Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

May 10 2012

Crowdfunding gegen ACTA erfolgreich

Es gibt ein Update zu unserer ACTA-Crowdfunding-Aktion, die der Digitale Gesellschaft e.V. vor drei Wochen gestartet hatte. Unser Ziel waren 15.000 Euro zu sammeln, um diverse Kampagnen-Ideen gegen ACTA realisieren zu können. Das Ziel haben wir mittlerweile geschafft. Über Betterplace sind rund 12.000 Euro von 331 Spendern eingegangen. Dazu haben wir noch rund 1.000 Euro direkt gespendet bekommen und 3.000 Euro stiftet der Chaos Computer Club dazu. 1000 Euro in Druckleistungen spendet uns die Druckerei INnUP (im Gegentausch bekommen sie einen Link auf Flyer drucken) und die Druckerei Hot-flyer gibt uns 30% auf alle Druckmaterialien.

Das Geld gibt uns jetzt die Freiheit, verschiedene Offline-Materialien produzieren und anschließend kostenlos an viele zu verteilen zu können. Dazu gehören 50.000 Info-Flyer, die man hier als PDF bereits lesen kann.

Eine weitere Idee, die wir jetzt realisieren, sind Absperrbänder mit ACTA-Warnung. Hierfür wollen wir 300 Stück (mit jeweils 66m Länge) produzieren lassen und verteilen. Die Idee dahinter ist, in den öffentlichen Raum zu gehen, wo Menschen damit Wege versperren und Fotos davon machen. Die Message ist “ACTA blockiert #Grundrechte #FreiesInternet”. Auf der re:publica haben wir das bereits ausprobiert und die Idee hat funktioniert.

Auch werden wir 250 Jutebeutel mit der Message “Die Katze im Sack” drucken lassen und an alle 99 Europaabgeordneten samt Erklär-Materialien verschicken und sie darauf hinweisen, dass ACTA aufgrund vieler schwammiger Formulierungen und unterschiedlicher Interpretationen wie die berühmte Katze im Sack ist, wo man nicht weiß, worüber man abstimmt. Eine kleinere Auflage geht nicht, daher verschenken, versteigern und verkaufen wir die übrigbleibenden Jutebeutel.

Für den dritten europäischen Aktionstag gegen ACTA am 9.6. werden wir noch Mobilisierungsflyer im Postkartenformat in großer Auflage produzieren und drucken lassen. Die sind noch nicht ganz fertig und wir werden zu einem späteren Zeitpunkt hier darüber berichten. Dann gibt es auch mehr Infos, wie man die Aktionspakete, bestehend aus den Info- und Demo-Flyern bestellen kann. Unser Dank geht an 10hoch16, die uns mit Ideen und ihren Designkünsten unterstützt haben. Und natürlich vor allem an alle Spender und an alle, die uns geholfen haben, den Spendenaufruf zu verteilen.

Mehr Ideen haben wir auch, aber dazu gibt es später mehr. Wir freuen uns natürlich auch über weitere finanzielle Unterstützung bei der Realisierung unserer Kampagnen-Ideen.

Reposted byylem235mynniakaddiinteressiert-mich-netfoxbananadesi

April 18 2012

Du gegen #ACTA: Crowdfunding von Aktionen und Materialien

Ihr Browser unterstützt keine Iframes. Online Spenden auf betterplace.org ACTA ist kurz vor dem Umfallen. Gemeinsam mit anderen Akteuren, mit Nutzern und Aktivisten auf europäischer Ebene hat der Digitale Gesellschaft e.V. intensiv daran gearbeitet, dass das klappt. Damit der wankende ACTA-Riese nun endgültig kippt, brauchen wir Hilfe und Unterstützung. Wir haben ein Crowdfunding-Experiment gestartet und und sammeln Spenden über Betterplace. Dort kann uns über Bankeinzug, Kreditkarte und Paypal gespendet werden. Selbstverständlich gibt es auch weiterhin eine Spendenmöglichkeit über Bankeinzug auf unserer Webseite.

Und das ist unser Spendenaufruf:

Im Februar 2012 sind hunderttausend Menschen in über 60 Städten alleine in Deutschland auf die Straße gegangen, um gegen ACTA zu demonstrieren. Bis dahin gab es wenig politische und gesellschaftliche Debatte über die gefährlichen Nebenwirkungen des umstrittenen Handelsabkommen. Nun ist die Chance da, eine Mehrheit im EU-Parlament zu organisieren, um ACTA im Sommer dahin zu werfen, wo es hingehört: In den Papierkorb. Denn ACTA ist schädlich, intransparent und undemokratisch.

Von ACTA-Befürwortern wird immer in den Raum geworfen, ACTA-Kritiker hätten keine Argumente. Natürlich haben wir die und wir können die auch kommunizieren. Wir wollen damit aber auch raus in die analoge Welt und mehr Menschen erreichen und überzeugen!

ACTA ist zudem ein Symbol geworden. Das Abkommen steht für eine langfristige Zementierung eines dringend reformbedürftigen Urheberrechts, das an die digitale Lebenswelt angepasst werden muss. ACTA steht für den einseitigen Abbau von Nutzer- und Grundrechten zugunsten einer schärferen Durchsetzung von Urheberrechten durch eine Privatisierung der Rechtsdurchsetzung. Netzsperren, 3-Strikes-Systeme und die Echtzeitüberwachung des Datenverkehrs sind der Geist von ACTA, den wir in anderen europäischen Staaten teilweise schon beobachten können. Mit ACTA kann dieser Weg zu einer geltenden internationalen Norm werden. Das Abkommen ist daher eine Richtungsentscheidung – und wir wollen in die andere Richtung!

Eine Mehrheit im Europaparlament gegen ACTA ist noch nicht sicher. Jetzt gilt es, den Druck aufrecht zu erhalten.

Wir sind davon überzeugt, dass wir die Chance haben, zusammen mit vielen in diesem Sommer ACTA zu besiegen. Die Lobby der Befürworter ist groß, finanzkräftig, mächtig und lautstark in den Medien vertreten. Doch wir haben die besseren Argumente, kreative Ideen, große Netzwerke und Ideale. Was noch zur besseren Umsetzung fehlt ist eine Finanzierung. Dafür brauchen wir Hilfe und Unterstützung.

Dafür sammeln wir Geld: Unser Ziel sind 15.000 Euro.

Wir wollen verschiedene Informationsmaterialien zusammen mit Designern entwickeln, in größerer Auflage drucken lassen und anschließend verteilen. Wenn die Spendensumme erreicht wird, werden für wir jede Stadt in der eine Aktion oder Demonstration stattfindet, ein großes kostenloses Informations-Paket zusammenstellen. Dazu gehören Flyer, Postkarten, Aufkleber und wahrscheinlich auch Poster. Diese wollen wir jeweils in größerer Auflage produzieren. Ob wir 10.000, 30.000 oder noch mehr Flyer drucken lassen, hängt natürlich von der Nachfrage ab.

Wir wollen eine Hotline einrichten, wo sich Menschen mit Fragen zu ACTA und den Protesten hinwenden können. Hier soll jedem weiter geholfen werden der noch offene Fragen zu Acta hat, oder sich informieren möchte, wie man eine Anti-ACTA-Demonstration anmeldet – vom Medienvertreter, über den Politiker bis hin zum Schüler. Wir wollen Muster-Pressemitteilungen für lokale Aktionen und Demonstrationen vor formulieren und bei der lokalen Pressearbeit unterstützen. Kurzum: Wir wollen unser Wissen und unsere Erfahrung Vielen zur Verfügung stellen.

Im Rahmen einer “Nicht die Katze im Sack wählen – Aktion” wollen wir individuell designte Jutebeutel an alle deutschsprachigen EU-Abgeordnete verschicken, um sie genau darauf hinzuweisen: Dass bei ACTA vieles aufgrund schwammiger Formulierungen und unterschiedlicher Auslegungen unklar ist und sie über die berühmte “Katze im Sack” abstimmen.

Zur besseren Visualisierung von netzpolitischen Ereignissen und zur visuellen Beschreibung der Streitpunkte bei ACTA wollen wir in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Illustrator ein Set von Comic-Figuren entwickeln, z.B. den “ACTA-Man”. Das Ziel ist eine universell zu verstehende Bildsprache. Alle daraus entstehenden Figuren werden selbstverständlich wie alle anderen im Rahmen der Kampagne entworfenen Materialien unter eine freie Lizenz gestellt und können von anderen weiter entwickelt werden. Ob das klappt, wissen wir nicht, aber wir sind zuversichtlich und wollen die Idee ausprobieren.

Um uns mit anderen ACTA-Aktivisten in Europa besser zu vernetzen und direkt mit EU-Abgeordneten in Brüssel oder Straßburg sprechen zu können, brauchen wir ein kleines Fahrtkosten-Budget.

Wir wollen dazu einen flexiblen Aktionstopf haben, um kurzfristig Aktionen und Ideen bis zur Abstimmung umsetzen zu können um Aufmerksamkeit auf ACTA und die kritischen Punkte zu schaffen.

Für uns ist das hier ein Experiment. Wir haben die Summe von 15.000 Euro grob zusammen gerechnet, indem wir die vielen einzelnen Punkte kalkuliert, sowie Verwaltungskosten und einen Puffer für mehr Flexibilität ein berechnet haben. Selbstverständlich freuen wir uns auch über mehr Spenden als diesen wünschenswerten Betrag und werden alle Gelder für die Sicherung und den Ausbau von digitalen Bürgerrechten investieren.

Reposted byfoxbanana foxbanana

April 04 2012

Video: Mogis und Freunde

Alexander Lehmann hat ein Unterstützervideo für MoGIS gemacht:

Hintergrund ist, dass MoGIS sicht breiter aufstellen will:

Mit “MOGiS und Freunde” wollen wir versuchen den Aufkleber “Opferverein” loszuwerden, denn dieser lastet wie ein Betondeckel auf uns und unserer Arbeit und nimmt uns die Luft zum Atmen. MOGiS war eigentlich schon immer offen für die Mitarbeit von Nichtbetroffenen. Leider hat sich das noch nicht so herumgesprochen. Mit der Ausrichtung auf Kinder- und Bürgerrechte, dem neuen Erscheinungsbild und dem neuen Domainnamen hoffen wir nun, dass wir einen größeren Personenkreis mit unserer Arbeit erreichen und einbinden können.

March 31 2012

Wikimedia-Restrukturierung: Sue Gardner setzt sich durch [Update]

Nach längerer, teil heftig geführter Debatte über eine Neuordnung von Fundraising und Mittelverteilung in der Wikimedia (“Wikimedia-Geschäftsführerin präsentiert Pläne für radikale Restrukturierung” bzw. “Wikimedia-Vereine gegen Zentralisierung des Fundraisings“), kam es in der Nacht von Gestern auf Heute zur Entscheidung im Vorstand der Wikimedia Foundation. Dabei setzte sich Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner in nahezu allen wesentlichen Punkten mit ihrem, vor allem von den größeren nationalen Wikimedia-Vereinen wie Wikimedia Deutschland kritisierten, Vorschlag durch. Die beschlossene Resolution findet sich auf Englisch am Blog von Vorstandsmitglied Stu West und enthält im wesentlichen die folgenden Eckpunkte:

  • Alle über Wikimedia-Projektseiten – also vor allem die verschiedenen Sprachversionen der Wikipedia – gesammelt Spenden gelten in Zukunft als “Geld der Bewegung” (“movement money”), über dessen Verwendung “breit und partizipativ, in Übereinstimmung mit Mission, Vision und Werten” entschieden werden soll.
  • Damit verbunden ist die Einrichtung eines zentralen, von Freiwilligen getragenen (“volunteer-driven”) Funds Dissemination Committees (FDC), für dessen konkrete Ausgestaltung Sue Gardner bis 30. Juni diesen Jahres einen einen Vorschlag vorlegen soll. Ausgenommen von der Mittelverteilung durch das FDC sind nur Gelder für Kerngeschäft und Betriebsmittelrücklagen der Wikimedia Foundation. Alle anderen Ausgaben müssen hinkünftig durch das neue Gremium. Antragsberechtigt sind alle Akteure in der Bewegung (“movement entities”), also Einzelpersonen, Wikimedia-Chapter, andere Vereine und die Wikimedia Foundation selbst chapters, für Aktivitäten zur “Unterstützung der gemeinsamen Mission”.
  • Das FDC legt auch das Spendenziel fest. Beides, Spendenziel und Plan zur Mittelverteilung müssen vom Vorstand der Wikimedia Foundation abgesegnet werden.
  • Die neuen Strukturen sollen in zwei Stufen bis zur Spendenkampagne 2013/2014 eingeführt und 2015 evaluiert werden.
  • Mit Ausnahme der vier Wikimedia Chapter in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und dem Vereinigte Königreich, die das heute bereits tun, dürfen vorerst keine weiteren Wikimedia-Vereine eigenständig Spendengelder einsammeln. Diese Möglichkeit soll in Zukunft nur offenstehen, wenn damit ein substantieller Beitrag für die Bewegung verbunden ist, der die damit verbundenen Aufwände auf Seiten von Chapter und Foundation übersteigt. Ob das so ist, beurteilt die Wikimedia-Geschäftsführung.

Dieser letzte Punkt war das einzige, aber durchaus wesentliche Zugeständnis an die großen Wikimedia Chapter, allen voran Deutschland. Denn auf diese Weise wird es in Deutschland auch in Zukunft möglich sein, Spenden an die Wikimedia steuermindernd geltend zu machen.

Für die Beurteilung der Folgen dieser Resolution wird es notwendig sein, den Vorschlag von Gardner für die Ausgestaltung des FDC sowie die verschiedenen Typen von Förderungen abzuwarten. [Update] Besonders Zusammensetzung und Beschickung des Gremiums sowie dessen Verhältnis zum Wikimedia Vorstand sind noch unklar:  Wird das FDC ein kleiner Ausschuss oder eine Art “Wikimedia Parlament”, das größtenteils aus Freiwilligen besteht und auch von diesen gewählt wird?  Wie elian in einem Kommentar angemerkt hat, gibt es bereits einen Entwurf für die Struktur des FDC, der ein winziges Gremium von 5-7 Personen vorsieht, wobei bis zu einem Drittel der Mitglieder Angestellte der Foundation sein sollen. Das FDC soll vom Vorstand der Foundation bestellt werden. Was daran besonders “volunteer-driven” sein soll, erschließt sich zumindest auf den ersten Blick nicht. Und auch eine angemessene Repräsentation der Wikipedia Community erscheint schon alleine auf Grund der Größe des Gremiums unmöglich. [/Update]

Ebenfalls unklar ist, wer in Zukunft jenseits der Wikimedia Chapter größere Beträge aus den Spendengeldern erhalten wird. Denn abgesehen von den länderbasierten Chaptern gibt es bislang keine anerkannten Wikimedia-Vereine oder Institutionen, die Gelder beantragen könnten.

 

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

January 05 2012

Wikimedia Deutschland steigert Spendenaufkommen um 72%

3,8 Millionen Euro in 50 Tagen – So lautet die Statistik des diesjährigen Spendenaufrufs von Wikimedia Deutschland. Im Vergleich zu den 2,2 Millionen aus dem Jahr 2010 ergibt sich damit eine Steigerung der Einnahmen um 72%. Die Anzahl der Spender hat sich auf ca. 160.000 verdoppelt, im Schnitt hat also jeder Spender 23,75€ eingezahlt.

In einer Pressemitteilung bedankt sich die Wikimedia Deutschland e.V. bei allen Spendern.

Wikimedia Deutschland möchte allen Spenderinnen und Spendern für ihre Hilfe herzlich danken. Dieses Ergebnis ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Erfolg: Es ist ein außergewöhnliches Zeichen der Unterstützung für die Idee Freien Wissens. Es versetzt Wikimedia Deutschland in die Lage, unsere zahlreichen Förderprojekte für das Jahr 2012 umsetzen zu können. Es ist zugleich Würdigung unserer Arbeit, aber vor allem auch ein klarer Auftrag, den unsere Spender uns mit ihrem Beitrag zur Wikimedia-Bewegung erteilen. Wir sind überaus dankbar für dieses große Vertrauen

.

Laut dem Wirtschaftsplan 2012 (pdf) fließt das Geld unter Anderem in die Qualitätssteigerung (1,08 Mio. €), Freiwilligenförderung (270.000 €) und die Gewinnung von neuen Autoren (252.000 €). Für Projekte der Community stehen 250.000 € zur Verfügung.

Aber auch die Kosten für Verwaltung und Infrastruktur erhöhen sich von 405.000 € (2011) auf 780.000 €, der Löwenanteil von 506.000€ entfällt dabei auf den Posten “Geschäftsführung und Geschäftsstelle”.

Auch der internationalen Wikimedia Foundation gelang es, mit über 20 Millionen US-Dollar einen neuen Spendenrekord aufzustellen. Dank Großspenden, z.B. 500.000$ von Google-Gründer Sergey Brin konnte das Spendenziel hier schon vor zwei Tagen erreicht werden.

Für alle Interessierten gibts es hier verschiedene interne Studien zur Effizienz der Jimmy-Wales-Banner und anderer Spendenaufrufe.

December 13 2011

Spenden-Banner für den Digitale Gesellschaft e.V.

Vergangene Woche hatte ich über unsere kleine Fundraising-Kampagne für den Digitale Gesellschaft e.V. gebloggt und nachgefragt, ob uns jemand auch schöne Banner dafür spenden kann. Wir haben daraufhin viele zugeschickt bekommen, die ich nach und nach drüben alle sammeln werde. Dort finden sich auch Vorlagen und Infos zu unserem Font, etc.

Hier ist vorab eine kleine Auswahl. Vielen Dank für alle Einsendungen.

November 14 2011

EDRi: Für digitale Bürgerrechte in Europa spenden

Unter dem Dach von European Digital Rights (EDRi) haben sich in den vergangenen zehn Jahren mittlerweile 28 digitale Bürgerrechtsorganisationen aus allen Teilen Europas zusammengeschlossen. EDRi ist einerseits ein “Hut”, um für Aktive der beteiligten Organisationen auf europäischer Ebene politisch arbeiten zu können und gegenüber europäischen Instanzen auftreten zu können. Andererseits ist EDRi auch eine gute Vernetzungsplattform, um sich über europäische Gesetzgebung und nationale Implementierung dieser austauschen zu können oder generell Debatten zu führen und gemeinsam Positionen und Themen zu entwickeln.

Eine wichtige Funktion innehalb von EDRi hat das Lobby-Büro in Brüssel. Da die meisten Organisationen wahlweise komplett ehrenamtlich oder mit ganz wenig Ressourcen professioneller arbeiten, aber damit auch in der Regel auf nationaler Ebene schon gut belastet sind, wurden in Brüssel Stellen geschaffen, die Arbeit abnehmen und Dinge erledigen, wozu sonst keiner kommt. Die aber ungemein wichtig sind: Das bedeutet Gesetzesprozesse beobachten, viel mit Vertretern der Kommission oder des Parlaments reden, eigene Strategien überlegen und vor allem ständig Prävention betreiben, wenn wieder eine schlechte Idee von irgendwem umgesetzt werden soll und die unsere Grundrechte und ein offenes Internet gefährden (Was aber sonst außerhalb von Brüssel kaum jemand mitbekommt, es sei denn, es ist zu spät – siehe z.B. die Vorratsdatenspeicherung).

Mittlerweile arbeiten drei feste MitarbeiterInnen bei EDRi. Allerdings ist eine Stelle jetzt gefährdet. Das hat viele Gründe: Es kommen kaum individuelle Spenden rein, die beteiligten Organisationen haben in der Regel selbst wenig Geld, um davon auch noch viel nach Brüssel weitergeben zu können, andere Zuwendungen von offiziellen Stellen laufen aus und bei Stiftungen sind zwar Gelder beantragt sind, aber die Prozesse dauern lange. Und soviele Stiftungsmöglichkeiten wie in den USA hat Europa gar nicht zu bieten. Und dann ist da noch der Klassiker, dass viele Stiftungen das Internet und digitale Bürgerrechte noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Lange Rede, kurzer Sinn: EDRi ist eine enorm wichtige Vernetzungs- und Lobbyinstanz für unsere tägliche Arbeit und die Bedeutung für den Erhalt von Grund und Freiheitsrechten auf europäischer Ebene wird leider nicht so sichtbar, wie es eigentlich sein sollte. Weil im Hintergrund wichtige Arbeit gemacht wird. EDRi braucht Hilfe und bittet darum jetzt um Spenden. Hier sind die notwendigen Daten dafür:

European Digital Rights is an international non-profit association (AISBL) under Belgium law granted by decree Nr7/CDLF/14.853/S of 12 February 2003 and registered in Brussels.

EDRI has a bank account at the KBC Bank Auderghem-Centre, Chaussée de Wavre 1662, 1160 Bruxelles, Belgium

Account Nr.: 733-0215021-02
IBAN: BE32 7330 2150 2102
BIC: KREDBEBB

Man kann EDRi auch flattern. Leider ist EDRi nicht in der Lage, die in Deutschland so beliebten Spendenbescheinigungen auszustellen, mit denen man Geld vom Finanzamt zurück erhält.

April 26 2011

Wau Holland Stiftung veröffentlicht Transparenzbericht für Wikileaks-Spenden

Die Wau Holland Stiftung hat für das Jahr 2010 einen vorläufigen Transparenzbericht (PDF) für die Spendeneinnahmen und -ausgaben für das “Projekt 04 – Informationsfreiheit verteidigen” veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Spenden und Ausgaben, die die Wau Holland Stiftung für das Wikileaks-Projekt gesammelt hat. Insgesamt gab es 2010 1’331’698.19 Euro Einnahmen und 401’824.62 Euro Ausgaben.

flattr this!

March 07 2010

Spendenaufruf “Freifunk statt Angst”

Der Bundesgerichtshof will am 18.3.2010 darüber entscheiden verhandeln, wie sich die Störerhaftung bei einem WLAN darstellt. Das könnte auch für freifunk.net ein sehr wichtiger Termin werden. Dazu wurde jetzt der Spendenaufruf “Freifunk statt Angst” gestartet, um eine Kriegskasse in Form eines Rechtshilfefonds aufzubauen.

Spendenaufruf “Freifunk statt Angst”

Die Gemeinschaft der Freifunkerinnen und Freifunker braucht Eure/Ihre Unterstützung! Windige Advokaten überziehen unser Land mit einer Welle von unberechtigten Abmahnungen. Sie diskreditieren die Freifunkidee und versuchen Freifunk in die Ecke von Internetkriminalität zu stellen. Gemeinsam wollen wir alle Rechtsmittel ausschöpfen und uns dagegen wehren. Aus diesem Grund gründen engagierte Freifunkerinnen und Freifunker einen Rechtshilfefond. Aus diesem Fond sollen bedrohte Freifunker und Freifunkerinnen unterstützt werden, damit sie sich gegen unberechtigte Abmahnungen wehren können, ohne das finanzielle Risiko alleine tragen zu müssen.

* Wir bitten um Spenden mit dem Stichwort: “Freifunk statt Angst!” an den Verein:
* Förderverein Freie Netzwerke e.V.
* Konto 722 722 7006
* BLZ 100 900 00
* Berliner Volksbank
* Verwendungszweck: Freifunk statt Angst!

Damit wir die juristische Klärung des Sachverhalts finanzieren und die finanziellen Risiken auf viele Schultern verteilen können.

Thomas Stadler hat zum nahenden BGH-Urteil gebloggt: Haftung für privates W-LAN.

December 17 2009

Spenden für Creative Commons Deutschland

Creative Commons wird sieben Jahre alt und wir sammeln Spenden für Creative Commons Deutschland. Das hab ich gerade für de.creativecommons.org geschrieben:

Als Creative Commons Deutschland wollen wir unser Engagament kontinuierlich ausbauen. Zahlreiche Aktive der CC-Community in ganz Deutschland arbeiten ehrenamtlich mit, um die Lizenzen und ihre Anwendung bekannter und erfolgreicher zu machen. Aber ehrenamtliche Arbeit kostet auch Geld und deswegen freuen wir uns immer über Spenden. Als Creative Commons Deutschland sind wir organisatorisch und finanziell unabhängig von creativecommons.org in den USA. Wir würden gerne mehr in Creative Commons investieren und z.B. Publikationen, Flyer, Aufkleber und T-Shirts finanzieren und die Lizenzen damit im deutschsprachigen Raum bekannter machen. Dazu kommen immer wieder Reisekosten für Treffen mit Institutionen wie der GEMA oder internationale CC-Treffen.

Wer uns etwas spenden möchte, findet hier alle notwendigen Angaben:

Wir freuen uns über jeden Betrag und stellen selbstverständlich gerne auch Spendenquittungen für Abzüge nach §§ 10b EStG, 9 I Nr. 2 KStG und 9 Nr. 5 GewStG aus (m.a.W.: Spenden können von der Steuer abgesetzt werden, für Quittung bitte kurze Mitteilung per E-Mail mit den wichtigsten Daten). Wer also selber schonmal freie Inhalte verwendet hat oder die ganze Idee gut findet und einfach gerne die Arbeit des Projekts voranbringen will, sollte hin und wieder mal über’s Spenden nachdenken.

Bitte im Verwendungszweck unbedingt “CC-DE” angeben, damit die Zuordnung problemlos verläuft.
Inh.: Europäische EDV-Akademie des Rechts gGmbH
Kto.-Nr.: 99005217
bei der Sparkasse Merzig-Wadern
BLZ: 59351040

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl