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February 27 2014

February 24 2014

February 21 2014

January 14 2014

Leseempfehlung: Datenjournalismus at its best – Pornhub Insights

Kurze Zeit kam mir die Assoziation eines Sommerlochs in der falschen Jahreszeit, als ich den Titel Wenn die Temperatur sinkt, steigt der (Porno)-Traffic auf dem Data Blog der Zeit las. Aber in dem amüsanten Artikel stecken Statistiken von Pornhub über diverse Eigenschaften der Pornonutzung ihrer Zuschauer, die auf dem Blog Pornhub Insights veröffentlicht werden.  Anlass für die neuesten statistischen Ermittlungen war die Kältewelle in den USA, die in Maine zu dem Spitzenwert von 43,8% Anstieg im Pornokonsum führten.

Also: Wer noch amüsante Lektüre für die Mittagspause sucht, kann sich darüber informieren, nach was Leute in verschiedenen Bundesstaaten so suchen, wie sich Einkommen auf den Konsum auswirkt und welches der beste Wochentag fürs Pornoschauen ist. Und sich fragen, warum in Städten mit hohem Durchschnittseinkommen zwar mehr verschiedene Seiten besucht werden, der Gesamtaufenthalt dafür aber weniger lange dauert.

Was aber wirklich für Deutschland interessant wäre: Wie waren  eigentlich die Auswirkungen der Streaming-Abmahnungen auf das Nutzerverhalten auf Redtube? An einer internationalen Traffic-Statistik lässt sich das leider nicht ablesen.

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January 13 2014

New America Foundation: NSA-Massenüberwachung nicht maßgeblich bei Terrorbekämpfung

Das Argument, Überwachung sei notwendig, um Terroristen und andere Bösewichte zu bekämpfen, hängt uns mittlerweile gewaltig zum Hals heraus. Damit hat man schon zig Male versucht, die Vorratsdatenspeicherung und andere Datensammeleien durchzusetzen und auch im Rahmen des NSA-Skandals wurde uns mehrmals ins Gewissen geredet. Die USA seien ja nur besorgt um die Sicherheit der Welt und man habe ja mindestens 50 Terroranschläge verhindert, auch für Europa. Leider schürt eine solche Rhetorik Unsicherheit und macht viele glauben, ohne das schützende allgegenwärtige Auge des Staates breche spontan eine terroristische Apokalypse ein. Dabei gab es ja auch eine Verbrechensbekämpfung vor dem Internet und den günstigen technischen Möglichkeiten, alles und jeden im Blick zu haben.

Deshalb freuen wir uns immer über handfeste Beweise gegen solche Propaganda. Heute ist eine Studie der New America Foundation erschienen. In Do NSA’s Bulk Surveillance Programs Stop Terrorists? werden 225 Fälle von Terrorplänen unter die Lupe genommen, bei denen die Person von al-Qaeda oder ideologisch ähnlichen Organisationen rekrutiert und später unter Terrorvorwurf verurteilt wurde.

Nur in 7,5% der Fälle wurde mit Hilfe von NSA-Maßnahmen die Ermittlungsarbeit initiiert, den Rest übernahmen traditionelle Ermittlungsmethoden wie Hinweise von Familie und Freunden, Informanten und auffälliges Verhalten, bzw. war in 27,6% der Fälle der Anfang der Ermittlungen nicht ermittelbar. Hier kann man sich die Ergebnisse grafisch aufbereitet anschauen und sich die einzelnen Fälle, die untersucht wurden, in Kurzzusammenfassung durchlesen.

Es wäre gut, viele glaubwürdige Studien wie diese zu sammeln, mit denen sich die Ineffizienz von Massenüberwachung bei der Verbrechensbekämpfung demonstrieren lässt, auch für die deutsche Debatte um Vorrats- und Bestandsdaten. Wenn ihr also ähnliche und seriöse kennt freue ich mich über Linkhinweise.

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November 22 2013

Web-Index 2013: Tim Berners-Lee warnt vor der Bedrohung der Demokratie

Heute wurde der Web-Index 2013 veröffentlicht. In dieser Übersicht, die im letzten Jahr zum ersten Mal von der World Wide Web Foundation herausgegeben wurde, ist abgetragen, wie das Internet sich in den 81 erfassten Ländern auf die Entwicklung der Menschenrechte auswirkt. Erfasst wurden dabei die folgenden Kategorien:

  • Universeller Zugang: Haben die Länder in eine für jeden zugängliche Infrastruktur investiert und sich auch um Bildungsmaßnahmen im selbstständigen Umgang mit dem Internet bemüht?

Auf dem World Summit on the Information Society 2003 wurde in einem Plan of Action als Ziel festgelegt, dass 50% aller Menschen Zugang zu einer Internetverbindung haben sollten. In vielen Ländern ist dieser mittlerweile auch als Recht verankert, beispielsweise in Costa Rica, Frankreich, Estland und Mexiko. Dennoch ist das Ziel von einem Internetzugang für wenigstens die Hälfte der Weltbevölkerung noch lange nicht erreicht. Marokko konnte als einziges Entwicklungsland diese Schwelle überwinden, während in anderen afrikanischen Ländern nur ca. 20% der Einwohner Zugang zum Netz haben. Das liegt in ärmeren Regionen zu großen Teilen an den unverhältnismäßig hohen Kosten und zeigt, wie wichtig Freifunkinitiativen und gemeinschaftlich betriebene Infrastrukturen für die Entwicklung des Zugangs zu Informationen sind.

Weitere Punkte, die eine Nutzung des Internets behindern sind aber auch die Unterdrückung von Frauen, denen der Ehemann den Zugang verbietet, genereller Analphabetismus oder die mangelnde Bereitstellung barrierefreier Angebote, was Menschen mit Behinderungen benachteiligt – nur 16 der Länder haben ein rechtliches Rahmenwerk, das zumindest die barrierefreie Bereitstellung von Regierungs- und Verwaltungswebseiten regelt.

Kosten eines Breitbandanschlusses in Relation zum monatlichen Pro-Kopf-Einkommen. In Ruanda kostet ein Anschluss das 2,3-fache des durchschnittlichen Monatslohns, in den meisten Industrieländern beträgt die Quote beinahe 0.

Kosten eines Breitbandanschlusses in Relation zum monatlichen Pro-Kopf-Einkommen. In Ruanda kostet ein Anschluss das 2,3-fache des durchschnittlichen Monatslohns, in den meisten Industrieländern beträgt die Quote beinahe 0.

  • Relevante Inhalte: Inwiefern sind die Inhalte, die für die Menschen von Interesse sind, auf eine leicht erreichbare, verständliche Art verfügbar?

Diese Kategorie zielt nicht auf die Verbreitung von “Klatsch und Tratsch” ab, sondern fokussiert sich auf diejenigen Informationen, die essentiell zur Wahrnehmung und Durchsetzung der eigenen Rechte und der Sicherung guter Lebensbedingungen sind. Darunter zählt die Auffindbarkeit von Frauen- und Arbeiterrechten, wie im Beispiel von Uganda, wo eine Initiative 128.000 Personen pro Monat kostenfreie Rechtsberatung via Facebook, Twitter und SMS anbietet oder in Mexiko, wo die Regierung FAQs zu Themen von häuslicher Gewalt, Sexualgesundheit, Familienplanung und geschlechtlicher Gleichstellung veröffentlicht.

Weitere konkrete Kriterien in dieser Kategorie waren die Verfügbarkeit von Wettervorhersagen für landwirtschaftliche Produzenten, die Vergleichbarkeit von Bildungseinrichtungen für Eltern, die Transparenz von Verwaltungsbudgets und Informationen zur Existenzgründung. Es hat sich gezeigt, dass die Bedingungen in Ländern mit Informationsfreiheitsgesetzen und Open-Data-Initiativen den Zugang zu Informationen deutlich positiv beeinflussen und deren Verbreitung und Aufbereitung zum Nutzen der gesamten Gesellschaft Vorschub leisten.

Deutschland im Vergleich der Verfügbarkeit von Regierungsdaten in offenen Formaten

Deutschland im Vergleich der Verfügbarkeit von Regierungsdaten in offenen Formaten

 

  • Freiheit und Offenheit: Wie weit bekommen die Bürger freie Informationen, können sie ihre Meinung offen äußern und sind sie vor Bedrohungen und der Verletzung ihrer Privatsphäre im Internet geschützt?

Überwachung und Zensur sind die beiden maßgeblichsten Kontraindikatoren von Freiheit und Offenheit. In dieser Wertung besteht ein augenscheinlicher Unterschied zwischen reicheren und ärmeren Ländern. Entwicklungsländer, vor allem solche mit undemokratischen Herrschaftsstrukturen, neigen dazu, Internetinhalte zu zensieren und zu filtern. In reicheren Industrienationen ist die Überwachung ein viel größerer Faktor, das ist spätestens seit Edward Snowden jedem bewusst. Aber Überwachung führt zu Selbstzensur – siehe beispielsweise die PEN-Studie – und somit landet man an einem ähnlichen Punkt.

Bei den Recherchen für den Web Index ist den Forschern deutlich geworden, dass es in keinem der erfassten Länder Gesetze gibt, die mit der technologischen Möglichkeit von Massenüberwachung angemessen umgehen können und es somit Rechtslücken gibt, die den Bürger der Willkür von Geheimdiensten und ähnlichen Institutionen preisgeben.

In Bezug auf aktive Zensur ist es hier beinahe umgekehrt. Die Länder, in denen am meisten zensiert wird, wie Russland oder Saudi-Arabien, haben oft eine ganze Reihe an gesetzlichen Verboten, die großzügig ausgelegt zu einer Internetzensur missbraucht werden, wie Blasphemie, Beleidigung oder Extremismus.

Heatmap der Überwachungsstaaten (rot) und Internetzensoren (schwarz, braun für beides)

Heatmap der Überwachungsstaaten (rot) und Internetzensoren (schwarz, braun für beides)

  • Einfluss und Empowerment: In welchem Maße trägt das Internet dazu bei, positive Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Umwelt zu bewirken?

Durch soziale Netze und andere Plattformen können sich Menschen organisieren und gemeinsam Situationen verändern, das wohl prominenteste Beispiel dafür sind die Proteste des Arabischen Frühlings, von denen einige als “Facebook-Revolutionen” bezeichnet wurden. Aber auch in kleinerem Maßstab wurden Entwicklungen und Strukturen erfasst, es bestehen jedoch noch große Spielräume, um Möglichkeiten auszubauen. Nur in circa der Hälfte der Nationen nutzten beispielsweise NGOs das Netz, um Bürger zur gesellschaftlichen und politischen Partizipation zu animieren.

Große Entwicklungschancen sieht die Studie in armen Ländern. In diesen werden soziale Medien zwar bisher noch kaum genutzt – wenn sich aber der Zugang zu mobilen internetfähigen Geräten verbessert, könnte diese eine positive Gesamtwirkung haben, da zur Nutzung von Twitter und Co. keine verhältnismäßig teuren Computer und feste Internetanschlüsse von Nöten sind.

E-Participation Index (dunkel entspricht einer hohen Online-Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen)

E-Participation-Index (dunkel entspricht einer hohen Online-Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen)

Aus europäischer Perspektive wenig überraschend am Web Index ist, dass die skandinavischen Länder das Ranking anführen und sich alle unter den Top 10 befinden, mit Schweden auf Platz 1. Interessant ist hingegen die Rolle Großbritanniens und der USA in diesem Jahr. Durch den aufgekommenen Überwachungsskandal sind beide Länder in der Kategorie Freiheit und Offenheit auf Platz 24 bzw. 27 gelandet (ein genauer Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund unterschiedlicher Kategorien nicht möglich). Durch die große Verfügbarkeit relevanter Inhalte in Großbritannien und der vorstehenden Rolle für gesellschaftliche Prozesse in den USA bleiben die Länder insgesamt jedoch auf Platz 3 und 4.

Für weitere Erkenntnisse lohnt sich ein Blick nicht nur in den Indexreport selbst, sondern auch auf die weiter untergliederten Visualisierungen. Dort lassen sich in etwa die Daten für OECD-Mitgliedsstaaten hervorheben oder sich ein Land im Vergleich zu den Ergebnissen anderer anschauen. Unten sieht man beispielsweise, dass Deutschland (schwarz gestrichelt) einen recht guten Zugang zum Internet gewährt, sich aber bei Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt im unteren Mittelfeld bewegt.

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Wer möchte kann sich auch die Rohdaten vornehmen und sie selbst visualisieren, weiterverarbeiten und auswerten. Das Projekt steht unter CC-by-3.0-Lizenz.

Tim Berners-Lee, der die World Wide Web Foundation gründete, würdigte in einem Ré­su­mé auf einer Einführungsveranstaltung zum Web Index die Bedeutung der sozialen Netze für gesellschaftliche Entwicklungen und verurteilte die erstarkende Überwachung:

Eine der ermutigendsten Erkenntnisse des diesjährigen Web Index ist, wie das Netz und Soziale Medien Menschen immer mehr dazu anspornen, sich zu organisieren, aktiv zu werden und Missstände in jedem Winkel der Erde aufzuzeigen.

Doch manchen Regierungen macht das Angst und eine wachsende Welle an Überwachung und Zensur bedroht die Zukunft der Demokratie.

Wir müssen mutige Schritte tun, um unsere Grundrechte auf Privatsphäre, Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Internet zu schützen.

 

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Reposted bykrekkreaditlaterKingBalance

Exposing the Invisible: Investigativer Journalismus im Digitalen Zeitalter

ExpDas Exposing the Invisible Projekt des Tactical Technology Collectives ist weit mehr als nur eine Sammlung dreier Kurzfilme über Paradebeispiele investigativen Journalismus. Die Website ist gleichzeitig eine gute erste Anlaufstelle und Informationsplattform für Aktivisten, Journalisten und Interessierte, die investigativ tätig sind. So werden Hilfestellungen zur Beweismittelsuche, dem sicheren Umgang mit und kommunizieren von Informationen, der Visualisierung der Erkenntnisse und dem eigenen Schutz bei der Arbeit gegeben.

Through a series of short films, Exposing the Invisible tells the personal stories of those working at the new frontiers of investigation. We explore their tools and methods and learn how they manage the risks of information activism. The project also offers a range of resources to help activists protect themselves and their work.

Anschauen, nicht nur der Filme, lohnt sich.

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November 15 2013

Geheimer Krieg: Interaktive Landkarte zu geheimdienstlichen Aktivitäten der USA in Deutschland

John Goetz und Christian FuchsSchon Anfang der Woche hatten wir über John Goetz und Christian Fuchs Buch Geheimer Krieg berichtet. Nun ist zu der mehrjährigen Recherche der Reporter von NDR und der Süddeutschen Zeitung eine Website bzw. interaktive Landkarte online. Die Journalisten werden die Website weiterhin mit Daten und Erkenntnissen füttern und so hoffentlich im Laufe der Zeit ein immer besseres Bild der geheimdienstlichen Aktivitäten der USA in Deutschland zeichnen. Am 28. November wird es außerdem einen Themenabend zum Projekt und dem Buch geben: Beckmann und Panorama werden darüber berichten. Außerdem wird ARD am 29.11. Jeremy Scahills Dokumentarfilm Dirty Wars zeigen – das deutsche Buch ist vor gut einem Monat veröffentlicht worden. Der US amerikanische investigative Journalist berichtet in seinem Buch über Amerikas globalen Krieg gegen den Terror und die Mittel, die sie zum Erreichen ihrer Ziele einsetzen – von geheimen Aufklärungs-Drohnen und Stützpunkten bis hin zu Targeted Killings.

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October 22 2013

Google veröffentlicht Live-DDoS-Landkarte – nicht ganz uneigennützig

Google hat eine Digital Attack Map veröffentlicht, die live weltweit stattfindende DDoS-Attacken darstellt. Dabei werden unter anderem Typ, Dauer und Bandbreite der Attacken visualisiert, sowie Start- und Zielland, soweit die Informationen verfügbar sind. Die Daten stammen aus einer Kollaboration mit Arbor Networks. Das aus deren Hause stammende ATLAS-Monitoring-System nutzt anonyme Daten von ISPs, großen Unternehmen und einem eigenen Honeypot-Netzwerk, um einen Überblick über globale Angriffe zu erhalten.

Doch die Karte, die das Ausmaß von DDoS-Attacken und deren Bedrohlichkeit illustrieren soll, kommt nicht ohne Grund. Zur gleichen Zeit kündigte Google auch einen neuen Service an: Project Shield. ProjectShield soll Google zufolge dazu dienen, freie Rede im Netz zu unterstützen und deshalb Seiten vor DDoS-Attacken zu schützen, die sich nicht selbst schützen können. Daher werden in die aktuelle Testphase auch nur Webseiten aufgenommen, die Nachrichten, Menschenrechts- oder Wahl-relevante Themen beinhalten. Eine Einführung in die Funktionsweise wird hier in einem kurzen Video erklärt:

 

ProjectShield stellt eine Kombination aus einem Google-eigenen System zur Abmilderung von DDoS-Angriffen und PageSpeed dar. PageSpeed war ursprünglich ein Tool, um die Ladezeiten von Webseiten zu analysieren und darauf aufbauend zu verbessern. Mit dem später eingeführten PageSpeed-Service kann man nun seine Seiten direkt von Google-Servern bedienen lassen, nachdem der Code der Seiten von Google angepasst worden ist.

Als der PageSpeed-Service 2011 veröffentlicht wurde, gab es Kritik, man gebe damit noch mehr Kontrolle in die Hände von Google und liefere dabei automatisch Daten über die Besucher der Webseite an das Unternehmen aus, ohne dass diese sich darüber bewusst sind, sich gerade über eine Google-Infrastruktur im Netz zu bewegen. Das trübt ein wenig das Vertrauen in einen Service, der gerade kritische Inhalte schützen soll. Vor allem wenn man bedenkt, dass Google auch hin und wieder Löschungsanfragen von Regierungen nachkommt, wie auf Youtube mehrmals gezeigt.

Und noch ein Projekt aus dem Umfeld von Google Ideas, einer Plattform zur Entwicklung von Technologien, die Menschen in Repression und Konfliktregionen helfen soll, wurde gestern angekündigt: uProxy

uProxy befindet sich in der Beta-Phase und soll ermöglichen, Internetzensur zu umgehen oder unsichere Netzwerke durch einen sicheren Proxy zu leiten, dem man vertraut. Das heißt, beispielsweise über die Internetverbindung eines Freundes in einem anderen Land oder Netzwerk. Das soll direkt und ohne Umwege zwischen je zwei Nutzern geschehen. Es ist geplant, dass der Quellcode für das Projekt nach der “Restricted Beta”-Phase, für die nur ausgewählte Tester zugelassen werden, unter Apache 2-Lizenz veröffentlicht wird.

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September 24 2013

Visualisierungen & Daten zur Bundestagswahl 2013

wahlkarte_b
Berlin-Wahlkarte – B. Morgenpost (siehe auch making-of)

wenn_atlas
Wie wäre die Wahl ausgegangen, wenn… – Datenlese/SpOn

nonvoters2
Atlas der Nichtwähler 2009 und 2013 - mappable.info

datenhelfer
Diverse Projekte der Wahl-Daten-Helfer

wanderung_sz
Wählerwanderung – süddeutsche.de

kantine
Wahlkantine - Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 auf Zeit Online

wahlatlas_sz
Wahlergebnisse kartiert – süddeutsche.de

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Live-Koalitionsrechner – Zeit Online

wanderungWählerwanderung 2005/2009 und 2009/2013 – Zeit Online

wahlland
Wahlland 2009 & 2013 - Ähnlichkeiten im Wahlverhalten – Zeit Online (making-of)

vis4
Analyzing bias in election polls – vis4.net (in deutscher Sprache hier)

apparat
Wahl-Apparat – Überarbeitung des Wahl-o-mats – OpenDataCity

bio
Biografien der Kabinette – Zeit Online

quant
quantikative.de – Wahl-o-mat visualisiert

wahlodata
wahl-o-data – “Echtzeit-Tweets und Wahlergebnisse”

browser
Wahl-Programm-Browser – Vergleich Parteipositionen – Spiegel Online

zeitmaschine
Wahl-Zeitmaschine – Spiegel Online

wackel
Wackel-Wahlkreise – Spiegel Online

hochburgen
Hochburgen der Parteien – Spiegel-Online

twitter
Twitter-Monitor zur Wahl – Zeit Online

wahlatlas
wahlatlas.net - diverse Daten/Zahlen zur Wahl kartiert

barometer
Umfrage-Barometer – Spiegel Online

wahlkreis_sz
Wahlkreis-Atlas – süddeutsche.de

trendmonitor
Wahlumfragen-Trendmonitor – süddeutsche.de

wahlportal
wahlportal2013.de - - Passauer Neue Presse

wahllistik
Wahlistik – Koalitionsmöglichkeiten – Zeit Online

wahlthesen
Wahl-Thesentest – süddeutsche.de

 

—– DATEN etc. —–

wahldatenhelfer.de - Hackday “rund um offene Wahldaten”

Karten-Daten: shapefiles der Wahlkreise etc –  bundeswahlleiter.de

Strukturdaten für die Wahlkreise – bundeswahlleiter.de

btw13.js - Wahlergebnisse in Javascript – pudo.org

—–

zuerst erschienen auf datenjournalist.de

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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April 04 2013

Offshore-Leaks gibt Einblicke in Steueroasen

Dem “International Consortium of Investigative Journalists” sind im letzten Jahr rund 260 GB Daten mit Informationen zu Konten von 130.000 Personen aus rund 170 Staaten in zehn Steueroasen zugespielt worden. Zusammen mit einem Netzwerk aus insgesamt 46 Medien weltweit wurden die rund 2.5 Millionen Dokumente, vor allem e-Mails, im vergangenen Jahr ausgewertet und heute Nacht gingen die Enthüllungen als Projekt “Offshore-Leaks” weltweit online. Vom “größte Datenleck in der Geschichte” spricht die Süddeutsche Zeitung, die zusammen mit dem NDR in Deutschland monatelang die Daten verifizierte. Die Daten stammen wohl von zwei ungesicherten Servern, die irgendwer gefunden und die Daten dann an ICIJ übermittelt hat.

Prominentester Fall aus Deutschland ist momentan der tote Ex-”Playboy” Gunter Sachs, den man jetzt Post-Mortem wohl als Ex-Steuerhinterzieher bezeichnen kann.

Das ICIJ beschreibt detailliert, wie man vorgegangen ist: How ICIJ’s Project Team Analyzed the Offshore Files.

Der NDR hat ein Interview mit dem Datenjournalisten Sebastian Mondial: “Einmaliger Einblick ins Offshore-Business”.

Wie groß ist die Aussagekraft dieser Daten?

Mondial: Wenn man berücksichtigt, dass es sich um große E-Mail-Mengen handelt, die quasi das alltägliche Geschäft beschreiben und dazu zwei Datenbanken, die sehr viel darüber aussagen, wie diese Offshore-Firmen angelegt sind, welche versteckten Informationen es auch dazu gibt, dann bekommt man einen einmaligen Einblick in das Offshore-Business und auch die Bereiche, von denen man nur vermuten kann, wie sie funktionieren und was sie für Auswirkungen haben.

In Zeiten der Finanzkrise wird mit der Aktion wenigstens ein wenig Zuversicht vermittelt, dass auch in Steueroasen die Daten nicht immer sicher sind. Insofern kann man in diesen nur auf weitere Datenlecks hoffen.

Was macht eigentlich Wikileaks? Mit etwas Neid kommentierte das ehemalige Leaking-Projekt auf Twitter den Fall und verwies darauf, dass man mit dem Stratfor-Release doch mehr Dokumente veröffentlicht habe. Quantitativ mag das von der Dateienanzahl stimmen, allerdings dürfte die Veröffentlichung der Daten dieser US-Sicherheitsberatung nicht ganz dieselbe Relevanz gehabt haben.

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April 30 2012

Data Journalism Handbook

Das “Data Journalism Handbook” ist in einer Version 1.0 veröffentlicht worden. Alle Inhalte stehen unter der CC-BY-SA-Lizenz in einer freien Webversion online. Darüber hinaus kann das Buch auch als e-Book oder Printversion gekauft werden.

Und hier gibt es eine Liste mit 37 interessanten Datenjournalismus-Blogs.

February 13 2012

Netzwerk Recherche veranstaltet Fachkonferenz zu Datenjournalismus

Bereits am Freitag wurde eine erste Version des Programm der nr-Fachkonferenz Daten, Recherchen, Geschichten veröffentlicht. Bei der Konferenz des Netzwerk Recherche geht es praktisch um alle Bereiche, die mit Datenjournalismus zu tun haben. Dabei werden sowohl verschiedene Projekte vorgestellt als auch nützliche Werkzeuge und Dienste. Zudem werden Probleme, die generell im Open Data-Umfeld existieren, diskutiert.

Die Veranstaltung wird am 24. und 25. März 2012 in Hamburg im Gebäude von Gruner + Jahr am Baumwall stattfinden und kostet für nr-Mitglieder 90 Euro, für Nichtmitglieder 120 Euro und für Journalisten in Ausbildung 30 Euro. Das bisherige Programm sieht recht vielversprechend aus und ist wohl für alle, die Open Data und Daten generell aus journalistischer Sicht betrachten, ein absolutes Muss. Für Interessierte gibt es Online ein Anmeldeformular.

Das Netzwerk Recherche – in der offiziellen Schreibweise netzwerk recherche e.V. oder kurz nr – ist laut Wikipedia eine Vereinigung von Journalisten, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität der Medienberichterstattung mittels guter Recherche zu steigern, dem journalistischen Nachwuchs Recherchetechniken zu vermitteln, den investigativen Journalismus pflegen will und sich generell für Informationsfreiheit einsetzt. Bekannt ist das Netzwerk u.a. auch für seinen jährlich vergebenen Negativpreis Verschlossene Auster, bei dem jeweils die “Informationsblockierer des Jahres” ausgezeichnet werden.

January 26 2012

Neue Verkehrsdaten von Malte Spitz: Vorratsdatenspeicherung geht auch ohne Gesetz weiter

Korrelation zwischen Gesprächsteilnehmer und Uhrzeit und wie ähnlich diese sind Der Grünen-Politiker Malte Spitz hat erneut Daten erhalten, die sein Mobilfunkanbieter über seinen Anschluss speichert. Diese belegen, dass die Vorratsdatenspeicherung im Bereich Mobilfunk auch ohne explizites Gesetz weiter geht, nur die Speicherdauer ist teilweise kürzer.

Bereits letztes Jahr hat er einen ersten Datensatz eingeklagt, dessen anschauliche Aufbereitung mit einem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde.

Datentypen und Speicherdauer

Der aktuelle Datensatz belegt, dass Mobilfunkanbieter auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum deutschen Vorratsdatenspeicherungs-Gesetz diese Daten weiterhin speichern:

Eine zentrale Botschaft ist, zumindest bei T-Mobile Deutschland, dass, was die Kategorien angeht, heute der gleiche Datenumfang gespeichert wird, wie zu Zeiten der Vorratsdatenspeicherung, nämlich bis zu 29 Einzelinformationen. Trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichts wird eine Vielzahl an Daten umfassend vorgehalten.

Vor dem Gesetz 2008 haben die Anbieter “nur” Daten für die Rechnung und die Netz-Infrastruktur vorgehalten. Durch das Gesetz wurde der Datenkatalog, entgegen der Behauptung von Innenpolitikern, ausgeweitet und um weitere Datentypen erweitert. Auch heute noch speichern die Anbieter den vollen Datenkatalog:

Selbst Informationen, die vor 2008 nicht gespeichert wurden, sondern dessen Speicherung erst nach Inkrafttreten der deutschen Implementierung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung als Verpflichtung auf Grund der Umsetzungsordnung begonnen hat, wird weiter vorgenommen, ohne das eine Abrechnungsrelevanz vorliegt. Damit wird eindeutig gegen das Ziel der Datensparsamkeit verstoßen.

Aus rein marktwirtschaftlicher Perspektive (also dem Hauptinteresse der Anbieter) macht das sogar Sinn. Die Anbieter mussten zur Umsetzung des Gesetzes viel Geld investieren, um den neuen Speicherverpflichtungen nachzukommen. Das mussten sie komplett aus eigener Tasche bezahlen, also durch die Einnahmen von Endkunden. Nun hat das Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung nur vorläufig gekippt, Forderungen nach einer Wiedereinführung lassen nicht nach. Wahrscheinlich wollen die Anbieter also jetzt nicht nochmal Geld für eine Datenreduzierung ausgeben, nur um dann bei einem neuen Gesetz schon wieder die Implementierung bezahlen zu müssen. Daher haben manche Anbieter einfach den Zeitraum gekürzt, den die Daten gespeichert werden:

Lediglich die Speicherdauer hat sich von 180 Tagen auf 30 Tage reduziert. Damit ist die heutige Speicherpraxis unverhältnismäßig und widerspricht meiner Meinung nach gegen die Datensparsamkeit.

Das ist auch den Behörden bekannt, wie der Leitfaden zum Datenzugriff der Generalstaatsanwaltschaft München belegt. Demnach speichert T-Mobile Verkehrsdaten und Funkzellendaten für einen Monat. Während Vodafone und O2 die Daten für eine Woche vorhalten, sind es bei E-Plus sogar drei Monate. Einige Festznetz-Anbieter speichern alle Verkehrsdaten sogar weiterhin volle sechs Monate.

Keine harmlosen Daten

Die gespeicherten Daten werden weder alle für die Rechnung benötigt (bei Prepaid oder Flatrate schon gar nicht), noch sind diese Daten harmlos:

Es werden deutlich mehr Daten gespeichert als für die notwendigen Schritte erforderlich. Insbesondere so sensible Daten wie die Funkzellen, Geokoordinaten und der entsprechende Abstrahlwinkel. Diese Speicherung kann in Städten dazu führen, dass man auf wenige Meter (30 bis 50 Meter) genau getrackt werden kann.

Die Sensibilität der Bewegungsdaten wurde durch die ursprüngliche Visualisierung bereits eindrücklich verdeutlicht. Dieses Mal hat Malte auch die Telefonnummern der eingehenden und ausgehenden Anrufe und SMS erhalten, aus denen man Rückschlüsse auf die Kommunikationspartner und Kommunikationsstrukturen schließen kann:

Neben der Kenntlichmachung meines Lebens – wo und wann ich mich wie oft aufhalte, zu welchen Zeiten ich wie üblicherweise kommuniziere – lassen sich diesmal auch soziale Profile und Kommunikationsnetze erstellen. Dadurch, dass ansatzweise ableitbar ist, mit wem ich kommuniziert habe, lassen sich soziale Bindungen eindeutig aufzeigen und in Verbindung setzen – welche Rufnummern rufe ich zu ähnlichen Zeiten an, welche immer nur werktags usw.

Auch ohne die Namen und Adressen hinter den anderen Rufnummern zu kennen, offenbaren diese Daten sensible Details:

Liegen entsprechende Daten von mehreren Rufnummern vor, lassen sich soziale Verbindungen zueinander eindeutig nachzeichen. Dies ist auch im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte um die Funkzellenabfrage in Berlin relevant.

Regelmäßigkeit der Kommunikation auf den Tag verteilt zu den zehn häufigsten Anschlüssen Zur Verdeutlichung haben die Jungs von OpenDataCity zwei Grafiken erstellt. Oben im Artikel sieht man die Korrelation zwischen Gesprächsteilnehmer und Uhrzeit und wie ähnlich diese sind. Sowie die Regelmäßigkeit der Kommunikation auf den Tag verteilt zu den zehn häufigsten Anschlüssen:

Mal sehen, vielleicht lassen sich ja noch weitere Informationen aus den Daten extrahieren und darstellen.

Politische Forderungen

Dass all diese Daten für lange Zeiträume weiterhin gespeichert werden, wird von Datenschützern wie dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung heftig kritisiert. Das sieht auch der Richter Ulf Buermeyer so:

Rath: Warum sind bei den Providern diese Daten noch Tage und Wochen später vorhanden? Wir haben doch derzeit gar keine Vorratsdatenspeicherung …
Buermeyer: Das ist in der Tat bedenklich. Jedenfalls sollten die Datenschützer das dringend mit den Providern klären. Zulässig ist eine Speicherung derzeit nur zu bestimmten eigenen Zwecken der Diensteanbieter, etwa zur Sicherung der Netzqualität. Begehrlichkeiten der Ermittlungsbehörden und die Tatsache, dass die Provider mit Abfragen ja auch Geld verdienen, dürfen dabei keine Rolle spielen.

Malte stellt in seinem Blog-Beitrag folgende Forderungen auf:

  • das Ende der Speicherung von Funkzellen und von Geokoordinaten
  • klare Vorgaben und Festlegung, welche Daten zu Abrechnungszwecken tatsächlich relevant sind und dass diesen Daten eine möglichst niedrige Höchspeicherdauer zugrunde liegen muss.
  • Es bedarf einer transparenten Überprüfung der Speicherung entsprechender Verkehrsdaten bei allen Mobilfunkanbietern durch die zuständige Aufsicht
  • ein Abschaffung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung in ganz Europa.

Der Datenschützer Patrick Breyer zeigt sich übrigens verwundert, warum noch niemand gegen die in seinen Augen “illegale” Speicherpraxis der Anbieter geklagt hat. Vielleicht sollte das einfach mal gemacht werden.

Reposted bymondkroetebrightbyteFreeminder2302mydafsoup-01RKL337hiumdatenwolfincjaggerreturn13leyrereat-slowMaybeADayOffpaket

December 10 2011

Fliegende Autos gibt es erst 2077

Die New York Times hat eine schöne Visualisierung in Form einer Zeitleiste über die Geschichte und Zukunft unseres Lebens mit Computern. Bargeld haben wir noch bis ins Jahr 2056, dann wird es illegal, ein Jahr später kommt es zu den Robot Wars, aber alles wird gut: Bereits zwanzig Jahre nach den Robot Wars gibt es endlich Fliegende Autos!

Das spannende an dem Projekt: Leser können Vorhersagen machen und andere Leser können dabei helfen, die richtige Zeiteinordnung für die Vorhersage zu bestimmen. Wer möchte, dass die Robot Wars früher beginnen, klickt einfach auf “5 Years earlier”. Tolle Idee und Ausführung. Der universelle Übersetzer für Echtzeit-Kommunikation kommt übrigens in zehn Jahren.

November 17 2011

Zapp: Neue Recherchewege – Datenjournalismus

NDR-Zapp hat gestern über “Neue Recherchewege – Datenjournalismus” berichtet.

Wenn man eine Geschichte recherchiert, dann muss man sich als Journalist meistens durch eine Menge Zahlen und Daten wühlen. Die eine Statistik sagt das, die andere das Gegenteil. Schrecklich. In der Regel hat man eine Geschichte und versucht sie dann mit Zahlen zu untermauern. Nun hat sich ein ganz neuer Trend entwickelt. Die Zahlen und Daten sind die Ausgangsbasis für die Recherche, erst daraus ergibt sich die Geschichte. Datenjournalismus nennt man das.

Noch spannender als der knapp fünf Minuten lange Beitrag sind die langen Rohinterviews, die man sich auf der NDR-Webseite anschauen kann:

Das Interview mit Lorenz Matzat, Freier Datenjournalist (24:17 min).

Das Interview mit Christina Elmer, Datenjournalistin “stern” (39:34 min).

Das Interview mit Stefan Wehrmeyer, Aktivist “Open Knowledge Foundation” (08:38 min).

July 22 2011

Datenjournalismus: Es braucht einen langen Atem

Ronnie Grob hat für die Medienwoche Christina Elmer zum Thema Datenjournalismus interviewt, die bei der dpa Redaktorin für Infografiken ist: «Es braucht einen langen Atem».

Hast Du ein Beispiel?

Ein schönes ist das Elterngeld: Jedes Jahr verbreitete das Familienministerium Jubelmeldungen, dass es gut angenommen und auch von immer mehr Vätern beantragt werde, etc. Das statistische Bundesamt liefert dazu jeweils ein Datenblatt, auf dem steht, welche Sätze verteilt wurden und wie lange Elterngeld ausbezahlt wurde. Es stellte sich heraus, dass die Hälfte nur den Mindestsatz erhält, es sich dabei also um Studenten, Arbeitslose oder Geringverdiener handelt. Geplant war das Elterngeld aber, um ganz normal Beschäftigte dazu zu bewegen, eine Pause für das Kind einzulegen. Die meisten Väter beanspruchten das Elterngeld nur für ein paar Monate, die Mütter dagegen zum grössten Teil ein volles Jahr. Das stand zwar in den Daten drin, nicht aber in der Pressemitteilung des Ministeriums.

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June 30 2011

Datenjournal – Einstieg in Datenjournalismus

Datenjournal.de ist ein Projekt des Studiengangs Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt und gibt einen allgemeinen Einstieg in das neue Feld Datenjournalismus.

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May 25 2011

Kleine netzpolitische Karte Europas

Anlässlich des e-G8 hat die französische Nachrichten-Plattform OWNI eine Karte erstellt, die eine Übersicht über die verschiedenen netzpolitischen Brennpunkte in jedem europäischen Land bietet. Wir konnten auch ein paar Inhalte zur Karte beisteuern :

Die Karte kann und soll natürlich noch komplettiert werden.

Wir erinnern auch nochmals an die Petition zum G8-Gipfel, die man hier unterzeichnen kann. Die internationale Erklärung der Petition wurde von insgesamt 36 Organisationen weltweit initiiert und kann im Volltext hier gefunden werden.

(Crossposting von vasistas?)

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April 04 2011

Visualisierung: 10 Jahre Wikipedia

Die Deutsche Welle hat ein schöne interaktive Visualisierung von zehn Jahren Wikipedia online gebracht. Anhand von Zeitleisten kann man sich den Zuwachs von Autoren, Artikeln und anderen Faktoren anschauen.

Hier findet sich die Beschreibung dazu: Datenvisualisierung zu 10 Jahre Wikipedia.

Warum wurde die Spiralform für die Visualisierung ausgewählt?

Die analysierten Daten lagen jeweils für einzelne Monate vor. Um herauszufinden, ob die Entwicklung der Wikipedia linear oder saisonal unterschiedlich erfolgt, braucht man eine Darstellungsform, die das auf einen Blick möglichst eindringlich sichtbar machen kann. Anhand der Spiralform kann man das leicht sehen. Wäre die Wikipedia gleichförmig linear gewachsen, hätte sich eine ideale Spiralform ergeben. Das ist aber nicht der Fall. Bei einigen Faktoren, wie zum Beispiel bei “Neue Artikel pro Tag”, kommt es zu Anomalien, die sich in deutlich sichtbaren Auswölbungen äußern. Klickt man auf “Aktive Wikipedianer” wird auf einen Blick sichtbar, das etwa seit 2008 die Zahl stagniert und sogar zurückgeht.

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