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February 26 2014

December 16 2013

Remixer #29 Hartmut Gieselmann: “Vor allem muss es grooven!”

Hartmut Gieselmann aka Goat of Neptune

Hartmut Gieselmann aka Goat of Neptune

In der Serie “Remixer/in” geht es um Menschen und ihre Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Remix und Remix-Kultur. Dieses Mal: Hartmut Gieselmann.

Hartmut Gieselmann arbeite tseit rund 13 Jahren für das Computermagazin c’t aus Hannover. Als Redakteur kümmert er sich im Ressort Audio/Video neben Musik-Soft- und -Hardware auch noch um die Entwicklung von Videospielen.

Inwieweit verfügen Sie selbst über Erfahrungen als Remixer?

In der Theorie über den Test von Geräten schon länger. Selbst als Remixer unter dem Namen “Goat of Neptune” bin ich erst Anfang des Jahres aktiv geworden. Gute Remixe kosten viel Zeit, und die wird bei mir erst jetzt langsam frei, wo meine Tochter aus dem Gröbsten raus ist.

Was macht für Sie einen guten Remix aus?

Er muss sich vom Original unterscheiden, aber trotzdem den Kern des Songs musikalisch unterstützen. Er muss von vorne bis hinten eine Spannungskurve halten, darf sich nicht wiederholen. Und vor allem muss es grooven.

Haben Sie schon einmal aus nur aus rechtlichen Gründen ein Sample oder ähnliches nicht verwendet und warum?

Ich bediene mich der Einfachheit halber kommerzieller Loop-Sammlungen, die die Nutzungsrechte beim Kauf einräumen. Sie ersparen mir viel Zeit, von der ich viel zu wenig habe, die ich dann in den Remix stecken kann. Ich finde es auch wichtig, dass Musiker für ihre Loops entlohnt werden. Da steckt eine Menge Arbeit drin und ich als Remixer möchte auch morgen noch gutes Material bekommen.

Wurden Sie schon einmal abgemahnt oder hatten rechtliche Probleme wegen Ihrer künstlerischen Tätigkeit?

Ich achte streng darauf, nur Material zu verwenden, für das ich auch die Rechte habe. Natürlich würde ich auch gerne meine Remixe, die ich zu Wettbewerben einreiche, anderweitig veröffentlichen. Dazu kann man dann die Urheber direkt kontaktieren.

Sie betreuen für das Computermagazin c’t den Remix-Wettbewerb “Game Over”. Warum veranstaltet ein Computermagazin einen Musikremix-Wettbewerb?

Die Art wie Leute Musik machen hat sich in den letzten Jahren verändert. Was in den 80ern die Garage für den Punk-Rock war, ist heute der Laptop für den Dance-Track. Wir wollen unsere Leser animieren, selbst am Rechner kreativ zu werden und nicht bloß zu konsumieren. Die Gelegenheit bot sich, als ich Achim Kück traf und er gerade sein neues Album einspielte. Erst als mein Remix von “Game Over” fertig war, kamen wir auf die Idee des Wettbewerbs und er läuft den ersten Reaktionen nach zu urteilen hervorragend an.

Was halten Sie von der Idee, ein vergütetes Recht auf Remix einzuführen?

Ich würde es begrüßen, wenn der Prozess vereinfacht würde. Davon würden Remixer wie Urheber profitieren. Letztlich geht es ja um Aufmerksamkeit, und je mehr Remixer einen Song bearbeiten, desto mehr Aufmerksamkeit bekommt er. Aber die Vergütung muss geregelt sein, sonst gibt es bald keinen Nachschub an guten Songs mehr. Eine Möglichkeit wäre, wenn Musiker ihre Songs in einzelne Loops und Spuren zerteilen und mit den nötigen Rechten fertig als Remix-Material verkaufen würden. Da waren die Nine Inch Nails vor einigen Jahren echte Vorreiter.

Zum Abschluss, was ist Ihr persönlicher Lieblingsremix?

Ich selbst bin auf meinen Remix von “Stompa” von Serena Ryder besonders stolz, den ich damals bei Indaba eingereicht, aber leider nicht gewonnen habe. Aber das Feedback von den übrigen Musikern war phänomenal.

Das ist ein Crosspost vom Blog der Initiative Recht auf Remix, die in einer Petition um Unterstützung samt Link zum persönlichen Lieblingsremix bittet. 

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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April 07 2013

c’t-Editorial: “Internet mit Geschmack”

Nicht nur der Digitale Gesellschaft e. V. müht sich seit längerem mit Hilfe von Webseiten wie Echtes Netz oder der Vodafail-Kampagne das sperrige Thema Netzneutralität irgendwie herunterzubrechen und zu erklären, warum eine gesetzliche Festschreibung von Netzneutralität für die Zukunft des Internet so wichtig ist.

In der aktuellen Ausgabe der Computerzeitschrift c’t widmet sich Urs Mansmann in der Editorial-Kolumne unter dem Titel “Internet mit Geschmack” auch dem Thema Netzneutralität:

“Die Telekom stimmt das Gejammer über teure Intensivnutzer stets nur dann an, wenn der Kunde fremde Dienste nutzt. Magentafarbene Bits haben im Telekom-Netz offenbar ganz andere Eigenschaften als die bunten aus dem Internet.
[…]
Die Strategie der Telekom ist simpel: Mit eigenen Diensten belastet sie das Netz, anschließend jammert sie über die hohe Last auf Selbigem. Um dem zu begegnen, drosselt sie dem Anwender, der die Dienste anderer Anbieter nutzt, den Anschluss. Das ist natürlich eine Milchmädchenrechnung, aber wenn der Kunde sie akzeptiert, wird sie aufgehen.”

Das Editorial ist einer der besten Versuche bislang für die Bedeutung der gesetzlichen Verankerung von Netzneutralität in allgemein verständlicher Sprache zu sensibilisieren und ist erfreulicherweise online zugänglich. Eingedenk der Ermahnung von Sascha Lobo könnte es sich vielleicht lohnen, den Link auch an die Eltern weiterzuleiten.

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September 02 2010

c’t: Was tun bei unberechtigten Filesharing-Abmahnungen?

Prima, meine – evtl. etwas unkonventionell formulierte – Bitte wurde erhört. Den Artikel “Was tun bei unberechtigten Filesharing-Abmahnungen?” von Holger Bleich, Joerg Heidrich und Thomas Stadler aus der aktuellen c’t gibt es nun auch online:

Längst nicht jeder, der eine Abmahnung wegen Tauschbörsennutzung erhält, hat die ihm darin vorgeworfene Tat begangen. Dennoch sieht er sich plötzlich in der Pflicht, seine Unschuld nachzuweisen, was derzeit ein fast aussichtsloses Unterfangen ist. Einige Maßnahmen erhöhen wenigstens die Chancen, mit einem blauen Auge davon zu kommen.

Weitere Informationen zum Thema finden Abgemahnte und solche, die es nie werden wollten, unter http://abmahnwahn-dreipage.de/

April 11 2010

Leseempfehlung: EU-Kommission fordert Websperren gegen Kinderpornografie (c’t 9/09, S. 20)

Hinweis: Ja, Markus hat den Artikel ein paar Minuten früher entdeckt: Censilia: Ausweitung der Kampfzone

Und noch eine kleine Leseempfehlung zum Frühstück: In der c’t 9/09 fasst Holger Bleich die aktuelle Entwicklung auf EU-Ebene noch einmal übersichtlich zusammen. Wer hier und anderswo im Netz in den letzten Wochen mitgelesen hat, erfährt naturgemäß wenig neues, bekommt aber einen kompakten Überblick.

Besonders freut mich, dass es mit der Veröffentlichung in der c’t nun endlich eine zitierfähige Quelle gibt, die das offenkundige Märchen vom “Milliardenmarkt Kinderpornographie im Web” mit aktuellen Untersuchungsergebnissen widerlegt:

Verlässliche Zahlen zur Anzahl von Websites oder gar zu dem stets behaupteten profitablen Markt für Missbrauchsdarstellungen von Kindern im Web existieren nicht. Das Kriminalwissenschaftliche Institut der Uni Hannover erstellt derzeit die erste diesbezügliche Studie.

Arnd Hüneke, der die Studie leitet, ist sich nach ersten Zwischenergebnissen sicher: „Einen Markt für kinderpornografische Inhalte gibt es im Web nicht.“ Dies habe sich aus vielen Gesprächen, beispielsweise mit Strafermittlern der Landeskriminalämter, zweifelsfrei ergeben, teilte er c’t mit. Wie Malmström auf ihre Zahlen komme, sei ihm nicht klar.

Längst ist aber jedem halbwegs fachkundigen Politiker klar, dass Zugangserschwerungen fürs Web allenfalls marginale Auswirkungen auf die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen haben [...]

Vielleicht können wir nun endlich über sinnvolle Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen im Netz reden. Na, wir wäre das?

Reposted bykrekk krekk
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