Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

January 14 2012

Breitband: Alle gegen #SOPA

Die Sendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur hat heute über “Alle gegen SOPA – Protest gegen den Stop Online Piracy Act – und mögliche Auswirkungen in Europa” berichtet und dazu Thomas Hoeren interviewt.

Nach einer Einführung von Thielko Grieß sprachen wir mit Thomas Hoeren, er ist Professor für Rechtswissenschaften an der Uni Münster. Und wir haben ihn gefragt, wie er diese Auseinandersetzung um SOPA einschätzt. Vor allem angesichts der Tatsache, dass evt. auch Unternehmen, die bisher nur Infrastruktur angeboten haben, für die SOPA-Gegner Position beziehen und sich wie Demonstranten gerieren. Und wie könnte sich außerdem SOPA bis nach Europa auswirken?

Im Anschluss an das Gespräch blickt Matthias Finger auf die bisherigen Netzproteste: Bei Wikipedia hat sich eine SOPA-Initiative gegründet, die mögliche Protestformen diskutiert, einige Webdienste wollen aus Protest sogar temporär ihren Betrieb einstellen und natürlich gibt es auch längst Protestgruppen bei Facebook. Die “Stop Internet Censorship by Protesting SOPA” Gruppe hat derzeit knapp 12 Tausend Mitglieder.

Hier ist die MP3 über die Netzproteste und hier die MP3 mit dem Interview.

Reposted bykrekk krekk

January 07 2012

Medienradio055: Der Digitale Gesellschaft e.V.

Am Donnerstag war ich zu Gast bei Philip Banse im Medienradio und wir haben uns mehr als zwei Stunden lang u.a. über den Digitale Gesellschaft e.V., Kampagnentools, Netzneutralität und EchtesNetz.de, sowie über den aktuellen Diskussionsstand rund um die Vorratsdatenspeicherung und zu den Aussichten einer Europäischen Bürgerinitiative gegen diese unterhalten.

Die Digitale Gesellschaft hat über 10.000 Euro Spenden eingesammelt, sagt Markus Beckedahl, der im Medienradio mal einen Wasserstandsbericht zur Lage dieses Vereins für digitale Bürgerrechte gibt, den er mit anderen vor rund einem Dreivierteljahr gegründet hat. Wir sprechen über den langwierigen Gründungsprozess, die Vorwürfe mangelnder Transparenz, das angestrebte “Greenpeace-Modell” sowie die heutige Mitglieder- und Spendenpolitik der DigiGes.


Hier ist die MP3.

December 28 2011

#28c3: Politik hacken

Auf dem #28c3 haben heute Alexander Müller und Montserrat Graupenschläger über “Politik hacken – Kleine Anleitung zur Nutzung von Sicherheitslücken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation” geredet. Von dem Vortrag gibt es ein Prerelease auf Youtube, eine bessere Version soll noch folgen.

Aus der Ankündigung:

Klassischer Protest, konventionelle Demos, Online-Petitionen und Bürgerinitiativen werden seit einiger Zeit durch neue Instrumente der politischen Partizipation ergänzt. Deren Stärke liegt in dezentraler Organisation, Kommunikationsguerilla-Aktionen, diskursiver Intervention und kollaborativer Spontaneität. Der Vortrag stellt anhand von Beispielen ein Toolset an Möglichkeiten des regelverletzenden und gewaltfreien Mitmischens und Einmischens in Politik vor.

Anonymous, die Hedonistische Internationale, Telecomix oder die Space Hijackers sind einige der Netzwerke, die eine neue Art des Protests und der politischen Einmischung erproben. Ihnen ist gleich, dass sie mit ihren Aktionen immer auch in den medialen Diskurs eingreifen wollen — und auf eine Richtig- bzw. Weichenstellung für eine andere Wahrnehmung der Welt setzen. Das gilt sowohl für die Wahrnehmung der Medien als auch für die Wahrnehmung von Politik. Bilder und Images werden uminterpretiert, gesellschaftliche Codes geknackt, offene Flanken genutzt. Dabei setzt diese Form des Protests auf Regelverletzung und eine neue Interpretation der Zeichen.

Die Aktionen der Aktivistinnen können sehr unterschiedlich aussehen. So können Demos regelrecht gehackt werden, wie etwa eine Demonstration von Guttenberg-Anhängern. In diesem Fall war es der Hedonistischen Internationale (HI) gelungen, eine Pro-Guttenberg-Demonstration bei der Versammlungsbehörde anzumelden und die Mobilisierung der echten Guttenberg-Fans zu nutzen — und diese dann auf der Demonstration umzudeuten. Hierdurch wurde die Person Guttenberg zum Abgang noch einmal so lächerlich gemacht, dass eine Rückkehr des ehemaligen Verteidigungsministers zumindest heute unwahrscheinlich erscheint.

Um News-Hacking ging es in einer gemeinsamen Aktion der HI und “Der Partei”. Hier nutzten die Aktivisten den klassischen “18 Uhr Wahlabend”-TV-Moment, um die Niederlage der Berliner FDP auf deren Wahlparty bei Freibier live im Fernsehen zu feiern.

Die Space Hijackers aus Großbritannien hingegen fahren mit einem Panzer vor der Bank of Scotland auf — und freuen sich diebisch als die Polizei diesen beschlagnahmt und dabei mehrere Gebäude beschädigt.

Oft reicht es auch, zum richtigen Zeitpunkt die Identität eines politischen oder ökonomischen Players zu übernehmen, um die mediale Darstellung der Welt mit der eigenen Realtät in Einklang zu bringen. Wenn nach Fukushima die deutsche Atomlobby auf einmal die zynische Wahrheit twittert oder Überwachungsfirmen wie DigiTask Twitter-Dialoghotlines einrichten, sorgt dies nicht nur für Verwirrung, Freude, medienträchtige juristische Androhungen, sondern trägt auch zu einer veränderten Wahrnehmung dieser Player selbst bei.

Die Politik zu hacken bedeutet die Sicherheitslücken der gesellschaftlicher Kommunikation zu nutzen, um auch in Zukunft genussvoll frei leben zu können.

All dies kann man selber machen. Wir sagen wie.

Reposted byminderleister minderleister

July 26 2011

Anonymous im Radio

Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur haben am Samstag in ihren Digital-Sendungen über Anonymous & Co berichtet.

Deutschlandfunk: Wer Hacker in die Enge treibt… Was bringt die Aktivisten von Anonymous zu ihrem Handeln?

Die Bezeichnungen für die Mitglieder von Anonymous sind vielfältig. Sind sie Hacker im klassischen Sinne, Online-Aktivisten oder doch digitale Spaß-Guerilla? Computerjournalist Peter Welchering erläutert im Interview mit Manfred Kloiber, dass die Motivationen jener Anonymen aus sehr unterschiedlichen Richtungen rühren.

Hier ist die MP3.

Deutschlandfunk: Politischer Cyberangriff mit Folgen. Wer steckt hinter den Hackern der Anonymous-Gruppe?

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat in dieser Woche 16 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, im Dezember die Websites von Mastercard und Visa sowie Server des Online-Bezahlsystems Paypal angegriffen zu haben.

Hier ist die MP3.

Deutschlandradio Kultur: We have joy, we have fun, we have messed up Murdoch’s Sun.

Auch die “Anonymous” – Aktivisten bedienen sich in der Populärkultur. Deren “Guy Fawkes Maske” hat zwar eine historische Vorlage, bekannt wurde sich aber erst doch ein Comic und eine Kinoverfilmung – wo der Protagonist teilweise für ganz andere Werte steht als heute Anonymous. Über Popsymbolik und Hackerkultur sprachen wir im Anschluss mit Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de – seine Meinung: Der Angriff auf die Webseiten von Rupert Murdoch zeigt eine neue Dimension der Protest-Kultur im Internet.


Hier ist die MP3.

flattr this!

Reposted byminderleister minderleister

July 19 2011

Fight the power! Hacken als Live-Spektakel in Echtzeit

Schöner Text von Dirk von Gehlen bei jetzt.de über die Umleitung von thesun.co.uk auf eine Fake-Meldung mit Murdochs-Tod, die letzte Nacht aus dem Umfeld von Lulzsec durchgeführt wurde: Fight the power! Hacken als Live-Spektakel in Echtzeit.

Ob man diese Form des Protests gut heißen mag oder nicht, sicher scheint: Die Nacht zum 19. Juli 2011 markiert einen wichtigen Schritt im Wachsen einer neuen Protest-Kultur im Internet. Und es wird nicht ausreichen, im Umgang damit auf die Unrechtmäßigkeit ihres Tuns zu verweisen.

flattr this!

Neue CyberCops-Kampagne der DPolG

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) trollte gestern wieder mit einer lustigen Pressemitteilung herum:

“Dass die Polizei angegriffen wird, passiert in der wirklichen Welt jeden Tag, aber dagegen haben wir angemessene Waffen. In der realen Welt wissen wir uns zu wehren, in der virtuellen Welt aber nicht”, sagte der DPolG-Vorsitzender Rainer Wendt. Man brauche “Cyber Cops”, die im Internet auf Streife gingen und Server, von denen aus die Angriffe geführt würden, zerstören oder zumindest zeitweise blockieren könnten.

Beim lesen und lachen fragte man sich, was Herr Wendt sich wohl diesmal vorstellte, nachdem er schon Polizisten auf Streetview zur Streife schicken wollte. Das Blog Metronaut konnte einen ersten Blick auf die neue Kampagne der DPolG werfen, die ihre Forderungen nochmal visuell unterstützt.

flattr this!

Reposted byawezoneablimmotecsoupermondkroeteLympathersofiasdatacopbootlegslutomara-tm-ancoloredgrayscaleswoopekeliasnecrowxrstvortecwongabuhtcmauthmillenonL337hiumDowdlesmushubtwotchfadenbkonithunderxmoppifoxbanana

July 13 2011

Anonymous: Der lange Schatten von WikiLeaks

Erich Moechel schreibt auf fm4 über “Anonymous: Der lange Schatten von WikiLeaks”.

Der Umgang von Politik und Justiz mit der WikiLeaks-Affäre hat eine ganze Generation junger Hacker weltweit politisiert. Julian Assange mag vorübergehend kaltgestellt sein – aber seine Erben machen weiter.

flattr this!

Reposted byreturn13astrid02mydafsoup-01

June 24 2011

Das Internet und der Umbruch in der arabischen Welt

Die Sendung Hintergrund im Deutschlandfunk hat über “Revolution online – Das Internet und der Umbruch in der arabischen Welt” berichtet und dabei einige arabische Blogger zu Wort kommen lassen. Die Sendung gibt es noch als MP3 online.

Inwieweit haben soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter der arabischen Revolution zum Sieg verholfen? Online-Aktivisten und Internet-Experten sind sich weitgehend einig, dass die Widerstandsbewegungen ohne sie nicht so erfolgreich gewesen wären.

flattr this!

June 18 2011

Hacktivismus – Zukunft der politischen Aktion?

Auf DRadioWissen diskutierten heute im c’t Online Talk unser Andre Meister zusammen mit Jürgen Kuri mit Anne Roth und Jan-Keno Janssen über “Hacktivismus – Zukunft der politischen Aktion?”

Die Gruppierungen, die keine Vertreter und Chefs haben, aber in der Öffentlichkeit immer wieder mit wortstarken Statements zur Verkündung und Beschreibung ihrer Aktionen auftreten, scheinen so etwas wie Keimzellen oder erste Ausprägungen ganz neuer Aktionsformen zu sein. [...] Hacktivismus ist extrem wirksam – und als neue Entwicklung derzeit noch sehr öffentlichkeitswirksam. Er bietet einfachere Beteiligungsmöglichkeiten, als es selbst die Demo in der Hauptstadt für manche sein mag. Ist Hacktivismus also die Zukunft der politischen Organisation und Aktion derjenigen, die in der Informationsgesellschaft aufwachsen, derjenigen, die sich als sogenannte Digital Natives politisieren?

Die eine Stunde Diskussion ist sehr empfehlenswert und findet sich hier als MP3.

Grundlagen und HIntergrund zum Thema bietet u.a. die Doktor-Arbeit zu Hacktivism von Alexandra Samuel aus 2004 (PDF) und der re:publica – Vortrag von Gabriella Coleman über “Geek Politics and Anonymous”.

flattr this!

May 31 2011

2. Weltkongress der Hedonistischen Internationale

Über Pfingsten veranstaltet die Hedonistischen Internationale ihren zweiten Weltkongress. Vom 9.-13. Juni 2011 gibt es auf dem Gelände einer ehemaligen Grenzkaserne und ehemaligen Bahnhof in dem Ort Riebau (Altmark, scheint wohl in der Nähe vom Wendtland zu sein) ein umfangreiches Kongressprogramm rund um die drei Themensträngen Protest, Party, Action.

Der Kongress soll nette Leute zusammenbringen, ihre Vernetzung fördern und neue Perspektiven des Protests eröffnen. Dabei werden theoretische Fundamente diskutiert, neue Aktionsformen ausprobiert, zukünftige gesellschaftliche Konflikte erörtert und alternative Möglichkeiten politischer Intervention debattiert – und ziemlich sicher auch getanzt. Der Kongress ist darauf anlegt, dass spontan weitere Beiträge, Panels und Workshops das Programm ergänzen.


Ab Berlin sind Busse geplant (8 Euro, wenn genug Leute mitfahren), die Donnerstag und Freitag hin-, sowie Montag wieder zurückfahren.

Hier sind nur ein paar Vortrags- und Diskussionstitel aus dem rund 100 Stunden umfassenden Rahmenprogramm:

Die Front deutscher Äpfel
Die Kulturelle Grammatik als Interventionsraum für Kommunikationsguerilla
Demos hacken – Die Initiative Pro Guttenberg
100 Tipps sicher und wohlbehalten durchs Internet zu kommen
Indymedia & 10 Jahre Genua
Telecomix und die Modemeinwahlknoten für Ägypten
Activism, the day after
Subkultur, Clubs & Aufwertung
Außer Kontrolle: Videoüberwachung in der Stadt
How to build a mobile Soundsystem?
Nachhaltigkeitsguerilla

Dazu gibt es viel Kulturprogramm:

Und auch das Kulturprogramm mit Bands, Performances, Kino sowie der sonntägliche Tanzworkshop nehmen langsam aber sicher Gestalt an: wir freuen uns schon auf Sedlmeier, den Hardrock-Roboter, auf Dance Bazooka und das Megatronkollektiv, auf Kino und Kurzfilme von interfilm und viele andere Künstler, die wir an dieser Stelle noch nicht verraten.

Der Eintritt für alle vier Tage kostet 15 Euro, zelten ist auf dem Gelände möglich.

flattr this!

May 19 2011

Wikileaks und Medienaktivismus

Felix Stadler hat im Online-Journal kommunikation@gesellschaft einen Artikel über “WikiLeaks: Neue Dimensionen des Medienaktivismus” veröffentlicht. (PDF)

Mit WikiLeaks hat der Medienaktivismus eine neue Dimension erreicht. WikiLeaks versteht die neuen sozio-technischen Möglichkeiten und institutionellen Widersprüche, die die gegenwärtige Phase der Entwicklung der Netzwerkgesellschaft kennzeichnen, für sein Projekt nutzbar zu machen. Politisch bleibt das Projekt allerdings schwer kategorisierbar, da es gleichzeitig eine markt-libertäre und eine institutionskritische Haltung vertritt, gleichermassen staatliche wie privat-wirtschaftliche Akteure mit einschliesst. Solche Widersprüche können ausgehalten werden, denn anders als traditionelle aktivistische Medien versucht WikiLeaks sein Material nicht in einen erklärenden Zusammenhang zu stellen, sondern überlässt die Interpetation anderen.

(via)

flattr this!

May 18 2011

Art & Agenda – Political Art and Activism

“Art & Agenda – Political Art and activism” (Partnerlink) ist ein 288 Seiten dicker und großformatiger Fotoband über politische Kunst. Das Buch ist im vergangenen Monat im Berliner Gestalten-Verlag erschienen und beschreibt mit vielen Bildern und dazugehörigen englischsprachigen Hintergrundtexten die Arbeit einer Vielzahl an unbekannten und bekannten Künstlern wie Ai Weiwei, Aram Barthol oder den Yes Men.

Mit 44 Euro ist es nicht gerade günstig, aber trotzdem sehr interessant, wenn man sich für das Wechselspiel zwischen Kunst und Aktivismus interessiert. Gibts in der nächsten Buchhandlung oder im Onlinehandel (ISBN: 978-3-89955-342-0) .

Bei Rebelart.net kann man sich auch etwas mehr anschauen.

flattr this!

March 21 2011

Interview mit einer Anonymiss

Spiegel-Online berichtet über Gerüchte, wonach der harte Kern von Anonymous enttarnt sein soll: Sabotage in der Hassmaschine. Ob daran was dran ist, wird die nächste Zeit zeigen, kann auch nur ein PR-Gag einer neu gegründeten Security-Firma sein:

Kein Gag ist das Interview von Oxblood Ruffin mit einer weiblichen Anonymous-Aktivistin auf BoingBoing: AnonyMiss, the yin to the Anonymous yang.

Oxblood: There is a strain of misogyny in Anonymous although my guess is that it comes mostly from younger participants. Does this bother you or is it something where you just hold your nose and look the other way.

Emma_A: Its always tricky trying to become accepted within a traditionally male dominated group. But having said that I haven’t experienced it personally although I’m aware of it. I believe that the more women become involved, the easier it will be to concentrate on what is important and what we want to highlight. I can honestly say I have had nothing but amazing help and support, not to mention kindness from every Anon I’ve been in contact with.

flattr this!

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

February 13 2011

Interview: Slim Amamou über Tunesien, Ägypten und die arabische Welt

Global Voices Online hat ein längeres Interview mit Slim Amamou veröffentlicht. Der 33-jährige tunesische Blogger und Netzaktivist wurde während der Protesten verhaftet und nach dem Sturz Ben Ali´s anschließend als Staatssekretär für Sport und Jugend in die Übergangsregierung berufen: Tunisia: Slim Amamou Speaks About Tunisia, Egypt and the Arab World.

Some say the Internet was a catalyst, others contend it has played only a marginal role in the uprising. Do you think, had the events of Sidi Bouzid or Cairo happened, say, in the 80s, when the Internet was not available yet, it would have achieved the tremendous rallying we’ve witnessed?

You don’t have to go back to the 80s. In 2008, there were uprisings in Redeyef, similar to what happened in Sidibouzid. But back then it seems that the internet community did not reach a critical mass. And then at that time, Facebook got censored for a week or two. I don’t remember if it was related. But it was like a training for this revolution. People think that this revolution happened out of nowhere but we, on the Internet have been trying for years, together and all over the Arab world. The last campaign that mobilised people was for Khaled Said in Egypt, and we Tunisians participated. And you have to remember that Egyptians (and people all over the world) participated in the Tunisian revolution: they informed, they participated in Anonymous attacks and they even were the first to demonstrate for Sidibouzid in Cairo.

So, yes Internet was very important.

January 28 2011

Proteste: Ägypten vom Netz abgeschnitten?

Während der Proteste in Ägypten scheint deren Regierung nun zu den härtesten Schritten zu greifen: Ägypten scheint vom Netz abgeschnitten. Zumindest twitterte das gerade der IT-Security-Experte Jacob Applebaum, der in den vergangenen Tagen die Proteste und die Zensurbemühungen der ägyptischen Regierung verfolgt hat und eigene Recherchen durch Zugriffe auf ägyptische Rechner durchgeführt hat:

t sure looks like nearly all of Egypt is offline – only their SS7 network seems to be working. #jan25 #egypt

Die beste Berichtersttaung über die Proteste bietet globalvoicesonline.org, die derzeit ihr großes Netzwerk an Bürgerreportern im Nahen Osten ausspielen und fast live von den Protesten berichten. Das ist sehr eindrucksvoll, vor allem schaffen sie es, die Sprachbarieren durch Übersetzungen in die englische Sprache zu durchbrechen. Amira Al Hussaini, die im vergangenen Jahr auf der re:publica zu Gast war, macht einen sehr guten Job dabei.

Eine gute Zusammenfassung bietet auch Jillian C. York, die auf der kommenden re:publica zu Gast sein wird: How are protestors in Egypt using social media?

Danny O´Brien vom Comittee to protect Journalist berichtet, dass auch fast die gesamte Komunikation inklusive SMS ausgeschaltet wurde.

Around 2236 UCT, we lost all Internet connectivity with our contacts in
Egypt, and I’m hearing reports of (in declining order of confirmability):
1) Internet connectivity loss on major (broadband) ISPs
2) No SMS
4) Intermittent connectivity with smaller (dialup?) ISPs
5) No mobile service in major cities If anyone can provide more details as to what they’re seeing, the extent,

Es gibt Gerüchte, wonach dieses AP-Video von der Tötung eines Demonstranten der Auslöser des Shut-Downs waren.

Weitere Infos scheint auch das Blog arabist.net zu bieten, aber die Quelle kann ich gerade nicht einschätzen. Hier ist eine AP-Story zum Shut-Down.

Auch wenn das Netz offline bleibt: Spannend dürfte spätestens der Freitag Abend werden, wenn ganz Ägypten in Folge der Freitags-Gebete von den Protesten durch klassische offline Mundpropaganda erfahren hat.

Update: 1:37 Uhr: Netz scheint gerade wieder (zumindest temporär in der Nacht) neu gebootet zu werden.

Weitere Links und Ereignisse könnt Ihr gerne in den Kommentare posten. Ich gehe jetzt erstmal schlafen.

January 04 2011

Anonymous-Video: Operation Bling

Es gibt ein neues Anonymous-Video, was ganz interessant ist: Operation Bling. Stargast ist Hillary Clinton, die rund die Hälfte des fünf Minuten langen Videos mit ihrer Rede über Internetfreiheit aus dem vergangenen Jahr zitiert wird. Dazu gibt es etwas Revolutions-Attitüde und die Aufforderung, auf Geldscheine “You are anonymous” zu schreiben (Das scheint dann wohl die Operation Bling zu sein). Warum man das machen soll, wird aber nicht verraten. Trotzdem vor allem wegen der Clinton-Zitate nett gemacht.

December 16 2010

Zapp: Anonyme Massenblockade im Netz

NDR-Zapp hat gestern über “Anonyme Massenblockade im Netz” berichtet:

Schlagzeilen, egal zu welcher Stunde, macht er: Julian Assange. Seit der Chef von Wikileaks hunderttausende Geheimdokumente enthüllt hat, spaltet er die Welt in Freund und Feind. Die Freunde von Wikileaks tummeln sich vor allem im Internet. Dort ist eine gewaltige Solidaritätsbewegung entstanden. ZAPP über die Fans von Wikileaks und ihre Form des Protests.

Für den Beitrag bin ich zu meiner Meinung über DDos-Attacken als Protestform befragt worden und das Interview gibt inklusive Krächz-Stimme in voller Länge ebenfalls online:

December 11 2010

Anonymous vs Scientology aus anthropologischer Sicht

Als Hintergrund zur aktuellen Anonymous-Debatte gibt es diesen interessanten Vortrag der Hacker-Anthropologin Gabriella Coleman von der New York University: “Old and New Net Wars Over Free Speech and Secrecy or How to Understand the Lulz Battle Against the Church of Scientology”. Der Vortrag liegt in vier Teilen auf Vimeo, dort kann man sich die einzelnen Teile auch herunterladen.

anon1 from Gabriella Coleman on Vimeo.


anon2 from Gabriella Coleman on Vimeo.

anon3 from Gabriella Coleman on Vimeo.

anon4 from Gabriella Coleman on Vimeo.

Reposted bymondkroeteharadaywandiduonlumo

August 07 2010

Video: Anti Anti Piracy – Message to Peter Mandelson

Dieses schöne Video aus Grossbritanien zeigt, wie man sich auch mit etwas musikalischem Talent in die netzpolitische Debatte einmischen kann. Dan Bull hat in einem Song den ehemaligen britischen Wirtschaftsminister Peter Mandelson einen offenen Brief geschrieben. Thema des Songs sind Internetsperrungen bei Urheberrechtsverletzungen, die Mandelson umgesetzt hat: Dan Bull – Dear Mandy [an open letter to Lord Mandelson] .

Kann man nachmachen, wenn man kreativ und musikalisch ist. Die MP3 dazu findet man hier.

Reposted bymondkroete mondkroete

July 28 2010

Viral Video Award 2010

Wir sind Medienpartner für den “Viral Video Award 2010″, bzw. genauer für die Kategorie “Beste politische Viral”. Dort gibts in diesem Jahr 1000 Euro für das beste politische Video zu gewinnen. Videos kann man bis zum 11. September einreichen und/oder vorschlagen. Dafür gibt es ein Formular.

Die Filme des Wettbewerbs werden im Rahmen des 26. internationalen Kurzfilmfestivals Berlin – 16. bis 21. November 2010 – auch auf Leinwand gezeigt. Die Preisverleihung findet während des Festivals statt.

Im vergangenen Jahr gewann “Du bist Terrorist” den Publikumspreis bei den VViral Video Awards 2009.

Reposted bymondkroete mondkroete
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl