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February 26 2014

February 14 2014

February 13 2014

Bundestag: Ältestenrat fordert Kriterienkatalog für Presseakkreditierungen

Der Ältestenrat im Deutschen Bundestag hat heute über die Frage diskutiert, welchen Kriterien bei der Vergabe von Presseakkreditierungen durch die Pressestelle angewendet werden. Dabei ging es auch um uns. Mein Antrag auf eine Jahresakkreditierung war abgelehnt worden (wogegen ich Widerspruch eingelegt habe, weil ich hauptberuflich parlamentarische Berichterstattung betreibe und einen Presseausweis besitze) und Anna Bieselli war trotz Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Tagesakkreditierung mit Verweis auf einen fehlenden Presseausweis verweigert worden.

Nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung wurde der Programmpunkt von Bundestagspräsident Norbert Lammert eingebracht und Anna’s Fall wurde von Michael Grosse-Brömer, dem ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geschildert und mein Fall von Petra Sitte, der ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin der Linken.

Der Bundestagsverwaltung wurde die Aufgabe zur nächsten Sitzung mitgegeben, einen nachvollziehbaren Kriterienkatalog für die Vergabe von Presseakkreditierungen zu formulieren, der nach Angaben von Teilnehmern unsere beiden Fälle, aber auch z.B. dem von Tilo Jung mit seinem Format “Jung&Naiv” einschließen soll. Es scheint im Ältestenrat Konsens zu sein, dass journalistisch arbeitende Blogger nicht gegenüber Journalisten anderer Medienformen benachteiligt werden dürfen. Alles andere wäre ja auch mehr als merkwürdig.

Die nächste Sitzung des Ältestenrates ist kommende Woche. Wir sind gespannt, ob die Bundestagsverwaltung bis dahin diesen Kriterienkatalog formuliert bekommt, so dass wir demnächst endlich mal diese leicht kafkaeske Diskussion beenden können. Und dann einfacher für Euch direkt aus dem Bundestag über die parlamentarische Arbeit berichten zu können.

Bleibt nur noch eine kleine andere Hürde: Die Große Koalition scheint Gefallen daran zu finden, gewöhnliche Ausschusssitzungen unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden lassen zu wollen. Wenn sich das durchsetzt, bringt uns auch eine Jahresakkreditierung nicht soviel, aber wir werden auch nicht weiter gegenüber anderen Journalisten benachteiligt.

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February 10 2014

Jetzt neu: The Intercept von Firstlook

Als erstes Medium aus dem neuen Verlage Firstlook um Glenn Greenwald, Laura Poitras & Co gibt es jetzt “The Intercept” zu lesen (Falls der Server gerade mal nicht offline ist). In der ersten Titelgeschichte von Glenn Greenwald und Jeremy Scahill geht es um Drohnenangriffe der USA und wie diese auf Basis von Mobilfunküberwachung funktionieren.

NSA-photo-by-Trevor-Paglen

Trevor Paglen geht fotografisch der Frage nach: Wie sieht ein Überwachungsstaat aus?
New Photos of the NSA and Other Top Intelligence Agencies Revealed for First Time Die Fotos stehen alle unter der Public Domain.

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February 03 2014

Pressestelle des Bundestages erklärt: Wir machen hier keine parlamentarische Berichterstattung

Nach zehn Jahren Berichterstattung über die netzpolitischen Debatten im Deutschen Bundestag wollte ich diese Legislaturperiode eine Jahresakkreditierung beantragen. Das Thema Netzpolitik wird ja mittlerweile höher gehängt und es vergeht keine Sitzungswoche, wo nicht über ein Internet-relevantes Thema in diversen Ausschüssen oder im Plenum debattiert wird. Dazu gibt es jetzt einen Hauptausschuss für Internet und digitale Agenda sowie den geplanten NSA-Untersuchungsauschuss. Gesagt getan, habe ich endlich mal eine Presse-Akkreditierung beantragt. Die schriftliche Ablehnung kam vergangene Woche mit dem Hinweis, dass man mir keine Jahresakkreditierung geben wolle, und ich ja immer eine Tagesakkreditierung beantragen könne. Da ich mich gerade noch einige Zeitzonen entfernt im Urlaub befinde, habe ich eine Kollegin in der Pressestelle anrufen lassen, um eine Begründung zu bekommen. Die hat sie in dreifacher Form erhalten.

1. Herr Beckedahl sei bislang noch nie zuvor tagesakkreditiert gewesen.

In den vergangenen vier Jahren brauchte ich keine Akkreditierung, weil ich als Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft einen besonderen Hausausweis von der Verwaltung des Deutschen Bundestages erhalten hatte mit der ich rein und rauslaufen konnte. In der Regel hat das auch gereicht, um von Ausschüssen zu berichten, aber einige Male kam es vor, dass mir die Nutzung eines Notebooks oder Smartphones vom Saaldiener untersagt wurde, weil ich keine Presseakkreditierung hatte. In der Regel hab ich mich dann einfach mit meinem Hausausweis einen Stock weiter runter hinter die Abgeordneten setzen können, wo moderne Hilfsmittel nicht störten. Blatt und Papier sind übrigens auf der Bühne auch ohne Presseakkreditierung erlaubt. Warum auch immer. Vorher habe ich mich öfters, wenn ich Zeit und Lust hatte, denn da habe ich das hier noch nebenbei gemacht, als normaler Besucher akkreditiert und damals wurde noch nicht besonders darauf geachtet, ob man auf der Bühne mit einem Notebook sass oder ich hab immer Glück gehabt.

2. Herr Beckedahl würde nicht parlamentarisch Bericht erstatten.

Ich weiß ja nicht, was die Pressestelle des Deutschen Bundestages unter parlamentarischer Berichterstattung versteht. Natürlich können und wollen wir keine unkritische Hofberichterstattung versprechen, aber es gibt kaum Medien in Deutschland, die so intensiv wie wir in den vergangenen Jahren über netzpolitische Debatten im Parlament berichtet haben, darunter waren auch ausführliche Berichte über fast alle relevanten Ausschussanhörungen zu allen möglichen Themen. Wir erklären hier ausführlicher als andere journalistische Medien Abläufe in der Arbeit des Deutschen Bundestages, bewerten Prozesse und Debatten und ordnen diese ein. Aber vielleicht habe ich auch eine falsche Vorstellung davon, was die Pressestelle für parlamentarische Berichterstattung hält?

3. Herr Beckedahl wäre Blogger und kein Journalist.

Sind wir wieder im Jahre 2004 angelangt, als die Debatte Blogger vs. Journalisten entbrannte? Ein Blog ist ein Medium, mit dem man journalistisch arbeiten kann, oder auch nicht. Wir gehen davon aus, dass wir hier journalistisch arbeiten, zudem mache ich das hauptberuflich. Und das sehen andere offensichtlich auch so: Sonst hätte mir der Deutsche Journalistenverband keinen Presseausweis ausgestellt und wir hätten auch keine journalistischen Auszeichnungen wie eine Nominierung für den Grimme Online Award in der Kategorie Information erhalten. Andere Journalisten haben mich zweimal (2009/2012) für das Medium-Magazin zu den Top 10 der Politikjournalisten in Deutschland gewählt. Ich habe in den vergangenen Jahren auch für viele namhafte journalistische Medien Beiträge für Print und Radio verfasst, deren Journalisten selbstverständlich nur aufgrund ihres Mediums eine Jahresakkreditierung erhalten, auch wenn sie nicht soviel über die Arbeit des Deutschen Bundestages berichten wie wir.

Warum will ich eine Jahresakkreditierung und keine Tagesakkreditierung?

Eine Tagesakkreditierung muss man immer bei der Pressestelle im Voraus beantragen (Fristen beachten) und anschließend stellt man sich in die Schlange bei der Abgabe, bevor man überhaupt den Deutschen Bundestag betreten kann. Das kostet Zeit und Aufwand. Außerdem besteht immer die Gefahr einer Ablehnung und dann kommt man nicht rein. Und kurzfristig mal zu einer Ausschusssitzung oder Pressekonferenzen von Bundestagsabgeordneten (die manchmal auch kurzfristig einberaumt werden) gehen ist auch nicht drin. Mein Büro ist 15 Minuten mit dem Fahrrad vom Bundestag entfernt, ich kann da spontan hinfahren, wenn was ansteht. Mit einer Jahresakkreditierung spare ich mir und der Verwaltung Arbeit, die Verwaltung hat ihre Ruhe und ich habe mehr Zeit für die parlamentarische Berichterstattung.

Einschränkung von Pressefreiheit

Die Verweigerung einer Jahresakkreditierung benachteiligt mich in unserer Arbeit gegenüber anderen Journalisten, und man kann das auch als Einschränkung von Pressefreiheit und als einen Versuch, kritische Berichterstattung zu erschweren, sehen. Ich bin mal gespannt, wie die Pressestelle auf unseren Einspruch reagiert. Die Fraktionen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen haben uns schon Unterstützung zugesagt.

Apropos lieber Deutsche Bundestag: Wie passt es denn zusammen, dass wir hier keine parlamentarische Berichterstattung machen, aber von der Verwaltung die Erlaubnis angefragt wurde, unseren RSS-Feed in das Hauseigene System einzupflegen, damit Bundestagsabgeordnete und Mitarbeiter sich besser über unsere Inhalte informieren können?

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November 22 2013

Exposing the Invisible: Investigativer Journalismus im Digitalen Zeitalter

ExpDas Exposing the Invisible Projekt des Tactical Technology Collectives ist weit mehr als nur eine Sammlung dreier Kurzfilme über Paradebeispiele investigativen Journalismus. Die Website ist gleichzeitig eine gute erste Anlaufstelle und Informationsplattform für Aktivisten, Journalisten und Interessierte, die investigativ tätig sind. So werden Hilfestellungen zur Beweismittelsuche, dem sicheren Umgang mit und kommunizieren von Informationen, der Visualisierung der Erkenntnisse und dem eigenen Schutz bei der Arbeit gegeben.

Through a series of short films, Exposing the Invisible tells the personal stories of those working at the new frontiers of investigation. We explore their tools and methods and learn how they manage the risks of information activism. The project also offers a range of resources to help activists protect themselves and their work.

Anschauen, nicht nur der Filme, lohnt sich.

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November 01 2013

NSA Files decoded: What the revelations mean for you.

Der Guardian hat mit “NSA Files decoded: What the revelations mean for you” eine tolle journalistische Erzählung darüber vorgelegt, was die Enthüllungen über den NSA-Überwachungsskandal bedeuten.

NSA files decoded: Edward Snowden's surveillance revelations explained | World news | theguardian.com 2013-11-01 18-31-13

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October 25 2013

Schutz der Medien ist Schutz der Demokratie

Heute fand die Jahrestagung der Datenschutzbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten statt. Natürlich stand auch diese Tagung unter dem Einfluss der Ausspähungen und Überwachung durch verschiedene Geheimdienste. Die Datenschutzbeauftragten veröffentlichten in Reaktion auf die Ereignisse eine Pressemitteilung und forderten Bund und Länder auf, gegen die Unterwanderung vertraulicher Kommunikation vorzugehen und so die Pressefreiheit zu schützen:

Die bekannt gewordenen Ausspähungen gefährden alle Bürger. Wenn aber Journalisten betroffen sind, gefährdet das zusätzlich die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Informationsvermittlung und Meinungsbildung in unserer Gesellschaft.

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September 11 2013

August 13 2013

Greenwald und Poitras – seltene Einblicke in die Arbeit und den ‘Alltag’ der Reporter

Laura Poitras

Quelle: Sean Gallup

Peter Maass der New York Times hat einen exzellenten Artikel über die Arbeit und Tätigkeit des Journalisten  Glenn Greenwald und der Reporterin / Dokumentar-Filmemacherin Laura Poitras geschrieben. Greenwald und Poitras wurden von Edward Snowden kontaktiert und arbeiten seitdem eng mit dem Whistleblower zusammen, um gemeinsam den Überwachungsapparat der NSA aufzudecken. Während meistens Snowdens Person im Mittelpunkt steht und man stellenweise das Gefühl hatte, dass sich Journalisten auf ihn fixieren, statt auf sein Thema, gewährt uns Maass Artikel einen unglaublich interessanten Einblick in das Schaffen Greenwalds und Poitras: Warum Snowden beide ausgewählt hatte und die Schwierigkeiten der ersten Kommunikationsversuche. Der Druck der Verantwortung, der auf Poitras und Greenwald lastet. Die Hürden der sicheren Kommunikation, Aufbereitung, Archivierung und Berichterstattung. Die Verschriebenheit beider die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Poitras arbeitet seit einigen Jahren an einer Dokumentar-Trilogie über Post 9/11 Amerika. Dafür drehte sie mehrfach ausgezeichnete Dokumentation über Guantanamo, Abu Gharib und das Leben im Irak. Durch ihr Engagement und kritische Berichterstattung ist sie den US-Behörden ein Dorn im Auge und wurde schon unzählige Male an Flughäfen festgehalten, verhört und untersucht. Als sie vor einigen Jahren in Wien festgehalten wurde, sagte ihr der Polizei-Beamte, dass dies auf Anweisung der USA geschehe, da sie 400/400 auf der Gefährdungsskala hat.

They took my bags and checked them. They asked me what I was doing, and I said I was showing a movie in Sarajevo about the Iraq war. And then I sort of befriended the security guy. I asked what was going on. He said: ‘You’re flagged. You have a threat score that is off the Richter scale. You are at 400 out of 400.’ I said, ‘Is this a scoring system that works throughout all of Europe, or is this an American scoring system?’ He said. ‘No, this is your government that has this and has told us to stop you.’

In 2011 fing Laura Poitras mit den Arbeiten an einem neuen Dokumentarfilm über den US Überwachungsstaat und die NSA an. Da sie hierfür u.a. mit Jacob Applbaum oder William Binney Gespräche führte, aber auch wegen ihrer früheren Erfahrungen mit den US-Geheimdiensten, tut sie mittlerweile alles dafür, sowohl sich als auch ihre Gesprächspartner abzusichern. Mobilfunk wird auf ein Minimum reduziert und Handys nicht zu Interviews mitgebracht. Mails werden verschlüsselt und extrem sensible Daten auf unterschiedlichen rechnern gespeichert.

After she was contacted by Snowden in 2013, she tightened her security yet another notch. In addition to encrypting any sensitive e-mails, she began using different computers for editing film, for communicating and for reading sensitive documents (the one for sensitive documents is air-gapped, meaning it has never been connected to the Internet).

Snowden kontaktierte zunächst Glenn Greenwald per Mail, der diese allerdings ignorierte – u.a. wegen Snowdens gefordertem Level an Kommunikations-Sicherheit. Als sich dann auch Poitras mit Greenwald in Kontakt setzte, um über Snowden und seine Enthüllungen zu sprechen, verstand Greenwald, warum es so wichtig war sichere Kommunikationswege zwischen den dreien aufzubauen.

Which computers I used, how I communicated, how I safeguarded the information, where copies were kept, with whom they were kept, in which places. She has this complete expert level of understanding of how to do a story like this with total technical and operational safety. None of this would have happened with anything near the efficacy and impact it did, had she not been working with me in every sense and really taking the lead in coordinating most of it.

Bis sich Greenwald, Poitras und Snowden dann in Hong Kong trafen, um ein erstes Interview zu drehen und – vor allem – das erste Mal den anderen zu sehen, verging nochmals einige Zeit. Die Anbahnung des Treffens in Hong Kong gleicht einschlägigen Szenen aus Hollywood-Filmen. Es gibt geheime Plätze, Challenge-Response Phrasen und Erkennungsmerkmale.

Snowden had instructed them that once they were in Hong Kong, they were to go at an appointed time to the Kowloon distsrict and stand outside a restaurant that was in a mall connected to the Mira Hotel. There, they were to wait until they saw a man carrying a Rubik’s Cube, then ask him when the restaurant would open. The man would answer their question, but then warn that the food was bad.

Letztlich ist diese Vorsicht aber nicht grundlos, sondern sehr berechtigt.

It’s an incredible emotional experience to be contacted by a complete stranger saying that he was going to risk his life to expose things the public should know. He was putting his life on the line and trusting me with that burden. My experience and relationship to that is something that I want to retain an emotional relation to. I am sympathetic to what he sees as the horror of the world [and] what he imagines could come. I want to communicate that with as much resonance as possible. If I were to sit and do endless cable interviews — all those things alienate me from what I need to stay connected to. It’s not just a scoop. It’s someone’s life.

Maass Artikel lässt den Leser zumindest erahnen, um wie viel es für alle drei – Gleen Greenwald, Laura Poitras und Edward Snowden – wirklich geht. Wie ernst es ihnen ist. Man deckt nicht den größten Überwachungsskandal der Menschheit auf, indem man eine verschlüsselte Mail mit 20.000 Dateien an einen Reporter des Guardian schickt und dann im Moskauer Flughafen auf Reporter wartet. Man vertraut nicht jemandem und setzt seine journalistische Karriere aufs Spiel, wenn man nicht die Tragweite und Auswirkungen abschätzen kann. Maass veranschaulicht, dass es viel mehr von diesen drei Menschen abverlangt, als Artikel zu schreiben, Interviews zu drehen und Dateien zu verschlüsseln. Lesen.

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June 02 2013

DRadio Wissen: Der Journalist der Zukunft

Im “Digitalen Salon” diskutiert Marlis Schaum mit dem Pulizisten Michael Praetorius, dem Redaktionsleiter der dpa-Netzwelt Christoph Dernbach, der Redaktionsleitern Online und Social Media von DRadio Wissen Anja Stöcker und mit Medienforscherin Nele Heise über die Zukunft des Journalismus.

Informationsbeschaffung und -filterung sind nicht länger alleinige Domäne von Journalistinnen und Journalisten. Hackerinnen recherchieren, Programmierer bereiten Daten auf. Der Markt der Informationen ist größer und Professionen, die diese einzuordnen versuchen, sind zahlreicher geworden. Der Journalismus muss sich diesen Entwicklungen stellen.

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May 23 2013

Obamas “Change” im Umgang mit Whistleblowern

Im Jahr 2009 wurde Barack Obama zum amerikanischen Präsidenten gewählten, im Gepäck die große Verheißung des “Change”. Es ging um den großen Wandel in der Politik. Hin zu einer Politik mit mehr Gefühl, mehr Demokratie und einem sozialeren Menschenbild. Ob dieser “Change” in Washington und der amerikanischen Politik angekommen ist darf bezweifelt werden. Und doch ist in einigen Bereich sehr wohl ein “Change” zu erkennen – wenn auch nicht zum Guten. Wie zum Beispiel im Umgang der Regierung mit vermeintlichen Whistleblowern, also Regierungsmitarbeitern die interne Dokumente an die Öffentlichkeit bringen. Die amerikanische Organisation ProPublica, die sich mit der Fördung von investigativem Journalismus beschäftigt, hat eine interessante Timeline zum Thema Umgang der amerikanischen Regierung mit Whistleblowern erstellt.

Die Timeline zeigt die Strafverfolgung von vermeintlichen Whistleblowern durch die Regierung auf. Auffällig ist die enorme Zunahme an Anklagen gegen Whistleblower, seit Barack Obama amerikanischer Präsident ist. Gab es von 1945 bis zum Jahr 2009 gerade einmal drei Anklagen gegen Whistleblower (von denen zwei schuldig gesprochen wurden), sind alleine in den letzten vier Jahren sechs ehemalige Mitarbeiter der Regierung oder amerikanischer Behörden, wie CIA oder FBI, angeklagt worden – darunter auch der populäre Fall um Bradley Manning und Wikileaks. Die Auflistung zeigt also sehr gut, wie der Kampf gegen Whistleblower unter Obamas Regierung enorm verstärkt wurde.

Neuester Fall im Kampf um Datenlecks innerhalb der eigenen Regierung war dabei die Bespitzelung von Journalisten der Nachrichtenagentur AP, wie auch wir berichteten. Auch in diesem Fall ging es möglicherweise darum, über die Kontaktdaten der jeweiligen Journalisten Verbindungen zu Regierungsmitarbeitern aufzudecken, welche die Journalisten unerlaubt mit internen Dokumenten versorgten.

Am vergangenen Mittwoch gab die Regierung daraufhin bekannt, den Whistleblower-Schutz zu intensivieren indem ein “Schutzschild für Journalisten” eingeführt werden solle. Bürgerrechtsorganisationen begrüßen diesen Schritt, bremsen jedoch auch gleich die Euphorie:

Journalism advocacy groups said they welcomed the renewed interest in protecting journalists, though the effectiveness of a shield law would depend on how it is written and how easily the Justice Department could override the protections, citing national-security concerns.

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April 08 2013

Verteidigungsministerium geht mit Urheberrecht gegen investigativen Journalismus vor

Im vergangen Jahres hatte die WAZ Rechercheredaktion über 5000 Seiten Berichte an den Verteidigungsauschuss des Bundestages zugespielt bekommen. Diese Unterrichtungen des Parlamentes – UdP – waren als Verschlusssache nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, die WAZ veröffentlichte diese trotzdem Ende November.

Wer sich immer schon fragte, wofür das Urheberrecht gut ist:

Ein halbes Jahr später geht das Bundesverteidigungsministerium nun dagegen vor. In einer uns vorliegenden Abmahnung forderte ein Referatsleiter des Bundesverteidigungsministerium die WAZ auf, “die veröffentlichten Unterrichtungen des Parlaments von Ihrer Internetseite zu entfernen und neue UdP zukünftig nicht mehr zu veröffentlichen”. Begründet wird das damit, dass “gegen das Recht des BMVg gemäß §12 Abs. 1 UrHG verstoßen” wurden, “selbst zu bestimmen, ob und wie die UdP zu veröffentlichen sind”.

Unklar ist, warum das Bundesverteidigungsministerium fast ein halbes Jahr braucht, um dagegen vorzugehen. Wahrscheinlich sollen Nachahmer abgeschreckt werden. Praktischerweise hat die WAZ eine eigene Rechtsabteilung.

Die gewährte Frist zur Depublizierung ist bereits abgelaufen und jetzt will das Bundesverteidigungsministerium gerichtlich gegen die WAZ vorgehen. David Schravan, Leiter des Ressort Recherche der WAZ erklärte gegenüber netzpolitik.org, dass man der Aufforderung nicht nachkomme: “Wir wollen uns nicht beugen. Die Papiere gehören allen Menschen in Deutschland, nicht dem Verteidigungsminister.”

Es gibt übrigens ein Torrent mit den Daten. Und hier andere Downloadmöglichkeiten. *Hust* / Streisand lässt grüßen.

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August 24 2012

Medien müssen akzeptieren, dass auch Nutzer einen Mehrwert bringen

Ulrike Langer hat mich mal vor einem Jahr für eine Studie über Journalismus interviewt und eine verkürzte Version des Gespräches ist jetzt bei Vocer.org als Interview erschienen: “Medien müssen akzeptieren, dass auch Nutzer einen Mehrwert bringen”.

Und von der Nutzerseite aus, welche Informationsangebote werden künftig für die Bevölkerung wichtiger werden?

Viele fluchen über die sogenannte Informationsflut und wünschen sich eine einfachere Navigierbarkeit und bessere Übersichten. Das wäre eine klassische Kuratierungs- und Filterarbeit von klassischen Redaktionen, wenn die ein bisschen mehr individualisiert werden würden. Dann gibt es noch die Nutzer wie mich, die sich von der Informationsflut nicht überfordert fühlen, sondern glücklich darüber sind. Aber ich hätte gerne mehr Filtermöglichkeiten, die ich selber unter Kontrolle habe, um das alles noch effektiver verwalten zu können.

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August 09 2012

Auskunftsrechte kennen und nutzen – So kommt man an Aktenschätze

Der TAZ-Journalist Sebastian Heiser hat auf 13 Seiten beschrieben, wie man an Aktenschätze gelangen kann: “Auskunftsrechte kennen und nutzen”. (PDF)

Das Portal newsroom.de hat Heiser zu einem aktuellen Fall interviewt, wie er mittels dieser Auskunftsrechte die Offenlegung von Sommerfest-Sponsoren eines Hoffestes des regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, vor Gericht durchsetzen konnte. Dabei konnte Heiser dem Bürgermeister im Nachhinein eine Falschaussage belegen.

Der Fall ist bei “Journalismus & Recherche” dokumentiert: Verwaltungsgericht Berlin stärkt Auskunftsanspruch.

[via]

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May 09 2012

Twitternde Korrespondenten

Die twitternden ZDF-Hauptstadtjournalisten haben ihre Erfahrungen als trendige Außenseiter in einem knapp zwei Minuten langen Aufklärungsfilm verarbeitet: Twitternde Korrespondenten. Man beachte die Bauchbinden.

May 03 2012

Reader: Öffentlichkeit im Wandel – Medien, Internet, Journalismus

Die re:publica entwickelt sich mehr und mehr zur jährlichen Deadline für netzpolitische Veröffentlichungen. Abgesehen vom Buch “Die digitale Gesellschaft” von Markus Beckedahl und Falk Lüke, aus dem heute noch vorgelesen wird, und einer noch nicht online verfügbaren Broschüre über Freie Lizenzen (PDF) von Wikimedia Deutschland, Creative Commons und iRights, hat die Heinrich-Böll-Stiftung einen Reader zum Thema “Öffentlichkeit im Wandel – Medien, Internet, Journalismus” herausgegeben:

Das veränderte Medienverhalten und der Schwund der Werbeeinnahmen in den Printmedien führen bei den Verlagen und den Sendern zu einer intensiven Suche nach neuen Verwertungs- und Distributionsmodellen. Die Öffentlichkeit ist im Wandel – nicht ohne gravierende Folgen für den Journalismus. Neue Akteure – meist ohne Zertifikat der Journalistenschulen – treten im Internet auf und verändern den professionellen Journalismus durch neue Formen. Die vierte Gewalt demokratisiert sich. Auf Kosten der Qualität?
Über zwanzig Autorinnen und Autoren gehen dieser Frage nach und beschreiben den Wandel und die neuen Chancen unserer Öffentlichkeit.

Der Reader steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA) und ist deshalb auch als PDF im Volltext online verfügbar.

Disclaimer: Ich bin einer dieser “über zwanzig Autorinnen und Autoren” mit einem Beitrag zum Thema “Informationsmärkte und Öffentlichkeit: Jenseits von «Free» und «Free Ride»

March 12 2012

Selbsthilfe: Die vier Dimensionen des Zugmonitors

Klar, die Idee ist nicht neu: Einige Projekte widmen sich bereits der Darstellung von Transportdaten oder zeigen den Zugverkehr bzw. Daten von ÖPNV live im Internet. Von ihnen ist auch der Zugmonitor inspiriert, den die Süddeutschen Zeitung vergangenen Freitag veröffentlichte hat. Er birgt vier Aspekte, die über die reine Anwendung hinausgehen: Politik, Open Data, Verbraucherschutz und Journalismus.

Die Deutsche Bahn muss keine Angst vor Transparenz haben. Sie bringt täglich mehr als 20.000 Zugverbindungen auf die Schiene und macht dabei letztlich einen recht guten Job. Dafür will die Bahn allerdings auch stattlich bezahlt werden. Nicht nur das Bahnhofsprojekt “Stuttgart 21″ zeigt, welche gesellschaftliche Relevanz das Thema Bahn und ihr Schienennetz hat. Ist es Sache der Bahn, Gewinn zu erwirtschaften? Ist Hochgeschwindigkeit so wichtig? Oder geht es primär um ihren gesellschaftlichen Auftrag, Leute und Güter von A nach B zu bringen? Egal ob von Metropole zu Metropole oder von Kleinstadt zu Kleinstadt.

Diese Entscheidung, so denke ich, sollte den Eigentümern der Bahn überlassen werden. Und das sind keine Leute wie Hartmut Mehdorn oder Rüdiger Grube –  sondern das sind wir, die Bürger. Denn die Deutsche Bahn AG gehört schließlich noch immer zu 100 Prozent dem deutschen Staat.

Die Freigabe von Informationen bzw. deren Zurückhalten ist wesentliches Element von Politik. Der Zugmonitor trägt mit seiner politischen Komponente zur Demokratisierung des Wissens über eine bedeutende Infrastruktureinrichtung der Gesellschaft bei. Er ist eine Form von Selbsthilfe, weil etablierte Politik und staatliche Unternehmen immer noch Meilen hinter dem Potential des Internets hinterherhinken und Transparenz meist nur ein Lippenbekenntnis bleibt.

Das führt zum zweiten Aspekt: Open Data. Wir hoffen, dass der Zugmonitor veranschaulicht, was das Bereitstellen von Datensätzen der öffentlichen Hand bedeuten kann. Man denke nur an Bereiche wie Energie, Gesundheit usw. usf. – Die Bahn kann nur gewinnen, wenn sie selbst die Fahrplandaten, den Zugang zu Preis- und Buchungssytemen sowie aktuellen Zugdaten uneingeschränkt freigibt. Das dürfte ihr mehr Kunden bringen als weniger. Die Innovationen, was aus diesen Daten alles gemacht werden kann, bleibt dann nicht mehr Sache von bahninternen Abteilungen oder extern beauftragen Agenturen. Sondern die Ideen werden von dort kommen, wo die Bahn täglich millionenfach genutzt wird: Aus der Gesellschaft.

Dabei bildet der Verbraucherschutz den dritten Aspekt: Der Zugmonitor bietet einen Service, den die Bahn bislang nicht für nötig hielt, zu liefern. Die offiziellen Pünktlichkeitsstatistiken sind für den individuellen Bahnreisenden wenig hilfreich. Zudem brachte die Recherche der SZ zu Tage, was bislang meines Wissens nach nicht öffentlich bekannt war: Die auf der Website der Bahn angegebenen Verspätungsmeldungen – auf denen der Zugmonitor basiert – sind Prognosen, die in der Regel abgerundet werden. Ein Sachverhalt, den die Bahn bislang lieber für sich behielt. Sie selber und ihre Geschäftskunden dürften vermutlich Zugriff auf minutengenaue Verspätungsangaben haben. Es bleibt abzuwarten, auf welchen Informationen der angekündigte “Zugradar” der Deutschen Bahn für Smartphones basieren wird.

Und schließlich gibt es noch den journalistischen Aspekt des Zugmonitors. Die Online- und Printredaktionen der Süddeutschen haben sich auf ein Wagnis eingelassen. Mit Echtzeitdaten dieser Art betreibt in Deutschland bis jetzt noch niemand Journalismus. Vielleicht kann sich das bislang auch nur eine überregionale Zeitung leisten. Sowohl finanziell als auch aufgrund ihrer Auflagenzahl: Die Bahn wird es sich gut überlegen, ob sie, die eine “Transparenzoffensive” angekündigt hatte, so ein Projekt unterbindet. (Was sie allerdings beim privat betriebenen zugfinder.de bislang auch nicht gemacht hat.)

Der Zugmonitors belegt, dass sich Service und Journalismus nicht ausschließen. Die Süddeutsche hat in ihrer Printausgabe am vergangen Wochenende eine Doppelseite mit Hintergrundartikeln und Infografiken gebracht. Online ist rund um die datenjournalistische Anwendung ein Dossier mit Artikeln erschienen; dort wurden auch die zugrundeliegenden Daten veröffentlicht. Es ist auch klar, dass eine Zeitung ein kommerzielles Interesse hat (wie auch wir als Agentur). Aber sie füllt gleichzeitig eine Leerstelle und zeigt, wie mit Daten der ureigenste Auftrag des Journalismus erfüllt werden kann: die Berichterstattung.

Disclaimer: Lorenz Matzat arbeitet bei der Agentur OpenDataCity mit, die den Zugmonitor realisiert hat.

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February 09 2012

Buch: Soziale Netzwerke für Nachrichtenjournalisten

In den vergangenen Wochen gab es einen kleinen Shitstorm um die Neuauflage von “Das Handbuch des Journalismus”. Grund: Wolf Schneider und Paul-Josef Raue haben ihr Standardwerk überarbeitet und nennen es jetzt “Handbuch des Journalismus und des Onlinejournalismus“; der Teil zu Onlinejournalismus scheint ein bißchen mißraten zu sein.

Ein guter Grund, an dieser Stelle mal auf das Buch “Soziale Netzwerke für Nachrichtenjournalisten” (Partnerlink) einzugehen. Daniel Bouhs, der ein paar Jahre jünger als die beiden Grandseigneurs ist und hauptberuflich für die Nachrichtenagentur dapd die Netzwelt erklärt, hat auf rund 100 Seiten zusammengefasst, wie sich die Nachrichtenwelt durch die neuen Medien verändert hat. Das Ergebnis kann vor allem netzferneren Journalisten empfohlen werden, weil es in leicht verständlicher Sprache wesentliche Begriffe klärt. Zum Einstieg wirkt ein Rundgang durch die Twitter-, YouTube- und Facebook-beeinflussten Nachrichten der letzten Monate, von Utøya über das Loveparadeunglück bis zum Wechsel von Nationaltorwart Manuel Neuer, als Plädoyer für die Beachtung der sozialen Netzwerke als Nachrichtenquelle.

Anschließend stellt Bouhs den Wandel in den Redaktionen von Tagesschau, BBC News, ZDF und Rhein-Zeitung dar. An dieser Stelle wäre auch ein weniger klassisches Medium als weiteres Beispiel interessant gewesen, Twitter hat ja beispielsweise durchaus auch das Bloggen verändert. Blogs kommen auch als Informationsquelle ein bißchen kurz (aber vielleicht ist diese Einschätzung auch dem Medium geschuldet, in das ich sie gerade eintippe).

Es folgen Erklärungen zu “Social Media” im Allgemeinen sowie einigen großen Netzwerken im Speziellen und einige handwerkliche Tipps zum Zitieren, Netzwerken und Überprüfen von Informationen. Den Abschluss bilden Glossar und Tool-Empfehlungen für Anwendungen wie TweetDeck, ifttt und bit.ly.

Interessant wird sein, die erste Ausgabe des Buchs (das übrigens “on demand” verlegt wird und bei dem laut Bouhs “eine Aktualisierung eine Frage von wenigen Tagen” ist) in ein paar Jahren in die Hand zu nehmen und mit dem dann existierenden Kräfteverhältnis zwischen den Netzwerken und der Arbeit von Journalisten abzugleichen.

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