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January 06 2014

Remixerin #32 Melissa Logan: “Remix erlaubt kulturelle Erneuerung”

In der Serie “Remixer/in” geht es um Menschen und ihre Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Remix und Remix-Kultur. Dieses Mal: Melissa Logan, Mitgründerin von Chicks on Speed.

Melissa Logan

Melissa Logan

Melissa Logan gründete 1997 gemeinsam mit Alex Murray-Leslie Chicks on Speed an der Münchner Akademie der Künste mit der klaren Idee als multi-modales Kollektiv im Kulturbereich zu arbeiten und damit die Vorstellung des isolierten Künstlergenies zurückzuweisen. Chicks on Speed tourten auf der ganzen Welt als elktronische Popgruppe, waren mit Performance-Kunst in MOMA, Tate, Pompidou, MOMAK etc. präsent und haben tragbare Technologien entwickelt, die sie “Objektinstrumente” nennen. Zu diesen zählt auch eine Serie von Apps, de mit freundlicher Unterstützung des ZKM Karlsruhe und der Initiative Musik realisiert werden.

Zur Zeit arbeitet ihr an Musik- und Remix-App – wie wird diese App funktionieren?

Die App, die wir bauen, basiert auf einem klassischen DJ-Setup mit zwei Plattenspielern samt Mixer, enthält einige Effekte, Tonhöhenregelung und natürlich kann man scratchen. Ein zweites Fenster zeigt das “Plattenregal” an und wir suchen gerade nach Wegen, um Mixes mit anderen Nutzern austauschen und teilen zu können.

Was macht für Dich einen guten Remix aus?

Ein großartiger Remix fügt einem Song Tiefenebenen hinzu und die Umarbeitung von musikalischen und textlichen Inhalten macht ihn präziser, schärfer oder aktueller. Musik ist eine Kunstform die stark mit dem Hier und Jetzt verknüpft ist, jede Zeit und jeder Ort braucht seine Musik, der Sommerhit, das Album des Jahres. Gute Songs können für Generationen überleben und der Remix erlaubt jene kulturelle Erneuerung eines Songs, die dafür notwendig ist.

Auf welche Weise verwendest Du selbst Werke Dritter?

Als Chicks on Speed arbeiten wir normalerweise mit Covern von großartigen Songs, bisweilen schreiben wir aber Texte um und das erfordert eine kompliziertere Aufteilung

Hast Du schon einmal aus nur aus rechtlichen Gründen ein Sample oder ähnliches nicht verwendet und warum?

Manchmal verwenden wir andere Musik darauf Songs aufzubauen, aber wenn der Song fertig ist entfernen wir die Samples – ganz generell. Diese Nutzung von Samples ist für uns ein Arbeitswerkzeug.

Wurdest Du schon einmal abgemahnt oder hattest rechtliche Probleme wegen Deiner künstlerischen Tätigkeit?

Ja, das ist ganz normal.

Was hältst Du von der Idee, ein vergütetes Recht auf Remix einzuführen?

Natürlich klingt es gut, wenn Künstler großartige Remixes machen, gleichzeitig ist es schreckelich, wenn jemand Songs von Chicks on Speed nimmt, remixt und dann den Remix an BP oder sonst eine beschissene Firma verkauft und wir dann kein Recht dazu haben, unsere Texte und Stimmen auf diese Weise verwendet zu sehen.

Zum Abschluss, was ist Dein persönlicher Lieblingsremix?

Ich liebe es wirklich einen ganzen Haufen von Remixes eines Songs zu hören, zum Beispiel von Zager & Even “In the year 2525″:

Das ist ein Crosspost vom Blog der Initiative Recht auf Remix, die in einer Petition um Unterstützung samt Link zum persönlichen Lieblingsremix bittet. Auf right2remix.org findet sich auch das englische Originalinterview.

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November 25 2013

3sat Pixelmacher: Remix

Heute Nacht sendet 3sat um 1:55 Uhr die Sendung “Pixelmacher” mit einem halbstündigen Special zum Thema “Remix”. Da in der Regel die wenigsten Menschen um die geplante Uhrzeit noch wach sind, steht die Sendung jetzt schon in der Mediathek.

Wo die Remix-Kultur herkommt soll uns jetzt einfach mal egal sein, wichtig ist: sie ist da und längst Teil unserer Alltagskultur. [...] Oder wie es der New Yorker Filmemacher Kirby Ferguson in „Everything is a Remix“ zeigte, dass eigentlich sowieso alles nur ein Remix ist. Die Pixelmacher remixen mit.

Porträtiert werden in der Sendung zwei Remixkünstler, die wir auch schon in unserer Serie “Remixer/in” interviewt hatten: Walter W. Wacht (“Habe mich weit aus dem Fenster gelehnt”) und DJY alias JY (“Account mit 99 Tracks gelöscht”).

Auch bei Youtube:

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October 14 2013

Diagnose Marktversagen: Fred Breinersdorfer will Zwangslizenzen für Filme

Was sich vor einigen Wochen in Form von unerwartet offenen Briefen angedeutet hatte, wird heute mit einem Gastbeitrag von Fred Breinersdorfer in der Süddeutschen Zeitung noch einmal dokumentiert: sie bewegen sich doch, die Fronten in der Urheberrechtsdebatte.

Fred Breinersdorfer

Fred Breinersdofer (Foto von 1Holsteiner2, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons)

Fred Breinersdorfer ist nicht nur ein bekannter Drehbuchautor und Filmproduzent (“Sophie Scholl – Die letzten Tage“), sondern auch eine der lautesten Stimmen in der Auseinandersetzung um das Urheberrecht in Deutschland. Nicht nur ist er Mitunterzeichner des berühmt-berüchtigten Briefs der Tatort-AutorInnen, sondern auch Gründer der Krimiautorenvereinigung “Das Syndikat“, die wiederum für die Kampagne “Ja zum Urheberrecht” verantwortlich zeichnet. Auch in der fragwürdigen Kampagne “Gib 8 aufs Wort” der VG Wort trat er als Unterstützer mit dem Satz auf: “Ein Autor ohne seine Rechte ist wie ein Auto ohne seinen Motor.”

In seinem Gastbeitrag “Verschenkt meine Filme!” anerkennt aber auch Breinersdorfer jetzt die Notwendigkeit urheberrechtlicher Reformen. Ausgangspunkt ist die keineswegs neue Beobachtung, dass eine Google-Suche nach Filmen kaum legale, aber unzählige illegale Anbieter zu Tage fördert:

Wo sind denn die massenhaften legalen Anbieter, die meine Google-Trefferseite füllen könnten? Wo sind denn die innovativen Webseiten, bei denen man mein Werk auf eine Weise herunterladen oder streamen kann, von der ich auch etwas habe? Die einfache Antwort ist: Es gibt sie nicht.

Die wenigen großen Anbieter diktieren die Preise und Konditionen, gerade kleinere Filmstudios kommen nicht zum Zuge. Vor allem aber die hohen Transaktionskosten bei der Klärung der Internetechte verhindern Breinersdorfer zu Folge eine Vielfalt legaler Angebote:

Wer legal Filme anbieten will, braucht dafür die Internetrechte. […] Das funktioniert aber nicht etwa weltweit, wie das Internet - es funktioniert nur von Land zu Land, von Territorium zu Territorium. Und oft ist die Situation noch vertrackter, wenn etwa Banken Rechte abgetreten bekommen, als Sicherung für ihre Kredite. Jeder Lizenznehmer bastelt momentan an Modellen, wie er mit seinen Lizenzen im Netz am besten Geld verdienen könnte.

Vor allem dass die Vielzahl eigener und proprietärer Modelle ein Holzweg sind, hätte die Filmindustrie wirklich von der Musikindustrie lernen können (trauriger Tiefpunkt damals: Microsofts selbstwidersprüchlich bezeichneter Kopierschutz “Plays for Sure“). Als Ausweg schwebt Breinersdorfer eine staatlich verordnete Zwangslizenz vor:

Wer aber könnte dieses schreckliche Gewurstel beenden, um einen lebendigen Markt zu schaffen und die Illegalen endlich auszutrocknen? Nur noch der Staat. Das ist der zweite Teil meiner radikalen Idee: Hier und heute fordere ich den Gesetzgeber auf, mir meine eigenen Internetrechte gegen Vergütung abzunehmen und mich dabei bitte nicht um Erlaubnis zu fragen. Und alle anderen Filmkünstler auch nicht. Ich fordere eine umfassende Zwangslizenz für Filme im Internet.

Und tatsächlich haben wir es im aktuellen Markt für Filme mit Marktversagen zu tun: die Transaktionskosten in einem nationalstaatlich-zerfurchten Rechteflickenteppich sind einfach zu hoch, um einen funktionierenden Wettbewerb legaler Angebote zu ermöglichen. Ähnliches gilt übrigens auch für den Bereich von Samples, Mashups und Remixes, weshalb sich die Initiative “Recht auf Remix” des Digitale Gesellschaft e. V. auch in diesem Bereich für Zwangslizenzen einsetzt.

Breinersdorfers Gastbeitrag zeigt jedenfalls, dass es durchaus Möglichkeiten gäbe, Internet und Urheberrecht miteinander zu versöhnen. Voraussetzung dafür sind aber urheberrechtliche Reformen, die – so wie in Breinersdorfers Vorschlag – auf Erlauben und Vergüten setzen anstatt auf Überwachen und Abmahnen.

Disclaimer: Ich war in die Konzeption der Initiative “Recht auf Remix” involviert.

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September 12 2013

Illegaler Wahlkampf: Auch SPD surft auf der Remix-Welle [Update]

Falls irgendwo noch Zweifel daran bestehen, dass ein Recht auf Remix eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit in der digitalen Gesellschaft ist, der Bundestagswahlkampf 2013 sollte sie ausgeräumt haben. Abgesehen von schon traditionellen Plakatremixes und dem Meme rund um die Merkelraute demonstrierte vor allem der Geh-Wählen-Spot der IG Metall das Potential von Remixkultur auch für politische Botschaften. Gleichzeitig illustrierte die falsche Erklärung der diesbezüglichen Rechtslage mehr als eindrücklich, dass im Urheberrecht Änderungsbedarf besteht.

Wohl auch inspiriert vom Erfolg des IG-Metall-Spots versucht sich nun auch die SPD an Remixkreativität und bedient sich dafür bei Monty Pythons “Life of Brian”:

Wieder stellt sich hier die Frage, ob die SPD die Rechte dafür geklärt hat? Denn auch wenn Monty Python selbst sämtliche Clips in voller Länge auf YouTube zur Verfügung gestellt hat (vgl. Techdirt), dann ist damit noch lange nicht eine Zustimmung zur Remixnutzung verbunden. Das musste jedenfalls kürzlich ein Religionslehrer erfahren, als er ebenfalls einen Ausschnitt von “Life of Brian” zur Bewerbung eines offenen Online-Kurses im Bereich Religionsunterricht verwenden wollte. Universal Pictures teilte ihm nämlich auf Anfrage mit, dass es ihm “in keiner Weise gestattet [ist], auf Ihrer Webseite Szenen, Sequenzen, Trailer oder Bildmaterial in irgendeiner Form zu veröffentlichen. Sie machen sich damit strafbar” (vgl. Beitrag bei irights.info dazu). [Update:] Via Twitter kam übrigens der Hinweis, dass die FDP dieselbe Szene wie die SPD geremixed hat. [/Update]

Und es ist unwahrscheinlich, dass der SPD-Spot der letzte illegale Wahlkampfremix dieses Bundestagswahlkampfs sein wird. Schließlich sorgt SPD-Spitzenkandidat Steinbrück gerade dafür, dass der Zenit der Remixkreativät in diesem Wahlkampf wohl noch lange nicht überschritten ist – schließlich ist auch dessen Geste eine Art Remix:

Jedenfalls sollte man die Parteien bei Verhandlungen zu Urheberrechtsreformen in der nächsten Legislaturperiode nicht nur an ihre Wahlversprechen, sondern auch an ihr urheberrechtliches Wahlkampfverhalten zu erinnern.

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September 05 2013

IG Metall erklärt die Rechtslage ihres Geh-Wählen-Spots. Falsch.

Der Geh-Wählen-Spot der IG Metall sorgt derzeit im Internet für Furore. Gleichzeitig wirft er natürlich auch urheberrechtliche Fragen auf (siehe auch “Remix im Wahlkampf: ein Best of“), weil derartige Remixes im europäischen Urheberrecht nicht möglich sind, ohne die Rechte für alle verwendeten Filmausschnitte zu klären. In den USA hingegen wäre ein solches Video höchstwahrscheinlich durch die Fair-Use-Klausel des US-Copyrights gedeckt.

Jetzt hat sich auf der YouTube-Seite die IG-Metall quasi offiziell zur Rechtefrage geäußert:

Wir haben natürlich keine Sonderrechte. Es handelt sich um freies YouTube-Material. Und die YouTube-Nutzungsbedingungen erlauben jedem Nutzer die kostenlose Nutzung, Reproduktion und Herstellung derivater Werke inklusive Vorführung auf YouTube. Mehr dazu findest du hier in den YT-Terms

Grüße aus der Online-Redaktion

Das Problem mit dieser Erklärung ist nur, dass sie falsch ist. Denn nur weil Filme auf YouTube “frei” zugänglich sind, bedeutet es noch lange nicht, dass die Rechteinhaber dieser Nutzung noch einer Weiternutzung in irgendeiner Form zugestimmt haben. Entscheidend dafür ist nämlich, dass die Rechteinhaber das Material selbst unter besagten YouTube-Nutzungsbedingungen hochgeladen oder diesem Hochladen explizit zugestimmt haben. Dass das bei allen verwendeten Clips der Fall ist, wage ich zu bezweifeln. So werden in dem Remix Ausschnitte aus Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verwendet, die sicher nicht mit offizieller Zustimmung auf YouTube hochgeladen worden sind.

Hinzu kommen die Persönlichkeitsrechte einiger der gefilmten Personen – wie der Prozess rund um den Fall des Technoviking gezeigt hat, können auch diese rechtliche Probleme aufwerfen.

Fazit: Legal ist der geniale Remix-Spot der IG Metal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Dafür bräuchte es schon ein Recht auf Remix.

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July 18 2013

MC Supergrundrecht

Metronaut hat einen Song von MC Supergrundrecht alias IM Friedrich entdeckt:

Auf Metronaut findet sich auch “Fragen an Opa – ein Aufruf zum Protest“.

Und Heribert Prantl erklärt auf Sueddeutsche.de, warum Friedrich unseren Rechtsstaat zur Disposition stellt: Der trojanische Innenminister.

Ein solches Supergrundrecht stellt alles zur Disposition, was der Rechtsstaat an Regeln zur Vorbeugung, Aufklärung und Verfolgung von Straftaten eingeführt hat. Wer hier den großen Kehraus veranstalten will, der kehrt, angeblich oder vermeintlich zur Verteidigung des Rechtsstaats, genau das weg, weswegen dieser Rechtsstaat verteidigt werden mus. Dann stirbt die Freiheit an ihrer Verteidigung.

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May 21 2013

Remixer (2) DJ Bionic Kid: “Remix macht einen wesentlichen Teil der elektronischen Musikproduktion aus”

Waxolusionists (Bild: Bubu Dujmic)

Waxolusionists (Bild: Bubu Dujmic)

In der Serie “Remixer/in” erzählen Menschen über ihre Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Remix und Remix-Kultur. Dieses Mal: DJ Bionic Kid, der seit 1993 als DJ und seit 1997 als aktiver Musiker und Produzent tätig ist, vor allem als Teil des Wiener Hip-Hop-Kollektivs der Waxolutionists.

Was macht für Dich einen guten Remix aus?

Je nachdem, welchen Zweck der Remix erfüllen soll – ein tanzbarer Remix für einen Kuschelrocksong oder eher ein künstlerischer, experimenteller Remix für genau das umgekehrte – gibt es für mich verschiedene wichtige Aspekte. Im Grunde nutzt bzw. abstrahiert ein guter Remix die Originalspuren so, dass das original zu erkennen ist, der Remix aber gleichzeitig trotzdem wie ein neuer Track klingt, vom alten Charme vielleicht Teile beinhaltet, aber auch den (im besten Fall) unverwechselbaren Stil des Remixers unschwer erkennen lässt. Wenn man hört, dass sich jemand Mühe gegeben hat und musikalisch gearbeitet hat, dann zeichnet das ebenfalls einen guten Mix aus. Viele Remixarbeiten sind leider oft nach Schema F produziert, oft geht es eher um den Namen des Remixers als um den tatsächlichen Inhalt.

Auf welche Weise verwendest Du selbst Werke Dritter?

Ich habe mit Hiphop und Konsorten begonnen, ergo war bzw. ist Sampling ein ganz natürlicher Teil meiner Arbeit. Allerdings arbeite ich nicht gerne mit ganzen Loops oder größeren, sprich längeren Samples. Anders als bei frühen Hiphop-Tracks, manipuliere ich sehr gerne Samples, arbeite mit komplexeren Sample-Layers und versuche die Samples mit selbst Eingespieltem so zu kombinieren, dass man am Ende nicht weiss, was ist was.

Hast Du schon einmal aus nur aus rechtlichen Gründen ein Sample oder ähnliches nicht verwendet und warum?

Ich habe bisher nur bei kommerziellen produktionen, z.B. für Werbe-Jingles, auf die Verwendung von Samples verzichten müssen. Bei meinen bzw. unseren Eigenproduktionen ist das eigentlich hinfällig, wir bewegen uns fern ab von kommerzieller Nutzung, dafür reichen die verkauften Stückzahlen nicht aus.

Wurdest Du schon einmal abgemahnt oder hattest rechtliche Probleme wegen Deiner künstlerischen Tätigkeit? Und sonst?

Wir wurden nur ein einziges Mal gemahnt, und das ausgerrechnet in Österreich. Wir hatten für eine Remixproduktion ein altes Schrammel-Sample in einem gescratchten Refrain verwendet und hatten deswegen dann auch kurz Probleme. Die ganze Sache war dann aber recht einfach erledigt. Auf YouTube hatte ich erst kürzlich einige Probleme mit Copyright-Verletzungen. Lustigerweise waren es aber immer meine eigenen Werke, deren kompletten Rechte (auch mechanische etc) ich sogar besaß, wegen denen die alten, damals noch rechteinhabenden Labels Stress machten. Auch hier war alles schnell bereinigt.

Was hältst Du von der Idee, ein vergütetes Recht auf Remix einzuführen?

Fände ich gut, wir leben nun mal in einem Zeitalter, wo Remixen einen wesentlichen Teil des elektronischen Musikmarkts ausmacht, da können gerne auch die Tantiemen etwas besser und fairer aufgeteilt werden. Früher wurden Remixes meist pauschal abgegolten, was mittlerweile in vielen Sparten aufgrund von Kleinst-Stückzahlen bzw. generell niedrigen Gewinnmargen einfach nicht mehr möglich ist.

Avatar_03Zum Abschluss, was ist Dein persönlicher Lieblingsremix?

Da gibt es leider einige. Auf Anhieb fallen mir da ältere Remixarbeiten von 4 hero ein. Aphex Twin wäre auch noch zu nennen. Ach da gibt es viel zu viele. Generell waren die Briten immer ganz vorn dabei, wenn es darum ging, Musik zu remixen, in ein neues Gewand zu stecken und währenddessen vielleicht sogar eine neue Musikrichtung zu erfinden. In punkto klassichem Sampling (auch wenn das nur einen möglichen teil des Remixens darstellt) gehören sicherlich DJ Premiers und DJ Shadows Arbeitsweisen zu meinen wichtigeren Einflüssen.

Das ist ein Crosspost vom Blog der Initiative ‘Recht auf Remix‘, die in einer Petition um  Unterstützung samt Link zum persönlichen Lieblingsremix bittet. Unter allen Nominierten wird ein Remix.Award verliehen.

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April 18 2013

(Fast) alle Urheberrechtsprobleme in einem Video: Andy Baio über die neue Prohibition

Andy Baio, einer der Gründer des XOXO Festivals, hat kürzlich ein Video von einem Vortrag veröffentlicht, der in sehenswerten 30 Minuten noch einmal fast all jene Dinge auf den Punkt bringt, die im derzeitigen Urheberrecht grundlegend falsch laufen.

Weil sich Andy Baio aber klarerweise auf die Situation in den USA bezieht, habe ich im folgenden noch einmal die zentralen Themen seines Vortrags aufgelistet und mit Links zu Blogeinträgen hier auf netzpolitik.org versehen, die sich mit den jeweiligen Themen auseinandergesetzt haben. Auf diese Weise wird zweierlei deutlich: Erstens, die genannten Probleme begleiten uns schon eine ganze Weile und werden sich nicht von alleine und auch nicht nur durch einfachere Lizenzierungsangebote lösen, wie die EU Kommission immer noch zu glauben scheint. Zweitens ist die Situation in Europa tendenziell noch schlechter als in den USA, obwohl es dort eine – wie Baio deutlich macht: unzureichende – Fair-Use-Klausel im Copyright gibt.

Urheberrecht, Internet-Memes und Remixkultur: Baio steigt mit Harlem Shake als dem jüngsten Beispiel für ein Internet-Meme ein, bei dem Rechteinhaber vom Verzicht auf Rechtsduchsetzung profitieren und gleichzeitig massenhaft kreative Potentiale breiter Bevölkerungsschichten aktiviert werden. Beobachten konnte man das auch schon am Vorgänger-Meme “Gangnam Style”: “Zur netzpolitischen Dimension von Gangnam Style“.

Remixkultur und Digitalisierung: Unter Verweis auf die vierteilige Serie von Kirby Ferguson “Everything is a Remix” macht Baio nicht nur deutlich, dass Kreativität und Kultur immer schon sehr unmittelbar auf bestehenden Werken aufgebaut haben, sondern dass durch den umfassenden Zugang zu digitalen Inhalten in Kombination mit der Möglichkeit unmittelbar-globaler Veröffentlichung Ausmaß und Bedeutung von Remixkultur und Remixrechten eine neue Dimension erreicht haben. Ebenfalls von Kirby Ferguson: “Everything Is A Remix: THE MATRIX“.

“No copyright intended”: Schon 2011 hatte Baio darüber gebloggt, dass hunderttausende YouTube-Nutzer in den Erläuterungen zu ihren Videos Sätze wie “No copyright intended” einfügen um deutlich zu machen, dass sie mit ihren Mashups oder Tanzvideos eben keine kommerziellen Verwertungsinteressen verfolgen. Die massenhafte Verbreitung dieser Praktik demonstriert, dass fast alle Menschen in ihrem Online-Nutzungsalltag mit dem Urheberrecht in Berührung kommen, allerdings kein Verständnis – im doppelten Sinne – für dessen Funktionslogik vorherrscht. Wie man kurz- und mittelfristig auf diese Situation durch rechtliche Anpassungen reagieren könnte, hat Till Kreutzer in einem Gastbeitrag ausführlich dargelegt: “Auf dem Weg zu einem Urheberrecht für das 21. Jahrhundert: Ideen für eine zukünftige Regulierung kreativer Güter“.

YouTube Content ID: Um den alltäglichen und massenhaften Urheberrechtsverletzungen auf Online-Plattformen doch noch irgendwie Herr zu werden, setzen Rechteinhaber und Plattformbetreiber auf immer ausgefeiltere Formen privat-technologischer Rechtsdurchsetzung. Eines der wirkmächtigsten Verfahren in diesem Zusammenhang ist das von Baio kritisierte Content-ID-System von YouTube: “Private Rechtsdurchsetzung mittels Content ID: neue Regeln, neuer Algorithmus“.

Kreativitätsbremse Samplingverbot: Fans von elektronischer Musik oder HipHop können (k)ein Lied davon singen, dass die Zahl der Samples in kommerziellen Produktionen rückläufig und die Schwierigkeit der Abklärung von Samplingrechten eine der größten Kreativitätsbremsen überhaupt ist. So verweist auch Baio darauf, dass das Album “Paul’s Boutique” von den Beastie Boys heute praktisch unmöglich auf legale Weise zu realisieren wäre. In Deutschland wiederum hat erst kürzlich der BGH seine restriktive Sampling-Rechtssprechung in der Entscheidung “Metall auf Metall II” bestätigt: “Sampling-Urteil des BGH: Zwei Takte Leistungsschutzrecht“.

Vorbild Zwangslizenz bei Cover-Versionen: Anlässlich seines Kickstarter-finanzierten Projekts “Kind of Bloop“, einem 8-Bit-Cover von Miles Davis berühmtem Jazz-Album “Kind of Blue”, meint Baio völlig zu Recht: ”Cover songs are the only sane licensing in the copyright world”. Diese Feststellung gilt zu 100% für die Situation in Deutschland: “Zur netzpolitischen Dimension von Heino: Covern erlaubt, Remixen verboten“. Warum Baio dennoch urheberrechtliche Probleme mit seinem “Kind-of-Bloop”-Projekt hatte, ist auf seinem Blog noch einmal ausführlich dokumentiert, hatte aber nicht mit der Musik sondern dem Pixel-Cover zu tun.

Fair Use: Baio beschreibt, wie schwer es in den USA ist, durch die Fair-Use-Klausel des dortigen Copyrights gedeckte Kreativität auch rechtlich durchzusetzen. In Europa ist es jedoch so, dass jenseits des abgeschlossenen Katalogs an urheberrechtlichen Ausnahmen (“Schranken”) überhaupt nichts möglich ist. Hierzulande ginge es deshalb überhaupt erst einmal darum, Dinge möglich zu machen: “Urheberrecht: Erlauben und Vergüten“.

Abmahnungen als Geschäftsmodell: Wie in Deutschland hat sich auch in den USA eine Abmahnindustrie gebildet, die mit Massenabmahnungen Geld verdient. Die Höhe von Abmahnungen ist aber in der Regel völlig unverhältnismäßig. So betont Baio, dass auch kleine Entschädigungen ein Vielfaches dessen ausmachen, was auf herkömmlichen Wege verdient werden könnte: “Small settlement will make far more money than running years of YouTube ads.” Auch in Deutschland ist leider kein Ende dieses “Abmahnwahns” in Sicht: “Die Abmahnindustrie wird von dieser Koalition weiter gefördert werden“.

Angesichts dieser Liste ist das Fazit von Baio, dass wir es mit einer neuen Form von Prohibition zu tun haben, durchaus berechtigt:

“We have a vocal and powerful minority, which is the record and film industries, fighting to criminalize common-place activities from law-abiding people. We have turned every teenager with a computer into a criminal.”

Schade ist nur, dass Europa bei der Kreativitätsprohibition im Unterschied zur Alkoholprohibition nicht nur mitmacht, sondern in vielen Bereichen sogar über die USA hinausgeht.

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March 14 2012

Remixbares eBook zu SOPA und PIPA

Das gestern von der amerikanischen Nichtregierungsorganisation Public Knowledge herausgegebene OpenSource-eBook “Hacking Politics ” gibt einen guten Überblick über die Ereignisse um die US-Gesetzesinitiativen SOPA und PIPA.

Das besondere an diesem Buch: Es begreift sich als “eBook mixtape”, soll also zum mitschreiben, kommentieren und re-mixen anregen. Teil dieser Strategie ist  ein  Online-Tool, das es ermöglicht, verschiedene Versionen des eBooks zusammenzustellen und dabei den Inhalt aus den verschiedenen Kapiteln selbst auszuwählen. Zudem können Texte und Bilder eingereicht werden, die bei entsprechender Qualität ins Buch aufgenommen werden.

Zu den Autoren der jetzt veröffentlichten ersten drei Kapiteln gehören die Internetaktivisten und Politikberater Ernesto Falcon und Larry Downes und das IT-Urgestein David Moon. Auch der US-Blogger und Netzpolitiker der republikanischen Partei Patrick Ruffini steuert seine perönlichen Erfahrung in der digitalen Bürgerrechtsbewegung bei.

Books are linear. Usually but not always, they don’t change with time. [...] Today, we’re announcing that “Hacking Politics” will use a new publication model to deliver the world’s first “eBook mixtape.”

Reposted bymondkroeteppoe

February 26 2012

‘Kunst gegen Überwachung’ remixt Video von ‘Kunst hat Recht’

Die Auseinandersetzung der beiden österreichischen Initiativen “Kunst hat Recht” sowie “Kunst gegen Überwachung” wird künstlerischer. So ist kürzlich ein Remix des Kampagnen-Videos von “Kunst hat Recht” auf YouTube aufgetaucht, das mit ein paar simplen Ideen dem Video eine gegensätzliche Botschaft verpasst. Im folgenden die beiden Videos im Vergleich:

Video von “Kunst hat Recht”:

Remix des Videos von “Kunst gegen Überwachung”:

 

October 05 2011

Everything Is A Remix: THE MATRIX

Everything Is A Remix: THE MATRIX” ist ein grandioser Zusammenschnitt aus Matrix-Szenen mit den Originalvorlagen aus anderen Filmen, der wiederum aufzeigt, dass The Matrix nicht nur eine grandiose Film-Triologie, sondern auch ein famoser Remix ist.

Rob G. Wilson made this video examining the origins of The Matrix. It was written by Cynthia Closkey and most of the comparisons were crowdsourced by Everything is a Remix fans.

Everything Is A Remix: THE MATRIX from robgwilson.com on Vimeo.

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Reposted byeat-slow eat-slow

September 01 2011

(Buch:) Mashup: Lob der Kopie

Mashup: Lob der Kopie (Partnerlink) ist ein neues Buch von Dirk von Gehlen, das im Suhrkamp-Verlag erschienen ist.

Dirk von Gehlen ist Redaktionsleiter von Jetzt.de und schreibt seit einigen Jahren über Urheberrecht und digitale Kultur, oftmals auch direkt für die Süddeutsche Zeitung. Seit längerem wusste ich von dem geplanten Buch, aber so ein analoges Print-Projekt dauert ja ganz schön lange. Irgendwann, vor gefühlt einigen Jahren, hatte mich Dirk von Gehlen auch zum Thema Creative Commons für das Buch interviewt.

Das Buch kam dann letzte Woche endlich an. Ich hab es weitgehend durchgelesen und bin begeistert. Weitgehend vor allem deswegen, weil Unmengen Fussnoten dabei sind und man das Buch eigentlich nochmal über durchlesen könnte, indem man nur die Fussnoten beachtet. Begeistert davon, noch viel (vor allem Theorie) beim Lesen gelernt zu haben, obwohl ich schon recht tief mit der Materie vertraut bin. Und vor allem: Das Buch ist ein lesenswertes Plädoyer für den Erhalt und Ausbau einer Remix-Kultur in Zeiten einer zunehmenden Urheberrechtsverschärfung, in der diese kulturelle Praxis kriminalisiert und technologisch erschwert wird.

Lesenswert ist vor allem die riesige Sammlung an Zitaten und Fundstücken rund um Mashups, Kopieren und die kulturelle Praxis dahinter. Eigentlich müsste man daraus eine Zitat-Datenbank machen, um in der politischen Debatte immer wieder darauf zurückgreifen zu können.

Schade ist, dass das Format der Suhrkamp-Taschenbücher so klein ist, dass man den Inhalt nicht schneller lesen kann, weil ständig ein Zeilenwechsel ansteht. Dafür passt so ein Buch in die Hosentasche.

Aus der Verlagsbeschreibung:

Weil sie Passagen aus Blogs in ihr Buch einbaute, löste Helene Hegemann eine Kontroverse aus. Als Danger Mouse ein Album veröffentlichte, auf dem er Songs der Beatles mit denen Jay Z’s vermischte (engl. to mash), wurde er als Kämpfer gegen die Kreativindustrie gefeiert. Die Debatten um das Urheberrecht und neue Formen wie Mashups sind äußerst unübersichtlich. Fest steht: Das Kopieren hat im Online-Zeitalter seine Unschuld verloren. In dieser Kulturgeschichte der Kopie bringt Dirk von Gehlen Ordnung in die Diskussion und Varianten zur sich verflüssigenden Unterscheidung von Original und Kopie ins Spiel.

“Mashup: Lob der Kopie” ist als Taschenbuch in der “edition suhrkamp” erschienen, kostet 15 Euro und sollte in jedem Buchladen erhältlich sein. Die ersten 20 Seiten gibt es hier als Leseprobe (PDF).

Transparenz: Im Jahre 2006 hab ich mal von Jetzt.de über mehrere Monate Geld im Rahmen eines Blogstipendiums erhalten.

June 21 2011

Teil 3: Everything is a Remix

Kirby Ferguson hat den dritten Teil seiner vierteiligen Serie “Everything is a Remix” veröffentlicht. Wieder sehr sehenswert!

Creativity isn’t magic. Part three of this four-part series explores how innovations truly happen.

Everything is a Remix Part 3 from Kirby Ferguson on Vimeo.

Hier sind Teil 1 und Teil 2.

Wir brauchen auch in unserem Urheberrecht ein Recht auf Remix!

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February 17 2011

Die neue PR-Kampagne zu Guttenbergs Dissertation

Im Guttenplag-Wiki entsteht aktuell neben einer Sammlung von Plagiaten in von Karl-Theodor zu Guttenbergs Dissertation auch eine Galerie mit kreativen Bildern zum Geschehen. Dabei sind auch einige Interessante, wie diese hier:



Wer weitere lustige Bilder findet, kann die gerne in den Kommentaren verlinken.

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February 04 2011

Teil 2: Everything is a Remix

Über die Video-Serie “Everything Is a Remix” von Kirby Ferguson hatten wir bereits bei Erscheinen des ersten Teils berichtet. Nun ist Teil 2 erschienen:

Everything is a Remix Part 2 from Kirby Ferguson on Vimeo.

Als deutscher Nutzer muss man bedenken: Don’t try everything at home. Eigentlich schon, so von wegen gesellschaftliche Realitäten zeigen und einfach machen, aber zumindest riskiert Ihr bei einigen Beispielen eine Urheberrechtsverletzung, wenn Ihr Eure Remixe wieder online publiziert. (Also passt auf.) Das liegt daran, dass das US-Copyright mehr Freiheiten durch die Fair-Use-Regeln bei Remixen bietet, als wir hier dürfen. Das ist nicht gut so und deshalb muss man das ändern!

January 25 2011

Ein Landrat steht im Bierzelt

Aus Dokumentarzwecken sei hier nochmal auf einen weiteren Remix des Anti-Grünen-Werbespots der CSU hingewiesen, der diesmal von der ZDF Heute.Show kommt: Ein Landrat steht im Bierzelt, ganz blau und dumm…

(Danke für die vielen Mails)

November 24 2010

Remix-Visualisierung: Girl Talk – All day

All day ist das neue Album des US-MashUp-Künstlers Girl Talk. Wie die vergangenen Alben besteht das ganze Werk aus zahlreichen ineinandergemixten Hits aus verschiedenen Epochen und Genres und wurde unter der CC-BY-NC-Lizenz veröffentlicht. Hier ist ein Link zum Download und hier zum Torrent.

Was das ganze spannender macht, sind die vielen kleinen Innovationen der Fans rund um das Album. Direkt nach Erscheinen des Albums wurden die einzelnen Samples kollaborativ identifiziert und in einem Wiki gesammelt. Mittlerweile gibt es mit mashupbreakdown.com auch eine eigene Seite, wo die Samples in der Timeline der einzelnen Songs anschaulich visualisiert werden. Und das ist dann ein kleiner Trip durch die jüngere Musikgeschichte mit Lernfaktor.

(Danke an @antischokke)

September 25 2010

Metric starten CC-Remix-Wettbewerb

Die kanadische Alternativ-Rockband Metric hat einen Remix-Wettbewerb gestartet. Das alleine reicht nicht für ein Posting hier aus. Aber einerseits stellen sie ihr gesamtes letztes Album “Fantasies” zum Remix, was ich für eines der besten Rock-Alben der letzten Jahre halte, und andererseits müssen die Remix-Ergebnisse unter einer Creative Commons-BY-NC-ND-Lizenz eingereicht werden. Die eingereichten Stücke können gleichzeitig auch unter dieser Lizenz von den einreichenden Künstlern zu Promo-Zwecken weiterverwendet werden. Für jeden Song gibts 1000 $ als Gewinnerprämie und man wird gefeatured. Die Ergebnisse kann man sich dann auf der Seite anhören.

Reposted byreturn13 return13

September 15 2010

Everything is a Remix

“Everything Is a Remix” von Kirby Ferguson ist eine schöne Serie über Remix-Kultur. Der erste Teil ist online, drei weitere Teile sollen demnächst folgen.

Everything is a Remix from Kirby Ferguson on Vimeo.

August 18 2010

Dialog Internet: Bundesregierung lädt ein zum Remix-Wettbewerb

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend lädt zum Design-Wettbewerb für ihren “Experten- und Bürgerdialog mit dem Namen DIALOG INTERNET”, der seid einem Jahr angekündigt ist und bisher unter dem Arbeitstitel “Forum Internet” bekannt war. Das verkündete heute Familienministerin Kristina Köhler auf Twitter.

Gewinnen kann man 2500 Euro, aber spannender dürfte es wahrscheinlich sein, kreative Beiträge zur aktuellen Netzpolitik einzureichen und zu schauen, ob diese auch in die engere Auswahl kommen. Denn die Nutzer können auch Einreichungen bewerten. (Das ging schon einmal schief, als die SPD ein Logo für den Steinmeier-Wahlkampf suchte und das bestbewerteste Logo leichte Ähnlichkeiten mit SS-Runen hatte).

Uarrr.org hat auf Twitter schon dieses Bild verbreitet, was sicherlich in die Auswahl aufgenommen wird:

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