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March 09 2012

OpenStreetMap: Lizenzänderung könnte Lücke reißen

Am 1. April 2012 wird das Projekt OpenStreetMap die Lizenz ändern. Damit dies passieren kann, holte man die Zustimmung einer großen Mehrheit der Mapper ein – doch noch immer fehlen viele Einwilligungen, was dazu führen könnte, dass bei der Lizenzumstellung Bestandteile gelöscht werden müssen. Die genauen Details sind leider teilweise noch unklar. Ein Überblick darüber, welche Fälle unproblematisch sind, findet sich im Wiki. Eine Verlängerung der Frist gilt als unwahrscheinlich, die Foundation wird wohl am Zeitplan festhalten.

Die bisherige Lizenz – Creative Commons BY-SA – hat sich als nicht geeignet für den Anwendungszweck herausgestellt. Deswegen soll die für Datenbanken konzipierte Open Data Commons Open Database License (ODbL) genutzt werden.

Die große Mehrheit der aktivsten Beitragenden hat der Umstellung zwar zugestimmt, doch je geringer die Beitragszahl (und damit wohl auch die Communityanbindung und damit das Wissen um den Vorgang), desto geringer ist die Zustimmungsrate. Auch wer nur wenige Korrekturen gemacht hat, ist daher aufgerufen, der Lizenzumstellung zuzustimmen. Vor allem in Polen und Montenegro, aber auch in Teilen Deutschlands wird sonst ein Teil des Datenwerks verloren gehen.

In einem ähnlichen Fall hat vor einigen Jahren die Wikipedia-Community die Erfahrung gemacht, dass die ursprüngliche Lizenz suboptimal ist; die Lizenzierung wurde in einem nicht ganz unkomplizierten Prozess umgestellt. Wie diese Beispiele zeigen, sollten sich neue Projekte zur Generierung freier Inhalte möglichst früh möglichst viele Gedanken darüber machen, was die verwendete Lizenz leisten soll und welche Fallstricke sie bereit halten könnte.

OpenStreetMap wird unterdessen in immer mehr Dienste eingebunden. Auch auf Grund der Änderung der Nutzungsbedingungen von Google Maps, das für besonders viel genutzte Angebote kostenpflichtig wird, haben u.a. Foursquare und Apple (interessanter Weise mit fehlender Urheber-Nennung) OSM in Produkte eingebunden.

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

February 15 2012

Datenschutz auf dem iPhone: Auch foursquare verschickt ungefragt das gesamte Adressbuch

Das Ausspähen von E-Mail-Adressen und Telefonnummern ist auf dem iPhone scheinbar Mode. Nach Facebook und Path kommt nun raus, dass auch foursquare ungefragt das gesamte Adressbuch an seine Server schickt.

Nach einem Hinweis von Paul Haddad hat Henning Tillmann mal recherchiert und den Nachweis veröffentlicht:

Nach der Anmeldung werden weitere Daten an den Server geschickt, ohne, dass der Nutzer gefragt wird oder ein Hinweis erscheint. Die Daten enthalten die Telefonnummern und E-Mail-Adressen (URL-kodiert).

Dustin Curtis beschreibt, dass dieses skandalöse Vorgehen gängige Praxis bei iPhone App-Entwicklern ist:

I did a quick survey of 15 developers of popular iOS apps, and 13 of them told me they have a contacts database with millons of records. One company’s database has Mark Zuckerberg’s cell phone number, Larry Ellison’s home phone number and Bill Gates’ cell phone number. This data is not meant to be public, and people have an expectation of privacy with respect to their contacts.

Jennifer Van Grove führt weitere Beispiele an:

Facebook, Twitter, Instagram, Foursquare, Foodspotting, Yelp, and Gowalla are among a smattering of iOS applications that have been sending the actual names, email addresses and/or phone numbers from your device’s internal address book to their servers, VentureBeat has learned.

Einige der dafür kritisierten Betreiber winden sich nun rum und wollen wohl die Benutzerin vorher um Erlaubnis fragen. Das ist ja wohl das Mindeste.

Das Problem sitzt aber tiefer. Die hier übermittelten Daten betreffen ja nicht nur den Anwender der App, sondern alle Menschen in seinem Adressbuch. Diese Daten zu übermitteln, ohne die Einwilligung vom Eigentümer der jeweiligen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu haben, verstößt nicht nur gegen deutsches Datenschutzrecht, sondern ist einfach völlig daneben. Und mal ehrlich: Hand hoch, wer wirklich alle Leute in seinem Adressbuch einzeln gefragt hat!

Jeder Mensch hat das Recht, sich im Internet nackig zu machen. Aber alle anderen haben auch das Recht, das nicht machen zu müssen. Wenn du dein Addressbuch mit Internet-Diensten synchronisierst, dann will ich da nicht drin stehen.

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