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February 19 2014

September 12 2013

Aufklärungsdrohnen der Bundeswehr werden im Kriegsgebiet von EADS gestartet und gelandet – Regierung nennt das “automatisch”

Dass im März 2010 eine Drohne des Typs “Heron” nach der Landung in eine Transportmaschine der Bundeswehr krachte ist, wurde ja bereits mehrfach berichtet. Das unbemannte Flugzeug setzte sich nach dem Stillstand plötzlich wieder in Bewegung und machte sich daran, zwei Soldaten zu überrollen. Auf Youtube ist ein Video der BILD-Zeitung befreit worden (die Zeitung veröffentlichte hierzu weitere Bilder von dem Crash):

Der Unfall ereignete sich in Mazar-i-Sharif in Afghanistan, wo die Bundeswehr drei “Heron” zur Aufklärung nutzt. Die Systeme liefern Echtzeitvideos an Bodenstationen, seit 2010 verfügen sie über eine Vorläufige Verkehrszulassung des Militärs.

Die Drohnen werden vom israelischen Hersteller Israel Aeronautics Industries gefertigt. Vertragsnehmer gegenüber dem Militär ist aber der Rüstungskonzern EADS, das Ganze nennt sich “Betreibermodell auf Leasingbasis”. Für Wartungsarbeiten ist stets ein “Instandsetzungsteam” EADS vor Ort. Im Juli meldete eine Presseerklärung vom EADS-Ableger Cassisidan, die “Heron” habe inzwischen 15.000 Flugstunden (mehr als 1.300 Flüge) absolviert. Pro Flugstunde kostet die “Heron” (ohne Steuer) 8.675 Euro.

Die Bundesregierung hatte erklärt, die Drohnen der Luftwaffe würden “automatisch von einem Flugplatz mit Start- und Landebahn” in die Luft steigen. Erst nach zweimaligen Lesen stolperte ich aber in der EADS-Pressemitteilung über den Hinweis, dass die Drohnen in Afghanistan gar nicht von der Bundeswehr gestartet und gelandet werden – den Job übernimmt die Firma selbst:

Der Vertrag beinhaltet auch, dass die Starts und Landungen in Mazar-e-Sharif von Cassidian-”Piloten” gesteuert werden und das Flugzeug dann in der Luft an das Bundeswehrpersonal übergeben wird. Die Bundeswehr kann sich somit voll auf die Erfüllung ihrer Mission konzentrieren und wird personell nicht durch unterstützende Aufgaben (Start, Landung, Wartung, Instandsetzung) belastet.

Die EADS-Techniker in Afghanistan kommen von Cassidian Airborne Solutions mit Sitz in Bremen. Im Frühjahr hatte in Bremen ein angeblicher Agent des pakistanischen Geheimdienstes versucht, Kenntnisse zur Steuerung von “Heron”-Drohnen abzugreifen. Die Affäre wird aber beschwiegen. Medien hatten berichtet, die Spionage habe sich in Räumen des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt (DLR) ereignet. Das DLR ist selbst in Forschungsvorhaben zur teil-autonomen Steuerung der “Heron” eingebunden.

Womöglich geht der Crash also auf das Konto von EADS – oder bei der “Übergabe” an die Bundeswehr ging etwas schief. Ein ähnliches Problem ergab sich auch bei der Überführung der Spionagedrohne “Euro Hawk” aus den USA. Der an die Bundeswehr gelieferte Prototyp geriet kurz außer Kontrolle, als die Steuerung von US-Bediensteten an deutsche Militärs übergeben werden sollte. Offensichtlich war die Satellitenverbindung für mehrere Minuten unterbrochen, die Drohne kam vom Kurs ab und verlor an Höhe.

Eine weitere “Heron” stürzte ebenfalls in Afghanistan ab und wurde danach sicherheitshalber aus der Ferne zerstört. Insgesamt werden die Kosten für beide Crashs mit rund 9,3 Millionen Euro angegeben.

Bei anderen Drohnen haben Luftwaffe und Bodentruppen die ulkige Kategorie “systemkonforme Landung” eingeführt: Gemeint ist, wenn die Drohne außer Kontrolle gerät und abstürzt, aber der Fall beispielsweise mit einem Fallschirm gebremst werden kann. Trotzdem verzeichnet das Gerät aber einen wirtschaftlichen Totalschaden und muss ersetzt werden.

Die berühmteste “systemkonforme Landung” ereignete sich ebenfalls in Afghanistan, als eine LUNA-Drohne beinahe eine Verkehrsmaschine rammte und anschließend das Dach einer Lagerhalle durchschlug:

Im Rahmen des Untersuchungsausschusses zum “Euro Hawk” hatten PolitikerInnen aller Parteien die Intransparenz des Verteidigungsministers hinsichtlich seiner Drohnenpolitik kritisiert. Schließlich wurde von manchen auch für de Maizière die “systemkonforme Landung” gefordert.

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August 16 2013

PRISM in Afghanistan: Verteidigungsministerium lehnt Informationsanfrage ab, weil diese die Bundeswehr gefährdet

prism-isafDas Bundesverteidigungsministerium weigert sich, unsere Informationsfreiheitsanfrage zum PRISM-Programm der NATO in Afghanistan zu beantworten. Die angefragten Dokumente sind als geheim eingestuft, was auch nicht geändert wird. Eine Beantwortung unserer Fragen würde demnach die Sicherheit der Bundeswehr in Afghanistan gefährden.

Vor vier Wochen haben wir über die zwei PRISM-Programme berichtet und wie diese funktionieren und zusammenhängen. Die zugrunde liegenden Dokumente haben wir natürlich gleich per Informationsfreiheitsgesetz angefordert: das von der BILD zitierte Nato-Dokument über PRISM und den von Spiegel Online zitierten Sachstandsbericht von Staatssekretär Rüdiger Wolf über PRISM. Jetzt kamen die Antworten: Unsere Anfragen werden abgelehnt, weil die Dokumente geheim sind.

Das Nato-Dokument ist mit der Geheimhaltungsstufe “NATO Confidential” versehen und der Sachstandsbericht mit “Nur für den Dienstgebrauch”:

Anlässlich Ihres Antrages hat eine Prüfung mit dem Ergebnis stattgefunden, dass die Gründe für die Einstufung fortbestehen. Die Dokumente beinhalten geheimhaltungsbedürftige Tatsachen oder Erkenntnisse, die im öffentlichen Interesse schutzbedürftig sind. Es handelt sich um Informationen, deren Bekanntwerden nachteilige Auswirkungen auf militärische und sonstige sicherheitsempfindliche Belange der Bundeswehr oder multinationaler Partner bei der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) haben kann. Bei einer Offenlegung bestünde die Gefahr, dass Rückschlüsse auf interne Verfahrensabläufe zur Informationsgewinnung im ISAF-Einsatz gezogen werden könnten und somit indirekt der Erfolg der Operationsführung ISAF gefährdet ist. Letztlich wären nachteilige Auswirkungen für sicherheitsempfindliche Belange der Bundesrepublik Deutschland durch Offenlegung nicht auszuschließen.

Unsere IFG-Anfrage würde also die Sicherheit der Bundeswehr in Afghanistan gefährden. Danke für die versprochene Aufklärung.

Lustig ist auch der Absatz, dass eine Antwort per E-Mail an FragDenStaat.de nicht erlaubt ist:

Ihr in das Post Scriptum Ihrer E-Mail automatisiert eingefügte Wunsch, die Entscheidung über ihren Antrag mit der Antwortfunktion über die Website „Frag den Staat” zu übermitteln, kann nicht erfüllt werden, da mir gemäß § 41 Abs. 1 Satz 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) die Bekanntgabe meiner Entscheidung an Sie vorgeschrieben ist, und ich sie an Stelle dessen nach § 41 Abs. 3 Satz 1 VwVfG nur dann öffentlich bekannt machen dürfte, wenn dies durch eine Rechtsvorschrift zugelassen wäre; dies ist beim IFG nicht der Fall.

Wir haben die Antworten natürlich trotzdem in das Portal eingeflegt.

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Reposted bykrekk krekk

July 24 2012

Afghanistan-Kriegstagebuch: Wie aus großen Datensätzen die Zukunft vorhergesagt werden soll

Afghan map at different times with intensity colorsAus großen Datensätzen lassen sich mitunter Prognosen für die Zukunft ableiten. Ein Forscherteam hat jetzt aus den von WikiLeaks veröffentlichten Afghanistan-Kriegstagebüchern berechnet, wo und wie stark kriegerische Auseinandersetzungen in den Jahren nach den Daten auftreten würden. Im Vergleich mit den tatsächlichen Entwicklungen waren die Vorhersagen erstaunlich korrekt.

Während WikiLeaks derzeit eher mit boulevardesken Meldungen Schlagzeilen macht, werden erste wissenschaftliche Untersuchungen aus den veröffentlichten Datensätzen bekannt. Jetzt wurde die Dissertation Point process modelling of the Afghan War Diary veröffentlicht, in der Andrew Zammit-Mangion zusammen mit einem kleinen Team die Afghan War Diary analysiert hat. Aus dem Abstract:

Unsere Ergebnisse zeigen, dass unser Ansatz ermöglicht, tiefere Einsichten in die Dynamik von Konflikten zu erhalten und eine erstaunlich genaue Vorhersage von bewaffneten Kämpfen im Jahr 2010 zu treffen, ausschließlich auf der Basis von Daten aus früheren Jahren.


Das Paper besteht zu einem Großteil aus statistischen Konzepten und Formeln. Erst im letzten Kapitel wenden sie ihre statistischen Herleitungen auf die 77.000 veröffentlichten Berichte an. Dazu nahmen sie vor allem die präzisen Zeit- und Ortsangaben jedes Berichts. Aus diesem Datensatz prognostizierten sie, wie stark die Kämpfe in den einzelnen Regionen Afghanistans in 2010 sein würden. Auf GitHub gibt’s den verwendeten Code.

Die Ergebnisse der Forscher kamen der Wirklichkeit erstaunlich nahe, wie Jon Bardin in der Los Angeles Times zusammenfasst. Das Modell wurde nicht einmal durch die Entsendung von weiteren 30.000 amerikanischen Soldaten durch Obama beeinflusst. Und es war auch in relativ ruhigen Regionen wie dem Norden erstaunlich genau.

Das ist nicht die erste Prognose der Zukunft aus großen Datensätzen der Vergangenheit oder Gegenwart. Bereits vor zwei Jahren haben Forscher von HP Labs aus öffentlichen Tweets den Umsatz von Filmen an der Kinokasse berechnet. Ebenfalls 2010 investierten Google und die CIA in das Startup Recorded Future, dass aus Webseiten, Blogs und Tweets Prognosen abgeben will. Und gleich mehrere Forschungsteams wollen aus Twitter Prognosen für Börsenkurse errechnen.

Noch immer nicht alle Dokumente veröffentlicht

Neben Twitter bieten auch die von WikiLeaks veröffentlichten Daten noch viel Raum für spannende Forschung. Leider sind noch immer 15.000 Berichte der Afghan War Diaries nicht veröffentlicht. Damals hieß es, diese werden auch öffentlich, wenn man Hinweise auf Quellen entfernt hätte. Das ist bis heute nicht geschehen. Die Domain wardiary.wikileaks.org geht gar nicht mehr.

In einem Feature von WDR und DLF geht Marc Thörner diesen Berichten nach. Auch er bekam damals den vollständigen Datensatz von WikiLeaks, um sie für Tagesspiegel und WDR aufzuarbeiten. Durch seine Erfahrungen vor Ort in Afghanistan verfasste er eine Analyse mit tiefgehender politischer Einordnung des Konflikts. Doch kurz vor der koordinierten Veröffentlichung flog der Tagesspiegel aus dem Team der veröffentlichenden Medien heraus. Seine einen Tag später veröffentlichte Analyse fand kaum Beachtung.

Ein Uni-Forschungsseminar in Frankfurt bestätigt seinen Unmut:

Die Studentinnen Franziska Kreische und Katharina Ochsendorf werten zunächst die Medienberichte vom 26. und 27. Juli 2010 aus. Dabei stellen sie fest: Eine politisch gewichtete Analyse findet sich allein im Tagesspiegel vom 27.7.2010. Nur hier hätten sie Informationen über die Doppelspiele afghanischer Politiker und Parteien gefunden, Hintergründe über den Putschversuch gegen Karzai und die ethnisch motivierten Auseinandersetzungen.

Doch als sie die entsprechenden Passagen bei WikiLeaks in der Online-Veröffentlichung suchen, stellen sie fest: Gerade dieser politisch brisante Teil der Afghan Warlogs ist im Netz nicht zu finden.

Daniel Domscheit-Berg sagte Marc Thörner, dass die angekündigte Aufarbeitung und Veröffentlichung der Threat Reports wichtig gewesen wäre. Aber statt dessen hat sich WikiLeaks gleich dem “Hype um die nächste Publikation, den Irak-Dokumenten” zugewendet.

Hier gibt’s die MP3.

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July 26 2010

Wikileaks dokumentiert Afghanistan-Krieg

Wenn der Erscheinungstermin des Print-Spiegel von Samstag Abend im Netz auf Sonntag Abend verlegt wird, Sonntags in Berlin keine Ausgaben am Kiosk zu kaufen sind und bei Spiegel-Online kein Titelbild abgebildet ist, heißt das entweder, dass man in Hamburg eine Einstweilige Verfügung erhalten hat oder eine Exklusivstory vorbereitet. In diesem Fall ist es eigentlich die Exklusivstory von Wikileaks, die heute über 90.000 Berichte über den Afghanistan-Krieg auf wardiary.wikileaks.org veröffentlicht haben. Im Vorfeld hat Wikileaks das Material den drei großen Medien-Marken Spiegel, New York Times und Guardian zukommen lassen, die jeweils das Material verifiziert haben und heute Nacht parallel mit der Story online gegangen sind.

Für Wikileaks ist es ein großer Scoop und ich mag mich irren, aber es erscheint schon einzigartig, wenn gleich drei große Medien-Marken in drei verschiedenen Ländern gemeinsam eine Exklusivstory bearbeiten, die vielleicht ohne Wikileaks nicht möglich gewesen wäre.

Die Umsetzung der Story im Netz ist sehr verschieden. Der Spiegel konzentriert sich im Moment noch eher auf seine Print-Ausgabe und hat nur einen kurzen Überblick über verschiedene Aspekte in seiner Online-Ausgabe als Teaser veröffentlicht: Enthüllung brisanter Kriegsdokumente – Die Afghanistan-Protokolle. Der Guardian spielt seine Kompetenz im Datenjournalismus aus, visualisiert viele Ereignisse in Afghanistan auf Karten und veröffentlicht die Rohdaten als Opendata. Dazu gibt es natürlich noch die Story: Afghanistan war logs: Massive leak of secret files exposes truth of occupation. Und die New York Times hat online ein “Interactive-Feature” draus gemacht: The war logs – An archive of classified military documents offers an unvarnished view of the war in Afghanistan.

Hier ist ein Auszug aus der Pressemitteilung von Wikileaks: WikiLeaks today released over 75,000 secret US military reports covering the war in Afghanistan.

The Afghan War Diary an extraordinary secret compendium of over 91,000 reports covering the war in Afghanistan from 2004 to 2010. The reports describe the majority of lethal military actions involving the United States military. They include the number of persons internally stated to be killed, wounded, or detained during each action, together with the precise geographical location of each event, and the military units involved and major weapon systems used. The Afghan War Diary is the most significant archive about the reality of war to have ever been released during the course of a war. The deaths of tens of thousands is normally only a statistic but the archive reveals the locations and the key events behind each most of these deaths. We hope its release will lead to a comprehensive understanding of the war in Afghanistan and provide the raw ingredients necessary to change its course.

Hut ab, coole Aktion von Wikileaks mit ganz schön viel Medienpower dahinter.

Update: Der Guardian erklärt in einem Video, wie man die bei Wikileaks veröffentlichten Dokumente lesen kann.

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June 28 2010

Netzzensur nun auch in Afghanistan

Auch Afghanistan hat nun eine Netzzensur-Infrastruktur errichtet, um missliebige Inhalte zu blockieren. Dazu gehören Plattformen wie Facebook, Youtube, Twitter und GMail. Und eine Reihe von Webseiten, die Alkohol, Dating, Glücksspiele und Pornographie zum Inhalt haben. Die EFF berichtet darüber: Another Bad Week for Free Expression on the Internet.

Die OpenNet Initiative hat ihren Länderreport zu Afghanistan überarbeitet: Afghanistan begins Internet filtering with Gmail, Facebook.

Dort wird auch ein Zitat eines afghanischen Pressevertreters verlinkt, der etwas unglücklich darüber ist:

But now the government says that there are some websites which are “immoral” and against the traditions of the Afghan people so they are planning to not only block those websites that glorify violence, but they are also trying or planning to block those websites which the Taliban didn’t like…. [The Afghan press corps] are unhappy about this. They say that if these restrictions are imposed, it would mean that the government would be able to block any website they don’t like, or block those websites which are critical of the government. So there is this concern in the journalist community in Afghanistan.

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March 26 2010

PR-Empfehlungen der CIA für Afghanistan-Einsatz

Bei Wikileaks finden sich PR-Handlungsempfehlungen der CIA, wie man der deutschen und französischen Bevölkerung das militärische Engagement in Afghanistan verkaufen kann: CIA report into shoring up Afghan war support in Western Europe, 11 Mar 2010. (PDF)

Ein Ausschnitt:

Germans Worried About Price And Principle Of ISAF Mission. German opponents of ISAF worry that a war in Afghanistan is a waste of resources, not a German problem, and objectionable in principle, judging from an INR poll in the fall of 2009. Some German opposition to ISAF might be muted by proof of progress on the ground, warnings about the potential consequences for Germany of a defeat, and reassurances that Germany is a valued partner in a necessary NATO-led mission.

• Underscoring the contradiction between German pessimism about ISAF and Afghan optimism about the mission’s progress could challenge skeptics’ assertions that the mission is a waste of resources. The same ABC/BBC/ADR poll revealed that 70 percent of Afghans thought their country was heading in the right direction and would improve in 2010, while a 2009 GMF poll showed that about the same proportion of German respondents were pessimistic about ever stabilizing Afghanistan.
• Messages that dramatize the consequences of a NATO defeat for specific German interests could counter the widely held perception that Afghanistan is not Germany’s problem. For example, messages that illustrate how a defeat in Afghanistan could heighten Germany’s exposure to terrorism, opium, and refugees might help to make the war more salient to skeptics.
• Emphasis on the mission’s multilateral and humanitarian aspects could help ease Germans’ concerns about waging any kind of war while appealing to their desire to support multilateral efforts. Despite their allergy to armed conflict, Germans were willing to break precedent and use force in the Balkans in the 1990s to show commitment to their NATO allies. German respondents cited helping their allies as one of the most compelling reasons for supporting ISAF, according to an INR poll in the fall of 2009. (C//NF)

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