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February 11 2014

Montag in Lüneburg: Harry Halpin (W3C/MIT) über “Kollektive Intelligenz und das Web”

Am Montag, den 17.2. ist Harry Halpin vom W3C/MIT in Lüneburg und spricht dort über “Kollektive Intelligenz und das Web”

Das Internet und Web wurde von J.C.R. Licklider und Douglas Engelbart ursprünglich als eine ko-evolutionäre Plattform vorgestellt, die es den Menschen ermöglichen sollte, Probleme zu lösen, die sie allein mit ihren begrenzten biologischen kognitiven Ressourcen nicht lösen konnten. Zu einem Großteil wurde diese fast schon hegelianisch anmutende Vision eines universellen Informationsraumes als ein globales technisches System realisiert. Wie jedoch der NSA/GCHQ-Skandal zeigt, ist das Ergebnis weniger eine wissenschaftlich aufgeklärte kollektive Intelligenz, sondern vielmehr die Schaffung eines auf Massenüberwachung basierenden globalen Sicherheitsapparates. Die Zukunft dieses Kontrollapparates soll in ihren theologischen und strategischen Aspekten diskutiert und mit Alternativen wie Wikileaks kontrastiert werden.

Dr. Harry Halpin war Mitglied des World Wide Web Consortiums, wo er mit dem Erfinder des Web Tim Berners-Lee zusammenarbeitete. Zur Zeit ist er Marie Curie-Gastwissenschaftler am Institut de recherche et d’innovation des Centre Pompidou in Paris sowie Postdoktorand am Massachusetts Institute of Technology.

Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Harry Halpin, Collective Intelligence and the Web
Montag, 17. Februar 2014
Beginn 18 Uhr
Raum C 5.326
Leuphana Universität Lüneburg
Scharnhorststrasse 1
21335 Lüneburg

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Infoveranstaltung zu Sicherheitsarchitektur in Polen

Statt Valentinstag: Am Freitag, dem 14.2. findet in der Kinzigstraße 9, Berlin, um 19 Uhr eine Infoveranstaltung zu “Schnittstellen der Sicherheitsarchitektur” in Polen statt. Anlass ist der 17. Europäische Polizeikongress, der nächste Woche in Berlin stattfinden wird. Dort werden die Schnittstellen der europaweiten Polizeizusammenarbeit den Schwerpunkt bilden, in der Ankündigung heißt es:

Verbrechen kennt keine Grenzen, weder im nationalen, europäischen, globalen, politischen, rechtlichen oder technischen Sinne.

Polen hat sich in Sachen Sicherheit und Überwachung zu einem “Musterschüler” entwickelt und beteiligt sich an diversen EU-weiten Forschungsprogrammen. Karolina Szczepaniak von der polnischen Stiftung Panoptykon wird daher die Situation in ihrem Land beleuchten und Strategien gegen eine Ausuferung solcher Überwachungsmaßnahmen diskutieren.

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January 29 2014

Cory Doctorows “Little Brother” als Theaterfassung

Cory Doctorow ist sicher Vielen hier bekannt, zum Beispiel als Co-Autor auf boingboing.net und Verfasser von Science-Fiction-Büchern. Eines dieser Bücher, “Little Brother”, wird nun als Theaterfassung zu sehen sein. Inszeniert von Josh Costello bringt ARGEKultur Salzburg im Februar und April das Stück auf die Bühne.

In “Little Brother”, einem Jugendroman, der für Erwachsene jedoch gleichermaßen lesenswert ist, geht es um den Jugendlichen “Hacker” Markus und seine Freunde, die durch einen Zufall in den Fokus von Terrorermittlungen geraten und vom Department of Homeland Security festgehalten, befragt und in Folge überwacht werden. Markus entscheidet sich, mit technischen Lösungen gegen diese Schickanierung seiner Freiheitsrechte vorzugehen, was einen ständigen Kampf mit dem DHS auslöst, der darin gipfelt, dass Markus unter Folter vernommen wird. Am Ende gelingt die Auflehnung jedoch und Markus und sein Umfeld erhalten ihr früheres Leben zurück.

Das Thema ist brandaktuell und es wird spannend sein, wie die Materie auf der Bühne in Szene gesetzt werden kann. Deshalb sind wir auch ein bisschen traurig, dass Salzburg soweit weg ist. Aber wer wie wir nicht so weit im Süden wohnt, sollte trotzdem die Buchgrundlage lesen. Die gibt es nämlich, wie alle Werke von Doctorow, unter CC-Lizenz zum freien Download.

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January 14 2014

Veranstaltungsempfehlung: Einbruch der Dunkelheit

einbruchderdunkelheit

Am 25. und 26. Januar findet in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin die  Konferenz „Einbruch der Dunkelheit“ statt, bei der “Optionen,
 Strategien
 und
 Techniken
 der
 Selbstermächtigung 
in
 der
 digital
 vernetzten 
Gesellschaft” besprochen werden sollen. Das Programm enthält viele interessante Vorträge, Gespräche und Panels, Lesungen, Filmvorführungen und Performances sowie Workshops. Ein paar Beispiele:

  • Digitale Wachsamkeit und das Recht auf Vergessen mit Johannes Masing, Anke Domscheit-Berg und Frank Rieger
  • Transparenz: Was können wir von Manning, Assange und Snowden lernen? mit Jacob Applebaum, Christoph Bieber und Micah L. Sifry
  • Aktivismus und Anonymität, Workshop mit Asteris Masouras
  • Grenzenlose Selbstvermessung, Workshop mit Heike Hennig

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January 08 2014

CPDP – Datenschutzkonferenz in Brüssel

Vom 22. bis zum 24. Januar findet die 7. Computers, Privacy & Data Protection (CPDP) Konferenz in Brüssel statt. Es gibt jede Menge spannende Vorträge und coole Side Events. Man kann zum Beispiel schon am Dienstag beim Privacycamp teilnehmen. Die Tickets sind zwar recht teuer, Ermäßigungen gibt es aber für NGOs und Studis.

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Tags: Events cpdp

January 06 2014

20. Netzpolitischer Abend der Digiges morgen in der c-base

Neues Jahr, aber ansonsten alles wie immer: Jeden ersten Dienstag im Monat gibt es den Netzpolitischen Abend der Digiges in der c-base/Berlin. Wie immer Einlass ab 19:00 Uhr und Beginn um 20:00 c.t.

Keine Angst, die Themen sind neu: Jan-Peter Kleinhans spricht über DDoS-Attacken als Ausdruck des Protests und von mir gibt es einen Rückblick auf den 30. Chaos Communication Congress.

Auch wie gehabt: Alle, die nicht kommen können, finden den Livestream unter c-base.org und die Aufzeichnung gibts später im Netz.

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December 19 2013

Programm-Vorschläge für EuroDIG 2014 bis Jahresende

Die europäische Ausgabe des Internet Governance Forums findet nächstes Jahr am 12./13. Juni in Berlin statt. Der 7. EuroDIG-Event wird unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums in den Räumlichkeiten des Auswärtigen Amtes stattfinden. Gastgeber sind eco, Verband der deutschen Internetwirtschaft, und das EuroDIG-Sekretariat mit den fünf instutionellen Partnern (Europarat, EU Kommission, EURALO (europäische Nutzervertretung bei ICANN), das Schweizer Bundesamt für Kommunikation und die European Broadcasting Union).

EuroDIG bietet seit vielen Jahren Gelegenheit, Partner aus den Bereichen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Technische Community und Wirtschaft aus allen europäischen Ländern kennenzulernen und eine digitale Agenda (jenseits der EU-Kommission) mit zu gestalten. Das jährliche Programm wird über ein offenes Bottom-Up-Verfahren entwickelt, an dem sich alle Interessierten über ein Call for Proposals beteiligen können. Von digitaler Kultur, offenem Zugang, Netzneutralität über Breitband, bis zum Datenschutz: alle Themen mit einer digitalen Dimension können als Themenvorschlag bis Jahresende eingereicht werden. Ein offenes Planungstreffen, bei dem die eingereichten Vorschläge diskutiert und ein erster Programm-Entwurf entwickelt wird, findet am 31. Januar in Berlin statt. Jeweils aktuelle Infos dazu gibt es auf der Website.

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Computers, Privacy and Data Protection Conference vom 22.-24. Januar in Brüssel

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Ende Januar findet in Brüssel die CPDP-Konferenz statt, eine Non-Profit-Plattform mit Themen rund um Datenschutz. Mittlerweile ist sie eine der größten Konferenzen auf diesem Gebiet und vereint, mehr als andere, Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen – Akademiker, Rechtsanwälte, Praktiker, Richter, Informatiker und Bürgerrechtsaktivisten -, für die Datenschutz eine zentrale Rolle spielt. Entsprechend abwechslungsreich ist auch das Programm. Es wird mehr als 60 Panels geben, die Themen reichen von der EU-Datenschutzreform über NSA-Aktivitäten, Big Data, E-Health hin zur Datensammlung für und gegen ethnische Minderheiten. Dazu gibt es viele Zusatzveranstaltungen vor und nach der Konferenz, zum Beispiel einen Pecha-Kucha-Slot oder und Diskussionen.

Wer sich registrieren will: Bis zum 22. Dezember gibt es einen Early-Bird-Rabatt.

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December 17 2013

#rp14: Call for Papers ist gestartet – Into the wild!

rp14_banner_160x125_2Jetzt neu und in Farbe: Der Call for Papers für unsere kommenden re:publica´14 ist heute gestartet.

Über 50% unseres Programms werden daher über die alljährlichen Einreichungen im Rahmen unseres Call for Papers kuratiert. Über die Jahre haben wir es so geschafft, ein Programm zusammen zu stellen, dass bunter, inspirierender, streitbarer kaum sein kann und die re:publica zu einer der spannendsten und überraschendsten Konferenzen Europas gemacht hat. Mit dem Motto „INTO THE WILD“ möchte die re:publica 2014 dazu auffordern, das Netz der Post-Snowden-Ära zu überdenken, Neues zu wagen und dazu ermutigen, Wege der Unberechenbarkeit einzuschlagen. Sicher scheint: Die digitale Gesellschaft wird sich umgestalten und wir hoffen, auch dank eurer Beiträge, vom 6. bis 8. Mai 2014 einen Blick in die Zukunft werfen zu können.

Der CfP endet am 31. Januar. Wir werden Anfang bis Mitte Februar alles auswerten und die Gewinner verkünden.

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Tags: Events rp14

December 14 2013

Alles Gute zum 30. Geburtstag des Volkszählungsurteils

Am morgigen Sonntag, dem 15. Dezember, jährt sich das Volkszählungsurteil und damit die Anerkennung der informationellen Selbstbestimmung – dem Recht, selbst über die Verbreitung und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen zu dürfen. Ein ironisch scheinendes Jahr für solch einen runden Geburtstag, aber gerade jetzt ist es wichtig, sich an die Wurzeln zu erinnern. Ein kurzer Rückblick:

Eigentlich war eine Volkszählung in Deutschland schon für 1981 geplant, offizielle Begründung war damals die Veränderung der Sozialstruktur in Deutschland, die man mit den bisherigen Melderegistern abgleichen und erfassen wollte. Mit diesen statistischen Daten plante man, gesellschaftspolitische, soziale, wirtschaftliche und ökologische Maßnahmen ergreifen zu können, die der veränderten Struktur gerecht würden, beispielsweise durch den Bau neuer Straßen auf viel frequentierten Pendelstrecken.

VolkszaehlungDer angelegte Fragebogen umfasste 36 Fragen zu Wohnung, den im Haushalt lebenden Personen, dem Arbeitsplatz sowie Bildungsstand. Als Unklarheiten zur Finanzierung der Erhebungen auftraten, wurde der ursprünglich geplante Termin 1981 in dem Anfang 1982 verabschiedeten Volkszählungsgesetz auf den 18. bis zum 27. April 1983 verschoben.

Doch im Vorfeld des Orwellschen Jahres 1984, in dem der Überwachungsstaat aus Sicht des Schriftstellers Realität hätte werden können, regte sich Protest in der Bevölkerung: Im Gegensatz zu vorherigen Zählungen war nun der Einsatz von Rechentechnik vorgesehen, um die Daten zu speichern und zu verarbeiten, was in den Augen vieler ein Missbrauchsrisiko darstellte. Es wurde leichter, Angaben zu deanonymisieren und für die Datenbanken von Verfassungsschutz- und Kriminalbehörden, aber auch privaten Firmen nutzbar zu machen.

Aus einer Gruppe Kriegsgegner formierte sich in Hamburg die “Initiative Volkszählungsboykott”, die begann, unter dem Motto “Politiker fragen – Bürger antworten nicht” gegen die Zählung zu mobilisieren. Viele weitere aus verschiedensten Bereichen der Gesellschaft, von einzelnen Schriftstellern über feministische Gruppen bis zu kirchlichen Initiativen, schlossen sich an.  Laut dem Buch “Volkszählung und Datenschutz: Proteste zur Volkszählung 1983 und 1987 in der Bundesrepublik Deutschland” von Nicole Bergmann betrug die Anzahl der Unterstützergruppen Ende März 1983, etwa ein halbes Jahr nach Gründung der Hamburger Gruppe, schon 500. Kritisch wurde auch die mediale Öffentlichkeit, von Spiegel und Zeit bis zur taz.

bild_volkszaehlungSogar die Bildzeitung aus dem April 1983 stimmte zu und bezeichnete die geplante Volkszählung als große Geldverschwendung.

Nach Eingang mehrerer Verfassungsbeschwerden wurde der Antrag zweier Anwältinnen Maja Stadler-Euler und Gisela Wild angenommen und die Durchführung in der vorgesehenen Form am 13. April 1983 mit einer einstweiligen Anordnung vom Bundesverfassungsgericht gestoppt. Das endgültige Urteil wurde am 15. Dezember des Jahres verkündet. Es etabliert das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ als abgeleitetes Grundrecht, das aus der Menschenwürde und dem Recht auf  Unverletzlichkeit der Wohnung und dem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis entspringt.
Das schließt auch ein Recht am eigenen Bild mit ein. Neu war das schon damals nicht, in einem Beschluss zum Mikrozensus des BVerfG aus dem Jahr 1969 heißt es:

Mit der Menschenwürde wäre es nicht zu vereinbaren, wenn der Staat das Recht für sich in Anspruch nehmen könnte, den Menschen zwangsweise in seiner ganzen Persönlichkeit zu registrieren und zu katalogisieren, sei es  auch in der Anonymität einer statistischen Erhebung, und ihn damit wie eine Sache zu behandeln, die einer Bestandsaufnahme in jeder Beziehung zugänglich ist.

Verglichen mit früheren Jahren kam 1983 aber die Anpassung auf die mittlerweile gegebenen Verarbeitungsmöglichkeit durch Rechenmaschinen hinzu. Pauschal als harmlos angenommene Daten gab es damit nicht mehr, denn durch automatisierbare Kombination mit anderen Informationen konnte vermehrt auf die Identität der Person und deren weitere Angaben geschlossen werden. Außerdem habe der Einzelne die Kontrolle und Nachvollziehbarkeit über die Verwendung seiner persönlichen Angaben verloren, so das BVerfG. Auf den damaligen Folgerungen des Volkszählungsurteils fußte auch die Erneuerung des Bundesdatenschutzgesetzes 1990 – Grundsätze wie Datensparsamkeit, Zweckbindung und Aufklärungs-, Auskunfts- und Löschungspflichten leiteten sich aus dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung ab.

Aber das BVerfG erkannte 1983 auch an, dass Datenerhebungen prinzipiell möglich seien, wenn das Allgemeininteresse überwiege. Das bedeutete folglich kein vollständiges Aus für die Volkszählung, sondern zog eine Überarbeitung der ursprünglich geplanten Fragebögen nach sich, die eine Identifizierung der Person aus ihren Angaben durch Trennung von persönlichen und statistischen Informationen erschwerte. Tatsächlich durchgeführt wurde die Zählung letztlich 1987, weiterhin unter Protesten und Boykotten.

schnueffler

Auch wenn uns heute der Überwachungsstaat, wie er in dem Roman “1984″ beschrieben war und wie ihn die Volkszählungsgegner befürchteten, eher wie eine harmlose Version unserer aktuellen Realität erscheinen könnte, sollten wir diesen Meilenstein in der Geschichte des Datenschutzes und dem Recht auf Privatsphäre nicht kleinreden, sondern ihn als Aufforderung sehen, einen wahrscheinlich endlosen Kampf weiterzuführen. Leider waren die Proteste zum Zensus 2011 schon wesentlich leiser als 28 Jahre zuvor, aber ich persönlich hoffe, dass die Welt doch noch aus ihrer Ohnmacht angesichts der Massenüberwachung aufwacht und den Kampf um ihre Grundrechte weiterführt. Und wo Gesetze nicht mehr vor Staaten und Geheimdiensten schützen können, muss eine neue Kultur der digitalen Selbstverteidigung entstehen.

In diesem Sinne: Nutzt den dritten Advent, um euch auf den Schutz eurer persönlichen Daten zu besinnen, denn die Erhebung von Informationen passt besser zu Weihnachten als man zunächst annehmen mag, denn damit fängt in der Weihnachtsgeschichte sogar eigentlich alles an:

CC-BY-SA via freiheitsfoo

CC-BY-SA 3.0 via freiheitsfoo

Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Diese Einschreibung geschah als erste, als Cyrenius Statthalter von Syrien war. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine Stadt. (Lukas 2, 1-5)

Und wer zufällig in Hannover ist und noch nichts geplant hat: freiheitsfoo veranstalten von heute auf morgen eine Lange Nacht der informationellen Selbstbestimmung mit Workshops, Diskussionen, Vorträgen und einer Crypto-Geburtstags-Party. Sie haben außerdem das “Volkszählungsurteil in leichter Sprache” veröffentlicht, das auch Nicht-Juristen einen Einblick in die Argumentation des Bundesverfassungsgericht gibt.

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December 04 2013

#30c3: Vorläufiger erster Fahrplan ist da

Vom 27.-30. Dezember findet in Hamburg der 30. Chaos Communication Congress statt. Gestern Abend wurde eine erste Version des Fahrplans veröffentlicht. Da sind noch einige schwarze Flecken drin, die in den nächsten Tagen und Wochen noch ausgefüllt werden. Die Keynote soll großartig werden, wer sie spricht, steht da noch nicht. Zusammen mit Thomas Lohninger werde ich am ersten Abend über “Der Kampf um Netzneutralität: Wer kontrolliert das Netz?” sprechen.

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Tags: Events 30C3 ccc

December 03 2013

10.12. in Berlin: 5 Jahre Carta vs Freund hört mit!?

Am 10.12. gibt es wieder einen der Abende, wo man sich in Berlin aufteilen kann. Carta.info feiert im Basecamp fünf Jahre bloggen mit dieser Diskussion:

Heute ist das Netz in der Realpolitik angekommen – und Gegenstand intensiver Kontroversen, bei denen auch Journalisten nicht selten Partei sind. Seit Emile Zola ein Dauerbrenner, stellt sich die Frage: Wie engagiert darf, wie neutral muss Journalismus sein?

Wir möchten sie am 10.12. um 18.30 Uhr im BASE_camp in der Mittelstr. 51-53, 10117 Berlin diskutieren mit

• Marina Weisband, Autorin
• Franz Sommerfeld, Vorstand M.DuMont Schauberg
• Wolfgang Michal, Herausgeber Carta.info, und
• einem Überraschungsgast

Moderieren wird die Medienjournalistin Vera Linß, bekannt u.a. von Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen.

Und die Grüne Bundestagsfraktion diskutiert ab 17:00 Uhr um die Ecke im Bundestag über “Freund hört mit!?” Hier sollte man beachten: Morgen endet die Anmeldung für das Betreten des Bundestages.

17.15 Aktuelle Herausforderungen für die Datenschutzkontrolle in Deutschland und Europa
Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

18.00 Repliken und Diskussion
Jacob Appelbaum, Internetaktivist und Spezialist für Computersicherheit, The Tor Project
Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Rena Tangens, Datenschutzaktivistin, Digitalcourage
Moderation: Dr. Konstantin von Notz MdB

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Tags: Events

November 25 2013

Whatever happened to Privacy?

Nächste Woche veranstaltet die Heinrich-Boell-Stiftung in Berlin vom 6.-8. Dezember die Konferenz “Whatever happened to Privacy?” an drei Veranstaltungsorten. Gestartet wird Freitags in der c-base, Samstag gehts zu den Mindpirates und Sonntag Abschluß in der HBS. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung auf englisch, ein Stream wird geboten und es gibt einige spannende Gäste im Programm.

Jacob Appelbaum, Tor Project, U.S.A. contributor SPIEGEL
Hans-Christian Ströbele, MdB Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin
Maria Xynou, Center for Internet and Society, India
Jillian York, Electronic Frontier Foundation, U.S.A.
Priya Basil, Author, theguardian.com, UK
Markus Löning, Federal Government Commissioner for Human Rights, Foreign Office, Berlin
Judith Horchert, journalist, Spiegel Online
Konrad Becker, World-Information.net, Austria
Sonya Yan Song, Mozilla Open News, China/USA
Stefan Candea, thesponge.eu, Romania
Prof. David Vincent, Professor of Social History, The Open University,
Milton Keynes, UK
Markus Beckedahl, netzpolitik.org

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November 22 2013

Vorverkauf für die re:publica´14 startet

1454609_576549449060674_424245397_nDie siebte re:publica mit dem Motto “Into the wild” findet vom 6. – 8. Mai 2014 wieder in der Station in Berlin statt. Heute wurde der Vorverkauf gestartet und es gibt vergünstigte Earlybird-Tickets (solange der Vorrat reicht). Das Standard-Ticket im Earlybird-Tarif kostet 120 Euro, das ermäßigte Ticket kostet im Earlybird 60 Euro.

Bei diesem Ticketvorverkauf kommen neue Kategorien ins Spiel. Die traditionellen Bloggertickets wurden durch vergünstigte Tickets für Studenten, Arbeitslose, etc. abgelöst. Das hat den Grund, dass sich viel Kommunikation von Blogs in andere soziale Medien verschoben hat, so dass der traditionelle Deal “Günstigeres Ticket für Banner im Blog” kaum noch funktionierte. Und es gab viele, die einfach das Earlybird-Ticket, teilweise in größerer Menge, als garantierte Gewinnanlage kauften und es später bei gesteigerten Preisen wieder verkauften. Dazu gibt es immer noch das Business-Ticket für diejenigen, die es gewohnt sind, dass ihr Unternehmen teure Tickets für Konferenzen kauft oder die es sich leisten können und wollen. Es gibt ja auch mehr Mehrwert für den höheren Preis.

Wem die Tickets immer noch zu teuer sind: Wie bei vergangenen re:publica-Konferenzen wird es später die Möglichkeit geben, sich als Helfer zu registrieren, eine Schicht mit zu arbeiten und dafür die Konferenz kostenlos zu besuchen.

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November 19 2013

Netzpolitik-Veranstaltungen in Frankfurt, Köln, Hannover, München, Berlin

Die kommenden zwei Wochen finden eine Vielzahl an Veranstaltungen zu netzpolitischen Themen in diversen Städten statt. Ich hab hier mal eine Auswahl zusammen kopiert. Mehr Infos jedes Mal hinter dem Link.

Das Ende des Internets? Zur Regulierung der digitalen Gesellschaft“, Frankfurter Kunstverein
Mittwoch, 20. November 2013, 20.00 Uhr

Im 12. Frankfurter Stadtgespräch des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ soll diese Perspektive um die gewissermaßen umgekehrte Frage ergänzt werden, ob das Internet, wie wir es kennen, aufgrund rechtlich-technischer Regulierungen schon bald nicht mehr existieren wird. An die Stelle des weltweit offenen, anarchisch-unsicheren Internets könnten durchaus andere Formen der digitalen Vernetzung und damit der digitalen Gesellschaft treten, die mehr Sicherheit und Kontrolle, dafür aber weniger Offenheit und Partizipation ermöglichen. Um diesen Entwicklungen nachzugehen, sollen unterschiedliche Regulierungs- und Konfliktfelder zur Sprache kommen, insbesondere Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit, der Regulierung des Persönlichkeits- und Urheberrechts im Internet und nicht zuletzt die Zukunft der Netzneutralität.

Die smarte neue Welt im Internet: Sind wir Nutzer Sklaven der Konzerne?“, WDR-Funkhausgespräche in Köln.
Donnerstag, den 21. November 2013

Mit den Enthüllungen zur NSA kommen alle Felder des digitalen Verkehrs ins Visier von Kontrolle und Überwachung. Denn Online-Technologien und digitale Technik haben keine fixen Konstanten, auf die sich alle Nutzer verlassen können. Digitale Verbindungen und Netzwerke werden immer wieder neu von wechselnden wirtschaftlichen wie politischen Interessen gebildet. Aber wer regiert das Internet heute und in Zukunft? Sind wir Nutzer nur noch Sklaven der Konzerne? Welche Gesetze, Regeln und Umgangsformen gibt es bereits? Und welche brauchen wir, damit Selbstbestimmung und Freiheit nicht verloren gehen?

Überleben unter Überwachung – Jacob Appelbaum lädt ein“, Schauspielhaus Köln.
Sonntag, den 24.11.2013

Im November ist Jacob Appelbaum, der vorerst nicht in die USA zurückkehren wird, am Schauspiel Köln zu Gast. Im Rahmen des Gastspiels von ASSASSINATE ASSANGE, in dem er auch selbst auf der Bühne steht, diskutiert er über WikiLeaks und die Folgen. Ab dem 24. November wird er in der Reihe ÜBERLEBEN UNTER ÜBERWACHUNG dann selbst zum Gastgeber: Er erklärt und berichtet von den Möglichkeiten und Gefahren des Netzes. Weitere Termine von ÜBERLEBEN UNTER ÜBERWACHUNG folgen im Februar.

Forum IT-Recht zum Thema Netzneutralität in Hannover
Montag, den 25. November um 18.00 Uhr

Im Podium:
Jonas Westphal (Digitale Gesellschaft e.V.)
Professor Dr. Torsten Körber (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Kartellrecht, Versicherungs-, Gesellschafts- und Regulierungsrecht, Universität Göttingen)
Dr. Frederic Ufer (Leiter Recht und Regulierung, Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. – VATM)
Johannes Scheller (Hauptpetent – Verpflichtung der Internetanbieter zur Netzneutralität)

Podiumsdiskussion “Was ist uns Privatheit wert?“, Stiftung Datenschutz.
Mittwoch, den 27.11.2013 in Berlin.

Prof. Dr. Johannes Caspar (Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit)
Prof. Dr. Dirk Heckmann (Universität Passau)
Christian Heller (Autor “Post-Privacy. Prima leben ohne Privatsphäre”)
Constanze Kurz (Sprecherin Chaos Computer Club)
Peter Schaar (Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit)
Scott Stevenson (Blogger USA-Kenner)

Zündfunk-Netzkongress” in München
Donnerstag, den 28.11. tagsüber

Der Netzkongress diskutiert mit Quer-, Nach-, Vor- und Zu-Ende-Denkern über das Jetzt und das Morgen – haben wir unsere digitale Zukunft noch selbst in der Hand? Zündfunk 42 vermisst das “Neuland”, unternimmt Standort-Bestimmungen im Grenzgebiet zwischen Netz, Medien, Kultur und Wissenschaft und liefert nebenbei auch noch die Antwort auf die Frage “nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest”.

Netzgesellschaft – Chancen und Risiken“, Polytechnik-Kolleg 2013 in Frankfurt.
Freitag und Samstag, den 29. und 30. November 2013

Was macht den Kern der Netzgesellschaft aus – technisch und gesellschaftlich?
Welche Folgen hat die Digitalisierung für Bildung und Wissenschaft sowie für Kunst und Kultur?
Welche Auswirkungen hat insbesondere das so genannte Social Web auf die gesellschaftliche Mitwirkung?

Technologie-Evolution – Wo wir herkommen“, eine Veranstaltungsreihe der Berliner Festspiele und der Bundeszentrale für politische Bildung
SA 30. November, ab 13:00

mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Konzerten von und mit Anatopia, Ralf Bremer, Helena Hauff, Holger Hiller, Petra Löffler, Frank Schirrmacher, Stephan Thiel, Ranga Yogeshwar, Juli Zeh u.a.

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Tags: Events

November 18 2013

Datenkraken für BigBrotherAwards 2014 nominieren

Der Nominierungsprozess für die BigBrotherAwards 2014 ist angelaufen. Bis Ende des Jahres kann man Datenkraken für die vielen Kategorien nominieren. Die Verleihung findet am 11. April 2014 in Bielefeld statt.

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#30c3: Vorverkauf für Chaos Communication Congress ist gestartet

Vom 27.-30 Dezember findet der 30. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Club in Hamburg statt. Dafür wurde heute der Vorverkauf gestartet. Tickets gibt es ab 80 Euro. Allerdings sollte man darüber nachdenken, ein Supporter-Ticket für etwas mehr Geld zu kaufen, vor allem wenn man es sich leisten kann. Denn der Congress funktioniert nur durch Querfinanzierungen und Unmengen ehrenamtlicher Arbeit. Wenn alle nur die günstigsten Tickets klicken, bleibt der CCC auf Rechnungen sitzen.

Wer das Ticket von der Firma finanziert bekommt, kann auch gerne ein Business-Ticket kaufen. Ich werde auf dem 30c3 über Netzneutralität sprechen. Der Fahrplan für das Programm wird wohl die kommenden Tage veröffentlicht.

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November 07 2013

Nächste Woche in Berlin: Überwachtes Netz

Am kommenden Montag Donnerstag erscheint endlich unser umfangreiches Buch “Überwachtes Netz – Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal der Geschichte” als eBook und einer ersten Auflage von 1000 Stück.

Mit unserem Sammelband zum NSA-Überwachungsskandal wollen die Debatte weiterführen, die Entwicklungen und Leaks aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln national und international reflektieren, was da genau passiert und vor allem: Was daraus zu lernen ist und wie wir unser Netz und unser Privatsphäre von den Geheimdiensten und der allumfassenden Überwachung unserer digitalen Kommunikation zurückerobern können.

Dazu wird es auch einen Launch-Event geben. In den Räumen von Zeit-Online in Berlin diskutieren wir am kommenden Donnerstag ab 19:00 Uhr über den größten Überwachungsskandal in der Geschichte der Menschheit, was wir daraus lernen können und wie wir als Gesellschaft darauf reagieren müssen.

Die Moderation übernimmt Kai Biermann von Zeit-Online (und Neusprech.org).

Es diskutieren:

  • Annette Mühlberg (ver.di Bundesverwaltung)
  • Anne Roth (Bloggerin, Netzaktivistin, Mitarbeiterin von Tactical Tech)
  • Jan Schallaböck (Datenschützer, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe zu Datenschutztechnologien der ISO/IEC)
  • Markus Beckedahl (netzpolitik.org)

Der Eintritt ist frei. Zeit-Online Askanischer Platz 1 in 10963 Berlin. Das liegt nahe S-Anhalter Bahnhof. Einen Stream wird es nicht geben, wir zeichnen aber vielleicht auf.

Update: Wird wohl erst am Donnerstag erscheinen, weil das länger gedauert als wir heute morgen dachten.

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November 01 2013

Dienstag in Berlin: Der 18. netzpolitische Abend der Digiges

Am kommenden Dienstag, den 5. November, findet in Berlin der 18. Netzpolitischen Abend des Digitale Gesellschaft e.V. statt. Vorträge gibt es u.a. von:

– Benjamin Bergemann spricht über den Ausgang der Datenschutzabstimmung im federführenden Innenausschuss des Europäischen Parlaments und stellt vor, wie es mit der Verordnung weitergeht.

– Stefan Heumann (Stiftung Neue Verantwortung) wird über die vergleichende Studie zu den Geheimdienstgesetzen der USA, Großbritanniens und Deutschlands berichten, die er gemeinsam mit Ben Scott verfasst hat.

Einlass ist wie immer ab 19:00 Uhr, Start der Vorträge nach 20 Uhr. Auch diesmal gibt es wieder einen Livestream unter c-base.org und später die Aufzeichnung im Netz.

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October 29 2013

Alternative Medienakademie Wien 7.-17.11.

AlMA-logoVom 7.-17. 11. findet in Wien erstmals die Alternative Medienakademie (AlMA) statt. Das Motto “Wer alternative Medien will, muss sie auch machen” steht auch für die Struktur hinter der AlMA: selbstorganisiert. Eine Gruppe von Medien-, Netz- und politische Aktivist_innen hat sich zusammengetan und für den Rahmen gesorgt. Inhalt gibt’s in Workshops und Podiumsdiskussionen zu den vier zentralen Themen

  • Journalistisches Handwerk
  • Diskurs
  • Netzwerke
  • Organisierung

Damit befindet sich die AlMA genau in der Schnittmenge zwischen Netz, Medien und Bewegung und bietet ein spannendes Programm.

Darunter ein Datenjournalismus-Workshop, Cryptopartys für FLITs und eine längere für Journalist_innen und Aktivist_innen, GIFs bauen mit Freier Software, öffentlichen Druck aufbauen mit Blogs, Radio- und Video-Workshops, das Live-Streaming Produktionspraktikum sowie den obligatorische Social-Media-Workshop Internet nutzen nutzen für NGOs, Politische Gruppen, Zeitschriften, Verlage?”. Angeboten werden diese und weitere Workshops von Aktivist_innen aus Redaktionen alternativer Zeitschriften, freier Radios und Fernsehsender oder zivilgesellschaftlichen Organisationen wie ua der Initiative für Netzfreiheit oder der Open Knowledge Foundation.

Bei den Abendveranstaltungen sticht die mit Sonja Ablinger hervor, die sich im österreichischen Parlament viel mit Netzpolitik beschäftigt hat, von ihrer Partei aber mit einem aussichtlosen Listenplatz abgesägt wurde: über das red’ ma jetzt bitte ned laut. Mit auf der Bühne: die Politikwissenschaftlerin Regula Stämpfli, Felix Stalder und Wolfi Christl vom “Data Dealer”-Projekt. Thema ist die Lage kritischer Öffentlichkeiten zwischen Kommerzialisierung, Politikverdrossenheit und Überwachung  – wie andere auch per Live-Stream verfolgbar.

Das Workshop-Programm geht auf eine offenen Call for Workshops zurück. Die Bewerbung findet größtenteils online und via Social Media sowie über die eigenen alternativen Medien und Freien Radios statt. Studierendenvertretungen und gewerkschaftliche Gruppen unterstützen mit Infrastruktur.

Das gesamte Programm gibt es hier. Einige Angebote haben mit der Kooperation der Alternativen Medienakademie mit den in Wien bereits etablierteren Kritischen Literaturtagen zu tun, weshalb der Veranstaltungskalender auch gut eine Woche überspannt.

Hübsch ist die Idee, eine Ticketkategorie für Workshops mit einem Paket alternativer Zeitschriften und Abos zu kombinieren. Allein für den Inhalt des Goodies & Support Pakets lohnen sich die 40 Euro schon – als Beitrag für die gesamte AlMA ausgesprochen günstig.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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