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October 14 2013

Remixerin #22 Isosine: “Wir sind eine Multimedia-Generation”

Isosine

Isosine

In der Serie “Remixer/in” erzählen Menschen über ihre Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Remix und Remix-Kultur. Dieses Mal: Isosine

Isosine ist Remix-Produzentin und Mashup-Künstlerin. Die Mashups sind alle vollständig frei zugänglich und werden dauerhaft als kostenloser Download verfügbar sein. Die Arbeiten finden sich auf isosine.com und anderen Plattformen wie YouTube oder Soundcloud.

Wie würdest Du selbst Deine künstlerische Arbeit beschreiben?

Ich mache Mashups, die eine Kombination von zwei oder mehr eigenständigen (nicht immer) musikalischen Aufnahmen in einen nahtlosen Mix darstellen. Das gibt mir die Gelegenheit zur Rekontextualisierung oder dem Nebeneinanderstellen unterschiedlicher Elemente verschiedener Songs. Es ist wirklich interessant und ganz allgemein unterhaltsam, weil man Mashups so einfach genießen kann und ich glaube, jeder möchte von Zeit zu Zeit überrascht werden.

Was macht für Dich einen guten Remix aus?

Sich keine Gedanken darüber zu machen, was die Leute für einen guten Remix halten. Chancen zu nutzen macht einen guten Remix aus. Die “Regeln” zu ignorieren macht einen guten Remix aus, weil es realistischerweise keine Regeln gibt. Ich denke sich bisweilen in neue Gebiete vorzuwagen ist eine gute Sache und hift der Musik, sich weiterzuentwickeln.

Auf welche Weise verwendest Du selbst Werke Dritter?

Neben Audio-Mashups habe ich kürzlich begonnen, mit der Idee von Video-Mashups zu experimentieren. Ich mag es Mashup-Musikvideos für die Songs zu gestalten, wenn ich sie veröffentliche. Ich verwende aber aus einer Reihe von Gründen nicht immer sämtliche Musikvideos von allen verwendeten Songs. Manchmal ist das Musikvideo nicht verfügbar. Vielleicht passt das Musikvideo nicht so gut zu der Stimmung des Mashups. Ich verwende dann andere Quellen als das Originalvideo, wie zum Beispiel andere Musikvideos oder sogar Kurzfime, die ich visuell ansprechend finde. Am Ende möchte ich für die Zuhörer und Seherinnen ein sehr verwobenes Erlebnis zusammenbringen.

Hast Du schon einmal ein Werk aus rechtlichen Gründen nicht verwendet?

Ich habe mich noch in Sachen Mashups noch nie von Gesetzmäßigkeit stoppen lassen. Ich gehe einfach in jene Richtung, die sich am besten anfühlt. Das bedeutet nicht dass ich keine Probleme mit dem Urheberrecht gehabt habe.

Abgesehen davon, hattest Du schon einmal rechtliche Probleme wegen künstlerischer Praktiken? 

Alles in allem hatte ich noch keine größeren rechtlichen Probleme, die mich behindert hätten. Womit ich die meiste Zeit kämpfe ist das Content-ID-System von YouTube. Das zwingt mich dazu zusätzliche Editierungen vorzunehmen sodass das Werk vor den elektronischen Augen des Systems als “transformativ” erscheint. Ich bin sehr ausdauernd beim Hochladen der Videos weil ich viel Arbeit hineinstecke und ich glaube, dass es die Mashup-Erfahrung komplettiert. Wir sind eine Multimedia-Generation und ich habe das Gefühl, dass damit ohnehin gerechnet wird. Es macht mir auch deshalb nichts, weil mir der Musikvideo-Teil viel Freude bereitet.

Ein weiteres, kleineres Problem sind die Länder- und Mobilrestriktionen auf YouTube. Manchmal werden einige Videos in bestimmten Ländern blockiert und fast immer auf mobilen Geräten. Ich kritisiere Youtube nicht aber ich sage dass Plattenlabels ihren eisernen Griff lockern müssen um die Konsumenten nicht weiter zu belasten.

Was hältst Du von der Idee, ein vergütetes Recht auf Remix einzuführen?

Ich glaube das ist definitiv ein vernünftiger Weg die Dinge zu sehen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und mit Sicherheit eine bessere Situation als jene, in der wir uns gegenwärtig befinden.

Zum Abschluss, was ist Dein persönlicher Lieblingsremix?

Das ist wirklich eine schwere Frage! Es sind ehrlich viel zu viele um sie aufzulisten. Wenn ich einen aus der jüngeren Vergangenheit nennen müsste, dann wäre dase Contes “Daft Punk Skrillex Remix”. Seine Performance bzw. Präsentation in dem Video sind einfach fantastisch!

Das ist ein Crosspost vom Blog der Initiative Recht auf Remix, die in einer Petition um Unterstützung samt Link zum persönlichen Lieblingsremix bittet. Auf right2remix.org findet sich auch das englische Originalinterview.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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June 14 2013

Mash-Up: Joe Biden debattiert mit Barack Obama die Vorratsdatenspeicherung

Die EFF hat aus einem alten TV-Interview mit dem dem US-Vizepräsidenten Joe Biden, als dieser 2006 noch in der Opposition war, und einer aktuellen Rede von Barack Obama ein Mash-Up gemacht. Obama versucht, die heimliche Vorratsdatenspeicherung zu verharmlosen und Biden schlägt drauf, dass solche Maßnahmen die Freiheit gefährden würden und aufgeklärt werden müssten.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

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September 01 2011

(Buch:) Mashup: Lob der Kopie

Mashup: Lob der Kopie (Partnerlink) ist ein neues Buch von Dirk von Gehlen, das im Suhrkamp-Verlag erschienen ist.

Dirk von Gehlen ist Redaktionsleiter von Jetzt.de und schreibt seit einigen Jahren über Urheberrecht und digitale Kultur, oftmals auch direkt für die Süddeutsche Zeitung. Seit längerem wusste ich von dem geplanten Buch, aber so ein analoges Print-Projekt dauert ja ganz schön lange. Irgendwann, vor gefühlt einigen Jahren, hatte mich Dirk von Gehlen auch zum Thema Creative Commons für das Buch interviewt.

Das Buch kam dann letzte Woche endlich an. Ich hab es weitgehend durchgelesen und bin begeistert. Weitgehend vor allem deswegen, weil Unmengen Fussnoten dabei sind und man das Buch eigentlich nochmal über durchlesen könnte, indem man nur die Fussnoten beachtet. Begeistert davon, noch viel (vor allem Theorie) beim Lesen gelernt zu haben, obwohl ich schon recht tief mit der Materie vertraut bin. Und vor allem: Das Buch ist ein lesenswertes Plädoyer für den Erhalt und Ausbau einer Remix-Kultur in Zeiten einer zunehmenden Urheberrechtsverschärfung, in der diese kulturelle Praxis kriminalisiert und technologisch erschwert wird.

Lesenswert ist vor allem die riesige Sammlung an Zitaten und Fundstücken rund um Mashups, Kopieren und die kulturelle Praxis dahinter. Eigentlich müsste man daraus eine Zitat-Datenbank machen, um in der politischen Debatte immer wieder darauf zurückgreifen zu können.

Schade ist, dass das Format der Suhrkamp-Taschenbücher so klein ist, dass man den Inhalt nicht schneller lesen kann, weil ständig ein Zeilenwechsel ansteht. Dafür passt so ein Buch in die Hosentasche.

Aus der Verlagsbeschreibung:

Weil sie Passagen aus Blogs in ihr Buch einbaute, löste Helene Hegemann eine Kontroverse aus. Als Danger Mouse ein Album veröffentlichte, auf dem er Songs der Beatles mit denen Jay Z’s vermischte (engl. to mash), wurde er als Kämpfer gegen die Kreativindustrie gefeiert. Die Debatten um das Urheberrecht und neue Formen wie Mashups sind äußerst unübersichtlich. Fest steht: Das Kopieren hat im Online-Zeitalter seine Unschuld verloren. In dieser Kulturgeschichte der Kopie bringt Dirk von Gehlen Ordnung in die Diskussion und Varianten zur sich verflüssigenden Unterscheidung von Original und Kopie ins Spiel.

“Mashup: Lob der Kopie” ist als Taschenbuch in der “edition suhrkamp” erschienen, kostet 15 Euro und sollte in jedem Buchladen erhältlich sein. Die ersten 20 Seiten gibt es hier als Leseprobe (PDF).

Transparenz: Im Jahre 2006 hab ich mal von Jetzt.de über mehrere Monate Geld im Rahmen eines Blogstipendiums erhalten.

July 12 2011

Flickr- / Twitter-Streams visualisiert

Eric Fischer hat offensichtlich die Geo-Location-Informationen von Tweets und auf Flickr hochgeladene Bilder genommen und faszinierende Visualisierungen daraus gemacht. Diese finden sich in seinem Flickr-Account und stehen unter der CC-BY-Lizenz. Von einigen Städten gibt es auch Bilder, allerdings sind da keine deutschen Städte dabei.

Diese Welt-Karte gibt es auch noch in einer etwas größeren Version mit 12211 x 7155 Pixel.

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April 08 2011

Kriege der Weltgeschichte visualisiert

Conflicthistory ist eine faszinierende Seite, die ich in meiner Schulzeit richtig geliebt hätte, als ich noch mehr Zeit für Geschichte hatte. Auf einer Zeitleiste werden verbunden mit einer Weltkarte die Kriege der letzten 4000 Jahre Weltgeschichte visualisiert und beschrieben. Die Inhalte stehen unter freien Lizenzen und werden von Freebase und Wikipedia gezogen. Richtig toll wäre, wenn es eine deutsche Version davon geben würde.

Ein sehr schönes Beispiel, welche Art von MashUp man mit frei lizenzierten Daten bauen kann.

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January 28 2011

#jan25: MashUp visualisiert Twitter-Nachrichten

Von Michael Scheffler gibt es hier ein kleines MashUp, was die aktuellen HashTags für die Proteste in Ägypten, #egypt und #jan25, auswertet und auf einer Karte visualisiert.

November 24 2010

Remix-Visualisierung: Girl Talk – All day

All day ist das neue Album des US-MashUp-Künstlers Girl Talk. Wie die vergangenen Alben besteht das ganze Werk aus zahlreichen ineinandergemixten Hits aus verschiedenen Epochen und Genres und wurde unter der CC-BY-NC-Lizenz veröffentlicht. Hier ist ein Link zum Download und hier zum Torrent.

Was das ganze spannender macht, sind die vielen kleinen Innovationen der Fans rund um das Album. Direkt nach Erscheinen des Albums wurden die einzelnen Samples kollaborativ identifiziert und in einem Wiki gesammelt. Mittlerweile gibt es mit mashupbreakdown.com auch eine eigene Seite, wo die Samples in der Timeline der einzelnen Songs anschaulich visualisiert werden. Und das ist dann ein kleiner Trip durch die jüngere Musikgeschichte mit Lernfaktor.

(Danke an @antischokke)

August 13 2010

Symposium Verbotene Filme: Remix meets Giftschrank

iRights.info und die Deutsche Kinemathek veranstalten am 9. und 10. Spetember in Berlin das “Symposium Verbotene Filme: Remix meets Giftschrank“. Das Programm klingt spannend und der Eintritt ist frei. Einen Besuch kann man auch verbinden mitder “Freiheit statt Angst” – Demonstration, die anschließend am 11. September in Berlin stattfindet.

Stars der internationalen Mashup-Szene treffen auf Filmemacher, deren Filme nicht gezeigt werden dürfen, und auf solche, deren Projekte aus rechtlichen Gründen gar nicht erst verwirklicht werden konnten: eine interessante Mischung, zu erleben beim Symposium „Verbotene Filme“ am 9. und 10. September 2010 in Berlin – veranstaltet von iRights.info und der Deutschen Kinemathek.

Das Vorgehen der GVU gegen die Filmemacher Mario Sixtus und Alexander Lehmann zeigt aktuell einmal mehr, welchen Gefahren die Freiheit ausgesetzt ist, Filme zu machen und sie zu veröffentlichen. Schon immer verschwanden Spielfilme im Giftschrank, weil sie – vermeintlich oder tatsächlich – gegen Gesetze verstoßen Dokumentationen wurden erst gar nicht gedreht, weil das Justiziariat sagt, man könne die zu erwartenden Klagen nicht durchstehen. Zugleich: Filme, die nach geltendem Recht verboten sind, können weltweit angeschaut werden – drei Aspekte des selben Themas. Das Symposium Verbotene Filme wird sich mit der Frage auseinandersetzen, wie das Rechts beschränkt, welche Filme hergestellt, gezeigt und angeschaut werden können.

Gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek veranstaltet iRights.info dieses zweitägige Symposium in Berlin. Es richtet sich nicht nur an Juristen, sondern an Filmemacher, Mashup-Interessierte, Filmwissenschaftler, Museums- und Archivmitarbeiter und Kinobetreiber – entsprechend der Idee von iRights.info, urheberrechtliche Themen und ihre Relevanz im Alltag juristischen Laien verständlich zu machen.

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February 02 2010

Oettinger scheitert am Urheberrecht

In der vergangenen Woche ging ein Youtube-Video durch die Online-Welt, in dem unser neuer EU-Kommissar Günther Oettinger seine Englischkenntnisse präsentierte. Dabei las er seine Rede vom Blatt ab, was aber teilweise nicht so ganz verständlich war. In dem Video wurde sich darüber etwas lustig gemacht, indem ein Zitat von Oettinger reingemixt wurde, indem dieser erklärt, dass Englisch die Arbeitsprache für die Zukunft wird. Das Video ist jetzt nicht unbedingt Image-fördernd für Oettinger, aber in seiner politischen Position sollte er damit leben können.

Bisher war das nicht unbedingt ein Thema für dieses Blog. Mehr als 1,5 Millionen Zuschauer fand das Video, was eigentlich auf allen großen Online-Portalen eingebunden war. Für deutsche Verhältnisse ist das fast schon ungewöhnlich viel. Und das ist nun vorbei. Es findet sich nur noch der Hinweis:

Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Center On Capitalism and Society nicht mehr verfügbar.

Das “Center on Capitalism and Society” hat das Video als Quicktime-Datei online. Ab Minute 6:50 beginnt die Rede.

Bleibt die Frage, ob das Löschen der Videos korrekt ist. Ich kann mich ja irren, aber das “Center on Capitalism and Society” ist eine US-Organisation und gilt in diesem Fall für das Video nicht das US-Copyright? Das angloamerikanische Copyright sollte durch seine Fair Use Bestimmungen ein solches politisches MashUp als freie Rede durchgehen lassen würde, wenn das deutsche Urheberrecht das nicht deckt?

In den vergangenen Tagen gab es wieder das beliebte Katz und Maus Spiel, dass zahlreiche Youtube-Nutzer das Video wieder hochgeladen haben, welche dann wieder von Youtube gelöscht wurden. Überraschenderweise sind noch einige zu finden, u.a. dieses, was wohl von einem italienischem Nutzer eingestellt wurde:

Lustig ist auch die Satire von Extra3: Telekolleg: Englisch für Oettinger.

Sollte das Löschen doch urheberrechtlich in Ordnung sein, zeigt das auch wieder Probleme mit dem Urheberrecht auf. Wenn ich in einem Blog-Posting schriftlich die Zitate rausgepickt und kommentiert hätte, würde das definitiv unter das ZItatrecht fallen. Bei Audiovisuellen Beiträgen ist dieses Zitatsrecht leider noch etwas unzureichend geregelt.

Ein gutes hat die Rede auf jeden Fall: Unserer Jugend wird Hoffnung gegeben! Auch mit unzueichenden Englischkenntnissen kann man in einer globalisierten Welt EU-Kommissar werden.

(Danke an Volkmar, der mich darauf aufmerksam machte)

Reposted byreturn13romanofskiacidMeinSueppchenurfinsixtus42mondkroetecheatha

January 12 2010

Beastie Boys MashUp

Hier gibt es einen coolen MashUp der besten Songs der Beastie Boys, der sowohl musikalisch als auch visuell von Rusty Redenbacher umgesetzt wurde:

RUSTY REDENBACHER – Beastie Boys MegaMix from Rusty Redenbacher on Vimeo.

(via)

Reposted bytooklit
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