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August 26 2013

Auch PaysafeCard bannt VPN Provider

d916439942 Mastercard und Visa hatten Anfang Juli begonnen Zahlungen an VPN Provider zu verweigern – auch, wenn dies von offizieller Seite nicht bestätigt wurde. Ende Juli folgte dann PayPal, indem das Unternehmen den Account des VPN Providers iPredator sperrte – wiederum ohne offizielle Begründung oder Stellungnahme. Nun scheint PaysafeCard mitzuziehen und verweigert die Zahlung an jegliche VPN Provider. Simple Begründung ist, dass man nicht zurückverfolgen könne, falls sich ein Kunde rechtswidrig verhält. Und außerdem würden diese Dienste eben oft von Leuten benützt, die etwas zu verbergen hätten.

In terms of security it is a very high risk for paysafecard, because you cannot trace where the information is coming from. In many cases VPN services are used for businesses which have something to hide – this can be any illegal business because if the address is anonymous, you cannot trace where all the information is coming from. (Michaela Unger, Paysafecard PR Specialist)

Auch, wenn den VPN Providern noch genügend andere Zahlungsmethoden zur Verfügung stehen – unter anderem virtuelle Währungen – ist es bezeichnend, dass in den letzten Monaten immer mehr Dienstleister Zahlungen an VPN Provider verweigern. Gleichzeitig gibt es eine immer größere Nachfrage nach VPN Zugängen.

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Reposted bymondkroetesofiascoloredgrayscale

July 23 2013

Auch Paypal verweigert Zahlungen an den schwedischen VPN-Anbieter IPredator

Anfang Juli wurde bekannt, dass die Kreditkartenunternehmen Mastercard und VISA keine Zahlungen mehr an schwedische VPN-Anbieter ausführen. Neben den VPN-Anbietern ist auch der schwedische Zahlungsdienstleister Payson betroffen, der die Zahlungen von Mastercard und VISA entgegen nahm und dann an die entsprechenden Ziele weiterleitete. Der schwedische, vom Pirate-Bay Mitgründer Peter Sunde ins Leben gerufene, VPN-Anbieter IPredator meldete heute Morgen nun über Twitter, was damals schon vermutet wurde: Auch Paypal ist nun auf den Zug aufgesprungen und leitet keine Zahlungen mehr an IPredator weiter.

Torrentfreak vermutete bei den Zahlungsstopps von Mastercard und VISA an die VPN-Anbieter, dass es sich um Maßnahmen im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen handelt. Und auch Paypal wurde bereits damals im Zusammenhang mit solchen Methoden erwähnt.

There’s an unwritten rule that Mastercard and Visa don’t accept file-hosting sites that have an affiliate program and PayPal has thrown out nearly all cyberlockers in recent months.

Inwieweit Mastercard und VISA Paypal zu diesem Schritt gedrängt haben ist zur Zeit unklar. Ebenso ist noch nicht klar, ob auch andere VPN-Dienstleister in Schweden von Accountkündigungen seitens Paypal betroffen sind. Sobald es weitere Einzelheit gibt, werden wir diese hier selbstverständlich veröffentlichen.

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July 04 2013

Mastercard und VISA sperren Zahlungen zu VPN-Providern

Wikileaks hat in dieser Woche bekannt gegeben wieder Zahlungen über Mastercard abwickeln zu können. Das Unternehmen habe nach fast drei Jahren die Blockade der Zahlungen an Wikileaks aufgelöst. Dieser eigentlich positive Schritt wird allerdings durch eine neue Einschränkung stark getrübt: Mastercard und VISA gaben an, keine Zahlungen mehr an VPN-Provider ausführen zu wollen. Das bestätigte der schwedische Dienstleiter für Zahlungsabwicklung Payson gegenüber Torrentfreak.

Torrentfreak sieht in der Sperrung von VPN-Providern durch Mastercard und VISA einen weiteren Schritt gegen Webseiten und Services im Internet die mit Urheberrechtsverletzungen in Verbindungen stehen.

There’s an unwritten rule that Mastercard and Visa don’t accept file-hosting sites that have an affiliate program and PayPal has thrown out nearly all cyberlockers in recent months. It now turns out that these policies have carried over to VPN providers and other anonymizing services.


Betroffen ist hiervon zunächst der schwedische Dienstleister Payson. Dieser nahm die Zahlungen über Mastercard oder VISA entgegen und leitete das Geld an die entsprechenden Unternehmen, wie VPN-Provider, weiter. Wie Payson in einer E-Mail an seine Kunden mitteilte, ist damit ab sofort Schluss:

Payson has restrictions against anonymization (including VPN services). As a result Payson can unfortunately no longer give your customers the option to finance payments via their cards (VISA or MasterCard).

Von dieser Zahlungsblockade sind eine Reihe von VPN-Provider betroffen. Torrentfreak nennt unter anderem, Anonine, Mullvad, VPNTunnel und Privatvpn. Ebenfalls von der Sperrung betroffen ist aber auch iPredator, ein VPN-Provider welcher von Peter Sunde, dem Mitbegründer von PirateBay, ins Leben gerufen wurde. Sunde sprach dabei gegenüber Torrentfreak ein enormes Problem der Zahlungsblockade an:

It means that US companies are forcing non-American companies not to allow people to protest their privacy and be anonymous, and thus the NSA can spy even more. It’s just INSANE.

Denn keineswegs wird VPN nur genutzt um Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Mit VPN ist es dem Nutzer möglich, sich einen gewissen Grad an Anonymität beim Surfen im Internet zu verschaffen, indem er sich mit einem privaten Netzwerk (dem VPN-Server) verbindet und sämtliche Kommunikation dann über dieses Netzwerk läuft. Der eigentliche Nutzer dahinter ist nicht mehr zu erkennen. VPN kann demnach auch von Filesharern genutzt werden, aber genauso auch von Nutzern denen einfach ihre Privatsphäre am Herzen liegt. Besonders in Zeiten von PRISM und Tempora wirken solche Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre nicht mehr übertrieben.

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January 22 2011

Jetzt geht’s lo-hos: Netzpolitischer Showdown im Bundestag?

Spiegel Online hat heute eine Vorabmeldung aus dem Montag erscheinenden Print-Spiegel, die den netzpolitischen Ausblick auf die kommenden Wochen nicht unbedingt schöner macht.

So langsam deuten sich die zum Jahreswechsel angekündigten Entscheidungen bei der Vorratsdatenspeicherung und bei Zensursulas ausgesetztem Zugangserschwerungsgesetz an. Die Rede ist von erheblich verhärteten Fronten innerhalb der Regierungskoalition:

Die Union will sich keinesfalls auf die Forderung der liberalen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger einlassen, Daten nur dann zu speichern, wenn es den Anfangsverdacht auf eine Straftat gibt. [...] Um wieder Bewegung in die Gespräche zwischen Union und FDP zu bringen, soll nun die Vorratsdatenspeicherung im Paket mit den Themen Visa-Warndatei, Terrorismusgesetze und Internetsperren verhandelt werden.

Prösterchen! Sorry, falls ich gerade jemandem das Wochenende versaut habe, das war nicht meine Absicht.

Siehe auch: FDP will Vollzugsdefizit beim Löschen von Kinderpornographie lösen (Heise Online, 20.01.2011)

December 08 2010

USA: Lobbyarbeit für Visa & Mastercard in Russland

Um negative Effekte geplanter neuer Gesetze auf Visa und MasterCard zu verhindern, haben die USA in Russland massive Lobbyarbeit geleistet. Das geht aus Depeschen hervor, die heute Nachmittag von Wikileaks freigegeben wurden.
[ So stelle ich mir einen wirksamen Gegenschlag vor ;-) ]

Details berichtet der Guardian:

The cable, dated 1 February 2010, states that the Obama administration took up the companies’ plight with senior Russian government officials. Earlier this year Moscow unveiled plans to create a new National Payment Card System (NPCS) that would collect all credit card fees on domestic transactions – depriving Visa and MasterCard of a major chunk of revenue.

A consortium of state-owned Russian banks would administer the system and collect processing fees “estimated at $4 billion a year”, the cable claims. Additionally, sending payment data abroad would be forbidden under the law going through Russia’s rubberstamp lower house of parliament – another potential blow to the US credit card companies.

Die Folge wäre, dass Visa & MasterCard mit hohem finanziellen Aufwand Zentralen in Russland bauen, oder dem National Payment Card System (NPCS) beitreten, und mit starker Benachteiligung am russischen Markt stehen müssen.

Mathhias Mitman, US-Diplomat mit Fachgebiet Wirtschaft, gab die Leitlinie zur Verhinderung vor:

We recommend that senior USG officials also take advantage of meetings with their Russian counterparts, including through the Bilateral Presidential Commission, to press the GOR to change the draft text to ensure US payment companies are not adversely affected.

Reposted bykrekk krekk
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