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January 29 2014

Cory Doctorows “Little Brother” als Theaterfassung

Cory Doctorow ist sicher Vielen hier bekannt, zum Beispiel als Co-Autor auf boingboing.net und Verfasser von Science-Fiction-Büchern. Eines dieser Bücher, “Little Brother”, wird nun als Theaterfassung zu sehen sein. Inszeniert von Josh Costello bringt ARGEKultur Salzburg im Februar und April das Stück auf die Bühne.

In “Little Brother”, einem Jugendroman, der für Erwachsene jedoch gleichermaßen lesenswert ist, geht es um den Jugendlichen “Hacker” Markus und seine Freunde, die durch einen Zufall in den Fokus von Terrorermittlungen geraten und vom Department of Homeland Security festgehalten, befragt und in Folge überwacht werden. Markus entscheidet sich, mit technischen Lösungen gegen diese Schickanierung seiner Freiheitsrechte vorzugehen, was einen ständigen Kampf mit dem DHS auslöst, der darin gipfelt, dass Markus unter Folter vernommen wird. Am Ende gelingt die Auflehnung jedoch und Markus und sein Umfeld erhalten ihr früheres Leben zurück.

Das Thema ist brandaktuell und es wird spannend sein, wie die Materie auf der Bühne in Szene gesetzt werden kann. Deshalb sind wir auch ein bisschen traurig, dass Salzburg soweit weg ist. Aber wer wie wir nicht so weit im Süden wohnt, sollte trotzdem die Buchgrundlage lesen. Die gibt es nämlich, wie alle Werke von Doctorow, unter CC-Lizenz zum freien Download.

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May 21 2013

Black Code: Inside the Battle for Cyberspace – Neues Buch ruft dazu auf, die Freiheit im Internet zu verteidigen

black-codeDie ursprüngliche Verheißung des Internets als globaler Gemeinschaftsraum für geteiltes Wissen und Kommunikation ist in Gefahr. Das beschreibt Ronald Deibert, Direktor des Citizen Lab, in seinem neuen Buch “Black Code”. Darin legt er detailliert dar, wie Unternehmen, Regierungen, Polizei und Kriminelle gemeinsam unsere “digitale Wasserversorgung vergiften” – und dass wir uns wehren müssen.

Über das kanadische Citizen Lab und dessen Direktor Ronald Deibert haben wir hier wiederholt berichtet. Heute ist das neue Buch von Deibert erschienen: Black Code: Inside the Battle for Cyberspace

As cyberspace develops in unprecedented ways, powerful agents are scrambling for control. Predatory cyber criminal gangs such as Koobface have made social media their stalking ground. The discovery of Stuxnet, a computer worm reportedly developed by Israel and the United States and aimed at Iran’s nuclear facilities, showed that state cyberwar is now a very real possibility. Governments and corporations are in collusion and are setting the rules of the road behind closed doors.

This is not the way it was supposed to be. The Internet’s original promise of a global commons of shared knowledge and communications is now under threat.

Cory Doctorow von Boing Boing hat es schon gelesen und eine Rezension geschrieben: How to make cyberspace safe for human habitation

Ronald Deibert’s new book, Black Code, is a gripping and absolutely terrifying blow-by-blow account of the way that companies, governments, cops and crooks have entered into an accidental conspiracy to poison our collective digital water supply in ways small and large, treating the Internet as a way to make a quick and dirty buck or as a snoopy spy’s best friend. The book is so thoroughly disheartening for its first 14 chapters that I found myself growing impatient with it, worrying that it was a mere counsel of despair.

But the final chapter of Black Code is an incandescent call to arms demanding that states and their agents cease their depraved indifference to the unintended consequences of their online war games and join with civil society groups that work to make the networked society into a freer, better place than the world it has overwritten.

Sein Fazit:

Black Code is a manifesto for a 21st-century form of network stewardship, a sense of shared responsibility toward our vital electronic water supply. It’s a timely rallying cry, and sorely needed.

Das Buch ist 320 Seiten stark, bei Random House erschienen und erhältlich als Totbaum oder e-Book. Vorwort und Einführung gibt’s als Leseprobe:

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May 11 2010

9 vor 12: Zukunftsvisionen, JMStV-E, Urheberrecht …

Im ersten Link des Tages, der eigentlich ein Link des Vortages ist, geht es um amerikanische Jugendliche, die “nein” sagen. In diesem Fall mal nicht zu Sex vor der Ehe, sondern zu Facebook. Naja, so ungefähr zumindest. Ein paar Tipps zum “Nein-Sagen” gibt es aus Schweiz. In der Baseler Zeitung erklärt Roger Zedi, wie man sein Profil bei Facebook etwas datenschutzfreundlicher einstellt. Das scheint ziemlich kompliziert zu sein. Meinen zumindest Jürgen Stüber und Manuel Bewarder bei Welt Online:

# Tell-All Generation Learns to Keep Things Offline (Laura M. Holson, New York Times)
# Tipps für mehr Privatsphäre in Facebook (Roger Zedi, Basler Zeitung)
# Facebook vergrault Nutzer mit Datenchaos (J. Stüber/M. Bewarder, Welt Online)

Bei Zeit Online interviewt Kai Biermann den niederländische Medienwissenschaftler Geert Lovink. Lovink würde gerne das Internet verbessern. Im Prinzip genau wie ich, allerdings hat Lovink vermutlich die besseren Ideen mehr Geduld und Kai Biermann leider nicht meine Telefonnummer.

# Geert Lovink: Fortschritt durch Kritik (Zeit Online)

Oh, und natürlich gibt es auch Neuigkeiten vom JMStV-E (“E” für Entwurf). In einem Beschluss des Gesprächskreises Netzpolitik der SPD von gestern findet sich ein bemerkenswerter Satz:

“Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag birgt die Gefahr von Zensur in sich. Wir wollen keine Zensuransätze mit unklaren Folgen. Er muss daher neu verhandelt werden.”

Ich weiß, der Satz klingt zunächst nicht sonderlich aufregend. Er ist, wie ich finde, aber ein erfreulich klares Statement. Zumal mir Björn Böhning auf Rückfrage versicherte, das mit “neu verhandelt werden” nicht etwa ein “durchwinken und überarbeiten” gemeint sei, sondern eine Ablehnung des JMStV-E in der vorliegenden Form: “ablehnen und neu machen”. Details zum aktuellen Spielstand und eine aktuelle Version des Arbeitsentwurfs gibt es bei Telemedicus.

# Eine neue Netzpolitik [...] für NRW. (Gesprächskreis Netzpolitik der SPD)
# Neuigkeiten beim JMStV (Simon Möller, Telemedicus)

Bei carta gibt es Grundsätzliches zum Thema Urheberrecht. iRights.info-Redakteur Till Kreutzer hat sich einmal mehr Gedanken gemacht: “Woher kommt es, auf welchem Stand ist es und wohin entwickelt es sich – das Urheberrecht?” – Tja, wer fragt sich das nicht?

# Ideen für ein neues Urheberrechtskonzept (Till Kreutzer, carta)

Bei Cory Doctorow rennt man mit Urheberrechtsreformen jedenfalls offene Türen ein. Herr Lott hat ein paar Absätze aus Doctorows Buch “Little Brother”, und zwar in der Fan-Übersetzung von Christian Wöhrl (Huhu, Christian!). Klasse. Nun wissen wir, dass es nicht nur kein Richtiges im Falschen gibt, sondern zum allem Überfluß auch noch ein Paradoxon vom Falsch-Positiven. Wo soll das noch enden?

# Cory Doctorow und das Paradoxon vom Falsch-Positiven (Herr Lott)

Nun, vielleicht in Köln-Ehrenfeld? Glaubt man “Herrn Marx”, zeigt das verlinkte Bildchen das Auszählungsprotokoll der NRW-Wahl aus Köln-Ehrenfeld (Wir erinnern uns, in Köln wurde es später …). Möglicherweise zeigt es auch die Folgen von ein paar Gläsern Kölsch zu viel. Aber vielleicht stimmt das alles auch gar nicht. Egal, ich musste kurz lächeln. Und das ist ja auch schon was.

# Auszählungsprotokoll aus Köln-Ehrenfeld? (Herr Marx)

Reposted byacid acid

February 09 2010

“Little Brother” als Hörbuch

Cory Doctorow hat seinen Roman “Little Brother” unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Diese hat bereits die deutsche Übersetzung von Christian Wöhrl ermöglicht. Auf deren Basis hat Fabian Neidhart nun eine Hörbuch-Version eingesprochen.

Das Projekt ist heute mit den Nachworten zu seinem Ende gekommen. Das vollständige Hörbuch gibt es als ZIP-Archiv zum Download. Ein schönes Beispiel dafür, was freie Lizenzen ermöglichen!

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