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June 11 2013

PRISM-Break: Mit dieser Software der NSA-Spionage entgehen

Im Rahmen des PRISM-Programms hat der amerikanische Militärnachrichtendienst NSA direkten Zugriff auf die Server bestimmter Firmen, darunter Google, Facebook, Skype und Apple. Aber auch ohne direkten Zugriff auf Server lässt sich sagen, dass proprietäre Software generell anfälliger für Spionage ist als freie Software, da der Blick auf den exakten Code meist nicht möglich ist und so geheime Hintertüren im Code im Verborgenen bleiben. Aus diesem Grund wurde auf der Seite prism-break.org eine Liste beliebter proprietärer Software samt seiner freien Alternativen erstellt.

So wird beispielsweise dazu geraten anstelle von Windows oder Mac OS das freie Betriebssystem Linux zu nutzen.os

Und auch bei der Browserwahl ist PRISM-Break behilflich.browser

Diese Vorschläge müssen aber sicherlich mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen werden. Die absolute Sicherheit vor Spionage im Internet scheint einfach nicht mehr möglich, auch nicht durch das Nutzen freier Software. Dennoch bietet die Auflistung eine schöne Übersicht die zeigt, dass es mittlerweile zu nahezu jedem Softwareprodukt eine freie Alternative gibt.

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February 01 2011

Strategiewechsel im Auswärtigen Amt: 100 Mio. Euro für Microsoft?

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich nicht besonders gut auskenne, was den Einsatz und die Möglichkeiten von freier Software in der öffentlichen Verwaltung betrifft. Das ist dumm, gerade weil wir hier bei Netzpolitik echte Experten für das Thema haben. Sonst, nur heute eben nicht (In Berlin beginnt heute die Transmediale).

Sei’s drum. Ich kann ja schonmal auf diesen Blogeintrag von Henning Tillmann hinweisen und damit evtl. eine Debatte anstoßen.

Henning berichtet über eine Kleine Anfrage (PDF) der SPD-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung, die unter Federführung seines Chefs, MdB Oliver Kaczmarek, entstanden ist. Kaczmarek selber schreibt dazu in seinem Blog:

Es besteht der Verdacht, dass die Bundesregierung die Computer im Auswärtigen Amt von freie auf proprietäre Software umstellen möchte. Sollte dies der Fall sein, wäre dies nicht nur sehr teuer, sondern auch sicherheitspolitisch gewagt. Server und Einzelplatzrechner des Auswärtigen Amts und der Botschaften wurden unter der rot-grünen Bundesregierung komplett auf freie Software umgestellt. Mit unserer Anfrage haken wir nach: bleibt die Bundesregierung bei diesem Kurs, der Millionenbeträge eingespart hat? Oder schwenkt sie auf den Einsatz so genannter proprietärer Software um?

Die Geschichte ist in so weit spannend, da der Einsatz von freier Software im Auswärtigen Amt bisher durchaus als Erfolgsgeschichte galt. Henning zitiert in diesem Zusammenhang einen Bericht von heise online aus dem Jahr 2007:

Das Auswärtige Amt konnte mit einer konsequenten Open-Source-Ausrichtung seine Ausgaben für Informationstechnik in den vergangenen fünf Jahren deutlich reduzieren. [...] Seit der Umpositionierung ist das Auswärtige Amt Schuster zufolge „das mit Abstand günstigste Ministerium im Bund bei den IT-Kosten“.

Zahlen gibt es natürlich auch. Allein der Einsatz proprietärer Software beim Aufbau des weltweiten Intranets des Auswärtigen Amts hätte 2001 wohl 100 Millionen Euro gekostet. Dem gegenüber standen laut Henning Kosten in Höhe von lediglich 17 Millionen Euro für die Ausrüstung mit freier Software.

Angesichts solcher Summen sollte – auch abseits parteipolitischer Spielchen – wohl die Frage erlaubt sein, ob tatsächlich eine (Rück-)Umstellung auf proprietäre Software geplant ist.

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