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July 15 2013

eBook: Das Internet in Wahlkämpfen: Konzepte, Wirkungen und Kampagnenfunktionen

Screen-Shot-2013-02-06-at-4.07.17-PMAnfang des Jahres erschien im Springer-Verlag das Buch “Das Internet in Wahlkämpfen – Konzepte, Wirkungen und Kampagnenfunktionen” von Andreas Jungherr und Harald Schoen.

Das Ziel des Buches beschreibt Andreas Jungherr in seinem Blog als “die aktuelle internationale Literatur zu diesem Thema aufzuarbeiten, so dass auch in Deutschland die Diskussion zur Rolle des Internets in Kampagnen endlich darüber hinausgeht welcher Politiker wie authentisch Facebook nutzt und wieviele Follower er auf Twitter hat.”

Und das gelingt auch gut, was auch daran liegt, dass sich kaum jemand in Deutschland darüber hinaus mit Wahlkampf im Netz beschäftigt. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat das Buch jetzt als eBook lizenziert und bietet es in verschiedenen Formaten zum kostenlosen Download an:

E-Book: Das Internet in Wahlkämpfen [pdf]
E-Book: Das Internet in Wahlkämpfen [epub]
E-Book: Das Internet in Wahlkämpfen [mobi]

Aus der Selbstbeschreibung:

Das Internet ist aus Wahlkämpfen in vielen Ländern kaum mehr wegzudenken. Politiker und Kampagnenstäbe setzen das Internet als Wahlkampfinstrument ein. Bürger nutzen das Internet, um sich über Politik zu informieren oder in das politische Geschehen einzugreifen. Obwohl das Internet zum Kampagnenalltag gehört, herrscht vielerorts noch Unsicherheit über Einsatzmöglichkeiten und Wirkungen des Internets in Wahlkämpfen. Der vorliegende Band stellt daher kompakt den aktuellen Stand der Forschung zur Nutzung, Bedeutung und Wirkung des Internets in Wahlkampagnen in den USA und in Deutschland dar. So trägt er zu einem fundierten Verständnis von Wahlkämpfen im Internetzeitalter bei.​

Der Inhalt

Das Internet in Wahlkämpfen: Ein Überblick – Die Entwicklung des Internets und Erwartungen an dessen politische Konsequenzen – Zur Internetnutzung in Deutschland – Das Internet in Wahlkämpfen in den USA und Deutschland – Das Ende des Anfangs​

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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May 13 2011

The Future of Security and Open Standards on the Internet

Am 26. Mai redet Vint Cerf, “Chief Internet Evangelist” von Google in Berlin bei der der Konrad-Adenauer-Stiftung bei einer Veranstaltung über “The Future of Security and Open Standards on the Internet”, die zusammen mit Google Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung organisiert wird.

Bei der globalen Organisation des Internets bedingen und unterstützen sich Offenheit und Sicherheit wechselseitig. Seit seiner Entstehung basiert der Erfolg des Internets auf der Offenheit der Daten-Kommunikations-Standards, die von den Pionieren des Internets gewählt wurden. Dr. Vint Cerf wird über eine zeitgemäße Weiterentwicklung der globalen Netzinfrastruktur und drohende Gefahren für Offenheit und Sicherheit sprechen und mit Ihnen diskutieren.

Beginn ist 18:15 Uhr und man soll sich vorher anmelden.

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February 08 2010

Piraten mit Autofahrer-Partei vergleichbar: freie Fahrt und freies Netz

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat über die Piratenpartei eine Studie erstellt, die mir freundlicherweise vorab zugeschickt wurde. Die 33-Seiten lange “Analyse der Genese und Etablierungschancen der Piratenpartei” mit dem Titel “Partei der “digital natives”?” beschäftigt sich ausführlich mit der Geschichte, Inhaltlichen Schwerpunkten und Etablierungschancen. Auch für nicht-Piraten-Anhänger ist die Studie streckenweise interessant zu lesen, weil hier doch eine CDU-nahe Stiftung eine politische Analyse des Netzpolitik-Thema vornimmt.

Der erste Teil ist nichts Neues. “Die Piratenpartei ist die Partei der jungen Generation, häufig junger Männer”, schreibt die Studie und bringt Zahlen mit, wie 12% der männlichen Erstwähler wählten Piraten bei der Bundestagswahl. Interessanter ist die Zahl von einem Drittel der unter 25-jährigen in Baden-Würtemberg und etwa 30 Prozent der 25-34-jährigen. “Es handelt sich um netzaffine, junge, besser Ausgebildete, unter denen es viele Politikinteressierte gibt, die sich von den Parteien nicht berücksichtigt fühlen”.

Die Studie erklärt, dass der Partei “mit der Schwerpunktsetzung Internet eine Avantgarde-Stellung attestiert” wurde und es dafür kaum Entsprechung in der Wissenschaft geben würde. “Aussagen zur Piratenpartei, einer neuen, nicht-etablierten Kleinpartei, können mit einen tastenden, mit Konjunktiven und offenen Fragen versehenen Charakter haben.”

Aber genau deswegen gibt es ja auch die Studie der Kontad-Adenauer-Stiftung, die die folgenden Leitfragen beantworten will:

1. Welcher Gründungsimpetus lag der Piratenpartei zugrunde?
2. Was sind ihre dominierenden Themen und wie kann ihre Programmatik charakterisiert werden?
3. Welche Zielgruppe spricht sie an? Wie setzt sich ihre Mitgliedschaft zusammen?
4. Wie schnitt sie bei den Wahlen des “Superwahljahres” 2009 ab?
5. Wie sind die Etablierungschancen der neuen Partei im bundesdeutschen Parteiensystem einzuschätzen und was folgt für die etablierten Parteien?

Mein Lieblingssatz der Studie ist ja:

“Die Piratenpartei wendet sich an die Zielgruppe, die sich als “Digitale Generation” versteht und dies auch selbstbewusst artikuliet. Damit geht ihr selbst gewählter und aufrecht erhaltener Status als Ein-Themen-Partei einher. Anders als die Grünen, die sich schon in ihrer Gründung in den Politikfeldern Umwelt und soziale Gerechtigkeit positionierten, beanspruchen die Piraten eher den Kurs der Autofahrer-Partei: freie Fahrt und freies Netz.”

Interessant ist das Fazit. Dort wird erkannt, dass sich “diese Generation und das Milieu von etablierten Parteien abwenden” und das gelte “nicht nur für die SPD und Grüne”. Grüne und Piraten hätten bei der Bundestagswahl “Ähnlichkeiten in der Wählerstruktur und in Teilen ihrer inhaltlichen Forderungen aufweisen” können, aber da “Freiheit im Netz” bei den Grünen nicht zu den wahlentscheidenden Themen zählt, hätten viele Piraten gewählt. Aber auch die Union müsse sich fragen, “wie sie auf die Entwicklung reagiert”:

Positioniert sie sich zu den Themen, ignoriert sie die Entwicklung, passt sie sich an, indem sie totale Freiheit für das Netz fordert? Ist sie von Themen, die das Internet betreffen allenfalls peripher in ihrer programmatischen Ausrichtung betroffen? Inwieweit ist sie von der Debatte tangiert? Muss sie strengere Verhaltensregeln für das Internet fordern? Muss sie künftig häufiger, differenzierter um Kompromisse zwischen Internet-Affinen und auf Innere Sicherheit Bedachten ringen?

Leider bleiben hier nur Fragen offen, spannend wären doch auch Antworten für die Union gewesen. Insgesamt gelte aber (wohl für alle Parteien und nicht nur die Union):

Es gebe in den Parteiorganisationen und unter den Politikern zwar Qualifizierte. Gewicht und Stel-lenwert der Internetthemen, so der Eindruck, seien aber nach wie vor ge-ring im Mainstream der etablierten Parteien und der Parteiführungen verankert. Wie also mit den neuen Themen in personeller und organisatorischer Hinsicht umgehen?

Zum Schluß macht die Studie noch die EMpfehlung, für die Nachwuchswerbung “die neuen Kommunikationswege zu verstehen und kluge Dialogangebote zu machen”. Was aber etwas zu kurz gegriffen ist und die Netzpolitik-Inhalte weg lässt.

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