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February 25 2014

February 13 2014

Wem gehört das Internet? Herausforderungen für die Netzpolitik

Gestern Abend sendete NDR-Info in der Sendung “Das Forum” ein halbstündiges Essay von Martin Tschechne zum Thema “Wem gehört das Internet? Herausforderungen für die Netzpolitik“. Noch gibt es die MP3 im Podcast.

Ein Teil des NSA-Rechenzentrums in NSA in Bluffdale im US-Bundesstaat Utah. © dpa picture alliance Fotograf: George Frey Detailansicht des Bildes Das neue Datenzentrum der NSA im amerikanischen Bluffdale hat eine Speicherkapazität, die jedes menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt. Spätestens seit den Enthüllungen von WikiLeaks und dem Bekanntwerden der NSA-Abhöraffäre wachsen die Zweifel an der grenzenlosen Freiheit im Internet. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen heute Themen wie Netzsicherheit, Schutz von Privatsphäre und Urheberrechten. Gerade in diesen Fragen gibt es klare Erwartungen an die Politik: Sie soll für Offenheit und Transparenz sorgen und der Datensammelwut von Geheimdiensten und Internetkonzernen das Prinzip des Open Government, also der offenen Verwaltung, entgegensetzen.

Wir wollen netzpolitik weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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February 11 2014

Just a little Bit – Die virtuelle Währungsrevolution

Die Sendung “Der Tag” auf HR2 hat gestern über Bitcoins berichtet: Just a little Bit – Die virtuelle Währungsrevolution. Hier ist die MP3.

Bitcoins – die Währung des Internets, anonym, direkt und international – also rundherum modern. Seit ihrer Erfindung im Jahr 2009 erlebten die Bitcoins einen rasanten Aufstieg. In Deutschland werden sie mittlerweile als Zahlungsmittel anerkannt: Berliner Hipsters und Internetnerds können ihren Latte Macchiato in vielen Cafés auch in Bitcoins zahlen. Angenommen wird das bislang spärlich. In Asien hingegen haben die Bitcoins einen wahren Siegeszug hingelegt. Der war so erfolgreich, dass China sie im Dezember aus Angst um die eigene Währung erst abschaffte und jetzt, einen Monat später, den Handel wieder eröffnete. Aber haben die Bitcoins tatsächlich das Zeug zu einer weltweiten Transaktionswährung – oder sind sie bald nur ein weiterer Teil der Währungsgeschichte?

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Reposted bySchibulski Schibulski

January 06 2014

Einmal Zukunft und zurück.

Die Sendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur hat am Samstag über Zukunftsforschung berichtet, dabei ging es auch um die Zukunft der Überwachung: Einmal Zukunft und zurück.

Plötzlich steht die Vier da: 2014 liest sich noch recht holprig – und klang vor ein paar Jahrzehnten nach ferner, unvorstellbarer Zukunftsmusik. Sich an andere Orte beamen, Arbeiten von fliegenden und sprechenden Robotern erledigen lassen, mit dem eigenen Raumschiff in den Urlaub fahren: Wenig fasziniert die Menschen so sehr wie Spekulationen über die Zukunft. Dabei verrät die Science Fiction oft viel mehr über die Gegenwart, in der das noch Kommende ersponnen wird. Wir begeben uns in der ersten Breitband-Sendung des neuen Jahres in die unendlichen Sphären der Zukunftsforschung und -spielerei von damals und heute.

Die komplette Sendung findet sich hier als MP3.

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December 22 2013

NSA und Überwachung: ein Rück- und Ausblick

Zusammen mit Ulf Buermeyer (@vieuxrenard) war ich bei Breitband im Deutschlandradio Kultur zum NSA-Überwachungsskandal zu hören: “Erst anklopfen, dann eintreten. NSA und Überwachung: ein Rück- und Ausblick”.

Zum Jahresende halten wir kurz inne und fragen uns: Wie verändert der Skandal unsere Demokratie, welche Folgen hat er für die Pressefreiheit? Welche Akzente setzt die neue Bundesregierung, die am Dienstag dieser Woche ihre Arbeit aufnahm? Und was machen ihre US-amerikanischen Kollegen in der Zwischenzeit? Nach einer Chronologie der letzten Überwachungsmonate von Daniel Bouhs spricht Christine Watty mit dem Berliner Richter und Programmierer Ulf Buermeyer und dem Vorsitzenden der Digitalen Gesellschaft Markus Beckedahl über ihre eigene Wahrnehmung des NSA-Skandals, die bisherigen Konsequenzen und die möglichen Zukunftsszenarien.

Hier ist die MP3.

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December 08 2013

Datensauger im Netz: NSA-Skandal und die Folgen

Die Sendung Kulturfragen im Deutschlandfunk hat mich 25 Minuten lang zum NSA-Skandal und die Folgen interviewt und das Gesprch heute ausgestrahlt: Datensauger im Netz.

Vampire der Gegenwart – Über “falsche” Sicherheiten einer Gesellschaft zwischen Big Data und NSA-Skandal. Markus Beckedahl, Blogger und Netz-Aktivist, im Gespräch mit Karin Fischer

Hier ist die MP3.

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Reposted bydarksideofthemoon darksideofthemoon

November 22 2013

Souverän abgehört – Warum Deutschland immer noch besetzt ist

Die Sendung hr2 – Der Tag auf HR2 berichtete gestern eine Stunde lang über “Souverän abgehört – Warum Deutschland immer noch besetzt ist”.

Ausgespäht von der amerikanischen Botschaft! Ausgespäht von der britischen Botschaft! Haben die “alliierten” Geheimdienste unsere Hauptstadt Berlin erneut in Sektoren aufgeteilt? Haben sie überhaupt je damit aufgehört? Obwohl wir doch seit mehr als 20 Jahren souverän und damit längst volljährig sind. Jetzt sollten wir uns wohl souverän dagegen wehren. Oder souverän darüber hinwegsehen. Oder souverän Gleiches mit Gleichem vergelten. Aber vielleicht müssen wir einfach nur erkennen, dass in Zeiten der Globalisierung Souveränität keinen Platz mehr hat.

Hier ist die MP3.

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Reposted bymakros makros

November 19 2013

Europa sucht nach Antworten auf die Spionage-Affäre

Die Sendung “Hintergrund” auf Deutschlandfunk hat gestern über “Europa sucht nach Antworten auf die Spionage-Affäre” berichtet.

Es gibt kein Gesetz, das der EU die Kontrolle geheimdienstlicher Arbeit erlauben würde. Der Datenschutz allerdings zählt zu ihren Aufgaben. Diesen Hebel will das Europaparlament nutzen, um etwas gegen die massenhafte Überwachung europäischer Bürger durch die US-Dienste zu tun.

Hier ist die MP3.

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November 10 2013

Wo das Internet lebt: Der zweite Teil unserer Suche nach dem Netz

wdil-logoIm August sendete Breitband auf Deutschlandradio Kultur den ersten Teil von “Wo das Internet lebt“, einem Feature von Moritz Metz. Gestern gab es den zweiten und letzten Teil in der Reihe: Der zweite Teil unserer Suche nach dem Netz.

Die 55 Minuten Feature finden sich hier als MP3.

In der zweiten Folge am morgigen Samstag erzählt uns Internetgroßvater Leonard Kleinrock, wie vor 44. Jahren die erste Internetverbindung der Welt nach den Buchstaben “LO” unversehens: abstürzte. Wir besichtigen die Architektur der Netz-Konzerne im Silicon Valley, stehen vor dem Haus von Facebook-Capo Mark Zuckerberg (und den vier Nachbargebäuden, die der Facebook-Chef dazukaufte, seiner eigenen Privatsphäre wegen). Dann besuchen wir das Internet-Archiv in San Francisco, das seine Server in einen griechischen Tempel offen präsentiert. Auch Google-Infrastrukturchef Urs Hölzle schwärmt von der Schönheit seiner Rechenzentren, diesen Orten, an denen wir zwar ständig – aber auch niemals wahrhaftig sind. In Kronstorf, Oberösterreich soll dereinst auch mal ein Rechenzentrum enstehen, auf dem Erb-Acker vom Hackerbauer, schließlich finden sich dort ideale Bedingungen für die Wolke. Aber was hat es schon zuvor verändert?

Zum Schluß verschlägt es den Reporter in einen ehemaligen Eisenhower-Bunker im Felsen von Gibraltar. Weil das Netz die Grenzen ganz anders überspringt als Menschen oder Gesetze, lärmen hier die Server von anderswo illegalen Gambling-Firmen. Lebt hier das Netz? Oder eher in den Herzen der Menschen, die es benutzen?

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Tags: Podcast radio

Teufelsberg: Erkundungen an der Radarstation des Kalten Krieges

Das RBB-Kulturrradio hat sich in einem 30 Minuten langen Feature mit der Berliner Ex-Anhörstation Teufelsberg beschäftigt: Erkundungen an der Radarstation des Kalten Krieges.

Jahrzehntelang wurde am Berliner Teufelsberg der Ostblock nach verwertbaren Geheimdienstinformationen abgehört. Aus dem Wald hoch über der Großstadt aufragend, mit merkwürdigen weißen Kuppeln aus Wabenstrukturen, sehen die Türme aus wie ein Stonehenge aus der Ära des Kalten Krieges. Als Franzose in Berlin sieht der Autor vor allem die bizarren Seiten der heutigen Ruine.

Hier ist die MP3.

(Ähnlichkeiten mit der britischen Botschaft sind rein zufällig)

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October 21 2013

Erzeugen Smartphones und Co. eine erweiterte Realität?

In der Sendung “Forschung und Gesellschaft” beim Deutschlandradio Kultur gab es ein längeres Feature zum Thema “Ich sehe was, was du nicht siehst – Erzeugen Smartphones und Co. eine erweiterte Realität?

Das Wissen der Welt ist nur einen Mausklick entfernt – diesen Satz hört man oft, wenn es um die stetig vernetzte Informationsgesellschaft geht. Durch Smartphones, Smartwatches und Datenbrillen verwischen die Grenzen zwischen der virtuellen und der physischen Welt endgültig. Denn mit der Verbreitung dieser Geräte etabliert sich ein digitaler Informationsfluss, der konstant in unser Bewusstsein dringt. Erzeugen wir damit aber tatsächlich eine erweiterte Realität? Christian Grasse und Bettina Conradi haben nach Antworten gesucht.

Hier ist das Transcript und hier die MP3.

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September 16 2013

Verschlüsseln reicht nicht. Wir müssen die Verantwortung auch zurück in die Politik geben

Die Sendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur hatte am Samstag ein Interview mit Phil Zimmermann, dem Erfinder von PGP. Dabei ging es um Verschlüsselung (Ja, die ist immer noch sicher, wenn man die richtige auch richtig nutzt) und was jetzt zu tun ist:

Wir können die Entwicklung von Algorithmen nicht stoppen. Aber was wir machen können, ist eine politische Debatte darüber zu führen, dass es nicht erlaubt sein darf großen Datenmengen zu sammeln und zu durchsuchen, so dass alle unsere Bewegungen nachverfolgt werden können. Viele europäische Länder haben Datenschutzbehörden. Diese müssen eine größere Rolle spielen. Es muss verboten werden, Daten zur Überwachung zu sammeln. Natürlich können wir unsere Daten verschlüsseln aber das reicht nicht aus. Wir müssen die Verantwortung auch zurück in die Politik geben. [...]

Angesprochen auf Bruce Schneiers Plädoyer, dass die Entwicklercommunity das Internet zurück erobern müsste:

Ja, ich stimme Bruce zu, das sollten wir. Denn wir sind Ingenieure und wir wissen, wie man dieses Problem angeht. Das ist auf jeden Fall eine gute Sache. Aber ich denke, das reicht nicht aus. Wir müssen mehr tun als nur ein Technologieproblem zu lösen. Wir Ingenieure und Mathematiker können an der technologischen Seite arbeiten. Und gleichzeitig muss sich der Rest von uns um die politische Seite kümmern.

Hier ist die MP3.

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August 12 2013

Netzneutralität: Wem gehört das Netz?

Die Sendung “IQ – Wissenschaft und Forschung” auf Bayern2 hat die Debatte um Netzneutralität zusammengefasst: Wem gehört das Netz?

Sind im Internet alle “gleich” oder sind manche “gleicher”? Längst ist eine Debatte entbrannt, wie neutral das Netz bleiben muss, um nicht zum Spielball ideologischer Interessen zu werden – aber auch Innovationen nicht zu gefährden.

Hier ist die MP3.

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August 11 2013

Wo das Internet lebt

Der Radiojournalist Moritz Metz geht in einem zweiteiligen längerem Feature der Frage nach, wo das Internet her kommt. Der erste Teil wurde am Samstag bei Breitband auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt, der zweite Teil kommt kommende Woche.

Teil 1: Von Telkoklemptner über Netzmetaphern, über die Abflussrohrpost zum DE-CIX, nach St. Luis Obispo und zu John Perry Barlow. Leicht gekürzte Version der am 10. August bei Breitband im Deutschlandradio Kultur ausgestrahlten Sendung.

Eine MP3 hab ich noch nicht gefunden, nur eine Version auf Soundcloud.

Eine Version mit Audioslides findet sich bei ARTE.

Zum gleichen Thema gab es vergangene Woche in der Süddeutschen einen längeren Beitrag von Johannes Boie und Frederik Obermaier: Rückgrat des weltweiten Datenverkehrs .

Wo kommen die Daten her, wenn eine Webseite aufgerufen wird, wo sausen sie hin, wenn eine E-Mail verschickt wird? Eine Reise quer durch Mitteleuropa: Von der niederländischen Küste ins bayerische Markt Schwaben, durch Sicherheitsschleusen zu Rechenzentren und Netzbetreibern.

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Reposted byphytx phytx

August 09 2013

Zeitungssterben – Wer zahlt für die Wahrheit?

“hr2 – Der Tag” hat gestern über “Zeitungssterben – Wer zahlt für die Wahrheit?” berichtet und meinte damit Journalismus im Wandel. Im ersten Teil kommen vor allem ältere Printjournalisten zu Wort, die der Meinung sind, dass mit dem Trägermedium Zeitung auch die Demokratie und der Journalismus gefährdet sind, zum Schluß konnte ich nochmal kurz was zum Medienwandel aus einer digitalen Perspektive sagen.

Traditionszeitungen schrumpfen oder verschwinden. Springer zieht sich aus dem Printbereich zurück. Amazon-Chef Jeff Bezos kauft die Washington Post. An der Krise der Zeitung lässt sich die Krise des Journalismus insgesamt ablesen.

Hier ist die MP3.

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August 08 2013

Wer pfeift, hat schon verloren – Obama auf Verräterjagd

Die Sendung “HR2 – Der Tag” hat gestern über “Wer pfeift, hat schon verloren – Obama auf Verräterjagd” berichtet.

136 Jahre Knast drohen dem Obergefreiten Bradley Manning, weil er US- Geheimnisse verraten hat. Wohlgemerkt: Der Mann hat nicht Kriegsverbrechen begangen, sondern Wikileaks über Verbrechen amerikanischer Soldaten im Irak informiert. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowdon hat es vorgezogen, sich nach Russland abzusetzen. Denn Whistleblower dürfen in den USA nicht mit Gnade rechnen. Vor Militärgerichten, die hinter verschlossenen Türen tagen, erst recht nicht. Präsident Obama hält Informanten aus den eigenen Reihen für Verräter. Aber langsam dreht sich die Stimmung in den USA.

Hier ist die MP3.

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August 05 2013

Remixer #12 Marcus Maack: “Zu einem großen Teil bekommen die Künstler Nichts”

Marcus_Maack-Foto_by_Anne_Oschatz

Marcus Maack (Foto: Anne Oschatz)

In der Serie “Remixer/in” erzählen Menschen über ihre Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Remix und Remix-Kultur. Dieses Mal: Marcus Maack.

Marcus Maack ist als DJ unter dem Namen Der Vinylizer unterwegs. Auf ByteFM zeichnet er für Sendungen wie “BTTB – Back To The Basics” und “All Samples Cleared!?” verantwortlich. Außerdem ist er Mitveranstalter der Basspartyreihe “WobWob!” und Resident im Mojo Club.

In Deinen oder anderen Sendungen auf ByteFM werden bestimmt auch manchmal Remixes oder Mashups gespielt, die es so nirgends zu kaufen sondern nur im Netz als Download gibt. Wie werden in so einem Fall die Rechte geklärt?

Gute Frage. Wenn jemand Musik bei SoundCloud anbietet, muss er beim Upload bestätigen, dass er die Rechte an der Musik hält. Dementsprechend gehe ich beim Einsatz davon aus, dass ich das problemlos spielen darf. Ob wir als Radiosender überhaupt Rechte klären müssen, ist mir unklar. Immerhin gibt es ja die GEMA-Vermutung, die besagt, dass ich – wenn ich GEMA-freie Musik spielen möchte, der GEMA beweisen muss, dass die Musik GEMA-frei ist. Im Umkehrschluss würde ich vermuten, dass diese Vermutung auch für mich gilt, und ich mir keine Gedanken darüber machen muss, ob die Musik die ich spiele von der GEMA überhaupt abgedeckt wird oder nicht. Soweit ich weiß ist die GEMA dafür zuständig, dass die Künstler ihren Anteil bekommen. Dafür zahlen wir GEMA-Gebühren und geben entsprechende Tracklistings unserer Sendungen ab. Wobei ich mich seit Jahren frage, wieviel Geld die von mir gespielten Künstler letztendlich von den von uns gezahlten Gebühren bekommen. Ich würde wetten: Zu einem großen Teil bekommen die von mir gespielten Künstler Nichts.

Und wer bekommt dann die GEMA-Gebühren?

Wir geben Tracklistings ab, die rudimentäre Infos beinhalten (Artist, Titel, Label). Beim NDR enthalten die Tracklistings weitere Infos wie Autoren, Komponisten, Katalognummer und Labelcode. Seit Musik aber größtenteils als MP3 promotet und vertrieben wird, ist all das Kleingedruckte entfallen, das auf Plattencovern und in CD-Booklets unter den Titeln stand. Das heißt wir bekommen die wichtigen Infos wie Autor und Labelcode gar nicht mehr und können sie somit auch nicht weiter geben. Der GEMA scheint das egal zu sein – in 21 Jahren haben die noch nie nähere Infos zu irgendwelchen von mir gespielten Titeln angefordert. Da ich größtenteils britische Bassmusik spiele, denke ich, dass die GEMA-Gebühren für die von mir gespielte Musik zu 90% bei Dieter Bohlen, Phil Collins und Heino landen wird. Wohin der Rest geht ist mir unklar. Die von mir gespielten Künstler bekommen, wie oben bereits erwähnt, vermutlich nichts.

Wie sieht die Situation bei Mashups aus, die mehr als 2-3 verschiedene Stücke miteinander kombinieren?

Wo soll da der Unterschied sein? Ich gebe den Namen eines Künstlers an. Die GEMA hat diesen Namen noch nie gehört und wird das Geld halt irgendwohin überweisen. Ich würde mir sehr wünschen, dass das GEMA-System transparenter wäre. Aber um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass das in den nächsten 100 Jahren passieren wird.

Wie sind eigentliche die Rückmeldungen der Radio-HörerInnen auf Remixmusik, die es nicht bei iTunes zu kaufen gibt? 

Erstmal ärgert mich die Formulierung “die es nicht bei iTunes zu kaufen gibt”. Ich würde meine Musik nie bei iTunes kaufen. Es gibt auch andere Anbieter von Musik: Boomkat, Juno, Beatport usw. Außerdem spiele ich oft Musik, die es nur auf Vinyl gibt. Aber zur Frage: Wie sollen da schon die Reaktionen sein? Ich spiele fast ausschließlich Musik, die meine Hörer bei mir zum ersten Mal hören. Musik, die es “bei iTunes” nicht gibt. Das ist in meiner Sendung nicht wirklich etwas besonderes. Für freie Downloads von Soundcloud biete ich Playlisten an, so dass die Hörer sich die Musik selbst laden können. Darauf sind die Reaktionen ausgesprochen positiv.

Als DJ und Promoter bist Du auch in vielen Hamburger Cubs unterwegs und kennst die Szene. Was denkst Du: Welchen Stellenwert haben Remixes, Mashups und exklusive DJ-Versionen im Club?

Gerade für jüngere Musikrichtungen wie Trap haben solche Remixes einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt unzählige Trap-Remixes bekannter Songs, die es so nie “bei iTunes” geben wird. Das ganze ist ungemein spannend und vielleicht vergleichbar mit den ganzen Maxis und Dubplates, die es in Hochzeiten der CD nie als CD sondern nur als Vinyl gegeben hat. Sie befruchten die musikalische Entwicklung ungemein und fordern sehr viel Einsatz vom DJ. Ähnlich wie man früher tagelang durch Plattenläden ziehen musste, um rare Remixes und Songs zu finden, muss man heutzutage stundenlang SoundCloud und YouTube durchforsten, um die besonderen Remixes und Songs zu finden.

Zum Abschluss: Was ist Dein persönlicher Lieblingsremix? Und warum? 

Osymyso’s Intro Inspection. 101 Popsongintros in 12 Minuten. Das Stück ist 2002 erschienen und das beste Mashup, das ich kenne.

Das ist ein Crosspost vom Blog der Initiative ‘Recht auf Remix‘, die in einer Petition um Unterstützung samt Link zum persönlichen Lieblingsremix bittet. Das Interview führte Georg Fischer.

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July 27 2013

Der große, unbekannte Bruder? Alle werden überwacht, aber keiner hats gewusst?

Breitband auf Deutschlandradio Kultur hatte heute eine Sondersendung zum Thema “Der große, unbekannte Bruder? Alle werden überwacht, aber keiner hats gewusst?”

Philip Banse hat sich den Journalisten Peter Welchering und den Netzpolitik-Aktivisten und Blogger André Meister in die Sendung eingeladen. Eine Stunde lang werden nicht nur die technischen Details und Hintergründe erklärt und entworren, sondern auch die Geschichte der Überwachung und die Rolle der deutschen Politik ausführlich beleuchtet. Sind die Geheimdienste außer Kontrolle geraten? Oder ist der aktuelle Überwachungsskandal nicht einfach die logische Fortsetzung von Bestrebungen wie der Vorratsdatenspeicherung? Haben Internetanbieter und Onlinedienste dabei mit den Überwachern zusammengearbeitet oder sind auch sie nur hilflose Opfer des großen Bruders?

Hier ist die MP3.

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July 19 2013

Was machbar ist, wird gemacht – Der NSA Spionage-Club

Die Sendung “Der Tag” auf hr2 berichtete am Dienstag eine Stunde lang über “Was machbar ist, wird gemacht – Der NSA Spionage-Club“.

Wir sind empört über das, was nun seit gut einem Monat über den geheimsten Geheimdienst der USA tagtäglich die Schlagzeilen bestimmt: Die Datensammelwut der NSA. In den USA witzeln die Amerikaner über die NSA, ihre Anfangsbuchstaben könnten für ?No Such Agency? stehen, für nicht-existenter Nachrichtendienst. Doch die NSA existiert ? ganz offiziell seit mehr als 60 Jahren. Und auch wenn die Bundesregierung bislang weiterhin darauf beharrt, von nichts gewusst zu haben: In all diesen Jahren gab es immer wieder Hinweise darauf, dass die NSA ihre Arbeit macht. Und zwar richtig gut. So gut, dass auch der Bundesnachrichtendienst offenbar immer wieder auf ihre Daten zurückgegriffen hat. Das lässt vermuten, dass in Berlin doch zumindest jemand eine Ahnung hätte haben müssen, was die Amerikaner hierzulande an Daten sammeln. Fazit: Wer jetzt also überrascht tut, der hat jahrzehntelang die Augen verschlossen ? denn so geheim ist der geheimste Nachrichtendienst der USA nun wirklich nicht.

Davon gibt es eine MP3.

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July 03 2013

Ausgespäht und mitgelesen: Wie westliche Geheimdienste das Internet überwachen

Die Deutschlandfunk-Sendung Hintergrund hat eben über “Ausgespäht und mitgelesen: Wie westliche Geheimdienste das Internet überwachen” berichtet. Hier ist die MP3.

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