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March 27 2012

“A schene Leich” für die Privatsphäre in Österreich

Am 1. April 2012 tritt in Österreich die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Dies ist leider kein schlechter Aprilscherz, sondern die Umsetzung der dazugehörigen EU Richtlinie. Die Vorratsdatenspeicherung wurde in Österreich im April 2011 beschlossen, nach dem die EU Kommission Österreich – ähnlich wie aktuell auch Deutschland – Strafzahlungen angedroht hatte. Für den Tag davor, den 31. März, rufen mehrere netzpolitische Organisationen zu einem “Farwell Privacy” Trauermarsch auf.

Nach den letzten beiden sehr erfolgreichen ACTA Demonstrationen hoffen die Veranstalter diesmal auch wieder auf große Beteiligung. In ganz Österreich gingen am 11. und 25. Februar jeweils 10.000, hauptsächlich junge Menschen auf die Strasse. Dabei ist auch dieses Video entstanden:

 

Trauermärsche in Wien, Innsbruck, Linz und Salzburg sind geplant. Um dem Anlass entsprechende Kleidung wird gebeten. Nähere Informationen zu den Protesten finden sich auf gegenvds.at.

Parallel dazu stellt Anonymous Österreich auch den für die Vorratsdatenspeicherung verantwortlichen Politikerinnen und Politikern die Rute ins Fenster. Die Online-Aktivisten versprechen: “Zeitgleich mit dem Start der Vorratsdatenspeicherung am 1.4.2012 wird es diesbezüglich zu einer Reihe von Veröffentlichungen kommen, die Österreich erschüttern werden!” Die Dokumente sollen im Bezug zu dem derzeit in Österreich laufenden Korruptions-Untersuchungsausschuss stehen.

Zudem behauptet Anonymous Österreich, auch im Besitz von Originaldokumenten aus Überwachungseinsätzen des BVT(Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) gegen regierungskritische Journalisten zu sein, die sie ebenfalls veröffentlichen wollen. Die Gruppe ließ schon in der Vergangenheit mit der Veröffentlichung von brisanten Daten aufhorchen.

January 26 2012

DDos-Attacken auf das EU-Parlament wegen #ACTA

In Folge der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens durch die EU und 22 Mitgliedsstaaten ist es heute wohl zu lose koordinierte DDos-Attacken gegen EU-Institutionen und das EU-Parlament gekommen. Uns wurde eine Mail der IT-Abteilung aus dem EU-Parlament weitergeleitet, die wohl an alle EU-Abgeordnetenbüros ging.

Der Zugang zum Internet und zur Europarl Webseite war heute morgen gestört. Nach unseren Informationen waren externe Attacken, durchgeführt von der “Anonymous Hacker” Gruppe, im Zusammenhang mit der Schließung der “Megaupload” Seite und der heutigen Unterzeichnung des ACTA Vertrags in Brüssel (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), die Ursache. Internationale Organisationen, darunter andere Europäische Institutionen waren Ziel dieser Attacken. Wir haben Maßnahmen eingeleitet, die die Auswirkungen dieser Attacken reduziert haben und die zuständigen technischen Teams überwachen derzeit die Situation. Wir werden Sie darüber informieren, sollte sich die Situation ändern. Wir tun alles nötige, um die Unannehmilchkeiten zu begrenzen und wir danken Ihnen im Voraus für Ihr Verständnis.

Einerseits kann ich die Wut über die Unterzeichnung und den ganzen intransparenten ACTA-Prozess nachvollziehen, andererseits sind DDos-Attacken gegen das EU-Parlament mehr als kontraproduktiv, während zahlreiche ACTA-Gegner versuchen, dort Mehrheiten gegen das Abkommen zu organisieren. Zumal das EU-Parlament im Moment gar nicht zugestimmt hat, das passiert je nach Interpretation und Diskussionslänge wahlweise im Juni oder September. Man sollte auch bedenken: Das EU-Parlament ist unsere letzte Chance, die Auswirkungen des ACTA-Abkommens noch zu verhindern. Abgeordnete anrufen und anschreiben bietet effektivere und nachhaltigere DDos-Möglichkeiten, wenn man schon bei dem Aktions-Mittel bleiben will. Ansonsten kann man immer noch auf die Straße gehen, wie es tausende in Polen machen, aber niemand in Deutschland.

Reposted byphr33kurfin02mydafsoup-01krekk

January 24 2012

Proteste gegen ACTA in Polen und Österreich (Update)

Nachdem Polen und Österreich angekündigt hatten, das umstrittene ACTA-Abkommen noch diese Wochen (Polen) bzw. innerhalb der nächsten zwei Wochen (Österreich) zu unterzeichnen, kam es in beiden Ländern zu DDos-Attacken auf Regierungswebsites. So waren am Sonntag die Seiten der polnischen Regierung und des Präsidenten Donald Tusk nicht zu erreichen. Auch das österreichische Justiz-, Wirtschafts- und Innenministerium wurden Ziele des von der losen Anonymous-Gruppe angekündigten Angriffs.

Besonders in Polen lösten die Attacken ein breites Medienecho aus. Bedingt durch ein erhöhtes Medieninteresse wegen der Anti-SOPA-PIPA-Proteste der letzten Woche berichteten Zeitungen, Radio- und Fernsehsender sowohl über die Vorfälle als auch die Konsequenzen von ACTA. Mehrere Homepages schwärzten in Anlehnung an den Wikipedia-Blackout-Day ihre Seiten. Diese Publicity ist den Initiatoren der Anti-Piraterie-Initiative wahrscheinlich gar nicht recht, haben sie sie doch lange tunlichst geheim gehalten. Präsident Donald Tusk kündigte inzwischen an, über eine Verschiebung des Beitritts zu beraten.

Auch in Österreich wird die Debatte über ACTA lauter: Der Justizsprecher der österreichischen Grünen fordert einen Nicht-Einstieg in ACTA.

Update: Hier gibt es Bilder von Protesten in Polen. Da gehen ganz schön viele Menschen gegen ACTA auf die Straße.

January 16 2012

Anonymous: Our Weirdness Is Free

Gabriella Coleman hat für das Magazin Tripplecanopy ein Essay über Anonymous geschrieben: Our Weirdness Is Free. (Der Trick auf der Seite besteht darin, dass man nach rechts und nicht nach unten scrollen muss).

The logic of Anonymous—online army, agent of chaos, and seeker of justice.

Mehr Hintergrund bietet der Netzpolitik-Podcast 111 mit Gabriella Coleman über Anonymous.

Reposted bymondkroete mondkroete

January 11 2012

2011: The Year Anonymous Took On Cops, Dictators and Existential Dread

Das Wired-Blog Threatleven berichtet im dritten Teil ihrer Anonymous-Serie über “2011: The Year Anonymous Took On Cops, Dictators and Existential Dread“. Dabei geht es um die politischeren Aktionen des vergangenen Jahres mit Operationen im arabischen Raum, im Rahmen der Occupy-Proteste sowie Lulzsec & Co.

Dazu passt auch der Artikel “Beyond ‘Blowin’ in the Wind’: The Music of Occupy Wall Street“, ebenfalls bei Threatlevel.

January 07 2012

Constanze Kurz über Anonymus und Stratfor-Hack

Constanze Kurz hat auf dem 28C3 in Berlin über Anonymous und den Stratfor-Hack gesprochen und das in einem Creative Commons T-Shirt.

Reposted byeat-slow02mydafsoup-01

December 02 2011

Anonymous – Die neue Macht im Netz

Das NDR Kulturjournal hat über “Anonymous – Die neue Macht im Netz” berichtet und u.a. mich dazu interviewt. Das Video gibts auf Youtube zu sehen:

Sie sind viele, sie operieren weltweit, und sie haben Macht. Sie blockieren die Internetseiten von Kreditkartenunternehmen. Sie protestieren gegen Scientology und unterstützen den Arabischen Freiheitskampf. Sie nennen sich Anonymous. Sie sind Hacker und ihr Lebensraum ist das Internet. Anonymous – Wer und was steckt dahinter?

September 15 2011

FBI: Psychologische Profile der Anonymous-”Führung” (Update)

Update: Cryptome hat die Dokumente widerrufen und als “gut gemachte, aber bei genauem Blick nicht überzeugende Fälschung” bezeichnet. Es ist nicht alles echt, was leakt…

Auf Cryptome.org tauchten heute vom FBI verfasste psychologische Profile der “Führung” von Anonymous auf.

Beim Profiling (dt. Fallanalyse) versucht man, aus dem vorhandenen Wissen über einen unbekannten Täter Informationen über dessen Persönlichkeit abzuleiten und zum Beispiel den Personenkreis einzugrenzen, aus dem der Gesuchte stammt. Die wohl bekanntesten (und unrealistischsten) fiktiven Beispiele für Fallanalytiker sind wohl Hannibal Lecter und Clarice Starling.

Die Wirklichkeit sieht ein bisschen anders aus, wird aber ganz gut im Nebel gehalten, weil man den “Bösen” keine Einsichten in die eigene Arbeitsweise geben möchte. Im Fall von Anonymous haben sich die FBI-Profiler hauptsächlich auf Äußerungen im Anonymous-IRC-Chat gestützt. Der Bericht beginnt mit einem Wikipedia-Ausschnitt über Anonymous, um dann ganze 6 Anonymous-”Führer” auf 3 Seiten abzuhandeln.

Über das Mitglied Sabu gibt es dann so tiefgreifende Erkenntnisse wie “schreibt gut Englisch, scheint also englisch zu sein” und “ist bei LulzSec, hat also Ahnung von Computersicherheit. Es ist wahrscheinlich, dass er in diesem Feld arbeitet.” und – sehr überraschend – er glaubt nicht an moralische Grundsätze und zeigt nihilistische Tendenzen.

Bei Kayla, einem Mitglied, das sich als weiblich ausgibt, legen die Analytiker dann einen drauf: Die Person betreibt ein Botnetz, also ist sie ein Mann. Dass sie sich als Frau ausgibt, ist nicht etwa ein harmloser Fnord, nein, sie hat Probleme mit ihrem Geschlecht, ist womöglich bisexuell und wahrscheinlich als Kind misshandelt worden. Und Drogen nimmt sie wohl auch.

Weil Kayla recht schnell wütend wird, empfehlen die Profiler, sie möglichst oft zu reizen – in der Hoffnung, dass sie ausrastet und Fehler macht. Generell wird empfohlen, dass sich verdeckte Ermittler in die Anonymous-IRCs begeben, und versuchen sollen, die Menschen gegeneinander aufzubringen und Misstrauen zu säen. Die Beziehungen untereinander werden als der größte Schwachpunkt Anonymous’ angesehen. Dass man dort jetzt ansetzen muss steht für die Profiler außer Frage: “Ihre zunehmenden Angriffe auf Infrastruktur werden schlussendlich ernsthafte Folgen haben, die sogar zu Todesfällen führen können.”

Wie ich schon andeutete wird die operative Fallanalyse nicht so öffentlich diskutiert, wie andere psychologische und forensische Disziplinen. Ihr mutet deshalb ein bisschen die Aura des Geheimnisvollen an. Was lehrt und lernt das FBI in Quantico? Können sie wirklich aus winzigen Details des Tathergangs sicher auf den Täter schließen? Kennen sie Geheimnisse der Psychologie, von denen wir gar nichts wissen?

Nach der Lektüre dieses insgesamt 8-seitigen Berichts bin ich in der Hinsicht größtenteils beruhigt. Es ist Küchenpsychologie par excellence.

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August 22 2011

NPP111: Gabriella Coleman über Anonymous

Der Netzpolitik-Podcast Folge 111 ist ein rund 40 Minuten langes Gespräch mit der US-Anthropologin Gabriella Coleman, die sich auf die Erforschung von Hacker-Communities spezialisiert hat. In diesem Podcast sprechen wir über das Phänomen Anonymous mit seinen vielfältigen Ausprägungen und darüber, inwiefern sich damit eine neue Form von politischem Aktivismus entwickelt. Wer sich für das Thema interessiert, sollte ihrem Twitter-Account folgen. Den Podcast gibt es als OGG (36MB) und MP3 (56 MB). Die Sprache ist englisch.

Und hier ist ein Überblick der Themen, die wir ansprechen:

00:23 Vorstellung
02:40 Was ist/sind Anonymous?
– Ursprung
– Veränderung im Selbstverständnis
– Guy Fawkes Symbolik, Memes
07:18 Scientology vs Anonymous
– Tom Cruise Video
– politische Transformierung, Anonymous lernt Öffentlichkeitsarbeit
– Anstoss einer andauernden Protestbewegung
12:41 Anonymous 2008-2010
– MPAA DDos gegen Piratebay
– Operation Payback
– Wikileaks und Attacken auf Paypal und Co.
16:50 DDos Software Loic
– Festnahmen
18:50 Argumente für/gegen DDos als Protest
22:14 Rechtliche Perspektive: Botnet Attacken vs Loic DDos Attacken
24:00 Hacker Ethics und DDos
27:00 Die Strukturen innerhalb Anonymous
– Reputationssystem
– IRC als Medium
31:20 Popkultureller Einfluss auf Anonymous
– Anonymous PR-Neigung
32:40 Wie kommt es zur Entstehung von Lulzsec?
35:30 Luzsec Ende und weitere Gruppierung
37:14 Zukuntsperspektive: Was passiert mit Anonymous?

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July 26 2011

Anonymous im Radio

Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur haben am Samstag in ihren Digital-Sendungen über Anonymous & Co berichtet.

Deutschlandfunk: Wer Hacker in die Enge treibt… Was bringt die Aktivisten von Anonymous zu ihrem Handeln?

Die Bezeichnungen für die Mitglieder von Anonymous sind vielfältig. Sind sie Hacker im klassischen Sinne, Online-Aktivisten oder doch digitale Spaß-Guerilla? Computerjournalist Peter Welchering erläutert im Interview mit Manfred Kloiber, dass die Motivationen jener Anonymen aus sehr unterschiedlichen Richtungen rühren.

Hier ist die MP3.

Deutschlandfunk: Politischer Cyberangriff mit Folgen. Wer steckt hinter den Hackern der Anonymous-Gruppe?

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat in dieser Woche 16 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, im Dezember die Websites von Mastercard und Visa sowie Server des Online-Bezahlsystems Paypal angegriffen zu haben.

Hier ist die MP3.

Deutschlandradio Kultur: We have joy, we have fun, we have messed up Murdoch’s Sun.

Auch die “Anonymous” – Aktivisten bedienen sich in der Populärkultur. Deren “Guy Fawkes Maske” hat zwar eine historische Vorlage, bekannt wurde sich aber erst doch ein Comic und eine Kinoverfilmung – wo der Protagonist teilweise für ganz andere Werte steht als heute Anonymous. Über Popsymbolik und Hackerkultur sprachen wir im Anschluss mit Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de – seine Meinung: Der Angriff auf die Webseiten von Rupert Murdoch zeigt eine neue Dimension der Protest-Kultur im Internet.


Hier ist die MP3.

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July 13 2011

Anonymous: Der lange Schatten von WikiLeaks

Erich Moechel schreibt auf fm4 über “Anonymous: Der lange Schatten von WikiLeaks”.

Der Umgang von Politik und Justiz mit der WikiLeaks-Affäre hat eine ganze Generation junger Hacker weltweit politisiert. Julian Assange mag vorübergehend kaltgestellt sein – aber seine Erben machen weiter.

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March 21 2011

Interview mit einer Anonymiss

Spiegel-Online berichtet über Gerüchte, wonach der harte Kern von Anonymous enttarnt sein soll: Sabotage in der Hassmaschine. Ob daran was dran ist, wird die nächste Zeit zeigen, kann auch nur ein PR-Gag einer neu gegründeten Security-Firma sein:

Kein Gag ist das Interview von Oxblood Ruffin mit einer weiblichen Anonymous-Aktivistin auf BoingBoing: AnonyMiss, the yin to the Anonymous yang.

Oxblood: There is a strain of misogyny in Anonymous although my guess is that it comes mostly from younger participants. Does this bother you or is it something where you just hold your nose and look the other way.

Emma_A: Its always tricky trying to become accepted within a traditionally male dominated group. But having said that I haven’t experienced it personally although I’m aware of it. I believe that the more women become involved, the easier it will be to concentrate on what is important and what we want to highlight. I can honestly say I have had nothing but amazing help and support, not to mention kindness from every Anon I’ve been in contact with.

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Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

January 27 2011

England: Polizei verhaftet DDoS-Beteiligte

Die Metropolitan Police hat heute Morgen in England 5 Personen zwischen 16 und 25 Jahren verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, sich an den DDoS-Attacken auf Visa, MasterCard, und Paypal beteiligt zu haben, die als Reaktion auf deren Blockade von Zahlungen an Wikileaks stattfanden. Der Guardian zitiert Scotland Yard:

This investigation is being carried out in conjunction with international law enforcement agencies in Europe and the US.

Interessant, mit was für übertriebenen Kräften da ermittelt wurde.

Ich bin sehr gespannt, ob und wie Anonymous darauf reagieren wird. Dem Holländer, der bereits im vergangenen Jahr verhaftet wurde, kam ja wenig Unterstützung zuteil.

Reposted byreturn13krekk

January 04 2011

Anonymous-Video: Operation Bling

Es gibt ein neues Anonymous-Video, was ganz interessant ist: Operation Bling. Stargast ist Hillary Clinton, die rund die Hälfte des fünf Minuten langen Videos mit ihrer Rede über Internetfreiheit aus dem vergangenen Jahr zitiert wird. Dazu gibt es etwas Revolutions-Attitüde und die Aufforderung, auf Geldscheine “You are anonymous” zu schreiben (Das scheint dann wohl die Operation Bling zu sein). Warum man das machen soll, wird aber nicht verraten. Trotzdem vor allem wegen der Clinton-Zitate nett gemacht.

December 11 2010

Anonymous vs Scientology aus anthropologischer Sicht

Als Hintergrund zur aktuellen Anonymous-Debatte gibt es diesen interessanten Vortrag der Hacker-Anthropologin Gabriella Coleman von der New York University: “Old and New Net Wars Over Free Speech and Secrecy or How to Understand the Lulz Battle Against the Church of Scientology”. Der Vortrag liegt in vier Teilen auf Vimeo, dort kann man sich die einzelnen Teile auch herunterladen.

anon1 from Gabriella Coleman on Vimeo.


anon2 from Gabriella Coleman on Vimeo.

anon3 from Gabriella Coleman on Vimeo.

anon4 from Gabriella Coleman on Vimeo.

Reposted bymondkroeteharadaywandiduonlumo

December 10 2010

Operation Leakspin: Info- statt Cyberwar

Die Gruppierung Anonymous ändert nun offensichtlich ihre Strategie, will ihre kollektive Kraft zur Sichtung und Zusammenfassung von bisher zu wenig beachteten Leaks aufwenden, und diese verbreiten.

Aus der Bekanntmachung

Wir haben ihnen bestenfalls ein blaues Auge verpasst. Das Spiel hat sich geändert, und unsere Strategien müssen es auch tun. [ ... ]

Schaut euch die bisherigen Leaks an. Sucht die besten Leaks, die bisher am wenigsten Aufmerksamkeit hatten. Schreibt Zusammenfassungen davon, zusammen mit der vollständigen Quelle. Ermutigt die Leser, mehr darüber zu lesen. Macht 1- bis 2-Minuten-Videos für YouTube, in denen ihr die Leaks vorlest. Nutzt irreführende Tags, alles von “Tea Party” bis “Bieber” Veröffentlicht Ausschnitte der Leaks ÜBERALL: Nachrichten-Kommentare, Fan-Foren etc.

Sie haben keine Angst vor dem LOIC, sie haben Angst vor der Entblößung (und Aufdeckung). Der Spaß beginnt 9:00 pm EST.

Dieser Taktikwechsel vom Cyber-War zum Info-War scheint alles andere als blöd zu sein und greift auch die Linie Wikileaks besser auf. Auf die Wirkung bin ich sehr gespannt.
9:00pm EST müsste irgendwann heute Nacht sein. Zeitumrechnung war nie meine Stärke (3 Uhr?).

Reposted bykrekklit

December 09 2010

Anonymous: Erste Verhaftung in Holland

Wie nu.nl berichtet, wurde in Holland in der Mittwochnacht ein 16jähriger verhaftet, der sich an DDoS-Attacken auf MasterCard und Visa beteiligt hatte. Der Junge ‘ist geständig’.

Das ist dann wohl die berühmte Taktik des “In die Menge Schießens”, die ja auch beim Filesharing seit Jahren gut zieht. Juristisch interessant: Der ‘Schaden’, den ein einzelnes Mitglied des freiwilligen Botnetzes angerichtet haben soll, wird wohl schwer zu bemessen sein.

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