrations of automated hosting and domain registration services which are being misused by criminals

(Quelle: http://www.hotline.ie/annualreport/2008-analysis/trends.html, Seite 5)

Bleibt die Frage, ob amerikanische Provider tatsächlich nicht auf Beschwerden wg. Kinderpornographie reagieren. Ich kann mir das nicht so recht vorstellen. Auch die Stichprobe des AK Zensur im letzten Jahr deutet nicht auf größere Verzögerungen hin. Eine mögliche Erklärung wären in diesem Zusammenhang unterschiedliche Straftatbestände. Denkbar wären z.B. Hinweise, dass bestimmte Inhalte in Deutschland strafbewehrt sind (Die dürften in den USA weitgehend ignoriert werden). Analog verfährt Jugendschutz.net wohl bei fremdenfeindlichen und rechtsextremen Angeboten, die im Ausland mitunter legal gehostet werden.

Wie auch immer, man kann ja nachfragen. Ich habe die Meldestellen von ECO, der FSM und Jugendschutz.net angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Auf dem kleinen Dienstweg hörte ich bereits, dass man die Zahlen bei INHOPE nicht nachvollziehen kann. Die offiziellen Antworten kommen hoffentlich morgen per Mail – und hier dann in einem eigenen Beitrag.

Ach, das Interview zwischen Tomik und Malmström? Der Rest ist geschenkt. Dort ging es um DNS-Sperren und wie man sie umgeht. Malmström behauptet es nicht zu können, Tomik verweist auf einschlägige Youtube-Videos. Keine der beiden erwähnt, dass das Problem eigentlich ganz woanders liegt.

Reposted byurfinkrekk

Netzpolitik-Podcast 083: Evgeny Morozov

Der Netzpolitik-Podcast Folge 083 ist ein Gespräch mit in Belarus geborenen und nun in den US lebenden Forscher und Blogger Evgeny Morozov über die Demokratisierungspotentiale von sozialen Medien in autoritären Regimen. Am Mittwoch, den 14.4.2010 hält er eine der Keynotes auf der re:publica 2010 über “A Twitter Revolution without revoluationaries? What we know and what we don’t know about the impact of the Internet on authoritarian states.” Eine These von Morozov ist, dass die Digitalisierung in repressiven Staaten vor allem den Regimen hilft, denn diese können ihre Bevölkerung besser überwachen und kontrollieren. Darüber und über viele andere Dinge habe ich mich am Sonntag Abend zusammen mit Falk Lüke rund 70 Minuten lang mit Morozov unterhalten und näher beleuchtet, welche Auswirkungen soziale Medien und das Internet auf Gesellschaften wie Weißrussland, Iran oder China haben.

Evgeny Morozov bloggt bei foreignpolicy.com und schreibt regelmäßig Kolumnen für viele große Zeitungen.

Das Interview steht als MP3 (62 MB) und OGG (46 MB) auf dem Server.

Reposted byreturn13 return13

March 25 2010

Youtube-Ausfall Kollateralschaden der chinesischen Webzensur?

Gleich mal vorweg: Ich bin kein Netzwerkspezialist. Ich kann nur “was mit Medien” und mich im Zweifel auch prima blamieren. Damit bin ich geradezu prädestiniert, die Verschwörungstheorie des Tages zu präsentieren. Ich sag’s gleich, sie scheint auf den ersten Klick abwegig. Oder eben nicht. Egal, here we go:

Auf einer nichtöffentlichen Mailinglisten laß ich vorhin, dass die Netzturbulenzen heute (u.a. Störungen von Youtube) möglicherweise ein Kollateralschaden der chinesischen Internetzensur sind. Klingt gaga? Ja, mag sein, siehe oben.

Ich versuche es mal mit einfachen Worten zu erklären. China filtert auf Routingebene, und zwar über BGP-Announcements. BGP ist, Techniker bitte kurz weghören, so eine Art “Verkehrsservice” für’s Internet. Kommt es zu Staus im Netz, kann man mittels BGP “Umleitungen” einrichten. IP-Pakete neigen bekanntlich dazu, den Weg des geringsten Widerstands zu nehmen.

Man kann diese Umleitungen freilich auch missbrauchen, um unliebsame Inhalte zu zensieren. Der so genannte “Filterpilot”, der 2001/2002 an der Uni Dortmund evaluiert wurde, basierte auf diesem Prinzip. Soweit ich weiß, wird BGP mitunter auch eingesetzt, um den Zugriff auf Phishing-Seiten zu blockieren.

Die Sache hat dummerweise einen Haken: Leakt ein BGP-Announcement in einen fremden Netzbereich, sind schnell Kollateralschäden der richtig üblen Art die Folge. Und genau das soll heute passiert sein. Konkret lenken die Chinesen offenbar in von ihnen kontrollierten Netzen die IP-Bereiche der Root-Nameserver an spezielle DNS Server in China um. Dadurch, dass diese Announcements in fremde Netzbereiche geleakt sind, führten die chinesischen Manipulationen dazu, dass auch dort Anfragen an einen der zentralen DNS-Rootserver nach China umgeleitet wurden. Das Resultat haben wir möglicherweise gesehen.

Wie gesagt, das ist soweit erstmal nur ein Gerücht. Allerdings keines, das ich mir gerade aus den Finger gesaugt habe. Es basiert auf einer Vermutung von Lutz Donnerhacke, einem ausgewiesenen DNS-Experten. Lutz hat zum Glück auch kein Problem damit, als Verschwörungstheoretiker zu gelten, wenn es der Wahrheitsfindung dient.

Wie auch immer: Ich hoffe, ich habe den technischen Background halbwegs verständlich dargestellt (Falls nicht, bitte ich um Korrektur). Falls das Gerücht sich bewahrheiten sollte, haben wir das bisher wohl eindrucksvollste Beispiel, warum man von der Netzfilterei auf Routingebene (Das wäre der nächste Level, gleich nach den zur Zeit diskutierten Manipulationen auf DNS-Ebene) besser die Finger lassen sollte.

PS: Wenn ich das richtig verstehe, ist Fefe evtl. über das gleiche Phänomen gestolpert, konnte es aber nicht so recht einordnen. Da mag ich nun aber vielleicht auch etwas viel in seine Zeile hineininterpretieren.

March 22 2010

Google geht nach HongKong ins Asyl

Google hat heute ein Update in seiner Auseinandersetzung mit China veröffentlicht: . Demnach wird die Suchmaschien google.cn nun auf google.com.hk weitergeleitet. Mit dem Zugang in HongKong fordert das US-Unternehmen die chinesische Regierung heraus und es dürfte interessant werden, deren Reaktion zu sehen. Wahlweise machen die Chinesen nichts oder sie blocken aus China heraus den Zugang zu google.com.hk.

google.com.hk soll einen unzensierten Zugang in chinesisch (Ist wohl mandarin?) bieten. Google will aber nicht komplett aus China abziehen. Man will weiterhin Forschungseinrichtungen in China betreiben und auch Geschäfte dort machen. Letzteres soll aber im Umfang abhängig davon sein, wie die chinesische Regierung auf den unzensierten Zugang in HongKong reagiert.

Mal schauen, wie es weitergeht. Öffentliche Reaktionen aus China werden wohl erst morgen kommen. Die schlafen gerade.

Google bietet ein “Apps status dashboard“, das anzeigt, welche Services gerade in China geblockt sind. Noch ist die Suche nicht geblockt.

Der Guardian hat ein Live-Blog zum Rückzug: Liveblog: Google shuts down Chinese search engine.

Nachdem Google nun seine Ankündigungen wohl Taten folgen lässt, kann man ja mal die Frage stellen: Was machen eigentlich Microsoft und Yahoo – Werden diese weiterhin mit den Behörden in China kollaborieren und ihre Suchmaschinen zensieren?

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

March 18 2010

Roman: Glorreiches Zeitalter Chinas 2013

Ein Roman mit dem geschickt gewählten Titel ShèngshĂŹ ZhōngguĂł (glorreiches Zeitalter Chinas, 盛世中国) läuft derzeit durch die chinesischsprachige Blogo- und Twittersphäre. Der Titel hat den gleichen Namen wie eine verklärte Epoche der chinesischen Tang-Dynastie, und ist so im Netz praktisch unzensierbar. Beschrieben wird ein China im Jahr 2013, in dem Systemkritik und Dissens durch eine Droge im Trinkwasser unterdrückt wird. Nur die Parteispitze erhält unbehandeltes Wasser. Die Story erinnert an “Equilibrium” von Kurt Wimmer oder das Ozeanien von Orwell.

Man findet das vom Autor ins Netz gestellte Werk über die üblichen Suchmaschinen wie Baidu und wohl als physisches Exemplar in den Buchläden Asiens. Bei der FR-Online gibt es eine recht ausführliche Besprechung des Buches: Glorreiche Zeiten.
Passend dazu hat die FAZ heute einen Überblick über verschiedene Typen von Systemkritik und ihrer Vertreter veröffentlicht: Gegen den Konsens.

Hinweis: das Wordpress hier mag einmal wieder die chinesischen Zeichen nicht.

February 16 2010

Für unsere chinesischsprachigen Leser: für das Goethe-Institut hat Wang Rong-hui (王榮輝) ein Porträt von Dominik Reinle über Journalisten Stefan Niggemeier (史蒂芬‧尼格邁爾) übersetzt. Für hiesige Leser kaum etwas neues, aber für den einen oder anderen auswärtigen Leser sicherlich informativ. Link: 自由撰稿的媒體守護者—史蒂芬‧尼格邁爾的肖像.

February 02 2010

7 Firmen, die chinesische Netzzensur und Überwachung unterstützen

Die Electronic Frontier Foundation hat eine Liste von sieben Kollaborateuren der chinesischen Netzzensur und Repressionssystemen erstellt: Seven “Corporations of Interest” in Selling Surveillance Tools to China.

1. Cisco: Cisco’s deep involvement in the building of China’s Golden Shield Project has been admitted by the company. Cisco’s involvement has even already been raised before Congress, including the fact that Cisco engineers gave a presentation acknowledging the repressive uses for their technology that quoted their Chinese government buyers as saying that Cisco’s products could be used to “combat ‘Falun Gong’ evil religion and other hostiles.” The UK’s Guardian reports that Cisco provides over 60% of all routers, switches, and network gear to China and estimates that Cisco makes $500 million annually from China.

2. Nortel: Rolling Stone and The Guardian report that Nortel has sold hardware to aid the Golden Shield Project for surveillance and censorship purposes, including working with Tsinghua University to develop speech recognition software to monitor telephone conversations.

3. Oracle: Business Week reports that Oracle has sold software to the Chinese Ministry of Public Security for criminal and ideological investigations. Oracle admits that one-third of its business in China is with the government.

4. Motorola: Business Week also reports that Motorola sold the Chinese authorities handheld devices for street cops to tap into “sophisticated data repositories” on Chinese citizens.

5. EMC: Business Week also reports that EMC sold “sophisticated data repositories” to the Chinese public security authorities. The top EMC executive in Beijing is quoted as saying, “We can expect big revenue from public security agencies” in China.

6. Sybase: Business Week also reports that Sybase sells database programs to the Shanghai police.

7. L-1 Identity Solutions: Rolling Stone reports that this Connecticut-based biometrics company sold software to Chinese companies that aids government officials in identifying individuals for purposes of criminal investigations.

January 21 2010

Netzzensur ist wie eine neue Berliner Mauer

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat heute eine Grundsatzrede zum Thema “Net Freedom” gehalten. Vorausgegangen war die Ankündigung von Google, sich möglicherweise vom chinesischen Markt zurück zu ziehen. Das Transcript der Rede findet man bei Foreignpolicy. Hier ist ein Video.

Some countries have erected electronic barriers that prevent their people from accessing portions of the world’s networks. They have expunged words, names and phrases from search engine results. They have violated the privacy of citizens who engage in non-violent political speech. These actions contravene the Universal Declaration on Human Rights, which tells us that all people have the right “to seek, receive and impart information and ideas through any media and regardless of frontiers.” With the spread of these restrictive practices, a new information curtain is descending across much of the world. Beyond this partition, viral videos and blog posts are becoming the samizdat of our day.

Bei Heise gibt es die Zusammenfassung: US-Außenministerin: Internet-Zensur ist eine moderne Form der Berliner Mauer.

Gute Kommentare gibt es von Ethan Zimmermann und Evgeny Morozov. IndexOnCensorship hat einige kurze Kommentare gesammelt.

Reposted by02mydafsoup-01krekk

January 18 2010

Die “Selbstdisziplin” der chinesischen Zensoren

Rebecca MacKinnon hat einen interessanten Artikel darüber verfasst, wie die chinesische Regierung die Verantwortung für die Internetzensur in weiten Teilen auf die Privatwirtschaft ablädt. “Selbstdisziplin” heißt das dort:

In China, all Internet and mobile companies are held responsible for everything their users post, transmit, or search for. The Chinese call it “self-discipline.” In Anglo-American legal parlance, it’s “intermediary liability,” which in China is taken to its logical extreme with no public accountability or due process. “Intermediary liability” means that the intermediary, a service that acts as “intermediate” conduit for the transmission or publication of information, is held liable or legally responsible for everything its users do.

MacKinnon schreibt auch über ihre Befürchtungen, dass diese Handhabung des Rechts sich in westlichen Ländern ausbreitet:

Meanwhile in the Western democratic world, the idea of strengthening intermediary liability is becoming increasingly popular in government agencies and parliaments. From France to Italy to the United Kingdom, the idea of holding carriers and services liable for what their customers do is seen as the cheapest and easiest solution to the law enforcement and social problems that have gotten tougher in the digital age — from child porn to copyright protection to cyber-bullying and libel.

Reposted bymondkroete mondkroete

China beginnt mit SMS-Überwachung

Die beiden größten Mobilfunkanbieter Chinas haben begonnen, die Kurznachrichten ihrer Kunden zu überwachen und Accounts zu sperren, von denen SMS mit beanstandeten Inhalten versendet wurden. Das berichtet Telegraph.co.uk.

China Mobile gab gegenüber den Shanghaier Global Times an, damit auf Forderungen der Polizei zu reagieren, “illegale” SMS zu melden. Das betrifft Nachrichten die Inhalte wie Pornographie, Gewalt, Betrug, Hinweise auf Terrorismus, Anstiftung von Verbrechen und Glücksspiel enthalten. Laut dem Unternehmen führt schon eine einzelne Nachricht, die gegen diese Filter verstößt, zur Sperrung des betreffenden Mobiltelefons.

In theory, whenever a yellow SMS is sent out, it would be detected by the system and the mobile number’s SMS function would be suspended.

Die Southern Metropolis Daily berichtet über den Fall eines Mannes auf Dongguan, dessen Handy gesperrt wurde. Mitbarbeiter von China Mobile informierten ihn, dass “unzüchtige” Wörter in seinen Nachrichten entdeckt worden seien und er mit seinem Ausweis bei der örtlichen Polizeistation erscheinen müsse, um das Mobiltelefon zu reaktivieren. Zudem musste der Mann dem Bericht zufolge unterschreiben, dass er in Zukunft keine “unpassenden Nachrichten” mehr verbreiten werde.

Zugrunde liegt der Zensurmaßnahme eine Liste unerwünschter Inhalte des China Internet Illegal Information Reporting Center, die Global Voices Advocacy übersetzt hat. Insbesondere gegen pornographische Inhalte sind chinesische Behörden in der letzten Zeit massiv vorgegangen. Die aktuelle Kampagne, zu der auch diese Zensur von SMS-Nachrichten gezählt werden kann, soll sich noch bis Ende des Jahres hinziehen.

Reposted by02mydafsoup-01mondkroete

January 15 2010

January 14 2010

Reaktionen auf Google vs. China

Einen Tag später gibt es zahlreiche Kommentare und Analysen zur Ankündigung von Google, in China eventuell/wahrscheinlich nicht mehr ihre Services zensieren zu wollen.

Jens Ohlig war gestern für den Chaos Computer Club live bei Phoenix zu sehen:

Spannend sind die “Four possible explanations for Google’s big China move” von Ethan Zuckerman.

Skeptisch bleibt Evgeny Morozov: Doubting the sincerity of Google’s threat.

Jonathan Zittrain hofft auf mehr Unterstützung von Google bei der Umgehung von Zensur: Google takes on China.

Computerworld vertieft die Frage, was eigentlich im Hintergrund bei den Attacken passiert ist: Google attack part of widespread spying effort.

Die richtigen Fragen stellt Rebecca MacKinnon: Will Google stand up to France and Italy, too?

Und Johnny Haeusler schreibt über Vertrauen: Google, Google über alles?

January 13 2010

Google vs China

Im offiziellen Firmenblog hat Google heute einen Strategiewechsel in der eigenen China-Politik angekündigt, die es in sich hat: A new approach to China. Vorausgegangen sind wohl Attacken gegen die eigene Infrastruktur und Diebstahl von Firmengeheimnissen, die ihre Heimat in China haben sollen. Dabei soll es konkret u.a. um Attacken auf Google-Accounts von Menschenrechtlern gegangen sein. Google spricht aber auch davon, dass gegen rund 20 andere große Firmen ähnliche Attacken gefahren wurden. Nun arbeitet man mit den US-Behörden zusammen, um die Attacken zu untersuchen.

Als Konsequenz aus den Attacken in Kombination mit der fortwährenden Einschränkung von Meinungsfreiheit in Chinanimmt Google jetzt als Anlass, Gespräche mit der Chinesischen Regierung aufzunehmen. Google betreibt mit Google.cn eine an das Chinesische Rechtssystem angepasste Suchmaschine, die bei der Netzensur mit den dortigen Behörden kollaboriert. Google will nun in den Gesprächen erreichen, dass die Suchergebnisse zukünftig ungefiltert erscheinen. Als Drohgebärde kündigt man an, dass die Konsequenz von gescheiterten Gesprächen die Schließung von Google.cn und die dortigen Firmen-Büros bedeuten könnten und man sich aus China zurückziehen könnte.

Unklar ist im Moment, wie das zu bewerten ist. Interessant ist die Konstellation und vielleicht sehen wir gerade die erste große Auseinandersetzung zwischen einem Multinationalen Konzern und einem Staat in Form eines Handelskrieges, was noch öfters im 21. Jahrhundert passieren könnte. Und sicherlich steckt da auch die US-Regierung ein wenig mit drin. Unklar ist auch, wieviel PR-Strategie und Drohgebärde dahinter steckt und was letztendlich dabei herauskommen wird. Google hatte in den letzten Jahren das eigene China-Engagement immer etwas herunter gespielt, mit den Behörden kollaboriert und dabei fleissig erzählt, dass man mit dieser Strategie doch wunderbar Menschenrechte durchsetzen könnte. Diese Strategie, die auch von anderen großen Unternehmen wie Yahoo und Microsoft gefahren wird, ist nicht aufgegangen. Ganz im Gegenteil, damit hat man sich zu Kollaborateuren in der Netzzensur und der Unterdrückung von Menschenrechten gemacht.

Ein weiterer Aspekt in der Sache soll ein Streit um die Herausgabe von Logfiles an chinesische Behörden sein. Gut möglich, dass Google jetzt eine Rückzug-Strategie fährt, um nicht noch mehr den Kopf in der Schlinge zu haben. Eine konsequente Menschenrechtsfreundliche Politik von Google erfordert mehr als nur Verlautbarungen und blumige Reden. Die weitere Entwicklung der Geschichte dürfte sicherlich spannend werden. Was ist z.B., wenn Google tatsächlich Google.cn nur noch als Weiterleitung auf eine andere Subdomain bei Google.com nutzt und die chinesische Internetzensur den Zugang zu Google-Services unterbinden will? Das wäre ein spannender Wettkampf, wenn die vielen intelligenten Techies bei Google mal anfangen würden, auf Firmenkosten konsequent Wege durch die Netzzensur-Mauer zu schlagen.

Die Netzzensur soll Gerüchteweise bei Google.cn schon runtergefahren sein. Auf Twitter und in Blogs ist schon zu lesen, dass bei Google.cn wieder Suchergebnisse für “Tiananmen” zu finden sind. Aber das konnte ich bisher nicht verifizieren.

Update: Es gibt erste Agenturmeldungen.

AFP: Google vermeldet chinesische Cyber-Angriffe auf Menschenrechtler.
DTS/ddp: Google droht mit Rückzug aus China.
dpa / (Spiegel):

Reposted by02mydafsoup-01zensurreturn13sixtus42urfinkrekk

January 04 2010

Neue Internetzensur rund um den Globus

Diverse Länder haben in den letzten Tagen neue Zensurmaßnahmen eingeführt. Eine kleine Zusammenstellung:

Der Guardian berichtet über das Vorgehen gegen pornographische Inhalte in Indien. Dort hat eine Gesetzesänderung im Oktober diverse Internetanbieter für die Verbreitung von “lasziven” Inhalten haftbar gemacht. Unternehmen wie Yahoo und Microsoft haben dem fleißig Folge geleistet: Indische Nutzer können nun auf Flickr die “Safe Search”-Funktion nicht mehr abstellen, wer mit Bing nach Pornographie sucht, bekommt diese Antwort:

Your country or region requires a strict Bing SafeSearch setting, which filters out results that might return adult content.

Mit Algerien hat ein weiteres Land der MENA-Region (Middle East & North Africa) Internetzensur eingeführt. Betroffen sind die Seiten der oppositionellen “Rachad”-Bewegung. Damit bleiben in der Region lediglich der Iraq, der Libanon, Libyen und Ägypten ohne Internetzensur. Gerade letzterer Staat gehört allerdings zu den stärksten Feinden politischer Blogger, in dem es immer wieder zu Repressionen und Festnahmen kommt.

Bahrain und Tunesien haben ihre Internetzensur unterdessen auf einzelne Nutzerseiten ausgeweitet. Ähnlich war auch Saudi-Arabien Mitte letzten Jahres vorgegangen. Zu den jetzt zensierten Twitter-Accounts gehört der des im Exil lebenden Aktivisten Sami ben Gharbia von Global Voices Advocacy.

Der “Cyber-Pessimist” Evgeny Morozov kündigt das Ende der Flashmobs an, nachdem die chinesische Regierung eine effektive Vorgehensweise gegen die Verbreitung von Kettenbriefen via Mobiltelefonen gefunden zu haben scheint. Vorwand ist ausnahmsweise einmal nicht die Bekämpfung von Pornographie, sondern die von Spam. Das Konzept: Wer zu vielen Menschen die gleiche Nachricht per Handy schickt, dessen SMS-Konto wird für 24 Stunden gesperrt. Ohne Massen-SMS aber, so Morozov, sei es schwer, einen Flashmob zu organisieren. Das stimmt natürlich besonders für Länder, in denen Internetzugang weniger üblich ist.

December 22 2009

China: Pläne für White Listing des Internets

Laut Beijing Times und Mingpao plant die chinesische Regierung eine weitere Ausweitung der Internetzensur. Anstelle der Sperrung unerwünschter Seiten soll demnach eine explizite Zulassung erfolgen, berichtet Danwei in Übersetzung der Beijing Times.

Demnach ist der erste Schritt der Kampagne bereits letzten Monat damit angelaufen, dass in Zukunft nur noch Unternehmen und Behörden die chinesische .cn-Domain registrieren können. Das geht aus einem Dokument des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hervor. Die zweite Phase soll laut der Bejing Times zwischen Januar und September 2010 eine Verschärfung der Kontrolle von Domain-Registrierungen mit sich bringen. In der finalen Phase von Oktober bis Dezember 2010 soll “a complete monitoring and analysis of online data flow and resources for identifying illegal and unsolicited activities” durchgeführt werden.

Ausländische Webseiten sollen laut der Bejing Times standardmäßig zensiert werden, schreibt Danwei:

If carried out, the new MIIT measures will effectively set up a white-list of accessible sites. Any overseas website that does not make the effort to file paperwork with a Chinese government agency (or does not realize it needs to) will find itself cut off from mainland China.

Oiwan Lam fasst auf Global Voices Advocacy die geplanten Maßnahmen zusammen:

If the MIIT is to white-listing the whole Internet, it will turn the Chinese Internet into intranet and cripple most of the circumventing devices.

Auch wenn Zensurumgehungssoftware wie alkasir weiterhin funktionieren sollte, hat die chinesische Zensur in der Vergangenheit große Breitenwirkung bewiesen. So verlor Facebook innerhalb eines Monats die Hälfte seiner Nutzer in China, nachdem das Social Network auf der Sperrliste gelandet war.

December 17 2009

Der Kampf gegen Chinas Internetzensur

Global Voices Advocacy hat ein schönes Diagramm übersetzt, das den Kampf von Internetnutzern gegen die chinesische Internetzensur und -Manipulation visualisiert. Ohne Kenntnis der Materie ist es etwas schwer zu verstehen, aber schon die reine Fülle der von der chinesischen Regierung initiierten Maßnahmen ist beeindruckend:

The red flags are government and party institutions involved in information regulation, opinion making and censorship. The blue triangles are commercial platforms, and the blue arrows are netizens’ initiatives in facilitating information flow against state containment.

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

December 07 2009

Fingerabdrücke für Einreise chirurgisch verändert

Eine Chinesin hat sich die Haut von Daumen und Zeigefingern vertauschen lassen, um nach Japan einreisen zu können. Laut der Zeitung “Yomiuri Shimbun” war die Frau 2007 aus Japan ausgewiesen worden, weil sie gegen Visa-Vorschriften verstoßen hatte. Nachdem sie sich einem chirurgischen Eingriff unterzog, gelang ihr mit den vertauschten Fingerabdrücken und einem gefälschten Pass die Wiedereinreise.

“Yomiuri Shimbun” zufolge zahlte die Chinesin umgerechnet etwa 10.000 Euro für die Operation. Behörden entdeckten den Fall, weil Ermittlern ungewöhnliche Narben an den Fingerspitzen der Frau aufgefallen waren, nachdem sie wegen einer vorgetäuschten Ehe festgenommen wurde.

Ausländer sind seit November 2007 dazu verpflichtet, bei der Einreise nach Japan Fingerabdrücke abzugeben. Nachdem im April letzten Jahres eine Koreanerin die Grenzkontrollen mithilfe eines speziellen Klebebandes auf den Fingerkuppen überwunden hatte, wurden die Überprüfungen noch einmal verschärft.

(via)

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl