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August 12 2013

BMBF-Studien zu Open Educational Ressources: Überblick, Recht und Metadaten

Ende 2012 gab es eine erste Expertenanhörung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK) zum Thema offener Lehr- und Lernunterlagen (Open Educational Resources, OER). Einigkeit herrschte am Ende dieser Anhörung, dass es noch großen Bedarf für Studien zum Thema gibt. Mittlerweile liegen die ersten drei Studien vor, die im Nachgang der Anhörung in Auftrag gegeben worden waren:

Überblick und Grundlagen: Ingo Blees, Nadia Cohen und Tamara Massar vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung stellen in einem 107 Seiten starken Dossier (PDF) noch einmal überblicksartig den aktuellen Stand in Sachen OER in Deutschland und ausgewählten Ländern dar. Die AutorInnen halten sich mit konkreten Empfehlungen zurück und liefern vor allem eine Sammlung von Materialien und Initiativen im Bereich OER.

Rechtsfragen von OER: Rechtsanwalt und Urheberrechtsexperte Till Kreutzer setzt sich auf über 60 Seiten (PDF) mit den (urheber-)rechtlichen Fragen von OER auseinander. Kreutzer warnt darin unter anderem vor “allzu proprietärem Denken”, wodurch “die größte Stärke von OER-Strategien (Optimierung der Lehr- und Lernmaterialien durch kollaboratives Zusammenwirken und Content-Sharing) aufs Spiel gesetzt” würde (S. 59). Abgesehen davon zeigt er sich skeptisch was die Entwicklung neuer, spezieller OER-Lizenzen betrifft sondern empfiehlt stattdessen die Nutzung bereits etablierter Lizenzmodelle wie eben Creative Commons:

“Aus den vorgenannten Gründen sollte sich die Frage nach geeigneten OER-Lizenzen eher auf die Auswahl einer geeigneten Lizenzvariante aus dem Bestand der existierenden Lizenzmodelle fokussieren als auf die Entwicklung neuer spezieller Lizenzmodelle.” (S. 64f.)

Metadaten für OER: Frauke Ziedorn, Elena Derr und Janna Neumann liefern auf 28 Seiten eine “Handreichung für die öffentliche Hand” (PDF) zum Thema Metadaten im Kontext von OER. Eine Standardisierung von Metadaten-Regelwerken dient vor allem dazu, die Sicht-, Verlink- und Auffindbarkeit von OER-Objekten zu verbesseren. Auf Basis eines Vergleichs bestehender Metadaten-Standards skizzieren die Autorinnen drei Szenarien für den Umgang mit Metadatenstandards: (a) ein einheitlicher, aber sehr simpler Metadatenstandard; (b) ein Nebeneinander von teilweise bereits etablierten Metadatenstandards; oder (c) kein gemeinsames OER-Portal und die Implementierung des vorhandenen Standards der Learning Resource Metadata Initiative (LRMI) wo immer möglich, um die Auffindbarkeit im Internet zu verbessern. Als langfristiges Ziel nennen die AutorInnen, ”eine Standardisierung des Metadaten-Schemas (ob nun ein bestehendes oder ein neu entwickeltes) durch die International Organization for Standardization (ISO) zu erreichen.”

 

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May 13 2011

Studie: Verbraucherschutz im Urheberrecht

Till Kreutzer von iRights.info hat für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein umfangreiches Gutachten zu verbraucherrechtlichen Aspekten und notwendigen Reformschritten im Urheberrecht geschrieben. Das gibt es als PDF zum herunterladen. Ebenfalls auf iRights.info steht ein Interview mit Till Kreutzer, wo er nochmal die wichtigsten Punkte und Forderungen des 116 Seiten langen Gutachtens vorstellt.

Frage: Heute wird die von dir für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erstellte Studie “Verbraucherschutz im Urheberrecht” der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir sind gespannt, was steht also drin?

In der Studie werden die aus Sicht des Verbraucherschutzes drängensten Fragen untersucht. Die Studie besteht aus zwei Teilen. Teil 1 enthält eine Analyse ausgewählter Aspekte im Spannungsfeld zwischen Verbraucherschutz und Urheberrecht (z.B. zur Kopiervergütung, Kulturflatrate, User-Generated-Content usw.). In Teil 2 werden konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet, wie Defizite durch nationale oder EU-rechtliche Neuregelungen behoben werden können.

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May 11 2010

9 vor 12: Zukunftsvisionen, JMStV-E, Urheberrecht …

Im ersten Link des Tages, der eigentlich ein Link des Vortages ist, geht es um amerikanische Jugendliche, die “nein” sagen. In diesem Fall mal nicht zu Sex vor der Ehe, sondern zu Facebook. Naja, so ungefähr zumindest. Ein paar Tipps zum “Nein-Sagen” gibt es aus Schweiz. In der Baseler Zeitung erklärt Roger Zedi, wie man sein Profil bei Facebook etwas datenschutzfreundlicher einstellt. Das scheint ziemlich kompliziert zu sein. Meinen zumindest Jürgen Stüber und Manuel Bewarder bei Welt Online:

# Tell-All Generation Learns to Keep Things Offline (Laura M. Holson, New York Times)
# Tipps für mehr Privatsphäre in Facebook (Roger Zedi, Basler Zeitung)
# Facebook vergrault Nutzer mit Datenchaos (J. Stüber/M. Bewarder, Welt Online)

Bei Zeit Online interviewt Kai Biermann den niederländische Medienwissenschaftler Geert Lovink. Lovink würde gerne das Internet verbessern. Im Prinzip genau wie ich, allerdings hat Lovink vermutlich die besseren Ideen mehr Geduld und Kai Biermann leider nicht meine Telefonnummer.

# Geert Lovink: Fortschritt durch Kritik (Zeit Online)

Oh, und natürlich gibt es auch Neuigkeiten vom JMStV-E (“E” für Entwurf). In einem Beschluss des Gesprächskreises Netzpolitik der SPD von gestern findet sich ein bemerkenswerter Satz:

“Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag birgt die Gefahr von Zensur in sich. Wir wollen keine Zensuransätze mit unklaren Folgen. Er muss daher neu verhandelt werden.”

Ich weiß, der Satz klingt zunächst nicht sonderlich aufregend. Er ist, wie ich finde, aber ein erfreulich klares Statement. Zumal mir Björn Böhning auf Rückfrage versicherte, das mit “neu verhandelt werden” nicht etwa ein “durchwinken und überarbeiten” gemeint sei, sondern eine Ablehnung des JMStV-E in der vorliegenden Form: “ablehnen und neu machen”. Details zum aktuellen Spielstand und eine aktuelle Version des Arbeitsentwurfs gibt es bei Telemedicus.

# Eine neue Netzpolitik [...] für NRW. (Gesprächskreis Netzpolitik der SPD)
# Neuigkeiten beim JMStV (Simon Möller, Telemedicus)

Bei carta gibt es Grundsätzliches zum Thema Urheberrecht. iRights.info-Redakteur Till Kreutzer hat sich einmal mehr Gedanken gemacht: “Woher kommt es, auf welchem Stand ist es und wohin entwickelt es sich – das Urheberrecht?” – Tja, wer fragt sich das nicht?

# Ideen für ein neues Urheberrechtskonzept (Till Kreutzer, carta)

Bei Cory Doctorow rennt man mit Urheberrechtsreformen jedenfalls offene Türen ein. Herr Lott hat ein paar Absätze aus Doctorows Buch “Little Brother”, und zwar in der Fan-Übersetzung von Christian Wöhrl (Huhu, Christian!). Klasse. Nun wissen wir, dass es nicht nur kein Richtiges im Falschen gibt, sondern zum allem Überfluß auch noch ein Paradoxon vom Falsch-Positiven. Wo soll das noch enden?

# Cory Doctorow und das Paradoxon vom Falsch-Positiven (Herr Lott)

Nun, vielleicht in Köln-Ehrenfeld? Glaubt man “Herrn Marx”, zeigt das verlinkte Bildchen das Auszählungsprotokoll der NRW-Wahl aus Köln-Ehrenfeld (Wir erinnern uns, in Köln wurde es später …). Möglicherweise zeigt es auch die Folgen von ein paar Gläsern Kölsch zu viel. Aber vielleicht stimmt das alles auch gar nicht. Egal, ich musste kurz lächeln. Und das ist ja auch schon was.

# Auszählungsprotokoll aus Köln-Ehrenfeld? (Herr Marx)

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