Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

November 01 2013

Happy birthday: 30 Jahre c’t

Wie der NDR berichtet, feiert das c’t- Magazin aus dem Heise-Verlag heute 30. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich, wünschen viele weitere Jahre und freuen uns immer noch auf jede neue Ausgabe, die dann immer noch auf Papier gekauft wird.

Mehr zur Geschichte des Magazins, das ich seit Kindestagen kenne, gibt es beim NDR: 30 Jahre Heise-Ware: Das c’t Magazin.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

flattr this!

July 26 2013

Euro-Hawk: NSA hat die Kontrolle über Funkschlüssel zur Kommunikation mit der Drohne

eurohawkGestern berichteten wir über einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, in dem berichtet wurde, dass die NSA an der Konstruktion der Aufklärungsdrohne Euro-Hawk der deutschen Bundeswehr beteiligt war und Komponenten für die Drohne lieferte. Wie nun heise berichtet, handelt es sich bei den gelieferten Komponenten um die Sende- und Empfangsanlage, mit der das Bodenpersonal mit der Drohne kommuniziert.

Demnach werden beim Start, der Landung und beim Streckenflug der Drohne Kryptoschlüssel benötigt, um mit der Drohne kommunizieren zu können. Diese Schlüssel werden vom Operator am Boden an die Drohne gesendet und von dieser in der Luft bestätigt. Wie heise nun berichtet, werden diese Schlüssel von der NSA generiert. Doch nicht nur die Kryptoschlüssel stammen von der NSA, auch die gesamte Sende- und Empfangsanlage zur Kommunikation stammt von der NSA. Die Begründung dafür:

So soll beim Euro Hawk wie bei den Global Hawks sichergestellt werden, dass die Drohnen nicht von Terroristen gekapert werden können.


In einer Sprechererklärung des Bundesverteidigungsministeriums heißt es, dass, zusätzlich zum Entwicklungsvertrag, “ergänzende „Foreign Military Sales“ (FMS)-Verträge mit der US Air Force und der National Security Agency geschlossen” wurden.

Als Lieferumfang wurden selektive Einzelkomponenten der Trägerplattform (z.B. Kommunikations-/Kryptogeräte) und selektive Unterstützungsleistungen, wie Beistellung von Erprobungseinrichtungen und -personal, vereinbart.

Ob noch weitere Komponenten des Euro-Hawk von der NSA stammen ist nicht klar. Sicher ist aber alleine durch diese Enthüllungen, dass die NSA zu jedem Zeitpunkt weiß, wann und wo sich die Drohne aufhält.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

flattr this!

January 31 2012

Karlsruhe: Heise darf auf AnyDVD verlinken

Wie Heise.de berichtet, beendete das Bundesverfassungsgericht einen langjährigen Rechtsstreit zwischen dem Heise-Verlag (c’t, iX) und der Musikindustrie.

Der Rechtsstreit entstand, nachdem der Heise-Verlag in einer Tickermeldung vom 19. Januar 2005 auf die Homepage des Softwareherstellers Slysoft verlinkte, was die Musikindustrie mit einer einstweiligen Verfügung zu unterbinden versuchte. Slysoft bietet mit AnyDVD eine Software zur Umgehung des DVD-Kopierschutzes an, deren Benutzung und Verbreitung in Deutschland illegal ist. Nach einem Zug durch alle Instanzen urteilte der BGH am 14. Oktober 2010, dass das reine Setzen eines fußnotenähnlichen Links zur weiteren Informationsbeschaffung vollkommen legitim sei und hob damit anderslautende Entscheidungen des OLG München auf.

Die Musikindustrie reagierte darauf umgehend mit einer Verfassungsbeschwerde, die erst heute nicht anfechtbar und endgültig vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt wurde. Eine anders lautende Entscheidung hätte unter Umständen unabsehbare Konsequenzen für die Netzkultur in Deutschland gehabt, da eine qualitativ hochwertige Berichterstattung ohne Nennung von Quellenangaben kaum möglich ist.

September 02 2011

Heise.de verletzt Facebook-AGB

Der Lacher des Tages kommt von Facebook. Die haben sich bei Heise.de beschwert, weil die wiederum eine Möglichkeit präsentiert haben, den Facebook-Sharebutton datenschutzfreundlich als “2-Klick-Lösung” in die eigene Seite einzubauen. Heise dazu: Facebook beschwert sich über datenschutzfreundlichen 2-Klick-Button.

“Die Art und Weise wie Heise.de den Like Button eingebaut haben, verstößt gegen unsere Platform Policies” erklärte Tina Kulow von Facebook gegenüber heise online. In diesen Policies heißt es:

8. You must not use or make derivative use of Facebook icons, or use terms for Facebook features and functionality, if such use could confuse users into thinking that the reference is to Facebook features or functionality.

Frei übersetzt darf man man also Facebook-Icons nur für Facebook-Funktionen verwenden. Genau das ist bei der 2-Klick-Lösung jedoch der Fall.

Und nun lehnen wir uns mal zurück und sind gespannt, was Facebook unternehmen wird. Meine Wette ist: Da wird nichts kommen.

Anstatt selber datenschutzfreundliche Lösungen anzubieten, will Facebook jetzt gegen Alternativen vorgehen. Heise hat in einem Update nochmal erklärt, womit Facebook alles droht: u.a. damit, dass sie Heise.de auf eine Blacklist setzen würden, damit keine Links mehr über Facebook verteilt werden. Abgesehen davon, dass ich nicht daran glaube, dass Facebook das tatsächlich machen wird, ist diese Drohung schon ganz schön erschreckend. Damit zeigt Facebook zumindest als Drohung, dass man notfalls seine Marktmacht einsetzen will, um gegen Kritiker vorzugehen.

Bei DRadioWissen gibt es ein Gespräch mit Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c’t: “Gefällt mir” gefällt nicht allen.

Reposted bymondkroete mondkroete

November 10 2010

Zensursula-Anhörung vor dem Rechtsausschuss: Erste Stimmen (Nachtrag)

So langsam trudeln die ersten Kommentare zur Anhörung zum Zugangserschwerungsgesetz ein. Halina Wawzyniak (Die Linke) meint:

Die heutige Anhörung zum Zugangserschwerungsgesetz hat wieder einmal deutlich gemacht, dass Netzsperren kein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet sind. Ebenso sind sie als Mittel der Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Kinder völlig ungeeignet. Netzsperren binden vielmehr Personal und Ressourcen, die besser in die Verfolgung der Täter und die tatsächliche Löschung von kinderpornographischen Inhalten im Internet investiert wären, so die Meinung der Mehrheit der Sachverständigen. [...]

Die Redaktion von GrünDigital schreibt:

Leider wurde die heutige Anhörung trotz anders lautender Ankündigungen nicht gestreamt. Auch ob es einen öffentlich zugänglichen Audiomitschnitt geben wird, ist bislang noch unklar. [...] Während die Meinung der Juristen, was das Vorgehen der Bundesregierung, ein [...] Gesetz einfach per Ministererlass auszusetzen [...], angeht, war die Meinung der gehörten Sachverständigen eindeutig. Hier handele es sich um ein klar verfassungswidriges Vorgehen. [...] Das Zugangserschwerungsgesetz sei, so zahlreiche Experten, zudem formell und materiell verfassungswidrig. [...]

Stefan Krempel berichtet für Heise Online von einer lustigen Wette: Peter Jürgen Graf, Richter am Bundesgerichtshof, wettet, dass 2/3 die “Blockade von Webseiten mit ihren Smartphones nicht umgehen könnten.” – Leider hat Graf seine Wette nur den anwesenden Abgeordneten angeboten.

Liebe Ausschussmitglieder, falls ihr die Wette gewinnen wollt: Bereits die Nutzung eines Anonymisierers wie anonym.to oder dontknow.me/at/ sollte ausreichen, um eine DNS-Manipulation im Netz des Mobilfunkanbieters zu umgehen. Falls nicht, fragt auf dem nächsten Schulhof, welche VPN-Anbieter derzeit empfehlenswert sind.

Deutlich interessant scheint mir da schon ein Wettangebot von Alvar Freude an das BKA:

Werfe die Wette in den Raum: alles was #BKA nicht gelöscht kriegt bekomme ich innerhalb drei Tagen weg.

Gut, dazu wird es wohl nicht kommen. Dafür erklärte der BKA-Vertreter, warum man Kinderpornographie nicht löschen könne: Generell würden Kinderpornos “nicht gelöscht, sondern nur an dieser Stelle nicht mehr verfügbar” gemacht. Und genau deshalb brauchen wir Netzsperren! Moment, … damit “Kinderpornos” an der gesperrten Stelle zwar verfügbar bleiben, aber nicht mehr sichtbar sind, oder was?

Noch mal zurück zu BGH-Richter Graf. Laut taz.de hat Graf auch keine Bedenken, was die Verfassungskonformität von Websperren betrifft:

“Verfassungsrechtliche Gründe, welche einer Sperrung von Seiten mit kinderpornographischen Inhalten entgegenstehen könnten, sind nicht ersichtlich”

Gut, zumindest unter den geladenen Juristen vertrat Graf damit eine Mindermeinung.

Ausschussmitglied Burkhard Lischka fasst die Stimmung im Blog des SPD-Fraktion noch einmal zusammen:

Egal, wie man zum Zugangserschwerungsgesetz steht. Eines steht nach der öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss zum Zugangserschwerungsgesetz fest: Wir haben einen verfassungswidrigen Zustand. [...] Netzsperren sind wenig effektiv, können leicht umgangen werden und sind nur eine Scheinlösung eines sehr ernsthaften und dringenden Problems. Noch schlimmer: In Ländern, die auf Netzsperren setzen, ist eine gewisse Tendenz erkennbar, die Löschung zu vernachlässigen. Wie anders ist es zu erklären, dass elf deutsche Angebote, die bereits im Oktober auf einer dänischen Sperrliste standen, bis heute nicht gelöscht wurden? [...]

Nachtrag: Fast hätte ich vergessen auf Siegfried Kauder hinzuweisen. Als Vorsitzender der Ausschusses war Kauder (CDU) eigentlich zur Neutralität verpflichtet. Mit eben dieser hatte Herr Kauder laut Telepolis aber so seine Schwierigkeiten:

Schwierigkeiten hatte Siegfried Kauder (CDU), in seiner Funktion als Ausschussvorsitzender die Neutralität zu wahren. Zwar betonte er, an einer parteiübergreifenden Lösung interessiert zu sein, da sich das Thema für parteipolitische Profilierung nicht eigne. Jedoch unterstellte er während der Sitzung den Gegnern von Netzsperren, missbrauchte Kinder als Lockmittel nutzen zu wollen – was freilich niemand so gesagt hatte. Zudem versuchte Kauder, der schon in der Sitzung des Petitionsausschusses zu Netzsperren derart mit unsachlichen Fragen aufgefallen war, dass ihm das Wort entzogen wurde (siehe Die Petition gegen Netzsperren war ein “voller” Erfolg), mit einer persönlichen Geschichte Emotion in die Debatte zu bringen. [...]

October 15 2010

Heise schlägt Musikindustrie vor BGH

Herzlichen Glückwunsch: Der Heise-Verlag hat sich vor dem Bundesgerichtshof gegen eine Klage der Muuikindustrie durchgesetzt, die zur Dokumentation im Rahmen der Berichterstattung Verlinkungen auf eine Firmen-Webseite verhindern wollte, wo auf den Unterseiten Kopierschutzknacker angeboten werden: Heise vs. Musikindustrie: Bundesgerichtshof verwirft Link-Verbot.

Dem Heise Zeitschriften Verlag war in mehreren Instanzen untersagt worden, im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung über Kopierschutzsoftware einen Link auf die Webpräsenz des Unternehmens Slysoft zu setzen. Ausgelöst wurde der Rechtsstreit durch einen Bericht auf heise online über Kopierschutzmaßnahmen, in welchem der Leser über einen Link auf die Startseite eines Softwareherstellers gelangen konnte. Dieser bot auf einer Unterseite seinen Kopierschutzknacker zum Download an. Die Richter des I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs hoben nun unter anderem das Urteil des OLG München vom 23. Oktober 2008 auf; die Klage der Musikindustrie wurde abgewiesen. Die Kosten des Verfahrens haben die klagenden Firmen der Musikbranche zu tragen.

Eine schriftliche Begründung gibt es erst in wenigen Monaten. Bei Heise findet sich auch eine Dokumentation des Verfahrens, was sich seit 2005 hinzog: Dokumentation: Heise versus Musikindustrie.

Reposted bybrightbytemondkroeteZaphodBalphabet

July 24 2010

Jürgen Kuri im Medienradio

Jürgen Kuri, der stellvertretender Chefredakteur der c´t und Kopf hinter dem Heise-Ticker, war zu Gast beim Medienradio. Wer immer schonmal wissen wollte, wie der Heise-Ticker und die verwandten Verlagsangebote funktionieren und wie man den Troll-Zoo in den eigenen Foren hütet, sollte sich die Folge anhören.

Der Heise-Verlag liefert so lange wie kaum ein anderes deutsches Medium Inhalte gedruckt und im Netz aus. Zur alten c´t gesellte sich 1996 der Heise Newsticker auf heise.de. Jürgen Kuri ist stellvertretender Chefredakteur der c´t und damit auch verantwortlich für den Newsticker. Er berichtet aus dem Innenleben der Redaktion, über das Verhältnis von Print zu Online und zeigt auf, wie sich private Verlage von öffentlich-rechtlich finanzierten Netz-Angeboten abheben können.

Die Folge ist run 70 Minuten lang und hier ist die MP3.

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl