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April 14 2013

February 15 2012

Datenschutz auf dem iPhone: Auch foursquare verschickt ungefragt das gesamte Adressbuch

Das Ausspähen von E-Mail-Adressen und Telefonnummern ist auf dem iPhone scheinbar Mode. Nach Facebook und Path kommt nun raus, dass auch foursquare ungefragt das gesamte Adressbuch an seine Server schickt.

Nach einem Hinweis von Paul Haddad hat Henning Tillmann mal recherchiert und den Nachweis veröffentlicht:

Nach der Anmeldung werden weitere Daten an den Server geschickt, ohne, dass der Nutzer gefragt wird oder ein Hinweis erscheint. Die Daten enthalten die Telefonnummern und E-Mail-Adressen (URL-kodiert).

Dustin Curtis beschreibt, dass dieses skandalöse Vorgehen gängige Praxis bei iPhone App-Entwicklern ist:

I did a quick survey of 15 developers of popular iOS apps, and 13 of them told me they have a contacts database with millons of records. One company’s database has Mark Zuckerberg’s cell phone number, Larry Ellison’s home phone number and Bill Gates’ cell phone number. This data is not meant to be public, and people have an expectation of privacy with respect to their contacts.

Jennifer Van Grove führt weitere Beispiele an:

Facebook, Twitter, Instagram, Foursquare, Foodspotting, Yelp, and Gowalla are among a smattering of iOS applications that have been sending the actual names, email addresses and/or phone numbers from your device’s internal address book to their servers, VentureBeat has learned.

Einige der dafür kritisierten Betreiber winden sich nun rum und wollen wohl die Benutzerin vorher um Erlaubnis fragen. Das ist ja wohl das Mindeste.

Das Problem sitzt aber tiefer. Die hier übermittelten Daten betreffen ja nicht nur den Anwender der App, sondern alle Menschen in seinem Adressbuch. Diese Daten zu übermitteln, ohne die Einwilligung vom Eigentümer der jeweiligen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu haben, verstößt nicht nur gegen deutsches Datenschutzrecht, sondern ist einfach völlig daneben. Und mal ehrlich: Hand hoch, wer wirklich alle Leute in seinem Adressbuch einzeln gefragt hat!

Jeder Mensch hat das Recht, sich im Internet nackig zu machen. Aber alle anderen haben auch das Recht, das nicht machen zu müssen. Wenn du dein Addressbuch mit Internet-Diensten synchronisierst, dann will ich da nicht drin stehen.

April 11 2010

Bitte vormerken: “Mein Profil gehört mir!?” (Dienstag, 19:30 Uhr)

Oh, das könnte interessant werden. Passend zur Facebook-Debatte organisiert die taz eine Diskussionsrunde, die auch live im Netz übertragen wir:

Dienstag, 13. April 2010, 19.30 Uhr

MEIN PROFIL GEHÖRT MIR !?

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg findet Privatsphäre überholt. Hat er Recht? Einerseits veröffentlichen zunehmend mehr Menschen im Internet Informationen über sich. Andererseits wachsen Kritik und Protest gegen Datenspeicherung und Überwachung – sei es durch Konzerne wie Google oder Regierungen. Wie also sieht die Privatsphäre im 21. Jahrhundert aus?

Es diskutieren:

- Christian Heller (Futurist)
- Michael Horn (Chaos Computer Club)
- Anne Roth (Bloggerin)
- Timo Luthmann (mensch.coop)

Moderation: Julia Seeliger (taz)

Live aus dem tazcafé, Rudi Dutkschlestr. 23, 10969 Berlin

PS: Die Links sind von mir, der Fehler in der Adresse nicht.

Reposted byRK02mydafsoup-01

March 20 2010

Rückbau der Netzsperren, neuer JMStV-Entwurf und Datenschutz als Idelogie

Vielleicht ist es doch nicht clever, nachträglich noch weiter in den Leseempfehlungen von gestern Mittag rumzumalen. Wäre auch viel zu schade, wenn folgende drei Hinweise dort untergehen:

#1_ Der ein oder andere hat es bereits mitbekommen, gestern haben auch die Grünen auf Fraktionsebene über das Netz gesprochen. Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Blogbeitrag von Malte Spitz (Mitglied im Bundesvorstand), der nachgefragt hat, wie es um den Rückbau der Infrastruktur für Netzsperren bestellt ist, und was der Spaß gekostet hat.

Fünf große Anbieter haben diesen Vertrag unterzeichnet. Auf Rückfrage meinerseits was sie gerade machen bzw. seit Unterzeichnung der Verträge gemacht haben, gab es folgende Antworten die ich hier dokumentieren darf. Die Anbieter Vodafone und HanseNet habe ich nicht angeschrieben.

Aber lest selbst

#2_ Rechtzeitig zum vom mir despektierlich als Schaulaufen bezeichneten prominent besetzten Panel “Diskussion zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag” morgen nachher auf dem Politcamp Berlin hat die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz – wie angekündigt – einen weiteren Arbeitsentwurf des JMStV (Stand: 12. März) (PDF) veröffentlich. Laut Alvar Freude hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert (via Alvar)

#3_ Christian Hellers Aufsatz “Die Ideologie Datenschutz” bei Carta dürfte bei Datenschützern der alten Schule auf eher wenig Zustimmung treffen. Ich halte Christians Thesen allerdings für intelligent genug, um sich mit ihnen einmal in aller Ruhe auseinanderzusetzen. Zur besseren Einordnug sollte man vorher Christians Vortrag “Was kommt nach der Privatheit?” kennen oder zumindest dieses – redaktionell stark eingekürzte! – iX-Editorial (PDF) überfliegen.

Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01
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