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January 26 2011

Zusammengefasst: Datenschutz-Kritik an Google Analytics

Alexander Dix, Berliner Datenschutzabgeordneter, hat im Gespräch mit Golem.de die juristischen Kritikpunkte an Google Analytics zusammengefasst:

  1. IP-Adressen seien personenbezogene Daten, und dürften daher nicht ohne Erlaubnis der Nutzer an Google USA übertragen werden
  2. Google erstellt mit diesen Daten Nutzerprofile, dagegen müssten die Nutzer nach deutschem Recht eine Widerspruchsmöglichkeit haben

Weiterhin biete Google Analytics auch den Website-Betreibern keine Option die Daten zu löschen – denn die aggregierten Nutzerdaten beinhalten ja auch Informationen über den Betreiber.

Dass Google sich das Recht vorbehalte, die Daten mit denen von Google Mail zusammenzuführen, sieht er als weiteres Problem (Anmerkung: Bei einer Veranstaltung von Google Deutschland wurde mit das ausdrücklich anders berichtet, ich habe aber Googles Datenschutzbestimmungen noch nicht bis zum Ende durchgelesen)

Im Gespräch äußerte er auch datenschutzrechtliche Bedenken bzgl. Facebook-Apps & Cloud-Services, und nennt ausgerechnet StudiVZ als positives Beispiel für gute Datenschutz-Einstellungen (wohlgemerkt).

October 28 2010

“Tatort Internet”: Neonazis auf Pädojagd & die Medienaufsicht

Wenn ich mich nicht verzählt habe, läuft am 8. November bereits die siebte von zehn geplanten Episoden der Pranger-Show “Tatort Internet” bei RTL2. Ich erwähne es nur, weil sich am 11. November die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) mit dem Format beschäftigen wird.

Anbei ein Auszug aus der Pressemitteilung der ALM (Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten):

ZAK-Pressemitteilung 15/2010: Landesmedienanstalten leiten Prüfverfahren wegen RTL2-Sendung “Tatort Internet” ein / Direktoren: RTL2-Sendung schafft breite Aufmerksamkeit für wichtiges Thema

Die Direktoren der Landesmedienanstalten begrüßen die gesellschaftliche Diskussion, die die bisher ausgestrahlten Folgen von „Tatort Internet“ auf RTL2 über die Gefahren in Chats ausgelöst hat. „Tatort Internet kann trotz mancher Zweifel an der Gestaltung der Sendung dazu beitragen, dass Eltern, die sich bislang nicht mit der Problematik beschäftigt haben, jetzt möglicherweise [...]

Unabhängig davon wird sich nach einer Vorprüfung durch die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) eine Prüfgruppe der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) mit der RTL2-Sendung „Tatort Internet“ beschäftigen. Das haben die Direktoren der Landesmedienanstalten in ihrer Sitzung in Mainz beschlossen. Die Prüfgruppe wird vor allem der Frage nachgehen, ob in den jeweiligen Beiträgen die mutmaßlichen Täter durch Äußerungen über ihre Lebenssituation für Außenstehende erkennbar waren und so Persönlichkeitsrechte verletzt und journalistische Standards missachtet wurden. [...]

Auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) wird sich in ihrer Sitzung am 11. November 2010 mit „Tatort Internet“ beschäftigen. [...]

Derweil wütet in sozialen Netzwerken wie StudiVZ der aufgehetzte Mob, wie uns Leserzuschriften bestätigen:

Hi,

bei Studi/MeinVZ spriessen gerade so die Gruppen gegen Kinderschänder aus dem Boden, meistens von irgendwelchen rechten Gruppierungen gegründet [...]
Hier wird teilweise zu Gewalt und Straftaten aufgerufen und die Gründer der Gruppe (Studi hat einen bereits gelöscht wegen Ankündigung einer Straftat) brüsten sich aktuell damit selber Tatort Internet gespielt zu haben und angelockte Pädophile zu outen.

Zitat:
So lange wir die Themen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie ignorieren, können diese Schulwegbestien weiter Kinderseelen zerstören.

Ein Kinderschänder kann schon an der nächsten Straßenkreuzung ein Kind in sein Auto zerren. Nachrichten zeigen keine Illusionen – sie zeigen die Realität vor der Haustür.

Anmerkung: Dass die Gruppen “meistens” aus dem rechten Umfeld stammen, kann ich nicht bestätigen. Vielleicht werden die aber besonders schnell gelöscht, wie auch die Gruppe aus obigem Beispiel. Gruppen mit vergleichbarer Intention sind bei StudiVZ und MeinVZ allerdings weiterhin problemlos zu finden.

Glückwunsch, Frau zu Guttenberg, Frau von Weiler und Frau Krafft-Schöning. Glückwunsch, Familie Harrich und RTL2. Wirklich eine interessante gesellschaftliche Debatte, die da “angestoßen” wurde.

October 19 2010

Vermischtes: Tatort Internet, Facebook und Internet-Seepferden!

Joachim Frank hat in der Frankfurter Rundschau den abschließenden Kommentar zur “Tatort Internet” geschrieben. Ich befürchte nur, dass es nicht der abschließende Kommentar bleiben wird: RTL2: Tatort Telepranger.

Wobei, auf ZAPP (NDR) morgen darf ich sicher noch hinweisen:

ZAPP: “Tatort Internet” – Aufhetze statt Aufklärung
Mittwoch, 20. Oktober 2010, 23:05 bis 23:35 Uhr [VPS 23:05]

RTL 2 und Stephanie zu Guttenberg verfolgen als Hilfssheriffs mutmaßliche Kinderschänder. Eine öffentliche Hetze, da die verpixelten Gesichter sich leicht enttarnen lassen.

Aber gut, wenden wir uns erfreulicheren Themen zu. Habt ihr eigentlich schon alle euer Internet-Seepferdchen gemacht? Nein, das ist dieses Mal kein Scherz auf Kosten von Marc Jan Eumann. Das gibt es wirklich. In Berlin. Nur in Berlin. Hoffe ich:

# Internet Seepferdchen (Ein Projekt der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen des eEducation Berlin Masterplan!)

Soziale Netzwerke sind derzeit auch mal wieder schwer angesagt bei den etablierten Medien. Datenschutz und so. Oder das, was man dafür hält. Der geschätzte Kollege Tomik z.B. ist wohl mal wieder mit einer Rechercheschwäche auffällig geworden …

# Datenschutzlücke: Spionieren mit Facebook (FAS)

… und Thomas Knüwer nutzt das fehlerhafte Stück für eine Generalabrechnung mit das FAS, die ich vom Stil recht daneben finde (Disclosure: Als blogge auch für die FAS und finde Sippenhaft eher uncool): Abschreiben mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntgszeitung” (Indiskretion Ehrensache)

Ah, von Martin Weigert gibt es auch einen Kommentar: Die Sehnsucht der Medien nach der nächsten Datenschutzlücke (Netzwertig). Aber hee, dabei gibt es doch gerade wieder frische Datenschutzlücken bei Facebook! Also, echte Datenschutzlücken: Facebook in Privacy Breach (Wall Street Journal)

Und wo wir gerade bei Thomas Knüwer und Facebook sind: Viral ist nicht immer gut. Naja, wenigstens gibt es bei Social-Media-Unfällen keine Personenschäden: Das Chefticket der Deutschen Bahn: von den Gleisen gerutscht. Man kann der Sache sogar positive Seiten abgewinnen. Wie Olaf Kolbrück: Chefticket: 7 Gründe, warum die Aktion der Bahn bei Facebook knorke ist (off the record)

Noch mehr Facebook? Sicher, die sind Marktführer! Bei StudiVZ und MySpace hingegen geht’s bergab, wie Statistikguru Jens Schröder bei Meedia berichtet: MySpace und StudiVZ mit Minusrekorden (Meedia)

Und dann das noch: Gefälschte Filesharing-Abmahnungen. RA Thomas Stadler hat eine erhalten.

Reposted bymondkroetedatenwolf
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