Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

October 02 2013

IS4CWN: Konferenz für Wireless Community Networks in Berlin

logo3In Berlins c-base findet von Mittwoch bis Freitag das “International Summit for Wireless community Networks” statt – wir hatten dazu schonmal etwas geschrieben. Gerade hielten Sascha Meinrath, Direktor des Open Technology Institutes und der Berliner Staatssekretär Björn Böhning die Keynotes. IS4CWN bietet Aktivisten, Hackern, Techies, NGOs und allen anderen Interessierten und Involvierten in Community Wireless Networks eine Plattform zum netzwerken, austauschen und fachsimpeln. Wir berichten für euch an dieser Stelle etwas darüber.

Keynote – Sascha Meinrath

Sascha Meinrath erzählte davon, wie seine persönliche Arbeit in und für Community Wireless Networks vor nun 13 Jahren in den USA startete. Als damaliger Psychologie-Student an der University of Illinois at Urbana–Champaign startete er ein kleines Wifi-Projekt. Interessant ist, dass Meinrath davon überzeugt ist, dass für den Erfolg von CWNs es nicht nur reicht tolle Technik zu entwickeln und rechtliche Hürden zu ebnen – seiner Meinung nach viel entscheidender ist es den Kern der Sache zu erkennen: Soziale Beziehungen, Mitgefühl, Reflexion. Das sollte in Meinraths Augen der Grundstein jeglicher Anstrengungen sein.

 

Session: Community Organizing and Alternative Business Models (Bart Braem, Russell Senior)

Präsentation der europäischen CONFINE Projekts – akademische Perspektive und Analyse von Community Wireless Networks. Bisher wurden 19 CWNs ‘weltweit’ (nicht Asien) untersucht. Hierbei kamen seit Start des Projektes in 2011 schon ein paar Erkenntnisse zustande:

  • Die meisten nutzen OpenWrt als Router-Firmware
  • OLSR als Routing-Protokoll ist am beliebtesten
  • Als Hardware sind Geräte von Ubiquity sehr beliebt.
  • Die größten Hürden für CWN Projekte sind Finanzierung, freiwillige Helfer finden und motivieren, Standorte für Nodes und, natürlich, rechtliche Unsicherheit

Im Publikum kamen einige interessante Fragen für das nächste Survey auf: Was ist das Ziel und die Motivation der einzelnen CWN-Initiativen? Sind solche CWNs eher von Hackern und Nerds für Gleichgesinnte, oder gibt es CWNs, die aktiv Support geben für den gewöhnlichen Nutzer? Wie kann man Erfahrungen zwischen CWN-Initiativen besser austauschen?

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

flattr this!

September 05 2013

International Summit for Community Wireless Networks (IS4CWN) am 2. – 4. Oktober in Berlin

logo Zum zehnten Mal findet vom 2. bis 4. Oktober das IS4CWN statt – dieses Mal in der c-base in Berlin. Initiatoren und Sponsoren sind Acorn Active Media Foundation, Chambana.net, das Open Technology Institute und Freifunk. Das Summit richtet sich an all jene, die sich mit Community-Netzwerken beschäftigen – sei es von akademischer Seite aus, als Aktivist, Administrator oder mit einer rechtlichen Perspektive. Als Sprecher werden u.a. Amelia Andersdotter, Mahabir Pun, Joana Varon Ferraz, Virginia Eubanks, Björn Böhning, Juergen Neumann und Sascha Meinrath vor Ort sein.

The International Summit for Community Wireless Networks brings together leading technology experts, policy analysts, on-the-ground-specialists and university researchers working on state-of-the-art community broadband projects across the globe… and will serve as an opportunity to share ideas and challenges, discuss policy issues, and coordinate research and development efforts.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

flattr this!

April 11 2012

Neue Bundesratsinitiative soll WLAN-Anbieter vor Abmahnungen schützen

Die Regierungsfraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus stießen letzten Freitag eine Bundesratsinitiative an, die zu mehr Rechtssicherheit von Betreibern öffentlicher WLANs führen soll. Vorausgegangen war eine Abmahnwelle gegen Gaststätten mit kostenlosem Internetzugang, die einzelne Cafés schon zur Abschaltung ihrer Hotspots bewegte.

Betreiber von öffentlichen WLAN-Hotspots dürften demnach von Abmahnungen “befreit” sein, wenn sie den Zugang ihrer Kunden nach noch festzulegenden Kriterien ausreichend überwachen.

So heißt es im Antrag ans Abgeordnetenhaus, es solle “Eine Haftung für unbefugte Nutzer [...] jedenfalls dann nicht eintreten, wenn erforderliche technische Schutzmaßnahmen ihrem Zweck entsprechend wirksam gegen eine unbefugte Drittnutzung des Zugangs eingesetzt worden sind.” Hierzu bedürfe es “einer Regelung, die die Anforderungen an die jeweils einzusetzenden Schutzmaßnahmen auch unter Zumutbarkeitskriterien eindeutig und allgemein verständlich definiert.

Die Initiative Freifunk, die an über tausend Punkten in ganz Deutschland kostenlose Hotspots zur Verfügung stellt, begrüßt die Initiative in einer Presseerklärung. Gleichzeitig wird aber auch die Einhaltung des Telemediengesetzes angemahnt, das eine Überwachung der Nutzer durch Internetanbieter verbietet und auch eine anonyme Nutzung garantiert (Abs. 6). Fragwürdig sei auch die Verwendung des nicht näher definierten Begriffs “unbefugte Nutzer”.

 

January 16 2012

NPP115: Alexander Morlang – Piraten im Abgeordnetenhaus

Alexander Morlang ist einer der 15 Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Ausschusses für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit (Im Volksmund auch “Piraten-Ausschuß” genannt, “Netzpolitik-Ausschuß wäre aber wohl passender).

Im Netzpolitik-Podcast erzählt Alexander Morlang ausführlich über seine Erfahrungen als Pirat, die ersten Tage im Berliner Abgeordnetenhaus und die Anforderungen der selbstverschriebenen Basisdemokratie. Er twittert als @alx42 und will zukünftig hier mehr bloggen.

Das Interview dauert 1:50h und ist als mp3 (100MB) und ogg (66 MB) erhältlich.

Zur Orientierung:

Anfang: Background Jugend im CCC, Hamburger “Wahlstift”

Ab Minute 5:30 Persönliche Vorgeschichte

Ab 8:30 Exkursion zum Thema FREIFUNK

Ab 16:00 Wie funktioniert Liquid Feedback

- Wie geht man mit dem Versprechen der Basisdemokratie um

Papier des wissenschaftl. Dienstes über Online-Parteitage (25:48)

- Transparenz vs Datenschutz, Klarnamen im Internet für politische Debatten

-  Neue Liquid-Feedback Version mit Gebietsmanagement

Ab 48:00 Situation der Piratinnen

- Zurückhaltende aber kompetente Leute nach vorne bringen

Ab 58:00 Über die ersten Tage im Parlament

- Wie läuft die Arbeit im Abgeordnetenhaus

- Raumfrage, Persönliche Refernten

- Schnittstelle zur Liquid Democracy

- Mitgliedschaft in Ausschüssen

Ab 1:14:00 Ausschuss für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit (IT-Dat) mit Piratenvorsitz

- Wie kommt es zu einem Ausschuss

- Was sind die Ziele?

- Wie funktioniert ein Ausschuss?

- Wer sagt was zu OpenData

- Einsatz von OpenSource in der Verwaltung

- Netzpolitik068: Leonard Dobusch über Linux in Kommunen

- Pläne für die Zukunft

Ab 1:33:00 Kommunikationsverhalten als Abgeordneter

- Umgang mit “Shitstorms”

- Einsatz des Internets zur Politikkommunikation (Blog, Beleidigungsseite, “Klowand”, Jabber, Twitter, Wiki, LQFB, Etherpad)

- Blog als zentraler Kommunikationsort

- Wie schafft man Transparenz?

Reposted bymondkroete mondkroete

May 25 2010

Zehn nach halb elf: Beliebers, Daten- und Jugendschutz

Zugegeben, ich habe von dem, was heute im Netz passiert ist, nicht wirklich viel mitbekommen. Vorhin musste ich sogar fragen, wer oder was dieser Justin Bieber ist, der ProSieben bei Twitter einen Shitstorm eingebracht hat, den selbst ein Sascha Lobo nicht ohne weiteres weggesteckt hätte.

Für die ein oder andere emotionale Grenzreaktion im Lager der Piratenpartei sorgte am Wochenende auch Ole Reißmanns Stück “Piraten erleiden Schiffbruch” bei Spiegel Online. Und nein, die Demo “Freiheit statt Angst” war keine Idee der Piraten. Haben diese aber auch nie behauptet.

# Piraten erleiden Schiffbruch (Ole Reißmann, Spiegel Online)

Keine Sorge, es geht noch schlimmer. Nehmen wir nur die Berichterstattung von Spiegel Online zum Tauss-Prozess. Rainer Kaufmann hat sich die Mühe gemacht und einige Artikel der letzten Tagen einem Realitätsabgleich unterzogen. Herausgekommen ist eine Analyse einer journalistischen Kapitulationserklärung. Ebenfalls lesenswert in diesem Zusammenhang: Der Aufsatz “Der Fall Tauss und seine mediale Inszenierung” der beiden Tauss-Anwälte Jan Mönikes und Gregor Wettberg (Achtung, 23 Seiten …):

# Tauss-Prozess: Willkommen im Boulevard (Rainer Kaufmann, bruchsal.org)
# Der Fall Tauss und seine mediale Inszenierung (PDF) (Jan Mönikes & Gregor Wettberg)

Auch auf die Gefahr hin, gleich wieder als Google-Fan beschimpft zu werden: Das Pac-Doodle aus dem Google-Logo kann man nun unter http://www.google.com/pacman/ spielen.

# Weiterspielen: Googles Pac-Man Doodle (Google)

Derweil eskaliert der Streit um die im Rahmen des StreetView-Projektes mitgeschnittenen WLAN-Daten. Beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein ist zu lesen, dass in 33 Ländern WLAN-Inhaltsdaten mitgeschnitten wurden. 6 verlangen inzwischen von Google Zugriff auf die Daten, wobei aus einigen Ländern noch keine Rückmeldung vorliegt.

# Street View: Weitere Staaten fordern Herausgabe der erhobenen WLAN-Daten (O. Langfeldt, ULD)

Und wenn wir schon bei Datenschutzskandalen sind: Nach einem Bericht von NDR Info, den Heise Online zusammenfasst, hat der Handelskonzern Rewe Kunden, die bargeldlos per Karte zahlen, eine Einwilligung der Weitergabe ihrer Daten an ein Unternehmen für Zahlungsdienstleistungen sowie zwei Wirtschaftsauskunfteien untergeschoben.

Zudem gebe es bei einem für Rewe und zahlreiche andere Unternehmen tätige Dienstleister “Hinweise darauf, dass die Kundendaten über längere Zeit gespeichert werden und eventuell sogar Profile erstellt werden”.

# Datenschützer gegen Rewe (NDR Info)
# Datenschützer kritisieren Lastschriftverfahren bei Rewe (Andreas Wilkens, Heise Online)

Und wo wir gerade beim Thema sind:
# Unsicher? Wir haben doch nix zu verbergen 2010 (Opalkatze)

Die Meldung, dass die beiden SPD-Medienexperten Björn Böhning und Lars Klingbeil den JMStV kritisieren, ist nur auf den ersten Blick keine Neuigkeit. Böhning und Klingbeil gehören bekanntlich zu den Initiatoren des Gesprächskreises Netzpolitik der SPD. Nachdem sich der GK letzte Woche eindeutig positioniert hatte, kommt das Statement nicht also überraschend. Mit ihrem Brief an die SPD-Fraktionen in den Landtagen gegen die beiden Politiker nun einen Schritt weiter. Hoffen wir, dass die Argumente ankommen. Eine kompakte Zusammenstellung der Argumente gegen den JMStV-E gibt es ganz frisch auch beim AK Zensur. Nur für den Fall, dass noch jemand einen Arguliner für ein persönliches Gespräch mit seinem Landtagsabgeordneten sucht.

# SPD-Medienexperten kritisieren Novelle des Jugendmedienschutzes (Heise)
# Forderungskatalog des AK Zensur zum JMStV (AK Zensur)

Abschließend, und weil des Internet ja bekanntlich kein rechtsfreier Raum ist, noch zwei Links. Felix Neumann greift eine Diskussion zum Urheberrecht von der SIGINT auf. Kann ich nur empfehlen, die Diskussion in Köln war ja eher enttäuschend. Udo Vetter beschäftigt sich im Lawblog noch einmal mit dem Urteil des BGH zur WLAN-Haftung: Nein, man muss keine Bußgelder zahlen, wenn man sein WLAN nicht verschlüsselt. Teuer werden kann es trotzdem.

# Der Öffentlichkeit nicht den Boden entziehen. Anforderungen an ein neues Urheberrecht (Felix Neumann)
# Hilfe, ein unverschlüsseltes WLAN (Udo Vetter, lawblog)

Reposted by02mydafsoup-01krekk

May 14 2010

Freies WLAN für Berlin – Freifunk für Berlin

Am 31. März gab es eine Info-Veranstaltung zu “Freies WLAN für Berlin – Freifunk für Berlin“. Die Videos der Veranstaltung stehen jetzt einzeln auf Youtube und können auch komplett hier angeschaut werden:

In Vorbereitung auf diese Veranstaltung wurde vom Freifunk-Aktivisten Mario Behling in Kooperation mit Stefan Ziller, MdA ein Arbeitspapier (erste Fassung, PDF) als Grundlage für die weitere Diskussion geschrieben, welches nun von allen im Wiki von freifunk.net weiter ausgearbeitet und ergänzt werden kann.

Dises Wochenende findet in der c-base in Berlin übrigens das “Wireless Community Weekend 2010” statt.

May 12 2010

BGH schränkt Folgen der Störerhaftung für WLAN-Betreiber ein

Der Bundesgerichtshof hat heute in Sachen Störerhaftung bei WLAN-Netzen entschieden. HIer sind erste Reaktionen und Analysen. Was die Entscheidung für Freifunk & Co bedeutet, wird wohl erst bei Veröffentlichung des Urteils sichtbar,

Pressemitteilung der Bundesgerichtshof: Haftung für unzureichend gesicherten WLAN-Anschluss.

Privatpersonen können auf Unterlassung, nicht dagegen auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, wenn ihr nicht ausreichend gesicherter WLAN-Anschluss von unberechtigten Dritten für Urheberrechtsverletzungen im Internet genutzt wird. Das hat der u. a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschieden.

Thomas Stadler: BGH: Betreiber eines W-LANs haftet mit Einschränkungen.

Der BGH hat mit Urteil vom 12.05.2010 (Az.: I ZR 121/08) eine Haftung des Inhabers eines Internetanschlusses, über dessen W-LAN Dritte Urheberrechtsverletzungen (Filesharing) begehen, grundsätzlich bejaht. Dabei schränkt der BGH die Verantwortlichkeit des Anschlussinhabers allerdings deutlich ein. Denn der BGH sieht nur einen Unterlassungs- aber keinen Schadensersatzanspruch als gegeben an. Vor allen Dingen möchte der BGH in diesen Fällen – anders als die Mehrheit der instanzgerichtlichen Rechtsprechung – die Regelung des § 97 a Abs. 2 UrhG anwenden, wodurch die Abmahnkosten auf einen Betrag von EUR 100,- begrenzt werden.

Jens Ferner: Anmerkung: BGH zur Störerhaftung bei WLAN-Betrieb.

Heise: BGH schränkt Folgen der Störerhaftung für WLAN-Betreiber ein.

Besonders bitter dürfte den Urheberrechtsmassenabmahnern ein Hinweis des BGH bezüglich der Höhe der Abmahngebühren aufstoßen. Der für Urheberrechtssachen zuständige 1. Senat des höchsten Gerichts merkte an, dass es seit 2008 den Absatz 2 des Paragrafen 97a Urheberechtsgesetz (UrhG) gibt. Dieser sieht eine Höchstgrenze von 100 Euro für Urheberrechtsabmahnungen dann vor, wenn es sich um “einfach gelagerte Fällen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs” handelt. Zwar sei diese Regelung im konkreten Fall noch nicht gültig gewesen, aber bei Fällen wie dem verhandelten fallen gegenwärtig “insofern maximal 100 Euro an”. Damit dürfte der BGH das Geschäftsmodell der Abmahnanwälte aushebeln, die mit hohen Gebühren und Schadensersatzforderungen Kasse machen.

April 20 2010

Telepolis zu offenen WLANs und Anonymität im Netz

Im Vorfeld des für den 12. Mai erwarteten Urteils des Bundesgerichtshofes zum Betrieb offener WLANs, erläutert Oliver Garcia auf Telepolis die Tragweite der Entscheidung: Insbesondere durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Integrität von Telekommunikationnetzen und zur Vorratsdatenspeicherung liege sie auf verfassungsrechtlicher Ebene:

Es ist verfehlt zu meinen, im vorliegenden Fall ginge es lediglich um die Aufstellung von rechtlichen Regeln für Funknetze. Die Frage ist im Kern eine andere, und der jetzige Streitfall kann nicht entschieden werden, ohne auf sie eine Antwort zu geben. Es geht um die Frage: Ist eine anonyme Internetnutzung rechtlich missbilligt? Ist sie eine einzudämmende Gefahr?

Diese ist schlichtweg auch nicht neu: Internetcafés, Hotels, Schulen, Bibliotheken und gute Freunde stellen auch mehr oder wenig anonym Netzzugang bereit. Allen Institutionen eine “Speicherpflicht” aufzubürden hält Garcia für Grundgesetz-widrig:

Ein solches Pflichtenregime kann von der Rechtsprechung nicht unter Anwendung der allgemeinen Regeln der Störerhaftung und/oder der Verkehrssicherungspflicht eingeführt werden.

Eine Begründung dafür liege in der bisherigen Rechtsprechung des BGH, welche explizit ein “Recht des Internetnutzers auf Anonymität” herleitet. Schließlich liege die Kompetenz dieses abzuschaffen auch alleinig beim Gesetzgeber.

Da müssen wir wohl weiter aufpassen, aber erstmal gespannt auf das Urteil bleiben. Jedem juristisch-Interessierten sei der ganze Artikel sehr ans Herz gelegt.

Reposted by02mydafsoup-01mondkroetecoloredgrayscalesofias

March 27 2010

Infoabend: Freies WLAN für Berlin

Die Berliner Freifunker sowie die hiesige Grüne Abgeordnetenhaus-Fraktion laden zu kommenden Mittwoch zu einer kleinen Informations- und Diskussionsveranstaltung über Freifunk und seine politische Dimension:

In mehreren Kurzvorträgen werden Freifunk, die dahinter steckenden Prinzipien und Techniken, wissenschaftliche und wirtschaftliche Seiten sowie der den rechtlichen Hintergrund erläutert. Im zweiten Teil soll die Frage wie wir einem “Freien WLAN” in Berlin näher kommen können, im
Mittelpunkt stehen.

Mittwoch, 31. März 2010, 19 – 21 Uhr
Radialsystem V GmbH – www.radialsystem.de
Holzmarktstraße 33 – S-Bhf. Ostbahnhof

Und um für einen anschließenden Empfang genug Schnittchen ordern zu können, bitten wir um eine kurze Mail an netzpolitik_ät_buero-ziller.de – aber auch spontan ist jedeR herzlich eingeladen.

March 07 2010

Spendenaufruf “Freifunk statt Angst”

Der Bundesgerichtshof will am 18.3.2010 darüber entscheiden verhandeln, wie sich die Störerhaftung bei einem WLAN darstellt. Das könnte auch für freifunk.net ein sehr wichtiger Termin werden. Dazu wurde jetzt der Spendenaufruf “Freifunk statt Angst” gestartet, um eine Kriegskasse in Form eines Rechtshilfefonds aufzubauen.

Spendenaufruf “Freifunk statt Angst”

Die Gemeinschaft der Freifunkerinnen und Freifunker braucht Eure/Ihre Unterstützung! Windige Advokaten überziehen unser Land mit einer Welle von unberechtigten Abmahnungen. Sie diskreditieren die Freifunkidee und versuchen Freifunk in die Ecke von Internetkriminalität zu stellen. Gemeinsam wollen wir alle Rechtsmittel ausschöpfen und uns dagegen wehren. Aus diesem Grund gründen engagierte Freifunkerinnen und Freifunker einen Rechtshilfefond. Aus diesem Fond sollen bedrohte Freifunker und Freifunkerinnen unterstützt werden, damit sie sich gegen unberechtigte Abmahnungen wehren können, ohne das finanzielle Risiko alleine tragen zu müssen.

* Wir bitten um Spenden mit dem Stichwort: “Freifunk statt Angst!” an den Verein:
* Förderverein Freie Netzwerke e.V.
* Konto 722 722 7006
* BLZ 100 900 00
* Berliner Volksbank
* Verwendungszweck: Freifunk statt Angst!

Damit wir die juristische Klärung des Sachverhalts finanzieren und die finanziellen Risiken auf viele Schultern verteilen können.

Thomas Stadler hat zum nahenden BGH-Urteil gebloggt: Haftung für privates W-LAN.

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl