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January 27 2014

Programmtip: Geek Night mit Nerd Alarm! (noch bis 1. Februar)

Manchmal ärgert man sich, wenn man im Nachhinein merkt, dass es im Fernsehen ausnahmsweise etwas Lohnenswertes gab, aber man es wiedermal verpasst hat. So ging es mir mit der Geek Night auf ARTE, die Samstag Nacht ausgestrahlt wurde. Aber zum Glück gibt es die Mediathek und sieben Tage Zeit zum Nachschauen (die Diskussion über die Sieben-Tages-Frist lasse ich mal außen vor). Zu sehen gibt es:

Frohes Fernsehen!

 

 

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May 16 2013

Dokumentarfilm “Die wilden Wurzeln des World Wide Web” in der arte-Mediathek

Am vergangen Dienstag lief um 22:05 Uhr auf arte die sehenswerte Dokumentation “Die wilden Wurzeln des World Wide Web”. Der Film bietet einen interessanten Überblick über die Anfänge des Internets, ohne dabei aktuellen Entwicklungen außen vor zu lassen. So kommen genauso Richard Stallman, der Gründer des GNU-Projekts, wie auch Julian Assange oder Rick Falkvinge, der Gründer der schwedischen Piratenpartei, zu Wort. Bis Dienstag ist die Dokumentation noch in der arte-Mediathek abrufbar. Ansonsten läuft der Film am Freitag, den 31. Mai, um 02:40 Uhr auch nochmal auf arte.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung, auch um weiterhin einen Full-RSS-Feed anbieten zu können. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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March 06 2012

Dank ACTA: Mehr freie Inhalte in der ARD!

Dieter Nuhr hat gestern was Tolles gemacht: Er hat seinen Zuschauern erlaubt, einen von ihren Gebührengeldern bezahlten Text weiterzuverbreiten – und nicht nur denen, sondern auch den “Piraten” (was Sinn macht, denn der durchschnittliche ARD-Satiregipfel-Zuschauer hat vermutlich ein eher passives Mediennutzungsverhalten). Das Ganze kann man sich jetzt noch ein paar Tage in der Mediathek anschauen (ab 22:30), dann wird es “depubliziert”. Wer dem Nuhr den Gefallen tun will, das weiterzuverbreiten, muss also schnell sein.

Prinzipiell ist diese Inhaltebefreiung natürlich gut, allerdings fällt der größte Teil dessen, was er da erzählt hat, unter die Formel “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten”. Es ging irgendwie um “dieses Gesetz ACTA”, und man muss leider sagen, dass die Presseerklärung der Content Allianz zu diesem Thema die besseren Gags enthielt, bei ähnlichem Inhalt. Deswegen hier nur der interessante Teil des Auftritts:

[...] im Internet gibt man sowieso besser keine Widerworte, sonst bricht im Internet ein sogenannter Shitstorm los, dann können Sie Ihre Internetseite, ihre Facebookseite, ihre Mailadresse vergessen, da werden Sie plattgemacht, nicht. Das ist die geistige Freiheit im Internet, dass man zwar frei ist – aber in dieser Freiheit sagt man besser nix Falsches. Wobei ich das locker sehe, liebe Piraten, liebe Freunde des Filesharing. Ihr könnt diesen Text einfach nehmen, nachspielen, weiterverbreiten. Ich bin der Urheber. Ich bin einverstanden. Bin ja ein freiheitsliebender Mensch.


Ob letzteres auch auf die Kameramänner, die Beleuchter und den Regisseur zutrifft, weiß man leider nicht, deswegen wohl die Einschränkung auf den “Text” – wobei interessant wäre zu wissen, welche exklusiven Verwertungsrechte Nuhrs Arbeitgeber an dem hat und ob er den wirklich einfach so freigeben kann. Ansonsten wären weitere, gerne auch längerfristige und ernstgemeinte Bekenntnisse zu freien Lizenzen aus den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten natürlich sehr zu begrüßen, wie man sie beispielsweise bei extra3 und Zapp (beide NDR) findet. Der WDR-Satiriker Nuhr kann ja mal seine Chefin fragen.

Abgesehen davon erstmal danke für das Engagement des Einzelnen, man nimmt ja was man kriegen kann.

Danke an Sven G. für den Hinweis auf den Beitrag.

April 26 2010

Liveblog, 20:15 Uhr: TV-Duell Rüttgers (CDU) vs. Kraft (SPD)

Nicht direkt Netzpolitik, aber zumindest Netz und Politik: Wer heute Abend das TV-Duell zwischen NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft (SPD) am Rechner verfolgen will, kann ja mal bei Jens Matheuszik im Pottblog vorbeischauen. Dort gibt es parallel zum Duell ein Live-Blogging zum Mitmachen:

Das TV-Duell wird im WDR-Fernsehen am Montag (26. April 2010) ab 20:15 Uhr ausgestrahlt. Auf die Frage ob ein Live-Blogging zum TV-Duell zwischen Hannelore Kraft und Jürgen Rüttgers gewünscht sei, hat sich bis dato eine deutliche Mehrheit dafür ausgesprochen. Nach dem ein erster Live-Test erfolgreich geklappt hat, versuche ich das ganze am Montag auch durchzuführen.

Die Grünen in NRW planen ebenfalls ein Live-Blogging. Allerdings nicht zum Mitmachen, sondern nur zum Mitlesen. Mitlesen wird man neben einem Echtzeit-Transkript die Kommentare der grünen Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann können. Und zwar hier. Oder via Twitter.

Das TV-Duell ganz ohne Netzkommentare wird man sich wohl ab 20:15 Uhr als Livestream in der ARD-Mediathek anschauen können. Aber das wäre ja langweilig.

April 20 2010

ARD-Dokumentation “Sexobjekt Kind” in der Mediathek (ab 22 Uhr)

Gestern Abend lief die aktualisierte Fassung der NDR-Dokumentation “Sexobjekt Kind” von Sebastian Bellwinkel im Ersten (Wdh. am 25.04 um 3.05 Uhr auf EinsExtra):

Unsere Gesellschaft hält den Schutz von Kindern im Prinzip für sehr wichtig. Wie kann es dann sein, dass in Deutschland jedes Jahr nach Expertenschätzung Zehntausende Kinder, Opferverbände sprechen von bis zu 200.000 Kindern, Opfer sexueller Gewalt werden? Mit dieser Kern-Frage hat sich NDR Autor Sebastian Bellwinkel für seine Dokumentation “Sexobjekt Kind” auf Spurensuche begeben.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich derzeit auch in der Mediathek des Ersten ansehen. Allerdings nur, wie Matthias Schwenk bei Carta schreibt, zwischen 22 und 6 Uhr (Der JMStV lässt abermals grüßen). Die knapp 45 Minuten zu investieren, lohnt aber durchaus. Schwenk resümiert:

Es fehlt den Staatsanwaltschaften, der Polizei aber auch in der Medizin das Personal, um einerseits schneller und konsequenter gegen Straftäter vorzugehen und andererseits Pädophile präventiv therapeutisch zu begleiten. Die Stopp-Schild-Initiave Ursula von der Leyens wird als reine Symbolpolitik ohne praktische Wirkung entlarvt.

Endlich eine Doku, die aufrüttelt und bei der nicht einmal die Sperrgegner etwas zu meckern haben? In der Tat, es gibt nur wenige Punkte, die man kritisieren könnte. Da wäre zum Beispiel die Behauptung, laut UNICEF gäbe es 4 Millionen Webseiten mit Kinderpornographie im begleitenden Off-Kommentar. Die hätte man durchaus hinterfragen können.

Ebenso wie die Rolle der “privaten Kinderschutzorganisation” ECPAT für die Gesamtdebatte, die ein klein wenig mehr tut, als von Kosmetikketten gesponsorte Aufklärungsveranstaltungen für Polizisten und Staatsanwälte zu organisieren. ECPAT war z.B. in Schweden(!) nach eigenen Angaben maßgeblich an der Einführung der Websperren verantwortlich.

Wie die in Bellwinkels Doku vorgestellte Mechthild Maurer, Geschäftsführerin ECPAT Deutschland, argumentiert, kann man sich übrigens in diesem Streitgespräch mit Frank Rieger vom CCC anhören (Markus schrieb damals: “Argumentativer Totalverlust für die Gegenseite”). Aber das sind Kleinigkeiten.

Problematischer scheinen mir da schon eher 2 längere Zitate zu Beginn der Sendung, die laut Kommentar aus einschlägigen Webforen stammen sollen. Im Heise-Forum sollen inzwischen die zugehörigen Links gepostet worden sein. Da stellt sich natürlich die Frage, ob sowas sein muss – auch, wenn die konkreten Inhalte evtl. nicht strafbewehrt sein sollten.

April 06 2010

JMStV in der Praxis: Scientology-Film in der ARD-Mediathek nur zwischen 20 und 6 Uhr abrufbar

Hin und wieder gibt es Themen, deren Relevanz ich für Netzpolitik.org komplett falsch einschätze. Die Liste der Sachverständigen, die auf einem Ticket der Union in die Internet-Enquete geschickt werden, fand ich zum Beispiel vergleichsweise uninteressant.

Ein unvermeidlicher Lobbyist der Musikindustrie, ein IT-Branchenvertreter (Ich hätte aus Gewohnheit auf T-Com getippt, war dann Bitkom), ein mir unbekannter Informatiker und ein bekannt konservativer Medienwächter. Dazu eine Quotenfrau für die Community.
Hatte jemand etwas anderes erwartet?

Nun, vermutlich nicht. Und auch, obwohl der zugehörige Beitrag hier bei Netzpolitik.org spät kam und recht blutleer formuliert war, kam es noch zu einer angeregten Diskussion.

Bei den Stichworten “GEZ” und “öffentlich-rechtlicher Rundfunk” ist es regelmäßig ähnlich. Ich finde ja, dass da eigentlich alles gesagt ist. Nur vielleicht noch nicht von jedem. Sei’s drum, es gibt einen neuen Aufreger.

Und zwar einen Fernsehfilm über die Sekte “Scientology” des SWR, der in der Mediathek der ARD nur zwischen 20 und 6 Uhr zu sehen ist. Begründung: Die Sendung sei für Jugendliche unter 12 Jahren nicht geeignet.

Internet-Sendezeit

(Screenshot: Jan Filter, “Die ARD hält mich für 12!”)

Womit der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zuschlägt. Und zwar bereits in seiner bestehenden Form. Der reglementiert nämlich “Sendezeiten” für “entwicklungsbeeinträchtigende Angebote”. Auch im Internet, sofern dem Angebot kein geeignetes Altersverifikations-System vorgeschaltet ist. Letzteres dürfte bei öffentlich-rechtlichen Angeboten nicht denkbar sein, da diese grundsätzlich frei zugänglich sein müssen.

So neu, wie man vielleicht vorschnell annehmen mag, dürfte obige Tafel aber gar nicht sein. Sie sind bisher lediglich nicht aufgefallen, da von der Sendezeitenregelung im Internet üblicherweise nur Fremdproduktionen betroffen sind, die aus lizenzrechtlichen Gründen ohnehin nur selten den Weg in die öffentlich-rechtlichen Mediatheken finden. Möchte man sich hingegen den Tatort “Tango für Borowski” vom Sonntag in der Mediathek ansehen,  bekommt man die gleiche Tafel zu sehen.

Randnotiz: Für die Alterseinstufung von Eigenproduktionen sind die öffentlich-rechtlichen Sender eigenverantwortlich zuständig. Die FSK als Kontrollorgan der Filmwirtschaft ist hier ebenso aussen vor, wie die FSF (Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen), die sich lediglich um das Programm der privatrechtlichen Programmveranstalter kümmert.

Obige Entscheidung, ein für Kinder bis 12 Jahren nicht geeignetes Format aus dem Tagesprogrammm (6 bis 20 Uhr) auszublenden, orientiert sich allerdings an den Grundsätzen der FSF bzw. an den Sendezeitschiene in § 5 des JMStV:

(4) Ist eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung im Sinne von Absatz 1 auf Kinder oder Jugendliche anzunehmen, erfüllt der Anbieter seine Verpflichtung nach Absatz 1, wenn das Angebot nur zwischen 23 Uhr und 6 Uhr verbreitet oder zugänglich gemacht wird. Gleiches gilt, wenn eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung auf Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren zu befürchten ist, wenn das Angebot nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verbreitet oder zugänglich gemacht wird. Bei Filmen, die nach § 14 Abs. 2 des Jugendschutzgesetzes unter 12 Jahren nicht freigegeben sind, ist bei der Wahl der Sendezeit dem Wohl jüngerer Kinder Rechnung zu tragen.

(Quelle: § 5 (4)  Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auf  Landesrecht-BW)

Reposted byurfinmondkroetesofiasElbenfreund
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